Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Viel zu viele weiße Männer. Enttäuschend.
8 Frauen und 9 Männer (mit Kanzleramtschef). Ist doch relativ ausgewogen.

Der Koalitionsvertrag wurde heute unterzeichnet:

Zweieinhalb Monate nach der Bundestagswahl haben SPD, Grüne und FDP ihr gemeinsames Regierungsprogramm besiegelt. Die Spitzenvertreter der Ampel-Parteien unterzeichneten dafür den Koalitionsvertrag. "Während wir mit dem Aufbruch beginnen, haben wir noch eine schwere Aufgabe zu bewältigen: nämlich die Corona-Krise zu bekämpfen", sagte der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz. "Mit diesem Koalitionsvertrag kommen wir jetzt auf der Höhe der Wirklichkeit, der Höhe der gesellschaftlichen Realität an", sagte die designierte Außenministerin und Grünenchefin Annalena Baerbock. Vielfalt sei der Leitstab für die nächsten Jahre der Zusammenarbeit. Der designierte Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner sagte: "Jetzt beginnt die Zeit der Tat."
Quelle: SPD, FDP und Grüne unterzeichnen Koalitionsvertrag

Jetzt müssen Taten folgen.
 
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Ich bezweifle stark, dass die Mehrzahl der Bundestagsabgeordnete Juristen sind. So zumindest ja dein Eindruck. ;)

Sind es auch nicht, ca. 21% der Abgeordneten haben ein abgeschlossenes Jurastudium:

"... etwa 21 Prozent ... einen Abschluss in Jura..."


Das ist trotzdem schon relativ viel, bedenkt man dass das fast um die 200 Abgeornete sind und dazu auch noch ca. 15% kommen die Wirtschaftswisschenschaften studiert haben, sowie 8% die studierte Politologen sind, ect.
Overall besitzen über 50% des Bundestags akademische Werdegänge und sind mindestens dem wirtschaftlich gehobenen Bürgertum zuzuschreiben.

Das hat natürlich auch unbestreitbar Auswirkungen auf die sozialen wie wirtschaftlichen Interessen die von diesen Personen auf Basis des eigenen Umfeldes wahrgenommen und vertreten werden und bildet halt dadurch im Bundestag keinen guten gesellschaftlichen Querschnitt mehr, der zuletzt, meine ich, irgendwann um 1970 rum halbwegs realistisch war und sich seitdem kontinuierlich Richtung akademischer Werdegänge & wirtschaftlich gut bürgerlicher Herkunft bis Oberschicht verschiebt.
Also immer mehr nur noch die maximal oberen rund 40% der deutschen Gesellschaft abbildet, was sich dann auch regelmäßig in politischen Entscheidungen wiederspiegelt.
 
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Ich hatte das außerdem auf Spitzenpolitiker eingegrenzt.
Also diejenigen welche hohe Funktionen inne hatten oder haben.
Da dürfte der Anteil der Juristen noch höher sein.
 
Viel zu viele weiße Männer. Enttäuschend.
Hautfarbe ist kein Kriterium für einen Ministerposten. Es ist immer wieder erstaunlich wie gerade diejenigen die für Gleichheit eintreten diese immer wieder hervorheben müssen.
Es steht jedem Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft frei einer Partei beizutreten und sich dort durchzusetzen (ja auch per Arschkriechen, das muss auch oft "ein Weißer" wenn er was erreichen will).
Nochmal: du, ich oder sonst wer hier ist nichts Besonderes nur weil er Hautfarbe x hat, Haarfarbe y, Geschlecht z,...
 
Der Spruch ist auch nicht nur deswegen Käse.
Erstmal ist das Kabinett ausgeglichen zwischen männlich und weiblich.
Und zweitens gab es schon wesentlich ältere Politiker im Schnitt.
 
Ja bin da auch zufrieden wie es ist.
Mal sehen, was sich bei den Bundespolizeibehörden und den Sicherheitsgesetzen so ändert, mit einer Frau als Innenministerin.

Nach ihrer Ansage beim Antritt, dass sie den Rechtsextremismus als größte Gefahr sieht, sollte es auch da endlich Bewegung geben und die Studie zu extremistischen Einstellungen bei der Polizei kommen. Die hatte Seehofer damals verhindert.
 
