Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das Grundproblem ist halt, dass es überhaupt private Patente auf staatlich finanzierte Erkenntnisse gibt. So etwas sollte eigentlich immer zu staatlichem Besitz führen und wenn die Industrie was davon haben will, sollte sie immer dafür zahlen müssen. Dem ist aber halt nicht so, Forschungsförderung in Deutschland ist in weiten Teilen leider kein Grundlagenforschung, sondern nichts weiter als versteckte Wirtschaftssubvention. Unis forschen mit staatlichen Mitteln, Firmen streichen die Gewinne ein.

Bei den Patenten gibt es nun einen Kompromiss mit der WTO.



Der aktuelle Lokerungskurs der Bundesregierung ist absolut nicht zu verstehen. Denn aktuell wird durch immer mehr Quarantänefälle das Personal sehr knapp.
Ich muss mal schauen wo mein alter Prio-Zettel ist und werde mich wohl nochmal mit dem aktuellen Impfstoff impfen lassen. Der Omikronimpfstoff kommt wohl erst im Mai, wie es derzeit aussieht.
 
Kann, nicht konnte.

Selbst nach Covid müsste man erst einmal die aufgeschobenen Operationen, soweit dann überhaupt noch möglich und sinnvoll nachholen, was ebenfalls Nachwirkungen der Pandemie sind.

Zum Beispiel warte ich bereits auch seit etwas über einem halben Jahr auf meinen stationären Aufenthalt in einer Klinik, weil die Warteschlange auf Grund "eingeschränkter Versorgungslage" immer noch einfach nur absurd lang ist und vorraussichtlich wird es auch noch weitere 2-3 Monate dauern bis ich dann in der Warteliste endlich an der Reihe bin (sofern sich nichts ändert)...

Hast recht. Scheinbar sind trotz der seit Monaten angeblich nicht sooo schlimmen Lage wohl immer noch über ein Drittel der Intensivstationen im Ausnahmemodus. Liefern also nicht die medizinische Versorgung, für die sie eigentlich da sind.
Und die Intensivstationen sind ja noch die, um die sich derzeit weniger gesorgt wird, während die Normalstationen, die normalerweise viel mehr Patienten versorgen, mit Corona überlaufen werden.


Bei den Patenten gibt es nun einen Kompromiss mit der WTO.

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-297.html#Impfstoff-Patente


Der aktuelle Lokerungskurs der Bundesregierung ist absolut nicht zu verstehen. Denn aktuell wird durch immer mehr Quarantänefälle das Personal sehr knapp.
Ich muss mal schauen wo mein alter Prio-Zettel ist und werde mich wohl nochmal mit dem aktuellen Impfstoff impfen lassen. Der Omikronimpfstoff kommt wohl erst im Mai, wie es derzeit aussieht.

Es gibt doch seit 9 Monaten überhaupt keine Priorisierung mehr, oder? Und eine Viertimpfung wird derzeit afaik auch für niemanden regulär angeboten (obwohl zunehmend mehr Geboosterte schon wieder drei Monate hinter sich haben).
 
Es gibt doch seit 9 Monaten überhaupt keine Priorisierung mehr, oder? Und eine Viertimpfung wird derzeit afaik auch für niemanden regulär angeboten (obwohl zunehmend mehr Geboosterte schon wieder drei Monate hinter sich haben).

Die 4. Impfung wird angeboten, aber bisher gibt es die ausdrückliche Empfehlung (STIKO) zur 4. Impfung zu gehen nur für Ü70.

Allerdings sollte es ja niemanden hindern sich trotzdem impfen zu lassen. Impfstoff ist mehr als genug da.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich warte erstmal mit der 4. Impfung ab. Omikron ist ja nicht ganz so schlimm.
Wobei es bei Manchen ernster verlaufen kann. Ich habe auch Vorerkrankungen.
Aber mein Sohn hatte letztens Corona. Meine Frau und ich haben uns zum Glück nicht angesteckt.
Mal abwarten... wenn im Herbst eine gefährlichere Variante aufkreuzen sollte lasse ich mich wieder impfen.
Wobei der Impfschutz der 3. Impfung bis dahin wohl nahezu vollständig weg sein müßte.
Ich wurde schon im November letzten Jahres geboostert. Keine Ahnung... ist im Moment alles too much.:ka:
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach den parteiinternen Streitereien bei den Grünen und Linken im Saarland hat sich dort nun eine neue Partei namens bunt.saar gegründet, die Positionen beider Parteien vertritt.

Möglicherweise zieht die neue Partei statt der Linken in den Landtag ein, die aktuell mit dem Austritt von Oskar Lafontaine zu kämpfen hat.

