ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Ich glaube das dürfte Unterschicht-Kevin wohl anders sehen, wenn er den Ausbildungsplatz genauso wenig wie Achmet bekommt, nur weil Unterschicht-Kevin aus Köln-Porz kommt und der Ausbilder daher lieber, wegen sozialen Vorurteilen über alle Menschen die aus Köln-Porz kommen, Mittelschicht-Jonas aus Kleindorf nimmt.
Ich weiß nicht, ob es Arbeitgeber gibt, die tatsächlich die Anschrift auf Kiezebene analysieren. Aber spätestens bei der mehrfach nachgewiesenen Benachteiligung auf dem Wohnungsmarkt, die teilweise schon bei Besichtigungsterminen beginnt, kann das mangels Kenntnis der Anschrift gar keine Rolle spielen. Mitrationshintergrund suggerierendes Aussehen oder Namen sind definitiv ein Nachteil - nicht der einzige, aber einer der sich auch noch mit allen anderen kombinieren lässt.
(Für gute Jobs sind ohnehin Kontakte wichtiger. Da hat Björn-Ramses auch nichts davon, dass das Haus seiner Eltern im ehemals grünen Speckgürtel steht, wenn die Altvorderen im falschen Tennis-/Golf-Club waren und er während des Studiums keiner Burschenschaft beigetreten ist, sondern sich sogar mit Freunden aus der unteren Mittelschicht oder tiefer rumgetrieben hat.)
Das heißt aber eben nicht das jede Diskriminierung, fordergründig erfolgend auf Grund vom Namen, oder der Hautfarbe, auch wirklich aus Rassimus erfolgt.
Sondern kann durchaus auch rein auf Basis von Diskriminierung, auf Grund von damit in Verbindung gebrachten verbreiteten Klischees / negativen Eigenerfahrungen der einzelnen Person im speziellen, erfolgen
Du scheinst den nachfolgenden Ausführungen nach etwas anderes zu meinen, aber was du hier beschreibst ist ziemlich exakt "Rassismus". (Im Gegensatz zu parallel existierenden Nachteilen aufgrund von Bildung, sprachlichen Fähigkeiten, persönlichen Interessen etc.. Die skalieren in der starren deutschen Gesellschaft natürlich oft mit Migrationshintergründen respektive Geschlecht und sind trotzdem noch lange kein Rassismus oder Sexismus, sondern teils sachlich begründbar.)




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