Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Der ehemalige Sportlehrer (auch Syrer) meiner Kinder, der auch gleich hier um die Ecke in meiner Nachbarschaft wohnt, hatte mir immer wieder mal erzählt, was er in Syrien erlebt hat.

Zbsp. Erzählte er mir, dass sein Onkel irgendwann verschwand, als er einen Besuch bei den örtlichen Behörden machen musste. Sein Großvater konnte nach etlichen Wochen des Wartens und Flehens bei den Behörden, es nicht aushalten und suchte eines Tages das örtliche Gefängnis auf, um dort nach ihn zu fragen. Auch der Großvater kehrte nicht zurück. Als die Familie das Gefängnis aufsuchte, sagten die Wärter dort, dass sie sich verziehen sollten. Sie bettelten sie an, wenigstens deren Leichen zu übergeben, um sie zu beerdigen und sich von ihnen verabschieden zu können, was sie natürlich nicht
taten. Stell dir mal vor, du musst, um den Leichnam eines engen Angehörigen betteln!

Onkel und Großvater sind bis heute seit 5 Jahren verschwunden.

Er selber wurde dann aufgrund irgendeiner Vermutung hin einfach für 6 Monate inhaftiert und gefoltert.
Ich habe ihn nie über Details gefragt und er selber hat immer nur angedeutet, dass es sehr grausam gewesen sein muss. Der Mann ist Mitte 20 und hat einen Ausdruck in den Augen, der wirklich schwer zu beschreiben ist. Ähnlich wie auf diesen Bildern, wo Soldaten vor und nach dem Krieg fotografiert worden sind, und sich der Blick und Ausdruck stark verändert ins toternste. So sieht er auch aus, und das mit 25-26.

Es ist nicht dieser ausgelassene Ausdruck, den sonst so viele 25 Jährige haben, die hier leben.

Und das ist nur eine Geschichte, von ganz vielen Syrern da draußen, die mitunter weitaus Schlimmeres erlebt haben.

Ganz ehrlich, auch wenn sich das jetzt sehr makaber anhört, wundert es mich, dass bei den Dingen, die sie erlebt haben, so viele Syrer überhaupt noch relativ normal sind.
Ohne da jetzt näher ins Detail gehen zu wollen:
Ähnliche Geschichten haben wir von den zwei Familien gehört, was dann irgendwann der Grund war, aus Angst um ihr Leben das Land zu verlassen.
Beide sind direkt aus Damaskus-Stadt gekommen.
 
Hast du dazu bitte mal einen Link?
Hier der Teil der Antwort:
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Hier ein Link zum Gestammel wegen der sehr eingeschränkten Täterbeschreibung:
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Interessant, der Nachbar ist auch aus Damaskus.
Na ja, in einem Land, in dem >1/10 der EW vor dem Bürgerkrieg in der Hauptstadt wohnten und dort die Schergen vom Assad am schlimmsten wüteten, wundert mich das nicht wirklich.
Und - jene in der Hauptstadt hatten i. d. R. bessere finanzielle Mittel aber auch Bildung, Knowhow, Internetzugang, Mobiltelefone usw. , um 2015/16 zu fliehen, als Menschen in irgend einer kleinen bäuerlichen Siedlung am Rand der Wüste.
Umgekehrt hatten jene in einer Sadt recht schnell die Auswirkungen von Nahrungsmittelknappheiten und anderer Insuffizienzen erfahren, während die Landbewohner das dann noch länger aushalten konnten.
 
Ich möchte daher nochmal appellieren, weg von diesem rassistischen Geschwafel zu kommen, dass es etwas mit dem Islam oder mit Arabern zu tun hat. Es leben hier 5 Millionen Muslime mit und ohne Migrationshintergrund und die schiere Mehrheit lebt friedlich und hält sich mehr oder weniger an Gesetze, wie die restlichen 75 Millionen.

Menschen, die so eine grausame Gewalt an den Tag legen, sind eine absolute Minderheit (Gott sei Dank!) und es ist nicht die Religion als gemeinsamer Nenner für diese Taten, sondern vielmehr die krassen traumatischen Erfahrungen aus ihren von Krieg zerrütteten Herkunftsländern, und leiden daher auch höchstwahrscheinlich an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Und genau da müsste der Staat eigentlich vielmehr ansetzen und Flüchtlinge psychisch auffangen, betreuen und in ein psychosoziales Versorgungsnetz geben. Diese Flüchtlingsheime, wo sie alle aufeinander hocken, ohne Perspektive, schürt dagegen vielmehr das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Wut und Hass.
 