Nach ihrer Ansage beim Antritt, dass sie den Rechtsextremismus als größte Gefahr sieht, sollte es auch da endlich Bewegung geben und die Studie zu extremistischen Einstellungen bei der Polizei kommen. Die hatte Seehofer damals verhindert.
Jeglicher Extremismus ist eine Gefahr für die Demokratie und da ist unser Staat auf dem rechten Auge leider regelmäßig genau so (gewollt) blind wie bisweilen auch auf dem linken und dem religös motivierten.

Daher würde ich mir auch mal einen Deutschen Politiker wünschen der nicht nur dämlich schwurbelnd entweder rechten oder linken Extremismus den Kampf ansagt, sondern mal allen extremistischen Spinnern im Land, von denen wir mehr als genug in jeden Spektrum haben.
 
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Das hat natürlich auch unbestreitbar Auswirkungen auf die sozialen wie wirtschaftlichen Interessen die von diesen Personen auf Basis des eigenen Umfeldes wahrgenommen und vertreten werden und bildet halt dadurch im Bundestag keinen guten gesellschaftlichen Querschnitt mehr, der zuletzt, meine ich, irgendwann um 1970 rum halbwegs realistisch war und sich seitdem kontinuierlich Richtung akademischer Werdegänge & wirtschaftlich gut bürgerlicher Herkunft bis Oberschicht verschiebt.

Das Parlament soll moralische Werte repräsentieren und die Bedürfnisse von allen Bürgern kompetent berücksichtigen. Über die Moral sagt die Klassenzugehörigkeit (zumindest in der Theorie :ugly:) nichts aus und für den kompetenten Umgang mit komplexen Themen braucht es Bildung. Einen Klischee-"is mir doch egal, lass saufen gehen"-Assi ins Parlement zu setzen, weil Leute mit dieser Interessenslage >0,8 Promille an der Bevölkerung haben dürften, nur damit diese "repräsentiert" sind, würde niemanden weiterbringen. Nicht einmal die Interessen von eben dieser Gruppe. Genausowenig wäre es sinnvoll, auf 10% (Teil-)Analphabeten zu bestehen oder einen auf der Straße lebenden Obdachlosen zum MdB zu ernennen, wenn diese sonst keine besonderen Qualifikationen für den Job als Parlamentarier mitbringen.
 
Das Parlament soll moralische Werte repräsentieren und die Bedürfnisse von allen Bürgern kompetent berücksichtigen. Über die Moral sagt die Klassenzugehörigkeit (zumindest in der Theorie :ugly:) nichts aus und für den kompetenten Umgang mit komplexen Themen braucht es Bildung. Einen Klischee-"is mir doch egal, lass saufen gehen"-Assi ins Parlement zu setzen, weil Leute mit dieser Interessenslage >0,8 Promille an der Bevölkerung haben dürften, nur damit diese "repräsentiert" sind, würde niemanden weiterbringen. Nicht einmal die Interessen von eben dieser Gruppe. Genausowenig wäre es sinnvoll, auf 10% (Teil-)Analphabeten zu bestehen oder einen auf der Straße lebenden Obdachlosen zum MdB zu ernennen, wenn diese sonst keine besonderen Qualifikationen für den Job als Parlamentarier mitbringen.
Du weißt doch selbst sehr genau das dies damit nicht gemeint war. ;)

Bildung fängt halt nicht erst bei der Universität an und jemand mit mittlerer Reife und / oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung dürfte genauso ein ausreichendes Maß an Bildung besitzen um im Bundestag zu sitzen und die Interessen der Wähler zu vertreten, wie jemand der einen Universitätsabschluss inne hat.

Genau diese genannte Gruppe wird aber seit Jahrzehnten im Bundestag zunehmend geringer und ich lehne mich da mal dahingehend aus dem Fenster das ein Handwerker des öfteren vermutlich alleine durch seine gelernte / ausgeübte Tätigkeit in 4 Jahren täglich mehr mit einem größeren wirtschaftlich, wie sozialen, Querschnitt der Bevölkerung in Kontakt gekommen ist als viele der akademisch gebildeten Bundestagsabgeordneten vom Studium bis zu ihrer politischen Laufbahn.
 
