Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Aber über Corona direkt wollte ich hier gar nicht diskutieren, sondern um sonstige Mißstände im Gesundheitssystem. Wo dringend Nachholbedarf besteht.
Hängt natürlich irgendwie alle zusammen.
Prinzipiell ist ja da schon das Defizit.
Coronabonus?
Bekannter von mir ist Pfleger und bisher ist nur Klatschen und 500 € brutto rübergekommen.
Er ist schon fast 25 Jahre in dem Beruf und bekommt als Familienvater recht genau 2.700 € brutto.
Mit so was machste einfach keine großen Sprünge.
Er ist nur noch dabei, weil er darin aufgeht.
Seine Frau war auch ursprünglich Pflegerin, hat auf Sekretärin umgeschult und bekommt fast 1.500 € brutto mehr.
 
Nicht irgendwie sondern eindeutig.
Wie man es nimmt.
Die ganzen Pflegeberufe waren ja schon vor corona notorisch unterbezahlt und aus Kostengründen die Stellen so weit reduziert, wie nur möglich und zudem ein Haufen billige Pfleger aus dem Ausland angeheuert, die aufs Lohngefüge drücken.
Der Stellenwert der Pflegeberufe ist zu 90% unterirdisch und vergleicht man es zu anderen Stellen in der Wirtschaft, völlig unterbezahlt.
 
Der Stellenwert der Pflegeberufe ist zu 90% unterirdisch und vergleicht man es zu anderen Stellen in der Wirtschaft, völlig unterbezahlt.
Eben. Darüber gab es auch mal eine Studie vor einiger Zeit.
Das Pflege und Sozialberufe (Arbeit mit Menschen), im Gegensatz zu z.B. kaufmännischen und technischen Berufen, viel geringer wertgeschätzt werden. Ein Armutszeugnis für Deutschland. Aber spiegelt auch gut die Oberflächlichkeit der Gesellschaft wieder.
 
Eben. Darüber gab es auch mal eine Studie vor einiger Zeit.
Das Pflege und Sozialberufe (Arbeit mit und am Menschen), im Gegensatz zu z.B. kaufmännischen und technischen Berufen, viel geringer wertgeschätzt werden. Ein Armutszeugnis für Deutschland. Aber spiegelt auch gut die Oberflächlichkeit der Gesellschaft wieder.
Die Problematik, und somit zurück zu "Freund" Lauterbach ist, dass die Löhne / Gehälter auch sehr stark vom Wirken seines Ministeriums abhängen.
Gefühlt 487 mal in einer Talkshow zu sagen, die Pflegeberufe würden zu wenig honoriert werden und dann als Minister NICHTS tun, ist halt - na ja, doof, aber bei dem erwartbar.
Für mich ist das eine völlige Fehlbesetzung, weil es ein panikmachender Schwätzer und kein Macher ist.
 
Das kommt drauf an worum es geht, warum soll ich mich impfen lassen wenn es keinen Unterschied macht.
Kann man sehen wie man will. Ich bin jedenfalls froh das meine eltern komplett geimpft sind denn ich glaube nicht, das sie ohne die aktuelle infektion so gut weg stecken würden. (ohne arzt, nur mit hausmitteln, beide teils weit Ü70)
Doch das ist das Problem der Politik. Und diese Problematik besteht auch schon sehr lange.
Immer diese vollkasko-mentalität. Auf der einen seite sich nichts vorschreiben lassen und auf der anderen auf politiker schimpfen, wenn man selbst etwas nicht (mehr) gebacken bekommt. Ist es wirklich schon so schlecht um deutschland bestellt?
Mich würde mal interessieren wieviel die Pflegeversicherung einnimmt und ausgibt?
Außerdem könnte der Staat auch subventionieren wenn er wollte. Es wird soviel unnützer Mist subventioniert da wäre das Geld hier deutlich besser aufgehoben.
Subvention ist steuergeld. Das lädt zum betrug ein und verschlingt selbst unmengen an geld um es zu verteilen. Noch ineffizienter geht es nicht.
Ich bin generell gegen subventionierung, auch bei lebensmitteln. Importe müssen dann per zoll natürlich entsprechend im preis-niveau angehoben werden.
Unser Familie hat sich aber anders entschieden. Und er ist wenigstens noch ansprechbar und macht sogar manchmal kleine Witze.
Ich würde eine krise kriegen. Ich muß mich eigenständig bewegen und machen können, ansonsten werd ich verrückt.
Bekannter von mir ist Pfleger und bisher ist nur Klatschen und 500 € brutto rübergekommen.
Er ist schon fast 25 Jahre in dem Beruf und bekommt als Familienvater recht genau 2.700 € brutto.
Anderen arbeitgeber suchen oder mit dem jetzigen verhandeln. 2300€ netto sollten schon drin sein.
 
