Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Frag Dich lieber, wie teuer es wird, wenn man das nicht macht? Die alte Diskussion. "Oh, eine neue Stadtmauer, was das koooostet". Was hat es gekoatet, wenn die Stadt niedergebrannt wurde?

Was kostet es, Kindern keine Bildug zu geben? Was kostet es, Hundertausende hungernde und stehlende Mitbürger zu haben? Etc
Sag mir doch mal einen realistischen Vorschlag wie das finanziert werden soll?

Und es ist ja nicht so als wenn dass das einzige Problem wäre.

Es muß auch noch mehr in Klimaschutz, Gesundheitssystem, Bildung und Digitalisierung investiert werden.
 
Es geht ihm glaube ich gar nicht um das einsparen, sondern eher um eine Symbolwirkung.

Und genau das nennt man Populismus:
Fernab von realem Nutzen eine Show abziehen und Wähler täuschen, um Stimmen zu gewinnen.

Um schon aufgehetzte Wähler (welche Union und AfD wählen würden) vielleicht doch noch irgendwie umzustimmen.
Aber das wird die SPD vor eine Wahlniederlage nicht retten. Vielleicht erreicht sie bei den Restlichen, bisher treuen Wählern, auch genau das Gegenteil damit. Dann stehen sie noch schlechter da.

Wie erfolgversprechend es ist, als mitteläßige AFD-Kopie anzutreten, kann man bei Merz erfragen: Die Parteien ab einschließlich der FDP nach links haben seit der Wahl in Umfragen 19% der Stimmen verloren, die Union als politisch naheliegeste Alternative gerade einmal 8% davon einsammeln können. Wer irgendwann was mit Rechtsextremismus anfangen kann, wählt lieber das Original, dass heute mehr als doppelt so gut dasteht und wer Menschen noch als Menschen sieht wählt lieber gar nicht, als solche Grütze.


Für mich kein passender Vergleich. Bei den einen handelt es sich um Leute, die wegen in aller Regel kaum mehr als Nichtigkeiten hart sanktioniert werden sollen, nur um Handlungswillen für wenig Ertrag zu beweisen, während die anderen im Verkehr eine u.U. Lebensgefahr für sich und besonders andere darstellen.

/sign.
Und wenn ich mir angucke, wie sehr sich 70-90% der Autofahrer an nicht oder kaum kontrollierte Regeln wie Blinkflicht, Halteverbot auf Radspuren, Rechtsfahrgebot, Abstandsvorschriften, Parkplatzbegrenzungslinien, Maximalbreite in Baustellenspuren, Einstellvorschriften für Scheinwerfer etc. etc. etc. halten, dann kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass auch gegen Tempolimits deutlich häufiger verstoßen würde, als heute zu beobachten ist, wenn es auch da keine Kontrollen gäbe. Und meiner Beobachtung nach halten sich schon jetzt DEUTLICH weniger als "90%" an Geschwindigkeitsvorgaben. Selbst wenn man nur Überschreitungen über 10 km/h zählt, dürften es zumindest "gelegentlich" >50% sein, die sich darüber hinwegsetzen und vermutlich >20% regelmäßig.

Bei der "noch mehr nach unten treten"-Debatte geht es aber gar nicht um "kontrollieren oder nicht kontrollieren". Die Kontrollen finden ja längst statt und haben zur Folge, dass 97% sich an die Regeln halten und von weiteren 2 bis 3% wird allgemein angenommen, dass sie dazu ggf. gar nicht in der Lage sind und ehr psychiatrische Unterstützung bräuchten, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Trotzdem wird jetzt aber darüber diskutiert, ob man das Strafmaß für diese Leute anheben soll. Und zwar ausgehend von einem Maß, dass mit "Auf Radweg geparkt? 3000 € in Raten" für Durchschnittsverdiener verglichen werden kann, auf "Auf Radweg geparkt? 6000 € sofort".