Der Wahl-O-Mat ist mittlerweile auch freigeschaltet:
 
Zuletzt bearbeitet:
Allerdings sollte es ja niemanden hindern sich trotzdem impfen zu lassen. Impfstoff ist mehr als genug da.

In der Bürokratierepublik Deutschland? Wäre ja noch schöner, wenn jemand auf staatliche Kosten eine nicht laut staatlichem Beschluss als notwendig beurteile medizinische Behandlung bekommen würde, nur weil er das will und Ärzte der Meinung sind, dass es sinnvoll ist :ugly: .
Da muss schon irgend eine Art von Beschluss her, aber obwohl es prima als zweiter Tracks auf Lauterbachs Endlosplatte passen würde, habe ich schon lange nichts mehr zur 4. Impfung aus der Bundespolitik gehört.


Ich warte erstmal mit der 4. Impfung ab. Omikron ist ja nicht ganz so schlimm.
Wobei es bei Manchen ernster verlaufen kann. Ich habe auch Vorerkrankungen.
...
Wobei der Impfschutz der 3. Impfung bis dahin wohl nahezu vollständig weg sein müßte.
Ich wurde schon im November letzten Jahres geboostert. Keine Ahnung... ist im Moment alles too much.:ka:

Die Zahlen, die mir noch aus Israel im Hinterkopf rumschwirrten waren natürlich für die früh doppelt geboosterten Risikogruppen, unter denen viele Immungeschwächte sind. Da gab es ab dem 4. Monat einen zügig abnehmenden Impfschutz bis fast 0 nach 6 Monaten. Je nachdem, ob bei dir auch das Immunsystem von Vorerkrankungen betroffen ist, könnte es jetzt nach 4-5 Monaten also langsam dringend werden. Das Gros der normalen Leute, die erst ab Dezember, eher Januar geboostert wurde und vermutlich ein paar Monate länger etwas davon hat, dürfte dagegen noch bis Juni/Juli Zeit haben.

Aber selbst bei den beschleunigten Coronaverfahren lamentierte unsere Politik bislang immer 1-2 Monate rum und danach dauerte es noch einmal solange, bis die Länder die Entscheidungen umgesetzt haben. Das heißt wenn spätestens ab Juni 4. Impfungen zur Verfügung stehen sollten, dann müssten eigentlich jetzt die Entscheidungen getroffen werden. Aber ich sehe nicht einmal eine Debatte.?
 
Die Zahlen, die mir noch aus Israel im Hinterkopf rumschwirrten waren natürlich für die früh doppelt geboosterten Risikogruppen, unter denen viele Immungeschwächte sind. Da gab es ab dem 4. Monat einen zügig abnehmenden Impfschutz bis fast 0 nach 6 Monaten. Je nachdem, ob bei dir auch das Immunsystem von Vorerkrankungen betroffen ist, könnte es jetzt nach 4-5 Monaten also langsam dringend werden.
Ich überlege mir das in Ruhe.
 
Aber selbst bei den beschleunigten Coronaverfahren lamentierte unsere Politik bislang immer 1-2 Monate rum und danach dauerte es noch einmal solange, bis die Länder die Entscheidungen umgesetzt haben. Das heißt wenn spätestens ab Juni 4. Impfungen zur Verfügung stehen sollten, dann müssten eigentlich jetzt die Entscheidungen getroffen werden. Aber ich sehe nicht einmal eine Debatte.?

Naja, wenn mit den Öffnungen die Welle innerhalb von 2 Wochen durchrauscht, hat sich das Thema danach eh erledigt.
Zumindest wenn dabei nicht zufällig neue Varianten entstehen.

In vielen Landkreisen in der östlichen Hälfte Deutschlands (also inkl. Bayern) sind mittlerweile über die Hälfte der Kinder (5-14 J.) infiziert (gewesen). Da ist in der Altersgruppe der Höhepunkt der Welle also schon erreicht.
In Cottbus sind bisher schon fast 2/3 Kindern infiziert.

20220320_Kinder_Infektionen_Cottbus.png


Die große Frage wird sein, wie viele Leute dann in ein paar Wochen LongCovid bekommen.
 
Naja, wenn mit den Öffnungen die Welle innerhalb von 2 Wochen durchrauscht, hat sich das Thema danach eh erledigt.

Nach aktuellem Forschungsstand gibt eine Omikrongenesung kaum Schutz vor weiteren Corona-Infektionen. Tatsächlich wohl sogar noch weniger als eine Impfung. Gibt schon genug Fälle von Zwei- und Dreifachinfektionen. Von daher mag die Politik der Bundesregierung seit bald einem Jahr wie eine Durcheuchungstaktik anmuten, aber Durchseuchung ist schon lange keine Lösung mehr und das Thema wird sich auf diesem Wege nie erledigen.

