Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Absolute Freiheit ist doch eh eine Illusion. Wo Menschen zusammenkommen, um in einer Gesellschaft zu leben, müssen Regeln und Grenzen zwangsläufig etabliert und aufrecht gehalten werden.
Das ist klar, bei rot muss ich halten.
Aber sowohl die DDR als auch andere kommunistische Staaten haben ihre einwohner unterdrückt und ihnen Freiheiten genommen.
Wieso durfte man als DDR Bürger nicht einfach in den Westen reisen?
Eine humane Gesellschaft darf nicht zulassen, dass wenige Menschen reicher werden zum Nachteil einer stets ärmer werdenden Mehrheit. In so einer Gesellschaft läuft mMn grundsätzlich was falsch und Eingriffe zugunsten einer gerechteren Verteilung ist in dem Falle ein richtiger Eingriff in die Freiheit mancher Menschen.
Das passiert ja nicht. Natürlich weiß die Politik, dass die Schere immer größer wird, aber sie unternimmt nichts und es gibt eben Länder, wie Brasilien, wo das extrem ist.
Guck dir Argentinien an, wo ein Rechtspopulist gewonnen hat. Der hat erst mal nämliche soziale Leistungen und Subventionen gekürzt oder gestrichen und gleichzeitig angekündigt, dass alle, die dagegen demonstrieren wollen, direkt in den Knast wandern.
 
Ist das nicht die Grundidee vom Kommunismus? Ich kenne mich damit in der Tat kaum aus.
Die Grundidee ist, allen gehört alles und alles wird fair geteilt, also genau das, was unsere Vorfahren über hundertausend Jahre lebten und damit groß und stark wurden. Denn als kleine und schwache Wesen half uns immer nur der Verbund vieler. Kooperation heißt das. Kann man heute noch bei Jäger und Sammler Gemeinschaften erleben. Da gibt es nicht "Reiche und Arme", Landbesitzer und den ganzen Tag Schuftende.

Du hast solche Art Gemeinschaften heute noch im kleinen, z.B. bei den Armisch People, den Hutteren. Auch die bewirtschaften ihr Gemeindeland oft gemeinschaftlich und teilen auf. Sie bauen gemeinschaftlich Häuser und alles andere an Besitz ist eh verpönt.

Das steckte auch immer in unserer Natur. Kleine Kinder, nicht manipuliert von Sprache und Kultur haben ein ganz klar ausgeprägtes Gefühl für Fairness und ebenso einen starken "Das ist meine Milch" Trieb. Es liegt an der Kultur, welchen dieser Triebe wie fördern. Den von Kain oder den von Abel. Das sind zwei dieser Protagonisten, die unser verschiedenen Seelen darstellen.

Heute überwiegt das Böse, der Egoismus, die Selbstsucht, die Ausgrenzung, die Diffinition über Besitz, Habgier und Gewalt als Mittel zum Zweck. Du kannst es in diesem Strang selber nachlesen. Das Problem vieler armer Menschen ist weniger, was sie absolut haben, Hauptsache, es gibt noch ärmere. Jetzt haben wir das Prinzip "Besitz" leider seit der Sesshaftigkeit kultiviert, ganz schnell haben sich obere Kasten entwickelt, die sich immer auf Göttlichkeit berufen, sich per Geburt als etwas besseres verstehen. Das sind irgendwie geartete Adelsstrukturen. Es geht natürlich noch um mehr, es geht um Ackerbauern mit Landbesitz gegen nomadische Hirten ohne Zäune und Landvermesser

Dazu kam dann der Kapitalismus, also das Geld machen aus Geld und nicht aus eigener Arbeit. Zinsen sind so ein Thema. Das gab es früher nicht und alle großen Religionen hatten das aus guten Grunde und der Erfahrung solcher Systeme verboten. Gerade bei den Christen war der Aufstand gegen Geldverleiher einer der Gründungsmythen. Aber mehr oder weniger wurde das überall umgangen.

Kommunismus ist eine reine Utopie, das wäre so als wenn alle Menschen nur noch Abel wären und wir Kain komplett überwinden. Das klappt aber nicht, es werden regelmäßig neue Kains geboren und in jedem von uns steckt mehr oder weniger Abel und Kain. Das war den Menschen schon vor Jahrtausenden bewusst.

