Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Und was ist hier mit:


??? ;)

Steht doch drin:
Wenn der Bundestag binnen kurzer Frist einen neuen Kanzler wählt, sind Neuwahlen nicht nötig.
Bislang war es halt immer so, dass die Vertauensfrage aufkam, weil es Zoff innerhalb der Regierung und innerhalb der Mehrheitskoalition im Parlament gab. Wenn die richtig zerstritten sind, kann sich das Parlament halt auch nicht auf eine neue Regierung einigen und muss zwecks Neuwahlen aufgelöst werden. Aber sollte jetzt Scholz als Person durch die krummen Machenschaften in seiner eigenen Vergangenheit aus dem Amt fliegen, dann besteht die Zweckeehe "Ampel" ja weiter und kann sich was neues überlegen.

Ich würde das nicht einmal für einen großen Akt halten: Wenn der Kanzler zurücktritt, übernimmt automatisch der Vizekanzler seinen Job. Eigentlich nur provisorisch, aber Habeck ist aktuell ganz klar der Tongebende in der Ampel und Lindner würde zwar gerne über ihnen stehen, hat aber nicht den nötigen Stimmenanteil und würde somit seinerseits zur Nummer 2 aufrücken. Grüne und FDP wären sich bei der Neuernennung von Kanzler und Vizekanzler also einig und die ohne schwache SPD wäre in so einer Situation wohl kaum handlungsfähig und könnte es nach so einer Blamage keinesfalls auf eine öffentliche Konfrontation anlegen. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten:
a) Die SPD hat einen guten Konsenzkandidaten zur Hand, den sie direkt vorschlägt und den FDP und Grüne auch gut finden. Klingt eher tricky.
b) Die SPD gibt klein bei und erhält im Gegenzug den frei werdenden Posten des Wirtschaftsministers oder, falls Lindner den will, den des Finanzminister. (Letzteres erscheint mir durchaus naheliegend, denn zwei Jahre vor anstehenden Wahlen will die FDP in aller Regel nicht mehr sparen, sondern Geschenke an ihre Lieblingslobbys verteilen, da passt das BMWK eigentlich ganz gut, auch wenn man das "K" dann endgültig streichen müsste.)


Von dieser Szene ging der Angriff gegen Habeck aus, über den Telegram-Kanal »Freie Schleswig-Holsteiner«. Das hat nichts mit Bauern zu tun und auch nicht mit Demonstrationen. Es geht einzig um destruktive Aktionen mit dem Ziel, den Staat als solches abzuschaffen.

Ausgangspunkte sind eine Sache. Man kann aber wohl nicht abstreiten, dass eine sehr große Masse von Landwirten auch begeistert mitgemacht hat. Oder waren die großräumigen Straßenblockaden und die "hängt Ampel"-Demonstranten der letzten Wochen alles Kellerkind-Faschos, die sich mal eben einen Traktor gemietet haben?


Da ist die Lösung so einfach. Das ist seit zehn Jahren ausgereift, nur umgesetzt wird es nicht


Das hatten wir in anderen Threads doch schon zu genüge:
Deutsche Laternen stehen mehrheitlich auf der Grundstücksseite der Geh- und Radwege, sodass man von dort keine Ladekabel verlegen kann, und sie sind oft auch nur mit den paar 100 W angeschlossen, die für die alten Halogen/Naturium/Quecksilberlampen gebraucht wurden. Daraus eine Ladesäule zu machen ist genauso aufwendig, wie direkt eine aufzustellen. Außerdem bräuchte man für die 8-10 Parkplätze zwischen zwei Laternen sowieso eine andere Lösung.


Es gibt immer mehr Richter, die mich in den Wahnsinn treiben.

Und es gibt Leute mit körperlichen Einschränkungen, die mangelnde Rücksichtnahme zur Weißglut treiben.
Es hat seinen Grund, dass die dort angedachte Kabelverlegung nur in Ausnahmefällen/bei Baustellen genehmigt wird und nicht alle 5 m zum Regelfall auf deutschen Bürgersteigen gehört. 4,3 cm mit typischerweise 45° oder mindesten 30° Anschrägung kosten Kraft mit einem Rolli, rütteln einen Kinderwageninhalt durch und wenns mal kein Fuß, sondern auch ein Radweg ist, dann sollte man wenigstens auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen.


Wegen Kabel.
Mich wundert wie die Argumentation bei den Wochen, Jahres und Weihnachtsmärkten aussieht. Da redet und kümmert sich keine Sau um die Rollatornutzer und ähnliche Individuen.

Und wo kein Kläger...hätte ja einfach mal machen können. Notfalls statt so einen 20-40cm breiten Kanal was über 2m Breite auslegen. Auch 4cm für ein Stromkabel ist schon etwas hoch. Da hätte man sicherlich was basteln können was weniger Impact auf die Gehwegnutzer hätte.
Oder wenn es ein Pflastergehweg wäre, einfach ein paar Pflaster hochnehmen und ein Leerrohr unterlegen. Bißchen Kreativität schadet nicht. Trotz des Risikos auf einen Rückbau manchmal Lohnenswert.
Oder ne Kabelbrücke oberhalb des Gehweges, als umgedrehtes U oder oder oder...