(Wobei man sich über die Vergleichbarkeit der "Taten" noch streiten könnte: Meines Wisssens nach beschwert sich kein Arbeitgeber in Deutschland über einen Mangel an unmotivierten, unqualifizierten Bewerbern für Scheißjobs. Es geht also nicht einmal darum, jemand zu zwingen, einen Radweg frei zu machen, der gebraucht wird. Es geht darum jemanden zu zwingen, einen schlechten Job anzunehmen, der ansonsten dem nächsten angeboten worden und von diesem mit 97%iger Wahrscheinlichkeit angenommen worden wäre. Gesamtgesellschaftlicher Verlust? Vielleicht 300 €, weil die Stelle etwas später besetzt wird. 0-150 €, wenn es der statt dem Verweigerer eingestellte dort 1-2 Wochen länger aushält.)


So funktioniert Populismus. Alleine wenn man die Kosten der Ukraine einsparen würde, könnte man die unsozialen Sanktionen gleich 10x sein lassen.

DAS war ein Beispiel für Populismus: Man spielt das Leid der einen gegen das Leid der anderen aus und das auch noch auf so billige Art, dass man mit seinen Zahlenangaben um mehrere Größenordnungen daneben liegt. Wenn du was mit "10x" gesucht hast, hätte sich dieser Tage dagegen eher der von Scheuer hinterlassene Schaden/die von ihm Industrieellen zugespielten Steuergelder angeboten.
 
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Sag mir doch mal einen realistischen Vorschlag wie das finanziert werden soll?

Und es ist ja nicht so als wenn dass das einzige Problem wäre.

Es muß auch noch mehr in Klimaschutz, Gesundheitssystem, Bildung und Digitalisierung investiert werden.
Die Bekämpfung des Klimawandels und die Reformation des Gesundheits- und Bildungssystems wirst du derzeit nur über Schulden finanzieren können. Das ist volkswirtschaftlich auch völlig in Ordnung. Der Staat ist keine "schwäbische Hausfrau". Selbst Unternehmen und Privatpersonen müssen Schulden aufnehmen, um sich selbst in die Lage versetzen zu können, wirtschaftlich erfolgreich (er) zu sein. Unser immer weiter verdummendes Volk muss endlich verstehen, dass Schulden volkswirtschaftlich nicht zwangsweise etwas Negatives sind. Manchmal ist es zwingend notwendig, sich zu verschulden. Das gilt insbesondere jetzt in einer Zeit, in der unsere Infrastruktur immer weiter am verfallen ist und dringend Investitionen bedarf. Bessere Infrastruktur bedeuted bessere Grundvoraussetzungen für Unternehmen und infolge dessen auch mehr Umsatz und mehr Steuereinnahmen. Unser Volk braucht eine deutlich bessere betriebs- und volkswirtschaftliche Erziehung, um Wirtschaftskreisläufe und dringend notwendige Investitionen verstehen zu können.

Andererseits besteht sicherlich sehr viel Optimierungsbedarf sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmenseite. Hier kommt auch das Thema Digitalisierung ins Spiel: Unsere Verwaltung ist maßlos ineffizient und verschlingt deutlich mehr Geld als notwendig. Das Problem ist einerseits unsere kaputte Bevölkerungspyramide, die dafür sorgt, dass die "Alten", die keine Ahnung von technologischem Wandel haben, regieren und die "Jungen", die sich technologischen Wandel wünschen, ersticken. Andererseits liegt das Problem auch in der desaströsen Arbeitskultur im öffentlichen Dienst. Die Leute wollen dort einfach keinen technologischen Wandel und können sich dagegen auch erfolgreich wehren, weil sie quasi unkündbar sind. Durch die Optimierung der öffentlichen Verwaltung ließe sich also sehr viel Geld sparen; die Optimierung der Verwaltung würde ggf. sogar die Wirtschaft ankurbeln, weil die Grundvoraussetzungen für die Wirtschaft günstiger sind.

