Absolute Gleichbehandlung und gleichzeitig einen besonderen Schutz fordern?
Ich bin wohl nicht besonders genug, damit mich Jemand bei der offenen Auslebung meiner Sexualität schützt.
Kannste nix machen als Mann
Geschlechsumwandlung würde helfen (sieht man ja an diesem Beispiel: Vom "alten, weißen Mann", gar Bundeswehrsoldat, zur förderungsbedürftigen Minderheit), sonst bleibt einem nur ganz hinten anstellen, wenn es um Rechte geht. Blöd, wenn man zu denen gehört, die nicht andere zum eigenen Vorteil diskriminieren wollen. Dann steht man gegenüber Forderungen wie nicht nur Seahawk sie ständig bringt, auf der loose-loose-Seite.
Da die absolute Gleichbehandlung nicht existiert, müssen Minderheiten bevorzugt werden. Oder glaubt einer ein Hetero-Mann mit einer reinen binären sexuellen Ausrichtung hätte da Probleme mit der gleichen Tinderanzeige gekriegt?
Eine rein sexuelle Person kriegt ganz andere Probleme, wenn sie eine Partnersuchanzeige mit "alle Geschlechter willkommen" schaltet.
Wie ist eigentlich eine sooo private Sache öffentlich geworden?
Naja - der Name steht drüber und trotz aller Unkenrufe kennen auch einige Behördenmitglieder "Neuland". Ganz abgesehen davon, dass eine Person, die so offen beliebige Sexpartner sucht, gegebenenfalls auch einen etwas lockeren Umgang mit Kollegen pflegt.
Aber die Reaktionen sprechen mal wieder Bände: Alle regen sich darüber auf, dass sich der Arbeitgeber ins private einmischt, obwohl er in diesem Fall explizit das Recht dazu hat.
Bin ich der einzige, der das viel größere Probem darin sieht, dass der Arbeitgeber, der Richter, die Politiker und gefühlt das halbe Forum hier eine vollkommen legitime, konsensuelle Auslebung der eigenen Sexualität als "moralisch nicht integer", "negativ auf den Ruf wirkend" und "zweifelhaften Charakter" einstufen? Es ist schon bodenlos, einer pansexuellen Person zu unterstellen, sie würde den Eindruck erwecken, sich selbst und ihre Geschlechtspartner zu Sexobjekten reduzieren. Als wäre das Geschlecht das einzige Merkmal, nachdem andere ihre Geschlechtsparnter auswählen respektive als wäre es voll subjektiv und einfühlsam, wenn man das so handhabt und sich deswegen nur von 50% der Menschheit ohne weitere Rückfrage vögeln lässt. Aber selbst wenn dem so sein sollte: Wo liegt das Problem, wenn jemand zum Sexobjekt degradiert werden will?