Solche Baumaßnahmen wären sicherlich eine Lösung, die man hätte beantragen können und die auch hätte genehmigt werden sollen. Aber der Kläger wollte halt eine um geschätzt den Faktor 1000 günstigere Lösung, wie sie zu Recht nur als vorübergehender Notbehelf in Sonderfällen üblich ist.


Steht da doch. Bei den inhabergeführten Betrieben liegt der Faktor bei 2.3 AK. Heißt also, dass man die rund 55.000 € / AK als Ackerbauer mal 2,3 nimmt. Das sind dann 126.500 € für Rücklagen, Investitionen und den Lebensbedarf des Landwirtes und seiner Familie, sofern die unentgeltlich mitarbeitet und kein eigenes Einkommen hat, im Jahr.

Es war von 1,4 familiären AK die Rede, also arbeitet der Landwirt meistens als einziger Familienangehöriger da, während alle anderen schon entlohnt wurden (oder es keine anderen gibt bei Kleinstbetrieben). Allerdings ist davon auszugehen, dass er den nicht-familiären Mitarbeitern keinen Gewinn ausschüttet. Man kann von den 126500 € pro 2,3 AK also rund 1,3 * 24000 € für entlohnte Arbeitskräfte (oder für faire Ansprüche von Familienmitglieder in gleicher Höhe) abziehen und die verbleibenden RUND 8000 € PRO MONAT sind dann das durschnittliche Einkommen eines durchschnittlichen deutschen Landwirts. (Unternehmersgewinn und/oder Eigentümerlohn, je nachdem wie er sich das selbst auszahlt)

Gut, einen Teil davon sollte er als guter Unternehmer noch investieren, um den Betrieb jenseits der (bereits verrechneten) laufenden Kosten voranzubringen und auf den Rest muss er natürlich noch Steuern zahlen, aber nach den Ärmsten der Armen, denen man dringends helfen muss und zu deren gunsten man lieber die HartzIV-Sätze noch weiter zusammenkürzt, wegen denen das Trinkwasser künftiger Generationen mit noch mehr Schadstoffen vergiftet werden muss und zu deren Gunsten fleißig Tiere gequält werden sollten, klingt das jetzt nicht gerade. Eher mal wieder nach einer deutschen Gruppe, die bereits zum oberen Viertel der Gesellschaft gehört, aber trotzdem nach Geschenken von der Mehrheit schreit.


Da haben wir doch gleich schon wieder eine Produktidee entwickelt. Ein Gummiband mit Anlaufphasen und integrierten einvulkanisierten Kabeln, zum Verlegen über Bürgersteine, dazu an beiden Enden ein Stecker, sollte man für 99,-€ verkaufen können und für 10-20,-€ herstellen. Gleich mal im Patentamt recherchieren, ist um die Ecke und die Freunde in der Fertigung bei Conti-Tech anfragen, was das kosten wird.

Sollte ich das als Patent anmelden, werde ich Euch, Stolpi und seahawk natürlich mit angeben. Das war ja eine Gemeinschaftsidee, dieses Problem zu lösen.

Denkt dran, dass das ganze auch rutschsicher sein muss (sowohl gegenüber dem Untergrund als auch für darauf laufende), wetter-, dreck- und lastfest (inklusive z.B. Rollsplit drunter, Straßenkehr-Multicar oben drauf) und im Winter auch mal jemand mit Spikes drübergeht. Und wenn es festfriert kratzt der Schneepflug den Gehweg entlang.


Aber richtig vorbereitet war das Land scheinbar nicht darauf. Zumindest haben das Hilfsorganisationen bemängelt.

Natürlich war man nicht 100% darauf vorbereitet. ("Nicht vorbereitet" halte ich dagegen über übertrieben. Ehrlich gesagt bin ich sehr positiv überrascht, was insbesonderes das THW die letzte Wochen aus dem Hut gezaubert hat)

Aber halt nicht weil es eine Ausnahmesituation ist, sondern weil man sich in Deutschland allgemein keine Gedanken über die Zukunft macht. Sondern solange behauptet, da würde schon nichts passieren und anderes ist erstmal wichtiger, bis etwas wichtiges passiert und dann will man die Kosten auf wen anders schieben.
Mangelnde Absicherung der Banken gegen Spekulationsrisiken? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der zukünftige Steuerzahler.
Global ausbreitende Erkrankung der Atemwege? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der zukünftige Steuerzahler.
Unterstützung für russische Imperialisten? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der Steuerzahler.
Atommüll? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der zukünftige Steuerzahler.
Trockener werdende Sommer? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der Steuerzahler. Fortsetzen lässt sich das mit maroden Brücken, Nitrat im Grundwasser, diverse bauliche Großprojekte, nahezu alles was Bundeswehr im Namen trägt, sämtlichen Teilen der Außen- und Außenwirtschaftspolitik, die Bezug zu Fluchtgründen haben und natürlich in ganz besonderem Maße bei allen weiteren Folgen des Klimawandels inklusive Hochwassern. Waren absehbar, aber die Mehrheit wollte präventiv nichts dagegen unternehmen und jetzt sollen die schweineteuren Reaktionen wieder nicht von der heutigen Mehrheit, sondern bitte von zukünftigen Generationen bezahlt werden?