Eben. Darüber gab es auch mal eine Studie vor einiger Zeit.
Das Pflege und Sozialberufe (Arbeit mit Menschen), im Gegensatz zu z.B. kaufmännischen und technischen Berufen, viel geringer wertgeschätzt werden. Ein Armutszeugnis für Deutschland. Aber spiegelt auch gut die Oberflächlichkeit der Gesellschaft wieder.
Das hat nix mit Oberflächlichkeit zu tun...
Es musste ja alles irgendwie Privatisiert werden, und jetzt hat man den Salat.
Die Pharmaindustrie verdient sich güldene Eier, die Krankenhäuser auch...auf Kosten der Angestellten, die die eigentliche Arbeit machen aber ganz unten in der Hackordnung stehen.
 
Immer diese vollkasko-mentalität. Auf der einen seite sich nichts vorschreiben lassen und auf der anderen auf politiker schimpfen, wenn man selbst etwas nicht (mehr) gebacken bekommt. Ist es wirklich schon so schlecht um deutschland bestellt?
Wen oder was meinst du?
Das Gesundheitssystem ist wichtig. Und sollte man nicht nur in privaten Händen belassen. Spätestens dann wenn du auch mal versorgt werden mußt sollte es dir einleuchten.
 
Anderen arbeitgeber suchen oder mit dem jetzigen verhandeln. 2300€ netto sollten schon drin sein.
Ist halt schwierig. Passau, Druck durch günstige Arbeitskräfte aus Tschechien ist groß.

Ich vergleiche es in D. immer mit meiner Großen, die in Ö. Dipl. Behindertenpädagogin ist und bei einer 30 h Woche mit grob 3.200 € brutto Grundgehalt nach Hause geht.
Für WE und Nachtdienste gibt es noch was obendrauf.
Berücksichtigt man die schwere Arbeit, Schwerbehinderte z. B. Duschen/Baden, halte ich das für angemessen.
In Ö. ist auch nicht alles golden, aber nur 4 Klienten auf einen Betreuer und nur 30 h Woche wegen der emotionalen Belastung ist schon ganz OK.
 
Jalta liegt in der Ukraine, Baku in Aserbaidschan. Ich habe eine Aussage über Russland gemacht und die halte ich weiterhin für falsch.

Hallo?
Das war damals ein Land und es interessierte keinen wo er lebte. Man ging dort hin wo man gut Geld verdienen, eine interessante Arbeit hatte, oder der Partner lebte.
Der Nationalismus kam erst ab 1990.