Ansonsten lässt sich generell viel Geld sparen, wenn wir endlich von der haushalterischen Unsitte des "Wir müssen unser Budget noch aufbrauchen, damit wir im nächsten Jahr keine Kürzungen bekommen" loswerden. Das führt regelmäßig dazu, dass Geld einfach verbrannt wird. Auch sonst wird gern durch dumme Vorschriften viel Geld verbrannt - sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Sektor. Beispiele gefällig?
  • Öffentlicher Sektor: Die Bundeswehr darf bei uns aus rechtlichen Gründen keine Panzerschießübungen abhalten. Aus dem Grund haben wir schon seit Jahrzehnten ein Abkommen mit Kanada, so dass wir unsere Panzer und unsere Leute nach Kanada schicken können, damit die da Schießübungen abhalten können. Die Ausrüstung der Bundeswehr ist allerdings so marode, dass das Munitionskontingent nicht aufgebraucht werden kann. Aus rechtlichen Gründen dann die Bundeswehr die Zündsysteme allerdings nicht mit nach Hause nehmen und muss die dort vernichten. Dadurch werden regelmäßig Millionenbeträge verfeuert.
  • Privater Sektor: Eine der Hauptschandtaten des privatwirtschaftlichen Sektors ist die maßlose Verschwendung von Lebensmitteln. Auch, wenn Änderungen im Gespräch sind, müssen bzw. mussten Supermäkrte stets abgelaufene oder kurz vor dem Ablauf befindliche Waren vernichten, ohne sie an gemeinnützige Organisationen wie bspw. die Tafeln abgegeben zu können.
Auf der Einnahmenseite lässt sich auch deutlich mehr machen. Wir könnten zum einen damit anfangen, endlich für Steuergerechtigkeit zu sorgen. Finanzamtsbeamte sind leider durchschnittlich recht faul, was komplexe Sachverhalte angeht. Aus dem Grund werden Steuersachverhalte gern anders - und deutlich günstiger für den Zahlungspflichtigen - gewertet, was dafür sorgt, dass dem Staat Einnahmen entgehen. Das sorgt auch dafür, dass darunter die Steuergerechtigkeit unnötig leidet mit der Folge, dass das Vertrauen in den Staat noch mehr leidet. Andererseits wird's dringend Zeit für eine Vermögenssteuer - selbst die USA hatten im frühen 20. Jahrhundert eine Vermögenssteuer von bis zu 90% - und Steuern, die sich gegen schädigende Verhaltensweisen richten. Wir haben bspw. noch immer keine Zuckersteuer, weil die Zuckerindustrie eine so starke Lobby hat. Es gibt sicherlich viele Optimierungsmöglichkeiten bei der Gestaltung unseres Steuersystems.
 
Andererseits wird's dringend Zeit für eine Vermögenssteuer - selbst die USA hatten im frühen 20. Jahrhundert eine Vermögenssteuer von bis zu 90% - und Steuern, die sich gegen schädigende Verhaltensweisen richten. Wir haben bspw. noch immer keine Zuckersteuer, weil die Zuckerindustrie eine so starke Lobby hat. Es gibt sicherlich viele Optimierungsmöglichkeiten bei der Gestaltung unseres Steuersystems.
Was ja viele immer wieder vergessen...Niemand bunkert sein Vermögen/Geld in Deutschland...zumindest wenn man einiges davon hat.
Das Vermögen unterhalb des Radars zu horten ist für die, die genug davon haben wohl die leichteste Übung, ab und zu wird zwar einer erwischt und dann wird nen Deal gemacht, weil alles eh nur immer "geschätztes Vermögen" ist.

Ihr könnt eure Küchenrolle wieder wegpacken, euer triefender Spatz wird auf Dauer austrocknen.
 
Und wie ist das dann mit den Rentnern? Sollen die auch alle Grundeinkommen bekommen?
Natürlich bekommen die dann auch Grundeinkommen und die Renten würden wegfallen.
Würde man für so ein Grundeinkommen exemplarisch 1500 Euro pro Monat festlegen wäre das für die meisten Rentner wohl sogar noch eine spürbare Rentenerhöhung und nur für einen geringeren Teil ein Einschnitt, gegenüber dem IST-Zustand.

Wer mehr Geld im Rentenalter will, als Grundeinkommen, müsste dann halt zusätzlich auf privaten Weg vorsorgen, was aber mit einer Arbeit umsetzbar wäre.

Zur Zeit gibt es 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger.
Rentner ca 25 Millionen.
Dann bekommen die und noch 54 Millionen andere Menschen Grundeinkommen?

Ich frage mich wie das alles finanziert werden soll?

Es ist die Frage ob es halt wirklich ein Bedingungsloses Grundeinkommen, für wirklich jeden, sein müsste.
Wer eine qualifizierte Arbeit hat würde ja immer noch deutlich mehr als das Grundeinkommen verdienen, genauso wäre das Grundeinkommen für jemanden der Millionär / Milliardär ist , wie auch jetzt schon Kindergeld (was aber trotzdem gezahlt wird), im Grunde auch nur Peanuts, für den Kaffeautomaten.