GENAU DAS zu verbieten ist der Hintergedanke der Schuldenbremse: Leben auf Kosten anderer soll nicht mehr der Regelfall sein. Und genau deswegen ist es falsch, jetzt die Schuldenbremse zu lockern. Sowas ist nur als Notinstrument für Situationen vorgesehen, die nicht vorhersehbar waren. Aber solche Situationen sind extrem selten, denn alles, was groß genug ist, um ganze Staaten in (Finanz-)Schieflage zu stürzen, wirft seine Schatten auch Jahre voraus. Rückblickend würde ich für dieses Jahrtausend vielleicht 9/11 gelten lassen und den arabischen Frühling. Aber sonst gar nichts. Und selbst bei denen waren Anlässe und Motivationen absehbar, es hätte nur niemand für wahrscheinlich gehalten, dass Umsetzung und Folgen dieses Ausmaß annehmen.


Die größte Gefahr bei der Erwärmung sind meines Wissens nach die Folgen, wie massenhaftes Aussterben von Tieren, weil deren Lebensraum unbewohnbar wird, und Katastrophen, wie Überschwemmungen, weil die Pole schmelzen und der Meeresspiegel ansteigt.

Da wir nur wenige Arten zum Überleben brauchen und die direkt kontrollieren (auch sowas wie Bienen können wir züchten), ist das Artensterben nur ein weiterer Aspekt von Naturzerstörung. Die ja allen egal ist, weil sie eben keine Gefahr darstellt.

Was die Menschheit tatsächlich direkt bedroht, sind die Verschiebung von Niederschlagsmustern. Ehemals fruchtbare Regionen werden austrocknen, aber ehemals trockene Wüsten werden erst Jahrhunderte später so etwas wie Humus aufgebaut haben. Ehemals durch Eis stabilisierter Boden wird bröckeln und versumpfen, aber ehe es in den ehemals mit Eis überdeckten Felsregionen was sinnvolles zu tun gibt, werden Jahrhunderte vergehen. Ehemals feste Erdregionen werden weggespült, aber ehemalige Sumpfgebiet erst in Jahrhunderten sicher bebaut werden. Etc. Etc. Und auf einem Zeithorizont von 100-300 Jahren wird dann der ansteigende Meeresspiegel sämtliche Küsten, insbesondere fast alle großen Küstenstädte und damit rund 10-20% des Gesamtvermögens der heutigen Menschheit, vernichten sowie weitere Gebiete mit weiteren 20-30% unserer Infrastruktur durch Versalzung und Rückstau nicht oder schlecht bewohnbar machen.

Gemessen an den Sachschäden und Hungersnöten, die ein zünftiger Krieg nach sich ziehen kann (also nicht solche Lapalien wie WW2, wo nur punktuell bombardiert wurde, sondern so richtig schön mittelalterlich mit brandschatzen sämtlicher Dörfer) sind diese direkten 50% Verlust immer noch überschaubar und wären, wo sie auftreten, vermutlich binnen 50-100 Jahren kompensierbar. Aber diese erste Auswirkungsebene des Versagens der Politik und Menschheit in der 2. Hälfte des 20. und 1. Hälfte des 21. Jhd. wird als Folgeebene enorme Wanderungsbestrebungen ausüben, wie man sie seit DER Völkerwanderung nicht mehr gesehen hat. Schon selbige hatte damals große Kriege, den Niedergang nahezu aller zuvor bestehenden Reiche und mehrere Jahrhunderte massiven zivilisatorischen Rückschritt in allen betroffenen Regionen zur Folge. Diesmal wird der gesamte Globus betroffen sein und getroffen werden Staaten, die schon rumjammern, wenn mal ein paar 100000 Flüchtlinge auftauchen. Die zu erwartenden Milliarden Flüchtlinge werden die komplette Weltordnung untergehen lassen und die übers 19./20. Jahrhundert entwickelte Zivilsation, wie wir sie kennen, beenden.

Und mittlerweile sind wir lange an dem Punkt vorbei, wo man diesen Prozess hätte stoppen können. Seit 10-20 Jahren geht es nur noch um steuern und darum hinterher sagen zu können "an uns lag es nicht, wir haben uns bemüht".
 
Natürlich war man nicht 100% darauf vorbereitet. ("Nicht vorbereitet" halte ich dagegen über übertrieben. Ehrlich gesagt bin ich sehr positiv überrascht, was insbesonderes das THW die letzte Wochen aus dem Hut gezaubert hat)

Aber halt nicht weil es eine Ausnahmesituation ist, sondern weil man sich in Deutschland allgemein keine Gedanken über die Zukunft macht. Sondern solange behauptet, da würde schon nichts passieren und anderes ist erstmal wichtiger, bis etwas wichtiges passiert und dann will man die Kosten auf wen anders schieben.
Mangelnde Absicherung der Banken gegen Spekulationsrisiken? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der zukünftige Steuerzahler.
Global ausbreitende Erkrankung der Atemwege? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der zukünftige Steuerzahler.
Unterstützung für russische Imperialisten? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der Steuerzahler.
Atommüll? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der zukünftige Steuerzahler.
Trockener werdende Sommer? War kein Problem. Als es eins wurde, zahlte halt der Steuerzahler. Fortsetzen lässt sich das mit maroden Brücken, Nitrat im Grundwasser, diverse bauliche Großprojekte, nahezu alles was Bundeswehr im Namen trägt, sämtlichen Teilen der Außen- und Außenwirtschaftspolitik, die Bezug zu Fluchtgründen haben und natürlich in ganz besonderem Maße bei allen weiteren Folgen des Klimawandels inklusive Hochwassern. Waren absehbar, aber die Mehrheit wollte präventiv nichts dagegen unternehmen und jetzt sollen die schweineteuren Reaktionen wieder nicht von der heutigen Mehrheit, sondern bitte von zukünftigen Generationen bezahlt werden?