Tjo. "Waren". Ich sag ja nicht, dass es im Osten keine Betroffenen gab. Ich sage nur, dass sie da nicht häufiger gab als anderswo und schon gar nicht exklusiv. Und für die Rhein-Ruhrregion (insbesondere, aber auch Bremen, Hamburg,...) galt zumindest bis weit in die 10er hinein "sind".
Ja und ? Hier war aber Wildwest, ohne Mindestlohn und Gewähr überhaupt sein Geld zu erhalten.
Außerdem will ich nicht vergleichen, weil beides eine Sauerei war.
Gab dann noch die ganzen
" Praktikums"
 
Und in Deutschland kommen im Schnitt 13 Patienten auf eine Pflegekraft. Im Nachtdienst und Altenheimen teilweise noch deutlich mehr:

Deutsche Krankenpfleger am Limit
Na ja, Behindertenpädagogin ist evtl. nicht ganz gleichzusetzen mit einer Pflegekraft.
Andererseits (es handelt sich um Einrichtung "Lebenshilfe") gibt es da keine zus. Pflegekräfte.
Die machen sozusagen einen Doppeljob, Pflege und Betreuung.

13 Klienten auf eine Person ist halt völlig irre.
Wie soll man innerhalb von 5min/h auch nur im Ansatz die Bedürfnisse der zu pflegenden Person erkennen können.
Gerade noch körperlich stark eingeschränkte Autisten brauchen extrem viel Zeit und Zuwendung, wie ich von meiner Großen lernen durfte.
 
Wen oder was meinst du?
Generell. Alles soll von der politik geregelt werden und wenn sie mal was macht, dann ist es falsch oder es gibt einen anderen grund zu motzen. Die leute sind einfach viel zu verwöhnt.
Das Gesundheitssystem ist wichtig. Und sollte man nicht nur in privaten Händen belassen.
Als staatlich angestellte würden die alle als beamte enden. (siehe lehrer) Das kann sich kein staat leisten und die bürger gleich garnicht.
Wichtigkeit hin oder her, es muß bezahlbar bleiben. Allerdings gebe ich zu, das die verteilung der kliniken überarbeitet werden müßte. Wir haben hier gleich 3, was erstmal zuviel ist. Allerdings weis ich nicht, wie weit das einzugsgebiet richtung vogtland und erzgebirge geht...
Spätestens dann wenn du auch mal versorgt werden mußt sollte es dir einleuchten.
Das problem hab ich schon. Mein orthopäde sollte eigentlich schon in rente sein und an einen augenarzt brauch ich hier nicht denken. Das liegt aber teils mit daran, das man regelmäßig ein bestellt wird, teils völlig sinnloser weise. Die ärzte machen sich so mehr arbeit als notwendig und sind dann überlastet.
Im allgemeinen sollte man aber wohl das konzept der "polyklinik" wieder heraus hohlen. Eine klinik mit allen fachärzten der notwendigen richtungen. Das macht es den ärzten auch einfacher eine praxis zu betreiben...
Ist halt schwierig. Passau, Druck durch günstige Arbeitskräfte aus Tschechien ist groß.
Ich bin hier in westsachen und tschechien ist auch nicht weiter weg. Nichts desto trotz hat der sohn meines bruders, nach der ausbildung als altenpfleger, um die 2300€ netto gehabt.
Ich vergleiche es in D. immer mit meiner Großen, die in Ö. Dipl. Behindertenpädagogin ist und bei einer 30 h Woche mit grob 3.200 € brutto Grundgehalt nach Hause geht.
Da ist das preisgefüge aber auch ein anderes.
Und ich arbeite noch an der 30h-woche. Mein chef ist nur noch nicht so recht "überzeugt" davon. :ugly:
 
Als staatlich angestellte würden die alle als beamte enden. (siehe lehrer) Das kann sich kein staat leisten und die bürger gleich garnicht.

Müssen keine Beamte werden, nur ein vernünftiges Gehalt, wie auch die Ärzte, wobei da die Frage ist wieviel genug ist?
Ich denke das man die Arbeit auf mehr Schultern verteilen sollte. Früher haben Schwestern ihre Stationrn auch selbst gereinigt und desinfiziert. Meine frühen Freundinnen waren häufig Hebammen und Krankenschwestern und da wurde jede frei Minute zum desinfizieren und reinigen genutzt. Könnte vielleicht helfen gegen Krankenhauskeime?
Natürlich waren auch genug Schwestern beschäftigt.
Denke das man da auch was machen könnte. Es gibt viel Geld im Gesundheitswesen und viele Profite.
Das fängt bei den ganzen Apotheken an und endet im Pflegeheim. Überall gibt es gute Margen, nur bei der Baeis kommt nichts an.
Schwiegervater sitzt bei Victors im Heim. Was stellt man dort für Renditeansprüche?
Gesundheit sollte nicht Profitorientiert sein.