Man könnte die Zahl der Empfänger für das Grundeinkommen also sicherlich noch um eine gute Ecke drücken, indem man es nicht bedingungslos machen würde (an das Einkommen durch Arbeit koppelt), schätzungsweise um bis zu 33 Mio. Menschen, was auch die Kosten noch einmal drastisch drücken würde.

Würde man dann den übrigbleibenden 50 Mio Bürgern jeden Monat beispielsweise 1500 Euro Grundeinkommen zahlen, würde das jährlich etwa 900 Mrd. Euro kosten, also etwa nicht ganz das Doppelte vom gesammten aktuellen Bundeshaushalt, der bei etwa 476 Mrd. Euro pro Jahr liegt...

Rechnet man dann aber noch raus das auch aktuell schon jährlich 171 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt für Renten und andere Sozialleistungen aufgebracht werden müssen, wobei der Anteil für die Rente mit über 100 Mrd. Euro den mit Abstand größten Posten ausmacht und Bürgergeld mit 24,3 Mrd. Euro nur den kleinsten Teil, beliefe sich die dann effektiv zu schließende Finanzierungslücke auf noch 729 Mrd. Euro pro Jahr, ohne dabei sonst an irgend einer Stelle im Bundeshaushalt den Rotstift ansetzen zu müssen und das schiene mir schon durchaus nicht mehr komplett unerreichbar, wäre ein allgemein breiter Wille dazu vorhanden, sowas umsetzen zu wollen...
 
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@Khaos-Thanathan
Das die Bundeswehr noch groß in Kanada übt halte ich für ein Gerücht. Anfang der 2000er plante ich in meiner PzGrenKp noch mit einem Durchgang in Shilo Kanada. Dieser wurde gestrichen da der Truppenübungsplatz aufgegeben wurde. Bin ja schon länger nicht mehr bei der gepanzerten Truppe allerdings ist mir schon seit Jahren nicht mehr unter gekommen, dass die PzTr noch in Kanada übt.
Wo hast Du diese Erkenntnis her?

Aber unabhängig davon ob der konkrete Fall sich so darstellt. Es gibt jede Menge im öffentlichen Sektor zu optimieren. Dieses würde jede Menge Gelder frei machen.
 
Ich frage mich wann das gewesen sein soll?

1994/1995 sind wir noch auf den Truppenübungsplatz Munster gefahren.

Rechnet man dann aber noch raus das auch aktuell schon jährlich 171 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt für Renten und andere Sozialleistungen aufgebracht werden müssen, wobei der Anteil für die Rente mit über 100 Mrd. Euro den mit Abstand größten Posten ausmacht und Bürgergeld mit 24,3 Mrd. Euro nur den kleinsten Teil, beliefe sich die dann effektiv zu schließende Finanzierungslücke auf noch 729 Mrd. Euro pro Jahr, ohne dabei sonst an irgend einer Stelle im Bundeshaushalt den Rotstift ansetzen zu müssen und das schiene mir schon durchaus nicht mehr komplett unerreichbar, wäre ein allgemein breiter Wille dazu vorhanden, sowas umsetzen zu wollen...
Naja, die sind jetzt schon am labern das zuviel für das Sozialssystem ausgegeben wird. Und das die Renten irgendwann nicht mehr so garantiert werden können.

Wo soll das Geld wegkommen? Die Reichen mehr besteuern? Dann hauen sie ab.
Schulden aufnehmen?

Und was ist mit den anderen Bereichen? Wo unbedingt mehr getan werden muß?
Klimaschutz, Gesundheitssystem, Bildungssystem, Digitalisierung, Verteidigung.
Die sind auch wichtig und dürfen nicht vernachlässigt werden.
 
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Es ist die Frage ob es halt wirklich ein Bedingungsloses Grundeinkommen, für wirklich jeden, sein müsste.
Wer eine qualifizierte Arbeit hat würde ja immer noch deutlich mehr als das Grundeinkommen verdienen,...