GENAU DAS zu verbieten ist der Hintergedanke der Schuldenbremse: Leben auf Kosten anderer soll nicht mehr der Regelfall sein. Und genau deswegen ist es falsch, jetzt die Schuldenbremse zu lockern. Sowas ist nur als Notinstrument für Situationen vorgesehen, die nicht vorhersehbar waren. Aber solche Situationen sind extrem selten, denn alles, was groß genug ist, um ganze Staaten in (Finanz-)Schieflage zu stürzen, wirft seine Schatten auch Jahre voraus. Rückblickend würde ich für dieses Jahrtausend vielleicht 9/11 gelten lassen und den arabischen Frühling. Aber sonst gar nichts. Und selbst bei denen waren Anlässe und Motivationen absehbar, es hätte nur niemand für wahrscheinlich gehalten, dass Umsetzung und Folgen dieses Ausmaß annehmen.
Naja, die Bankenkrise, Flüchtlingskrise (2015), Corona, Ukrainekrieg (mit Flüchtlingswelle) waren für mich schon Ereignisse wo das erforderlich war. Bzw die Schuldenbremse gab es glaube ich zur Bankenkrise noch gar nicht.

Edit: Hier noch ein kurzes Interview mit dem Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Merkel

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Zu Protesten und wie die Demokratie sich verhalten sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geht alles, sogar mit ausgedienten Traktoren...wenn man denn will.
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Aber wenn der Anreiz fehlt (Diesel Subvention).... :motz:



Viele Grüße,
stolpi


Zum Thema E-Traktor eine ganz interessante Diskussionsrunde (gerade Live)
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Viele Grüße,
stolpi
 
Der Betrieb macht also einen Gewinn z.B. in Höhe von knapp einer Million mit 20 Angestellten. Pro Angestelltem werden also 43.500,-€ erwirtschaftet. Ich bin mir bei "Verwaltungsdeutsch" aber nie sicher, was sie meinen. Vermutlich irre ich mich. Vielleicht müssen von diesen 43.500,-€ die Personalkosten bestritten werden. Aber was verdient ein Erntehelfer? Mindestlohn? Also viel weniger als 43.500,-€
Bei angestellten besteht der lohn aber nicht nur aus selbigem, sondern auch noch aus dem was der arbeitgeber so tragen muß. Dazu kommt dann ebenfalls noch die extra versicherung für den arbeitnehmer (berufsgenossenschaft).
Und dann wollen ja auch noch die geräte bzw. ggf. ein ertragsausfall versichert sein und wer weiß was noch so alles auf der ausgabenliste steht. (bürokraft für den verwaltungs-overhead) Bei größeren betrieben wird außerdem regelmäßig die technik erneuert, denn ein ausfall während der ernte ist teurer als regelmäßige neubeschaffung und neuere, bessere und schnellere technik ist sowieso besser als die alte.
Das alles schmälert letztenendes das gehalt der mitarbeiter und ich bleib dabei, sehr viel mehr als mindestlohn wird in der landwirtschaft nicht zu verdienen sein.
 
Bei angestellten besteht der lohn aber nicht nur aus selbigem, sondern auch noch aus dem was der arbeitgeber so tragen muß.
Erntehelfer bekommen mit viel Glück den Mindestlohn.

Wir können doch aber festhalten, dass Subventionen in die Landwirtschaft mehr oder weniger in die Verkaufspreise eingehen. Unsere Lebensmittel sind, vergleicht man es mit den USA, ziemlich niedrig. Entfallen die Subventionen, steigen zum einen die Preise und Bauern verdienen etwas weniger. Beides wird zu Veränderurngen führen.

Bauern sollten sich z.B. überlegen, wann der richtige Zeitpunkt ist, um auf ökologischen Landbau umzusteigen. Die aktuellen Überschwemmungen liegen auch an der Landwirtschaft, weil die Böden heute viel weniger Wasser aufnehmen können, als noch vor 50 Jahren. Sie sind verdichtet und biologisch weitestgehend tot. Wir sind auf einem Irrweg. In Brandenburg bemerken es die Bauern schon, das alternative Anbauformen, früher verpönt, weil weniger ertragreich, heute mehr Ertrag bringen, weil die Böden Dürren besser trotzen können.

Halten wir fest: Lebensmittel werden teurer werden. Mit all dem daran hängenden Fragen.
 
Erntehelfer bekommen mit viel Glück den Mindestlohn.