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Hautfarbe ist kein Kriterium für einen Ministerposten. Es ist immer wieder erstaunlich wie gerade diejenigen die für Gleichheit eintreten diese immer wieder hervorheben müssen.
Es steht jedem Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft frei einer Partei beizutreten und sich dort durchzusetzen (ja auch per Arschkriechen, das muss auch oft "ein Weißer" wenn er was erreichen will).
Nochmal: du, ich oder sonst wer hier ist nichts Besonderes nur weil er Hautfarbe x hat, Haarfarbe y, Geschlecht z,...
Hautfarbe, Geschlecht und sexuelle Indentität sind wichtiger als Qualifikation um Gerechtigkeit im Land zu schaffen.
 
Genau diese genannte Gruppe wird aber seit Jahrzehnten im Bundestag zunehmend geringer und ich lehne mich da mal dahingehend aus dem Fenster das ein Handwerker des öfteren vermutlich alleine durch seine gelernte / ausgeübte Tätigkeit in 4 Jahren täglich mehr mit einem größeren wirtschaftlich, wie sozialen, Querschnitt der Bevölkerung in Kontakt gekommen ist als viele der akademisch gebildeten Bundestagsabgeordneten vom Studium bis zu ihrer politischen Laufbahn.
Wobei es da auch Negativbeispiele gibt wenn man sich den Tino Chrupalla mal anguckt. :ugly:
 
Wobei es da auch Negativbeispiele gibt wenn man sich den Tino Chrupalla mal anguckt. :ugly:

Und Kevin Kühnert scheint da auch das "Kevin-Klischee" zu erfüllen, was den Bildungsweg betrifft.

Ein 2009 begonnenes Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin, in das er sich zuvor eingeklagt hatte, brach er ab und arbeitete anschließend dreieinhalb Jahre lang in einem Callcenter.



Hautfarbe, Geschlecht und sexuelle Indentität sind wichtiger als Qualifikation um Gerechtigkeit im Land zu schaffen.

Eher nicht.
Nach Art. 3 GG darf weder eine Diskriminierung noch eine Bevorteilung erfolgen.
 
Und Kevin Kühnert scheint da auch das "Kevin-Klischee" zu erfüllen, was den Bildungsweg betrifft.
Wobei ich Kevin Kühnert für deutlich intelligenter oder zumindest gebildeter als Tino Chrupalla halte.

Die meisten Deutschen sind der Meinung das Olaf Scholz maximal 4 Jahre Kanzler sein wird: Große Mehrheit gibt Scholz höchstens vier Jahre als Kanzler
Die Gefahr das die Koalition vorher zerbricht besteht auch.
Aber was wäre dann die Alternative?
Ich glaube kaum das SPD und Union jeweils nochmal deutlich soviele Stimmen bekommen wie vor 10 Jahren oder so. Mit 30-40%. Eher wird die Parteienlandschaft weiter ein Flickenteppich bleiben. Und dann muß man sich wieder zu mehr oder weniger unbequemen Koalitionen zusammenraufen.

Aber erstmal abwarten. Ich bin sehr gespannt!
 
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Wobei ich Kevin Kühnert für deutlich intelligenter oder zumindest gebildeter als Tino Chrupalla halte
Beide sind unbestritten Intelligent, denn anders hätten sie ihr jeweilige Position nicht erreicht. Gebildet sind dagegen beide im Vergleich zum Durchschnittsabgeordneten wenig.
Man darf (und sollte) AfD Abgeordnete für Arschlöcher halten, aber dumm sind die die sich dort in die Führungsetage gearbeitet haben sicher nicht. Sie als das zu unterschätzen wäre die eigentliche Dummheit.
 
Beide sind unbestritten Intelligent, denn anders hätten sie ihr jeweilige Position nicht erreicht.
Deswegen hatte ich geschrieben oder "zumindest gebildeter".
Eine Grundintelligenz sollte wohl dafür vorhanden sein.
Gebildet sind dagegen beide im Vergleich zum Durchschnittsabgeordneten wenig.
Woran machst du das fest? Anhand der Qualifikation oder an den Äußerungen? Wenn ich Kühnert reden und argumentieren höre, macht er auf mich einen gebildeten Eindruck. Sowohl fachlich/sachlich als auch von der Allgemeinbildung her. Was man von Chrupalla nicht behaupten kann. Vor allem das rhetorischere Level von Kevin Kühnert ist ein ganz anderes. Der weiß genau was er sagt und wie es wirkt.
Man darf (und sollte) AfD Abgeordnete für Arschlöcher halten, aber dumm sind die die sich dort in die Führungsetage gearbeitet haben sicher nicht. Sie als das zu unterschätzen wäre die eigentliche Dummheit.
Das stimmt. Aber wenn man sich mal anguckt wie der Chrupalla sich verhalten und geäußert hat (Heinrich Heine Gedicht z.B.) bekommt man da seine Zweifel.
Dagegen kommt mir ein Jörg Meuthen deutlich intelligenter vor. Wobei ich seine Meinung auch nicht teile.
Aber der tritt ganz anders auf.
 