Das Problem ist, dass eben auch schlecht bezahlte Tätigkeiten eine gesellschaftliche Notwendigkeit haben.
Und damit ist das nicht nur ein Problem für diese Menschen, sondern ein Problem von uns allen.
 
Wo soll das Geld wegkommen? Die Reichen mehr besteuern? Dann hauen sie ab.
Die hauen nicht ab. Und das Problem mit den vielen Ausgaben im Sozialetat ist der darin liegendes, fette Batzen an Steuerzuschuss für die Renten. Ohne den, wäre der Sozialetat mal locker 100 Mrd. niedriger.

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Das Problem mit uns Deutschen ist, dass man nicht ehrlich sein kann - oder besser gesagt - nicht sein will. In der Tendenz wollen wir moralisch ganz oben auf schwimmen, aber wenn es um die Tatsache geht, dass Moral, wie auch immer geartet, etwas kostet, dann geht in der Hose das Messer auf und der asoziale, wahre Charakter des Menschen kommt raus. Das ist bei Flüchtlingen bzw. der Bekämpfung von Fluchtursachen so, das ist bei der Sozialhilfe so, das ist bei der Bildung, beim Thema Ukraine der Fall, und so weiter und so fort.

Vor rund vierzig Jahren begann man dem neoliberalen Geschwätz von Entlastungen = Wirtschaftswachstum = mehr Wohlstand zu folgen. In der Zeit hat man seitens der Politik, weil man es damals schon wusste, dass es so gar nicht gehen wird, erst mit Schulden und dann mit einem Zurückfahren der Staatsausgaben reagiert. Als das nicht mehr reichte, erdachte man sich H4 und senkte weiter die Unternehmenssteuern. :stupid: Parallel begannen Schulen, die Bahn, Brücken, Straßen, die Infrastruktur in den Straßen und so weiter und so fort zu verrotten. Und, um das nicht zu vergessen, man hatte da ja noch einen wirtschaftlichen Totalschaden namens DDR geschenkt bekommen! Um dem Ganzen eine Krone aufzusetzen, baute sich die Politik in die Verfassung die Schuldenbremse ein. Ein Instrument, was einem verbietet Schulden aufzunehmen, wenn man es eigentlich müsste. Stattdessen wird jetzt noch mehr gespart werden müssen.

Zusammengefasst ist das einfach nur weird!
 
Zusammengefasst ist das einfach nur weird!
Das ist aber politisch ja gewollt.
Als Schröder, Eichel, Müntefering und Clement die Steuerreform gemacht haben, bei der unter anderem Aktienunternehmen Unternehmensanteile steuerfrei verkaufen konnten, wurde das natürlich auch im vollen Umfang praktiziert und als das Haushaltsloch immer größer wurde, hat man Hartz 4 eingeführt.
Für mich fing der neoliberale Umbau des Staates mit Schröder an.
Die Sozen haben das zu verantworten und wenn ich mir heute das Geheule der Roten anhöre, hat sich doch an der Linie nichts geändert.
Wer also sollte politisch etwas ändern? Wo sind die Mehrheiten für eine entsprechende Änderung?
Die Leute sind ja inzwischen so blöd, der Afd über 20% und der Union rund 30% der Stimmen zu geben, die das noch ausbauen wollen.
 
Das ging schon in den 1980er Jahren mit Kohl los. Generell waren die 1980er Jahre hier, in den USA oder auch GB von viel neoliberalem Wirtschaftsdenken geprägt. Rot/Grün unter Schröder war nur der letzte, bescheuerte wie erfolgreiche Ansatz etwas mies Laufendes noch mieser zu machen.
Ich weiß, dass Reagan und Thatcher die Beschränkungen für die Finanzwelt aufgehoben und gleichzeitig die Gewerkschaften entmachtete haben, aber ich kann mich bei Kohl jetzt nicht erinnern, was der gemacht hat.
 
Dann ließ dir mal das hier durch.

"Kanzler der Einheit" am A*sch. Dass der Typ damit immer noch gerühmt wird, kann ich einfach nicht verstehen. Der Mann hatte einfach nur Glück, zur richtigen Zeit Kanzler zu sein. Immerhin hat der Artikel sehr gut herausgestellt, was der Mann wirtschaftspolitisch verbrochen hat. Das bestärkt mich nur noch mehr in meiner Ansicht, dass wir insgesamt eine deutlich bessere politische und wirtschaftliche Bildung und Erziehung - und das vor Allem nicht nur in der Schule - brauchen.
 