Und wie gesagt, kann man jetzt unterschiedliche Verhaltensweisen fördern. Man kann mit Gesetzgebung und Kultur mehr in Richtung Gemeinschaft gehen oder man kann sich in Richtung hemmungslosen Egoismus bewegen.

Letzteres machen wir, gefördert von unseren neoliberalen Regierungen. Und die Menschen schreien Hurra, Die wollen ausgebeutet werden immer mit der Karotte vor der Nase, andere auch irgendwann zu demütigen und auszusaugen. Und weil die Menschen an der Spitze eines Systems immer genau wissen, wie gefährlich es ist, wenn sich Menschen kooperativ verhalten, wird das wenn möglich frühzeitig unterbunden. Das geht mit Noten in der Schule los, die einen wunderbaren Wettbewerb gegeneinander fördern anstatt ein miteinander Wachsen zu fördern.

Wir entfernen uns von kommunistischen Gedanken immer mehr. Unsere soziale Marktwirtschaft war ein gelungener Mittelweg. Aber nicht gegen Länder mit Turbokapitalismus.
 
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Ist das nicht die Grundidee vom Kommunismus? Ich kenne mich damit in der Tat kaum aus.
Aber dachte das was Seahawk hier geäußert hat kommunistische Ideale sind.
Mir wurde nämlich mal von jemanden gesagt das der Kommunismus nie praktiziert wurde.
Maximal der Sozialismus. Und der wurde dann oft autokratisch mißbraucht.
Als "sozialistische Diktaturen".

Ich war gerade beinahe fertig, dazu etwas längeres zu schreiben... dann ploppte oben eine Benachrichtigung auf, die ich mir ansehen wollte... und zack war mein Text weg (während auf meinem Handy unfertige Forumsbeiträge über Jahre gespeichert werden :ugly: )

Also Ultra-Kurzfassung: ursprünglich ging es nur um tatsächliche wirtschaftlich-gesellschaftliche Gleichberechtigung, Abschaffung der Macht der "Kapitalistenklasse" über die "Arbeiterklasse". Marx und Engels beispielsweise haben aber sehr wenig Konkretes dazu gesagt, wie das letztlich geschehen und am Ende aussehen soll. An irgendwelche Hippie-Kommunen, wo selbst die Zahnbürste geteilt wird, weil "Eigentum ist Diebstahl", dürften sie jedenfalls nicht gedacht haben :ugly:

Hardcore-kollektivistische Ideen (also dass nicht nur alle Leute wirklich gleichberechtigt sein sollen, sondern dass alle tatsächlich gleich sein müssen, schwappten dann später eher aus Russland bzw. Sowjetunion und noch später aus China rüber. Vermutlich gespeist aus einer Mischung aus Paranoia und den bis dato vorhandenen Gesellschaftsstrukturen, die ohnehin sehr stark kollektivistisch und autokratisch-brutal geprägt waren.

So, ich schwöre feierlich: ich bin ein Tunichtgut Off-Topic meinerseits Ende, bei Interesse PN.

/edit: das was "Neuer User" schreibt, ist halt schon wieder ziemlich linksesoterisches Laienverständnis von Kommunismus.
 
Die Grundidee ist, allen gehört alles und alles wird fair geteilt, also genau das, was unsere Vorfahren über hundertausend Jahre lebten und damit groß und stark wurden. Denn als kleine und schwache Wesen half uns immer nur der Verbund vieler. Kooperation heißt das. Kann man heute noch bei Jäger und Sammler Gemeinschaften erleben. Da gibt es nicht "Reiche und Arme", Landbesitzer und den ganzen Tag Schuftende.
Das widerlegt die Wissenschaft zunehmend. Erst vor kurzen gab eine Studie über die ersten menschlichen Siedler in Europa und man bemerkte, dass die männlichen Mitglieder der Gruppen weit näher an ihrem genetischen Potential bei der Körpergröße waren als die weiblichen. Auch merkte man, dass es patriarchalische Gesellschaften waren bei denen männliche Nachkommen in der Gruppe bleiben, während weibliche an andere Gruppen abgegeben wurde bzw. auch von anderen Gruppen kamen.
Die Unterschiede in den Körpergrößen zeigte, dass Nahrung in der Kindheit im Bezug auf die zukünftige Nützlichkeit (Arbeitskraft) für die Gruppe zugeteilt wurden.

Und Primaten zeigen in ihren Gruppen übrigens auch ein klares Ranksystem.
 