Wir können doch aber festhalten, dass Subventionen in die Landwirtschaft mehr oder weniger in die Verkaufspreise eingehen. Unsere Lebensmittel sind, vergleicht man es mit den USA, ziemlich niedrig. Entfallen die Subventionen, steigen zum einen die Preise und Bauern verdienen etwas weniger. Beides wird zu Veränderurngen führen.
Das ist so direkt nur schwer miteinander zu vergleichen.
Es stimmt zwar das die Preise in den USA grundsätzlich höher sind (nicht allerdings zwingend durch die Produktion), aber es ist in den USA auch absolut üblich das man bei Lebensmitteln drastische Vergünstigungen durch nahezu überall ausgegebene Rabattcoupons erzielt (dafür gibt es in den USA sogar den eigenen Begriff "couponing"), bis zu 50% bis 70% Ersparnis, so das der Großteil der Amerikaner effektiv wohl nicht signifikant mehr für Lebensmittel ausgibt, als wir hier in Deutschland.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur weil wir Ackerfläche für die Produktion von Tierfutter vergeuden.
Das wird auch so bleiben, weil man Fleisch gut verkaufen kann. Arm dran sind wie immer in unserer Kultur die Armen und Schwachen. Deren Grundnahrungsmittel werden sich wie in den letzten fünf Jahren deutlich zu sehen, massiv verteuern. Das ist scheinbar so gewollt. Aber genau das führte in der Vergangenheit immer zu Revolutionen.

In einer Zeit, in der immer noch erheblicxhe Menschen Lebensmittel verderben oder aus anderen Gründen ungenutzt weggeworfen werden, in der wir unmengen Lebensmittel in die Fleischherstellung pumpen, ist das natürlich alles ein Jammern auf hohem Niveau.

Treotzdem muss man feststellen, dass die Lebensmittelproduktion in den nächsten Jahrzehnten ein Problem werden wird. Überall in der Welt steigt der Fleischanteil in der Nahrung, die Erträge sinken, weil Böden degradieren, Dürren Stürme und Überschwemmungen verschärfen das Problem und Lebensmittel sowie landwirtschaftliche Flächen werden zur andere Zwecke genutzt, insbesondere für die Energiewirtschaft.

Ich würde solche Entwicklungen nicht "dem Markt" überlassen, ich würde als EU stärker lenkend eingreifen. Aber der Neokapitalismus ist viel zu stark in den Köpfen verankert. Das rauscht jetzt durch.
 
Wir können doch aber festhalten, dass Subventionen in die Landwirtschaft mehr oder weniger in die Verkaufspreise eingehen.
Ich gehe eher soweit zu sagen: Ohne subventionen würde hier kein bauer mehr land bestellen oder die lebensmittelpreise wären 50% höher. Das kostet alles im laden aktuell nicht annähernd das, was es müßte um kostendeckend zu sein.
Bauern sollten sich z.B. überlegen, wann der richtige Zeitpunkt ist, um auf ökologischen Landbau umzusteigen. Die aktuellen Überschwemmungen liegen auch an der Landwirtschaft, weil die Böden heute viel weniger Wasser aufnehmen können, als noch vor 50 Jahren.
Das liegt aber nicht an öko/nicht öko sondern an der art der bodenbearbeitung und die ist bei öko und konventionell gleich. Anders ausgedrück, vor 50 jahren wurde der boden noch umgebrochen/beackert. Dadurch wurde er auch in größeren tiefen gelockert. Mittlerweile grubbert/scheibt man nur noch die oberfläche. Das darunter bleibt entsprechend verdichtet und nichts kann versickern. Dazu sind die maschienen heute sehr viel größer und schwerer als damals.
Und warum macht man das? Ganz einfach, das grubbern/scheiben gilt als "bodenschonend" im gegensatz zum ackern und wird deshalb bevorzugt. Außerdem spart das einen arbeitsgang (das ackern) und somit auch diesel. Gescheibt muß ob so oder so werden, damit man oben drauf eine feine krume für die aussaht bekommt.
In Brandenburg bemerken es die Bauern schon, das alternative Anbauformen, früher verpönt, weil weniger ertragreich, heute mehr Ertrag bringen, weil die Böden Dürren besser trotzen können.
Wenn mich nicht alles täuscht, haben die aber auch einen der fruchtbarsten böden hier. Aber richtig öko kann ich mir dennoch bei denen nicht so richtig vorstellen. Das beinhaltet ja auch ein minimum an spritzmitteln und das schmälert bei großen monokulturen den ertrag. Da müßten sie schon einen anderen weg gefunden haben um schädlinge ab zu halten.
 
Ich gehe eher soweit zu sagen: Ohne subventionen würde hier kein bauer mehr land bestellen oder die lebensmittelpreise wären 50% höher.
Aber darum geht es nicht, es geht um einen minimalen Teil der Subventionen. Wir müssten z.B. nur die Höfeordnung abschaffen und landwirtschaftliche Liegenschaft im Erbfall so versteuern, wie alle Liegenschaften. Was meinste, was dann hie rlos wäre. Bauern werden von vielen Seiten massiv gepampert, damit die Lebensmittelpreise tief sind.
... Das liegt aber nicht an öko/nicht öko sondern an der art der bodenbearbeitung und die ist bei öko und konventionell gleich....
Das liebt an alleilei Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden. Genau diese zerstören die Mikroben im Boden.
....Wenn mich nicht alles täuscht, haben die aber auch einen der fruchtbarsten böden hier. ...
Die Böden der Bauern sind die gleichen. Die einen haben aber ordentliche Mikroben, und pflanzen Hecken und Bäume zur Beschattung und gegen den Wind. Es trocknet dann erheblich weniger aus. Genau das macht den Unterschied. Mehr Wasser, mehr Wachstum.