Zumindest wenn dabei nicht zufällig neue Varianten entstehen.

Mehr Infektionen = mehr Mutationen, das ist unvermeidbar.
Wir haben ja jetzt schon, weniger als vier Monate nachdem Omikron A richtig losging, Omikron B mit vermutlich noch einmal verdoppelter Infektionswahrscheinlichkeit. Das ist ein größerer Unterschied als zwischen Wildtyp und Alpha, auch wenn man diesmal keinen neuen Buchstaben vergeben hat und mit weiter zunehmenden Infektionszahlen dürften die Abstände zwischen weiteren, stärkeren Mutationen rein statistisch noch kleiner werden.

Täler zwischen Wellen? Gibt es nicht mehr. Der einzige "Lichtblick" ist (für 2022er Verhältnisse, 2019 hätte man sowas "Dystopie" genannt), dass nur infektivitätssteigernde Mutationen massiv von den herrschenden Bedingungen profitieren, während die Gefahr einer Mutante mit schwereren Krankheitsverläufen "nur" linear mit der Anzahl der Infektionen steigt.

Die große Frage wird sein, wie viele Leute dann in ein paar Wochen LongCovid bekommen.

Die letzten Zahlen, die ich gesehen haben, rechneten 10-20% Long Covid (1-6 Monate) und davon noch einmal rund 10% Post Long Covid aus (>6 Monate). Also ungefähr 1-2% der Gesamtinfizierten, die voraussichtlich lebenslang beeinträchtigt bleiben und sich aufaddieren. Das sind aber natürlich recht unzuverlässige Zahlen, weil sich mittlerweile so extreme viele infizieren und die Mutanten in so enger Folge einschlagen, dass die Medizin keine Möglichkeit mehr hat, sich intensiver um solche Patienten zu kümmern und die Forschung keine Chance mehr, zu einem Ergebnis zu kommen, bevor die nächste Variante der Krankheit in den Mittelpunkt rückt.

Ich finde es jedenfalls weiterhin hochbedenklich. Aber ich gehöre ja auch zu denen, die seit 1,5 Jahren Bedenken wegen Post Covid haben, während der Rest der Welt sich nur um (die) "Freiheit" (andere Leute in Lebensgefahr zu bringen) kümmert. So als Rechnenbeispiel: 1% Post-Covid-Risiko pro Infektion = bei den derzeitigen Inzidenzen 0,1-0,2% Post Covid an der Gesamtbevölkerung pro Jahr. Mit den Omikron-B-Inzidenzsteigerung entsprechend 0,2-0,4%, unter FDPschen "Freedom"-Bedingungen eher 1-2%. Akkumuliert sich binnen 30-35 Jahren zu einem teilweise oder vollständigen Ausfall von 50% der Berufstätigen und einer nahezu 0% Chance für heute Geborene, ohne Covid-Schäden alt zu werden. (Vorausgesetzt natürlich, kommende Mutationen lassen überhaupt eine Chance, alt zu werden.)

Aber egal: "Wir" haben "uns" "verdient", dass die Clubs wiederaufmachen!!!!111elf
 

Bezieht sich das auf Netto oder Brutto?
Denn bei Brutto würde es ja gerade Tarifangestellte im Vergleich zu Beamten benachteiligen, weil das Brutto zwar höher ist, aber Netto weniger auf dem Konto landet.
 
Das Beamtentum gehört eigentlich sowieso abgeschafft. Die genießen alle Sonderprivilegien.
Da fragt man sich warum?

Weil Beamte andere Pflichten zur Verfassungstreue haben.

Die PKV sollte man aber wirklich abschaffen und alle in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen lassen.
 
Dazu kommt, das Beamte anderen Weisung unterliegen als Tarifangestellte. Sei es der Aufgabenbereich, wo man als Tarifangestellter immer sagen kann, man macht nur das, was in der Tätigkeitsbeschreibung steht und auch die Versetzung innerhalb des Landes.
 
Beamten müssen nicht nur weniger abgeben, sondern haben auch Kündigungsschutz und auf jeden Fall Anspruch auf Pension. Obwohl sie niemals für die Rente eingezahlt haben. Das bezahlen alles die Steuerzahler. Dabei machen sie genauso wie andere auch nur ihre Arbeit. Das ist eine offensichtliche Ungerechtigkeit des Systems. Aber diese "Eliten" wohl auch das es so bleibt und nicht daran gerüttelt wird.
 
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