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Das stimmt. Aber wenn man sich mal anguckt wie der Chrupalla sich verhalten und geäußert hat (Heinrich Heine Gedicht z.B.) bekommt man da seine Zweifel.
Dagegen kommt mir ein Jörg Meuthen deutlich intelligenter vor. Wobei ich seine Meinung auch nicht teile.
Aber der tritt ganz anders auf.

Man sollte nicht den Fehler machen und Bildung und Intelligenz als den selben Kontext zu betachten.

Jemand kann erhebliche Defizitte in der Bildung haben und trotzdem intelligent sein (Zusammenhänge verstehen, Lösungen aus dem Kontext erarbeiten, Ursache und Wirkung erschließen, vorteilhafte Situationen erkennen und nutzen, ect), genauso kann jemand eine gute Bildung genossen haben (einfach nur viele Inforamtionen auswendig lernen und diese 1 zu 1 abrufen) und trotzdem verhältnismäßig wenig Intelligenz besitzen.

Der "relative Idealzustand" ist natürlich wenn beide Dinge auf einem ausgeglichen hohen Level Hand in Hand gehen, da sie sich natürlich bis zu einem gewissen Grad auch gegenseitig ergänzen, aber das ist bei den allerwenigsten Menschen der Fall und bis zu einem gewissen Grad kaschiert ein hohes Maß an Bildung auch evt. fehlende Intelligenz und umgekehrt.

Am Ende aber weißt meißt immer eines von beiden doch größere Deffizite auf, wobei es nicht selten vor allen bei der Intelligenz scheitert, die aber in Selbsteinschätzungen von Personen oft als höher wahrgenommen wird als sie eigentlich ist (Stichwort Selbstüberschätzung eigener Komptenzen), wohingegen die Bildung meist besser ausfällt als in Selbsteinschätzungen angegeben.

Oder um es mit Sokrates Worten zu äußern:

"Ich weiß, das ich nicht weiß".

Hinterfrage immer was du meinst zu wissen und nein da gehört kein -s an das "nicht" im Zitat. ;)
 
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Man sollte nicht den Fehler machen und Bildung und Intelligenz als den selben Kontext zu betachten.

Jemand kann erhebliche Defizitte in der Bildung haben und trotzdem intelligent sein (Zusammenhänge verstehen, Lösungen aus dem Kontext erarbeiten, Ursache und Wirkung erschließen, ect), genauso kann jemand eine gute Bildung genossen haben (einfach nur viele Inforamtionen auswendig lernen und diese 1 zu 1 abrufen) und trotzdem verhältnismäßig wenig Intelligenz besitzen.
Er hat sich auch dumm verhalten. Man kann nicht etwas einfordern: die Schüler sollen doch gefälligst mehr "die guten alten deutschen Gedichte" lernen! Und wenn man dann, im Gegenzug, nach seinem Lieblingsgedicht gefragt wird, bzw es zitieren soll, wie ein ahnungloser Trottel dastehen, der keine Antwort weiß. Und das sogar mehrmals. :ugly:

Ich kenne mich in Gedichten auch nicht besonders aus. Aber ich fordere sie nicht von anderen ein. Und schon gar nicht öffentlich, wenn ich doch selber weiß oder wissen sollte, dass ich da Defizite habe.

Meist weißt immer eines von beiden doch größere Deffizite auf, wobei es nicht selten vor allen bei der Intelligenz scheitert, die aber in Selbsteinschätzungen von Personen oft als höher wahrgenommen wird als sie eigentlich ist (Stichwort Selbstüberschtäzung eigener Komptenz), wohingegen die Bildung meist besser ausfällt als in Selbsteinschätzungen angegeben.

Oder um es mit Sokrates Worten zu äußern:

"Ich weiß das ich nicht weiß".

Hinterfrage immer was du meinst zu wissen. ;)
Ja. Eine Portion (gesunde) Selbstreflektion ist schon wichtig. ;)
 
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