Diese Entwicklung könnte unsere Politik fördern. Macht sie aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bauern werden von vielen Seiten massiv gepampert, damit die Lebensmittelpreise tief sind.
Was für einen Einfluss hat denn die Regierung auf den Preis?
Die Marktmacht der Supermarktketten ist doch allgegenwertig.
Edeka und co. bestimmen den Milchpreis im Supermarkt, nicht die Regierung mittels Steuern.
Guck dir doch die Normalisierung der Mehrwertsteuer an. Hatte damals irgendeiner die Preise entsprechend der Mehrwertsteuersenkung gesenkt? Ich glaube nicht, aber jetzt steigen deswegen die Preise?
Ist doch schlicht Verarschung.
Wieso kann man das nicht einheitlich regeln?
Null Steuern auf Kinderbedarfssachen wie Babynahrung, Hygieneprodukte, Kinderkleidung.
Dann geringe Steuern auf dinge des täglichen Bedarfs, wie Nahrungsmittel, Energie, etc.
Dann normale steuern für tägliche dinge, die man aber nicht braucht wie den Kaffee to go, oder das belegte Brötchen vom Bäcker oder den Döner vom Imbiss.
Und dann viel Steuer für dinge, die keiner braucht, wie spritfressende SUVs, Firmenwagen oder Kerosin für Flugzeuge.
 
Was für einen Einfluss hat denn die Regierung auf den Preis?
Die Marktmacht der Supermarktketten ist doch allgegenwertig.
Edeka und co. bestimmen den Milchpreis im Supermarkt, nicht die Regierung mittels Steuern.
Beides gehört zusammen. Ja, unsere großen Handelketten sorgen für tiefe Preise und schmälern die Einkommen der Bauern. Es steht aber jedem Konsumenten frei, teurere Produkte zu kaufen, die gibt es auch. Bei Milch hatten wir z.B. in unseren Rewe vor ein ppar Jahren eine Aktion, dass 10 Cent zusätzlich direkt an den Bauern gehen. Kaufte kaum jemand.

Die Bauern können diesen Preiskampf aber nur mitmachen, weil es so hohe Subventionen gibt. Sinken die Subventionen, steigen die Preise. Aktuell kommen scheinbar 40% der Umsätze der Bauern aus direkten Subventionen.

Dazu kommen dann die vielen indirekten Subventionen, wie z.B. der reduzierte Steuersatz auf Treibstoff und viele andere.

Es muss viel verändert werden. Die Landwirtschaft muss nachhaltiger werden. EEs wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entsprechend massive Veränderungen geben.
 
Beides gehört zusammen. Ja, unsere großen Handelketten sorgen für tiefe Preise und schmälern die Einkommen der Bauern. Es steht aber jedem Konsumenten frei, teurere Produkte zu kaufen, die gibt es auch. Bei Milch hatten wir z.B. in unseren Rewe vor ein ppar Jahren eine Aktion, dass 10 Cent zusätzlich direkt an den Bauern gehen. Kaufte kaum jemand.
Mich stört das doch auch nicht, wenn es mehr kosten, sofern ich eben weiß, dass es auch dort ankommt.
Das ist doch aber nicht gesichert. Ich hab die Doku über Lindt gesehen, wo die Kakaobauern so wenig verdienen, dass sie kaum davon leben können.
Lass doch mal den freien Markt laufen, mal sehen, wie es dann läuft. also der feuchte FDP Traum.
Es muss viel verändert werden. Die Landwirtschaft muss nachhaltiger werden. EEs wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entsprechend massive Veränderungen geben.
Die EU muss die Subventionen besser einsetzen. Nicht einfach nach der Größe, sondern nach der Nachhaltigkeit, den Emissionen, etc.
Machen sie aber nicht. Hier siegt wieder die Lobby.
 