Menschen, die so eine grausame Gewalt an den Tag legen, sind eine absolute Minderheit (Gott sei Dank!) und teilen miteinander höchstwahrscheinlich sehr krasse traumatische Erfahrungen und leiden daher auch höchstwahrscheinlich an einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Das sehe ich ein wenig anders. Menschen die sowas machen sind schlicht Arschlöcher. Ganz egal, welche Nationalität, Hautfarbe, Religion oder was weiß ich sie angehören.

Blöderweise kennt "Arschloch sein" aber auch keine Grenzen. Es kann also jeden treffen ^^
Und genau da müsste der Staat eigentlich vielmehr ansetzen und Flüchtlinge psychisch auffangen, betreuen und in ein psychosoziales Versorgungsnetz geben. Diese Flüchtlingsheime, wo sie alle aufeinander hocken, ohne Perspektive, schürt dagegen vielmehr das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Wut und Hass.
Im Kern gebe ich dir natürlich recht, das ändert aber nichts daran dass es immer einen kleinen Teil an den oben genannten Arschlöchern gibt, die kann man aber auch nicht einfach auffangen. Solche Leute dürfen meine Meinung nach nie wieder auf freien Fuß kommen.

Es gibt ja auch immer wieder Menschen die in völlig geordneten Verhältnissen aufwachsen und dann aus dem Nichts völlig hohldrehen.
 
Veräppelst du mich gerade? Der sagt ganz genau das Gegenteil von dem was du geschrieben hast.
Er relativiert das hinterher, weil er vermutlich selbst bemerkt hat, wie bedenklich seine Aussage davor ist.

Dazu kommt dann noch die Tatsache dass es offensichtlich nicht um Deutschland als Ganzes geht.
Habe ich konkret von ganz Deutschland gesprochen? Es trifft aber sicherlich mindestens auf Brennpunkte zu.
 
Er relativiert das hinterher, weil er vermutlich selbst bemerkt hat, wie bedenklich seine Aussage davor ist.
Nein, das stimmt schlicht nicht, er sagt einfach nur dass jeder selbst entscheiden muss welche Entscheidungen er trifft und betont dann noch mal dass es auch in Solingen und Umgebung selbstverständlich nicht gefährlich auf der Straße ist. Das ist kein relativieren, sondern ein einordnen der Aussage damit sie eben nicht so dümmlich aus dem Kontext gerissen wird. Den Rest interpretierst du rein weil es dir gerade in den Kram passt.
 
Das sehe ich ein wenig anders. Menschen die sowas machen sind schlicht Arschlöcher. Ganz egal, welche Nationalität, Hautfarbe, Religion oder was weiß ich sie angehören.

Blöderweise kennt "Arschloch sein" aber auch keine Grenzen. Es kann also jeden treffen ^^
Mit Verlaub, aber das ist mir zu eindimensional. Ein Arschloch ist jemand für mich, der Omas mit einem Enkelsohn Trick abzieht.

Bei Mord der vermeintlich aus einer bestimmten Gruppierung von Menschen heraus wiederholt begangen wird, ist es mMn vielmehr wichtig Muster und Zusammenhänge zu erkennen, um mögliche Erklärungsmuster zu sehen.

Aber klar, kann auch natürlich was daran dran sein, dass es Arschlöcher waren^^ Das ist jedoch wichtig genaustens zu überprüfen, was sind mögliche Kontexte, die Rahmenbedingungen schaffen, dass ein Mensch bereit ist, einen anderen Menschen umzubringen. Hier sehe ich die Psychologie vielmehr in der Verantwortung darüber zu forschen.
 
Das ist jedoch wichtig genaustens zu überprüfen, was sind mögliche Kontexte, die Rahmenbedingungen schaffen, dass ein Mensch bereit ist, einen anderen Menschen umzubringen. Hier sehe ich die Psychologie vielmehr in der Verantwortung darüber zu forschen.
Das ist aber in erster Linie zur Prävention nötig um potenzielle Täter rechtzeitig zu erkennen. In dem Kontext fällt mir auch gerade eine sehr empfehlenswerte Serie ein, Mindhutner.

Es gibt für mich keine Rechtfertigung dafür einen anderen Menschen zu töten.

Also ja, man soll natürlich prüfen wie es soweit kommen konnte, das heißt aber nicht dass die Person jemals wieder auf freien Fuß kommen sollte. Mir ist aber auch klar dass ich was das angeht eine sehr radikale Ansicht habe.
 