Im allgemeinen sollte man aber wohl das konzept der "polyklinik" wieder heraus hohlen. Eine klinik mit allen fachärzten der notwendigen richtungen. Das macht es den ärzten auch einfacher eine praxis zu betreiben...

Berliner Ecke gibt es noch die Ärztehäuser, oft die alten Standorte nutzend.
 
Also alles Luege?
Was ist Lüge?
Hast du den ersten Beitrag überhaupt gelesen und worum geht es dir? ( alle Beiträge ? )

Ich meinte Nationalismus in der SU.
Was ist also dein Anliegen und womit kann ich dir helfen?

Sind schon herrliche Verbindungen.
Von der Behauptung keiner wollte in die SU in den Urlaub reisen, zu Nazis in der DDR...
 
Wie gesagt, so aus der lameng würde ich sagen, das der pflegesatz vervierfacht werden müßte.
In dem man die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (und nicht nur die) in eine Bürgerversicherung umbaut, in die jeder, unabhängig von Einkommensart und Einkommenshöhe einzahlen muss, sprich das Ausweichen auf Private und berufsständische Extrawürste nicht mehr geht. Ebenso sollte die Beitragsbemessungs entfallen, die nur dafür sorgt, das jeder Euro der über ihr liegt, nicht mehr Beitragspflichtig ist. Die Auswirkung davon kann man hier grafisch sehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Beitragsbemessungsgrenze#/media/Datei:BBG2.jpg
Die einzige Obergrenze die es noch geben sollte, ist die Entgeltersatzleistungsobergrenze.
Auch gehören Blödeleien wie die zig Krankenkassen dringend auf den Prüfstand.

Und komme mir bitte nicht mit steuern. Die zahlst letztlich auch nur du (wir alle)
Das kommt auf die Art der Steuern an. Die letzten Jahrzehnte hat man im Namen des Neoliberalismus alle direkten Steuern, die nur die besitzende und privilegierte Klasse treffen würde, entweder drastisch gesenkt oder sie werden, wie z.B. die Vermögenssteuer und Börsenumsatzsteuer, gar nicht mehr erhoben. Stattdessen hat man indirekte Steuern, wie z.B. die Umsatzsteuer, erhöht und neue indirekte Steuern eingeführt. Obwohl diese vorallem die belasten, die ganz oder teilweise auf Transferleistungen angewiesen sind oder die mit ihrem Gehalt gerade so darüber liegen. Das ganze wurde und wird in entsprechend wohlfeile Worte verpackt, dass das ja angeblich dem ökologischen Umbau oder der Konsumsteuerung diene. Dabei ist das nichts weiter als Maskerade, damit der Neoliberalismus und das damit einhergehende Schweinesystem nicht sofort zum Vorschein kommt.

Wenn man in München 400€ mehr bekommt, aber 500€ mehr Miete zahlt steht der Westen in deiner Angabe besser da und der Arbeiter im Westen ist trotzdem ärmer.
Und weiter? Die Lebensunterhaltskosten sind in Ostdeutschland nicht im gleichen Maße so niedrig, wie die Einkommen. In bestimmten Städten - und ich rede jetzt nicht von Berlin (wer tut sich das überhaupt freiwillig an?) - liegen sie sogar über den westdeutschen Schnitt, obwohl die Löhne weiterhin nur Ostniveau haben. Die Leute sind also doppelt in Arsch gekniffen.
Edit: Passend dazu auch:
 
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