Aber darum geht es nicht, es geht um einen minimalen Teil der Subventionen.
Bei vielen fehlt dann 50k € und mehr im jahr in der bilanz. Für dich sicher peanuts, für andere ein großes loch. ;)
Wir müssten z.B. nur die Höfeordnung abschaffen und landwirtschaftliche Liegenschaft im Erbfall so versteuern, wie alle Liegenschaften.
Ich weiß gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll. Bauern mit landwirtschaft vererben keine höfe, sondern geben betriebe weiter!!! Und das passiert auch nicht wenn der alte bauer stirbt, sondern wenn er in rente geht. (um dann meist trotzdem unter seinem sohn/tochter kostenlos weiter macht)
Du kannst natürlich die weitergabe von betrieben/firmen besteuern, wobei du das wegen dem gleichbehandlungs-grundsatz bei allen machen mußt, aber dann wird dich die industrie wohl lynchen oder einer nach dem anderen macht einfach dicht.
Aber weist du wer die steuern zahlen darf? Das sind die, die ihr land verpachten weil sie nichts damit anfangen können. Dabei gehört das eigentlich auf die lebensmittelpreise drauf geschlagen.
Was meinste, was dann hie rlos wäre. Bauern werden von vielen Seiten massiv gepampert, damit die Lebensmittelpreise tief sind.
Nö! Die werden so stark subventioniert weil hier jeder gleich rum schreit das er/sie sich die lebensmittelpreise nicht mehr leisten kann und sofort verhungern muß, nur weil die butter 10cent teurer geworden ist. :nene:
Das liebt an alleilei Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden. Genau diese zerstören die Mikroben im Boden.
Mikroben haben einfluss auf die bodenfruchtbarkeit. Das hat erstmal nix mit der lockerheit zu tun. Dafür sorgen eher regenwürmer und wühlmäuse, (:fresse:) denen pstiziede aber nix können.
Die Böden der Bauern sind die gleichen.
Nein!!! Es ist ein unterschied ob du schwarzerde, sandigen boden oder lehmboden (mit jeder menge steinen) auf dem feld hast. In brandenburg wirst du einen hohen anteil fruchtbaren lössbodens haben (urstromtal?), in sachsenanhalt und ostsachsen hab ich eher sandigen boden gesehen und bei uns ist eher schwerer lehmboden vorhanden.
Die einen haben aber ordentliche Mikroben, und pflanzen Hecken und Bäume zur Beschattung und gegen den Wind.
Beschattung ist bei gehölzen am feldrand zu vernachlässigen. Die dienen haupsächlich als "windbremse" und bieten unterschlupf für wildtiere und nützlinge. (raubvögel z.b.)
Es trocknet dann erheblich weniger aus. Genau das macht den Unterschied. Mehr Wasser, mehr Wachstum.
Die sonne trocknet nicht nennenswert aus. Das macht haupsächlich der wind der stehende feuchtigkeit über den boden weg bläßt und dafür sorgt,das neues wasser verdunsten kann. (die natur strebt immer ein gleichgewicht an)
Diese Entwicklung könnte unsere Politik fördern. Macht sie aber nicht.
Es würde schon reichen, wenn die "poltik" mal nachdenken würde bevor sie los legt. Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn die klientel-politik mal eingestellt würde. Die bauern sollen also noch umweltfreundlicher werden als sie es so schon sind? (mit sicherheit mehr co2 verbraucht als erzeugt :P ) Dann sollten die "städter" vieleicht erstmal was praktikables entwickeln was dem einsatz auf einem feld auch stand hält!

Was für einen Einfluss hat denn die Regierung auf den Preis?
Einfuhrzölle und höhe der subventionen für die einheimische landwirtschaft. Hat beides direkten einfluß auf die preise im supermarkt...

Edit:
Mich stört das doch auch nicht, wenn es mehr kosten, sofern ich eben weiß, dass es auch dort ankommt.
Beim bauern kaufen.
Das ist doch aber nicht gesichert. Ich hab die Doku über Lindt gesehen, wo die Kakaobauern so wenig verdienen, dass sie kaum davon leben können.
Dann zu ritter sport greifen. Sind halt teurer, aber du sagst ja das es dich nicht stört.
 
Bei vielen fehlt dann 50k € und mehr im jahr in der bilanz. Für dich sicher peanuts, für andere ein großes loch.
Aha, es gibt also Bauern, die 50t Diesel im Jahr durchrauschen lassen? Sollte man da nicht ansetzen und Sparmaßnahmen umsetzen? Erhöhte Dieselpreise werden zum Umdenken führen. Das ist doch gut so, oder?
Ich weiß gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll. Bauern mit landwirtschaft vererben keine höfe, sondern geben betriebe weiter!.
Du sollst nicht weinen oder lachen, sondern nachdenken. Das war ein Beispiel für indirekte Subventionen, die nirgendwo in Statistiken auftauchen. Wir lassen uns die Lebensmittel verdammt viel kosten. Denn es gibt viel mehr, als direkte Subventionen. Nur darauf will ich hinaus.
Mikroben haben einfluss auf die bodenfruchtbarkeit. Das hat erstmal nix mit der lockerheit zu tun. Dafür sorgen eher regenwürmer und wühlmäuse, (:fresse:) denen pstiziede aber nix können.
Es ist mehr. Die Bodenverdichtung ist ein rein mechanischen Problem, die Humusschicht ist aber eines der Mikroben. Fass einfach mal guten Boden beim Biobauern an und toten Boden des normalen Bauern. Du wirst den Unterschied erspüren und waum die Böden mehr Wasser aufnehmen und speichern.
Nein!!! Es ist ein unterschied ob du schwarzerde, sandigen boden oder lehmboden (mit jeder menge steinen) auf dem feld hast.
Es geht um benachbarte Bauern, der eine Konventionell, der andere nach biologischen Standards. Die Bodengüte verändert sich je nach Bewirtschaftungsform. Das die Böden regional sehr unterschiedlich sind, ist ein anderes Thema.
Beschattung ist bei gehölzen am feldrand zu vernachlässigen. Die dienen haupsächlich als "windbremse" und bieten unterschlupf für wildtiere und nützlinge. (raubvögel z.b.)
Könntest Du nicht auch weinen, wenn Du heutige riesige Felder siehst? Kein Busch, kein Strauch, kein Baum? Das ist biologisch tote Landschaft, da überlebt kein Insekt, kein Vogel. Die Entwicklung zu immer größeren Feldern ist im letzten Jahrzehnt massiv vorangeschritten. Wo sind die Wege mit Hecken für Vögel und Insekten, die Windschutz waren? Gerade Bäume an Wegen haben den Wind massiv gebremst. Ich kenne noch Pappelreihen an unseren Feldern. Wo sind die Strauobstwiesen geblieben, usw.