Und Primaten zeigen in ihren Gruppen übrigens auch ein klares Ranksystem.
Primaten sind auch Primaten und haben es nicht geeschafft, weiter zu kommen. Geh in heutige Jägerkulturen, wie die Kalahari Buschmänner (San) und schau Dir das Verhalten an. Da erlebst Du weiterhin extremen "Kommunismus"

Du spielst vermutlich auf diese Studien an, Dazu gibt es auch neue, die "Kriege" unter Nomanden fanden. Ich gehe davon aus, dass der Prozess viel früher begann als die Sesshaftigkeit. Schon Nomadische Hirten sind ganz anders organisiert als reine Jäger und Sammler. Und dazu kam immer schon eine Differenzierung in Berufe. Nicht so ausgeprägt wie heute, aber durchaus vorhanden. Göbekli Tepe ist 10.000 Jahre alt und war nicht ohne Architekten also hierachischen Strukturen zu erbauen.


All das ist sicherlich spannend, entfernt uns aber von der Regierung. Es soll auch nur das Thema Soziale Gerechtigkeit untermauern und die Frage, wem man wieviel gibt. Unsere aktuelle Regierung, das sagte ich ja schon, verteilt von unten nach oben um.
 
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Und Primaten zeigen in ihren Gruppen übrigens auch ein klares Ranksystem.
Das gibt es in Gruppen immer, egal ob Affen oder Elefanten oder Wölfe oder sonst was. Nur Einzelgänger sind davon nicht betroffen, wie Eisbären oder Geparde.
Aber gerade in der gruppe war der Mensch immer stark und das hat auch dazu geführt, dass er sich gegen andere Hominiden durchsetzen konnte.
Das hab ich letztens in einem Vortrag gesehen. Viele Hominiden haben sich vor 2 Millionen bis 500.000 Jahre auf der Erde ausgebreitet aber nur der Mensch hat sie alle überlebt, weil er ein absolutes Gruppentier war.
Und dazu noch schwitzen konnte wie kein anderer. :D
Primaten sind auch Primaten und haben es nicht geeschafft, weiter zu kommen.
Primaten sind wir auch und früher gab es eine Reihe von Hominiden und nur eine ist übrig geblieben.
 
Ein Kernproblem ist imho, dass die SPD sich zu einer Partei der Umverteilungsgerechtigkeit entwickelt hat und nicht mehr die Partei der Chancengleichheit ist.

Ich erinnere mich noch an 2015 als der Vorschlag kam, dass Hartz IV Empfangende einen Bonus bekommen sollten, wenn die Kinder gute Schulnoten haben. https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-100-euro-fuer-gute-schulnoten

Das wurde natürlich massiv kritisiert, natürlich auch mit dem Hinweis, dass gerade die schlechten Schüler*innen gefördert werden sollten. Was für mich wieder nur ein Hinweis ist, dass unser Sozialstaat es zunehmend belohnt passiv zu sein und es bestraft, wenn man versucht sich selber aus der Misere zu bringen. Sieht man ja daran, wie viel Aufstocker am Ende übrig behalten.
 
Wegen zahlreicher Pannen muss die Bundestagswahl 2021 in Berlin teilweise wiederholt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht am Dienstag in Karlsruhe entschieden. Die Wiederholungswahl findet am 11. Februar statt.
  • Bundestagswahl in Berlin wird teilweise wiederholt
  • Das betrifft etwa ein Fünftel der Wahlbezirke
  • Termin für die Teil-Wiederholungswahl ist der 11. Februar
  • Urteil hat wohl keine Auswirkungen auf die Bundestags-Mandate der Linkspartei
Quelle: Bundestagswahl wird am 11. Februar in 455 Berliner Wahlbezirken wiederholt

Aber ich glaube das die CDU wieder die stärkste Kraft wird.
 
... Was für mich wieder nur ein Hinweis ist, dass unser Sozialstaat es zunehmend belohnt passiv zu sein und es bestraft, wenn man versucht sich selber aus der Misere zu bringen. ...
Das ist doch Humbug. Man lernt und strebt für sich, nicht dafür, um mehr Unterstützung für nichts tun zu bekommen. Ein Hartz IV Satz ist so verdammt wenig, da kann man am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen, weil kein Geld für Veranstaltungen vorhanden ist. Man strebt von sich aus zu einem Niveau, auf dem man eigene Bedürfnisse befriedigen kann. Wo dieses Niveau liegt, muss jeder für sich entscheiden.