Das bestärkt mich nur noch mehr in meiner Ansicht, dass wir insgesamt eine deutlich bessere politische und wirtschaftliche Bildung und Erziehung - und das vor Allem nicht nur in der Schule - brauchen.
Grundsätzlich gebe ich dir da recht das die Allgemeinheit dort ein wesentlich besseres Verständnis bräuchte, aber zu einer besseren Bildung gehören halt auch am Ende immer zwei Seiten.
Zum einen der Staat, der die Rahmenbedingungen dafür schafft und zum anderen dann die Person die das Bildungssystem besucht / benutzt.

Wenn ich aber alleine schon an meine Schulzeit zurückdenke und dort an Mathematik, wo die Grundvorraussetzungen dafür geschaffen werden ein Wirtschaftssystem überhaupt irgendwann einmal verstehen und erfassen zu können (Stichwort Statistik, Prozentrechnung, ect. pp.) scheitert es nicht nur und nicht erst beim Bildungssystem, sondern schon lange zuvor, bei vielen Schülern, denen das schon viel zu hoch ist, weil bereits zu theoretisch und / oder die felsenfest der Überzeugung sind sowas in ihren Leben gar nicht zu brauchen.

Schaust du dir die gleichen Leute nach erreichen der Volljährigkeit dann beim einkaufen an, sobald es Rabattaktionen auf irgend etwas, oder wenn es das gleiche Produkt in unterschiedlichen Packungsgrößen, gibt und die effektive Preisdifferenz interessant wäre, siehst du alleine dieses Defizit sehr oft schon sehr deutlich.

Viel Glück da diesen Millionen Menschen im Land dann auch noch verklickern zu wollen wie Ökonomie und (Volks)Wirtschaft funktioniert. Alleine auf dem da immer noch im Verhältnis ziemlich rudimentären Niveau einer kaufmännischen Ausbildung, wirst du vermutlich ehr mit dem Vorhaben bei der Masse scheitern.

Und letztlich auch, wer wirklich ein Interesse daran hat (Volks)Wirtschaft und Ökonomie zu verstehen kann das auch im aktuellen Bildungssystem durchaus schaffen. Selbst wenn er kein Wirtschaftsstudium anstrebt, oder wie ich eine Ausbildung mit kaufmännischen Anteil abgeschlossen hat.

Die dafür notwendigen Basics, um in das Thema reinzukommen, bekommst du auch im aktuellen System bereits in der Schule in Mathematik, Geschichte und in Sozialkunde / Erdkunde (wird je nach Bundesland unterschiedlich gehandhabt) durchaus vermittelt. Wer dann wirklich mehr wissen will dem bieten Bibliotheken und das Internet massenhaft Stoff zu der Thematik an, selbst so er für Menschen ohne entsprechenden höheren Fachhintergrund verständlich ist.

Oder anders ausgedrückt, es fehlt, wie so oft, schon der Wille / das Interesse, in der Allgemeinheit, sich dahingehend bilden zu wollen, nicht die Möglichkeit, auch wenn die Möglichkeiten sicherlich deutlich ausbaufähig sein mögen. ;)
 
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Das Problem ist, dass eben auch schlecht bezahlte Tätigkeiten eine gesellschaftliche Notwendigkeit haben.
Und damit ist das nicht nur ein Problem für diese Menschen, sondern ein Problem von uns allen.
Auf der andere Seite kann man froh das Menschen solche Tätigkeiten überhaupt noch machen.
Für andere die Schmutzarbeit.

Die hauen nicht ab.
Machen sie doch jetzt schon. Sie flüchten in Steueroasen.
Nur werden es dann noch mehr sein.


Wir reden hier aber nicht von Leid, sondern der aktiven Finanzierung eines Krieges, der Leid erzeugt. Gleichzeitig wird dieser russische Bürgerkrieg auch noch als Vorwand genutzt um dem militärisch-industriellen Komplex noch mehr Geld zu geben und das Land wieder stärker zu militarisieren.
Das in der Ukraine ist kein Bürgerkrieg!
 
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