Und da muss umgesteuert werden. Aktuell verlieren wie durch Erossion massiv an Böden. Weltweit gehen Hydrologen davon aus, dass bedingt durch unsere Bodenbewiertschaftung, Starkreden, steigenden Meerespiel und Versiegeleng bis zum Jahr 2050 knapp die Hälfte der heutigen Humusschicht verschwunden sein wird.

Ahnst Du, was das bedeutet? Wem gehört denn der Humus der Felder? Dem Bauer oder allen? Was zahlt der Bauer dafür, wenn er diesen extrem wichtigen Rohstoff zerstört? Es muss ein Umdenken stattfinden, Natür und Umwelt passt mit mit kapitalistischen Grundsätzen zusammen.

Und genau in dem Bereich muss ein Umdenken auch oder gerade in der Gesetzgebung erfolgen. Nachhaltiges Wirtschaften ist extrem wichtig und Raubbau an der Natur und an Bodenschätzen ist zu vermeiden. Da hätte ich mir vom grünen Landwirtschaftsminister mehr erwartet.

Nachtrag:
Hier nochmal ein Link zum Thema. Inzwischen glaube ich, Du bist Landwirt und wirst die Themen besser kennen als wir alle, aber für andere mag es interessant sein. Die Humusschicht ist zur Wasseraufnahme ziemlich wichtig und genau die wird bei bestimmten Landwirtschaftsformen auf- oder abgebaut. Natürlich ist BioAustria als Studienersteller sicher nicht neutral. Aber als Einstieg ins Thema sollte es reichen.

" ... Bio-Ackerböden wird durch kontinuierlichen Humusaufbau jährlich durchschnittlich 400-450 kg CO2/ha gebunden. Hingegen ist bei konventionellem Ackerbau der Humusaufbau deutlich geringer, häufig kommt es sogar zu einem Humusabbau ....

Bio-Ackerböden weisen aufgrund bodenschonenderen und humusmehrender Bewirtschaf-
tung neben höheren Humusgehalten auch eine - bis zu siebenfach - höhere Anzahl an
Regenwürmern, doppelt so hohe Wasserinfiltrationsraten und eine höhere Was-
seraufnahmefähigkeit auf. Bioböden können somit mehr Wasser aufnehmen ...

Darüber hinaus sind Bio-Ackerböden robuster gegenüber Bodenerosion (Bodenabtrag
durch Wasser oder Wind) infolge des höheren Humusgehaltes, einer besseren Bodenstruk-
tur und Aggregatstabilität sowie der zahlreichen Begrünungs-und Bodenbedeckungsvarian-
ten. Durch biologische Bewirtschaftung von Flächen wird die Erosionsgefährdung
und Verschlämmungsneigung vermindert..... "

 
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Und da muss umgesteuert werden. Aktuell verlieren wie durch Erossion massiv an Böden. Weltweit gehen Hydrologen davon aus, dass bedingt durch unsere Bodenbewiertschaftung, Starkreden, steigenden Meerespiel und Versiegeleng bis zum Jahr 2050 knapp die Hälfte der heutigen Humusschicht verschwunden sein wird.
Die Fruchtbarkeit des Bodes ist sehr komplex. Keine Ahnung, ob man das überhaupt vertiefen kann.
Schlimm ist jedenfalls die Nitratverseuchung. Da sollte auf jeden Fall angesetzt werden.
 
Und zurück zu aktuellen Bauernprotesten. Die Blockierung von Autobahnauffahrten ist also genehmigt. Das ist doch eine wunderbare Blaupause für die letzte Generation. Wenn die "Umweltverschmutzer" für ihre Vermutzung auf diese Art demonstrieren dürfen, sollte es keine Argumente mehr geben, wenn die Umweltschützer desselbe machen wollen. Ich ahne, in dem Fall werden Gerichte anders entscheiden, wie sie es in der Vergangenheit machten, so von wegen nicht verhältnismäßige Störung.

Mal sehen, ob morgen auch Autofahrer genervt Bauern aus ihren Treckern ziehen oder ab sie sich das nur bei kleinen am Boden festgeklebten Mädchen trauen. Und mal sehen, ob es morgen auch eine Kolumne des alten BGH.Vorsitzenden Fischer gibt, der Angriffe gegen diese Bauern mit Notwehr gegen Nötigung rechtfertigt, wie es bei Angriffen auf Kinder tat.

Mal sehen, welches Maß angelegt wird. Frau Von der Lehen begrüßt jedenfalls die Bauernproteste, also genau diejenige, die die Umweltschützer massiv angriff.

 
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