Und warum kocht das Thema Asylpolitik in Bezug auf Solingen wieder hoch und woher weiß ich, dass der Täter ein Syrer ist?
Eben und selbst wenn ich weiß, dass er ein Syrer ist?! Soll ich dann bei jedem Syrer darauf achten, ob er nicht ein Messer zieht?!
Aber wait... woran erkenne ich überhaupt wer ein Syrer ist?

Macht Spaß diesen Unfug auseinanderzubröseln, um festzustellen, wie schwachsinnig es ist.
Das ist aber in erster Linie zur Prävention nötig um potenzielle Täter rechtzeitig zu erkennen.
Potentielle Täter sind wir alle. Dazu fällt mir dieser Film mit Tom Cruise ein, wo in der Zukunft eine KI ausrechnet, wer welche Taten begehen wird, um diese "Potentiellen Täter" vorab zu verhaften. Gruselig und absolute Dystopie!

Ne, ne, mir ist ein humanistischer Ansatz lieber: Menschen aus Kriegsgebieten auffangen und psychisch betreuen.
 
Und warum kocht das Thema Asylpolitik in Bezug auf Solingen wieder hoch und woher weiß ich, dass der Täter ein Syrer ist?
Vielleicht weil diese ganzen Einzelfälle so langsam keine mehr sein können?

Und warum hat er das getan?
Gerade wenn du aus solchen Ländern kommst, hast du kein Vertrauen zu Amtspersonen oder dem Staat. Die meisten passen sich an oder lassen es geschehen. Andere erleben eine psychologische Attacke und rasten aus.
Bei sowas würde ich nie pauschalisieren.
Wäre es gerade aus dem Gesichtspunkt nicht besonders wichtig zu prüfen, wer ins Land gelassen wird, anstatt genau das Gegenteil zu machen?

Nein, das stimmt schlicht nicht, er sagt einfach nur dass jeder selbst entscheiden muss welche Entscheidungen er trifft und betont dann noch mal dass es auch in Solingen und Umgebung selbstverständlich nicht gefährlich auf der Straße ist. Das ist kein relativieren, sondern ein einordnen der Aussage damit sie eben nicht so dümmlich aus dem Kontext gerissen wird. Den Rest interpretierst du rein weil es dir gerade in den Kram passt.
Das gilt doch aber ganz allgemein fürs Leben, wenn man es so interpretiert. Das was er danach sagt, funktioniert in der Praxis einfach nicht. Dort, wo Leute sich nicht sicher fühlen (und nicht sicher sind), halten sie sich nicht auf.
 
Ne, ne, mir ist ein humanistischer Ansatz lieber: Menschen aus Kriegsgebieten auffangen und psychisch betreuen.
Ich glaube meine Aussage ist falsch rüber gekommen. Ich bin absolut deiner Meinung.

Ich habe nur gesagt dass es in der Bevölkerung leider immer wieder Arschlöcher gibt die schlimme Verbrechen begehen die man auch durch psychologische Betreuung nicht auffangen kann. Das war nie auf eine bestimmte Gruppe bezogen. That's life und so.
Vielleicht weil diese ganzen Einzelfälle so langsam keine mehr sein können?
Dann mal her mit den Statistiken die das belegen.
 
Wie wird denn bitte geprüft, wer in Zukunft ein Verbrechen begehen wird?

Die Polizei hätte bestimmt großes Interesse an so einem "Gerät"^^
Solche Aussagen kommen halt dabei raus wenn man genau weiß wie widerwertig die eigene Meinung ist und man sich deswegen nicht traut sie laut auszusprechen...

Es gibt allerdings eine Forderung die ich tatsächlich mitgehe, wenn jemand bereits Ausreisepflichtig ist und Straftaten begangen hat sollte diese Person nicht auf freiem Fuß sein. Allerdings ist sowas die absolute Minderheit.
 
Vielleicht weil diese ganzen Einzelfälle so langsam keine mehr sein können?
Wieso lenkst Du von deiner ursprünglichen Aussage ab? Aber auch hier: Doch es sind Einzelfälle. Die werden aber deutlich präsenter in den Medien auseinander geschlachtet.

Oder wie oft und wie lange hast Du in den Medien zum Beispiel vom NSU 2.0 gehört und gelesen? Ich auf jeden Fall deutlich weniger als vom Thema Solingen. Auch wenn die Polizisten aus Hessen niemanden ermordet haben, haben Sie ihre Rolle als Polizist missbraucht. Das ist ein Skandal und gehört deutlich stärker kommuniziert. Aber hey, die Anklage wurde ja fallen gelassen.
 
Solche Menschen sind eine Gefahr für die Bevölkerung


traumatisierte Opfer eine Migration, nicht.
 
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