Ich habe immer gearbeitet und es gab auch immer Arbeit. Und man hatte immer mehr, als Sozialhilfe. Unabhängig davon war Hilfe in dieser Form anzunehmen, nie mein Bedürfnis, obwohl es zum Ende des Sttudiums wirklich knapp wurde. So richtig knapp. Allerdings ist es im Gegensatz zu früher heute wirklich schwerer, ungelernt gut bezahlt Arbeit zu bekommen. Ich sprach gestern nochmal meinen Bruder. Er hat zum Schluss nach 10 Jahren Arbeiten in den Sommerferien in einer Fabrik unserer Stadt 30,-DM netto bekommen. Vor 35 Jahren. Ungelernt an einer Maschine. Diese Jobs gab es, viele.

Das Problem unserer Zeit ist, dass die Gründung neuer Unternehmen so unendlich schwer ist. Die Regelwut treibt einen in den Waaaahnsinn. Da hätte ich mir von der FDP Innitiative erwartet. Was kommt? Nüscht
 
Wenn Medien und andere Politiker Kot sind und ihre Aufklärungsfunktion nicht wahrnehmen, ist das kein Wunder. Merz ist ja bspw. mit seinem fremdenfeindlichen Zahnarzt-Bullsh*t ziemlich problemlos weggekommen. Aber gut: Traditionelle Medien werden eh mehr und mehr obsolet.
Welche traditionellen Medien? Ich halte das ja immer bedenklich, wenn man die komplett ablehnt. Machen ja viele Schwurbler und VTs (wozu ich dich jetzt aber nicht zähle). Im ÖR Fernsehen werden Parolen von Merz & Co auch hinterfragt und kritisiert. In der Bild nicht wirklich.
 
Das ist doch Humbug. Man lernt und strebt für sich, nicht dafür, um mehr Unterstützung für nichts tun zu bekommen. Ein Hartz IV Satz ist so verdammt wenig, da kann man am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen, weil kein Geld für Veranstaltungen vorhanden ist. Man strebt von sich aus zu einem Niveau, auf dem man eigene Bedürfnisse befriedigen kann. Wo dieses Niveau liegt, muss jeder für sich entscheiden....
Ich glaube nicht, dass das Humbug ist. Schau Dir mal an wie wenig vom Zuverdienst übrig bleibt. Wenn man das mal in einen Stundenlohn umrechnet, dann ist das ziemlich demotivierend. Ich sehe in dem System zunehmend Anreize sich nicht um Arbeit oder Fortbildung zu bemühen.
 
Ich glaube nicht, dass das Humbug ist. Schau Dir mal an wie wenig vom Zuverdienst übrig bleibt. Wenn man das mal in einen Stundenlohn umrechnet, dann ist das ziemlich demotivierend. Ich sehe in dem System zunehmend Anreize sich nicht um Arbeit oder Fortbildung zu bemühen.
Wo wir wieder bei der Diskussion nebenan um das BGE wären. Warum gegenrechnen? Jeder (versteuerte) Cent der verdient wird muss behalten werden, nicht angerechnet gegen die Grundsicherung.
 
Warum werden wohl nur Grüne aber kaum/selten Blaue zu den Talkshows dort eingeladen.
Weil die Afd Typen nur Parolen brüllen.
Hat man docxh letztens wieder gesehen, als Crupalla beim Lanz hockte und allen Fragen ausgewichen ist und die Rechten ihn dafür gefeiert haben.
Und der Kotre, der sich klimapolitischer Sprecher nennt, hat ein Stuss gelabert, dass mir persönlich die Nackenhaare hoch gekommen sind. Mit dem hat der Latif den Boden gewischt, trotzdem haben die Rechten ihn gefeiert, weil er es allen gezeigt hatte.
 
Warum werden wohl nur Grüne aber kaum/selten Blaue zu den Talkshows dort eingeladen.
Weil man dem (blauen) Drachenlord der Politik keine Bühne bieten sollte, für sein Kopfnarnia und seine Lügengeschichten.

Mal ganz davon abgesehen wurden gerade Petri, Weidel und Cupalla immer wieder zu Talkshows eingeladen und das einzige was bei rumkam war im besten Fall die übliche Selbstinzinierung vom ewigen politischen Opfer und halbes Geschwurbel, auf dem Niveau von Flacherdlern und Reichsbürgern.
 
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