Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ich weiss totsicher, das z:B. Audi vor 4-5 Jahren eine spezielle Finanzierung für den Q5 im Program hatte, da war der Beamte bei 1% oder niedriger!
Und auch bei allen Arten von Versicherungen gibt es immer noch bei vielen "Beamtentarife".
Wie gesagt, klar gibt es solche Dinge, ich will damit nur sagen dass es keine Vergünstigungen im Alltag regnet. Du kannst nicht ins Kino gehen und es gibt erstmal einen 5€ Nachlass, um es mal überspitzt auszudrücken.
 
Ich weiss sicher das es eins für Anwälte, Architekten gibt, ich glaube die Psychologen und Psychiater sind bei den Ärzten, es wird noch eine Reihe andere geben.
Apotheker, Notare, Steuerberater etc. zahlen alle nicht in die Rentenversicherung!
Ja, das kenne ich von meiner Frau. ´Du musst dich aber von der Versicherungspflicht befreien lassen. Gibt ja genug Anwälte, die nicht selbstständig sind, sondern ein normales Angestelltenverhältnis haben
Ich sage nicht das ich dagegen bin, aber bei einer einzigen Krankenkasse bekommen ich auch etwas Angst über die Folgen, weil die Politik hätte darauf exklusiv Zugriff und kann damit "machen was sie will".
Denke nochmal an die Zeiten der Post/Telekom, und wie teuer telefonieren war, ohne jegliche Konkurrenz!
Aber wo gibt es denn Wettbewerb bei den ganzen Krankenkassen?
Man könnte das auf jeden Fall zusammenstreichen.
Und wo ist Telefonieren günstig? Da vermisse ich auch Wettbewerb. Egal, wo man guckt, die Angebote sind ziemlich die gleichen, egal welcher Anbieter.
Ganz abgesehen davon, wenn du verbeamtet bist ohne Widerruf und du willst z.B. eine Immobilie finanzieren oder neu bauen, dir mehr oder minder sofort der Rote Teppich bei der Bank ausgerollt wird.
Weil die Banken und alle anderen natürlich wissen, dass das Beamtengehalt und die Pensionen eine sichere Einnahmequelle sind.
 
Wenn dort dann auch nur eine normale Rente gezahlt wird rennen die doch alle weg, weil für die gleiche Stelle in der freien Wirtschaft deutlich mehr gezahlt wird.
Beamtenstatus in diversen Stadt- und Landesverwaltungen, wie auch bei den Lehrern, sehe ich daher anders herum auch schlicht als ein Verschieben der Personalkosten in die Zukunft.
Heute zahlt man vergleichsweise wenig, bekommt die Mitarbeiter aber trotzdem unter Anderem wegen dem Pensionsversprechen auf sie Zukunft.
 
Beamtenstatus in diversen Stadt- und Landesverwaltungen, wie auch bei den Lehrern, sehe ich daher anders herum auch schlicht als ein Verschieben der Personalkosten in die Zukunft.
Heute zahlt man vergleichsweise wenig, bekommt die Mitarbeiter aber trotzdem unter Anderem wegen dem Pensionsversprechen auf sie Zukunft.

Das Lehrer wenig verdienen stimmt halt einfach nicht. Ich als Ingenieur hab immer wieder Diskussionen, weil im Verwandten-/Bekanntenkreis von 3 Lehrerinnen immer über die Bezahlung geweint wird. Diese sind alle um die Mitte 30 und haben netto soviel wie ein Ingenieur der in der freien Wirtschaft 80k verdient. Jeder kann selber mal bei Stepstone & Co schauen und wird dann feststellen, dass das Duchschnittsgehalt für Ingenieure drunter liegt (wenn man das Alter einbezieht sogar nochmals mehr). Und die Rente die man damit bekommt beträgt am Ende die Hälfte von deren Pension.
Und jedes Mal wenn ich in diesen Selbstmitleidstiraden dies anspreche werden Zahlen von Porsche, BMW & Co von denen zitiert. Das das aber nur ein kleiner Teil der Ingenieure ist und der Durschnitt deutlich schlechter verdient interessiert sie nicht. Jeder Lehrer scheint von sich aus überzeugt zu sein in der freien Wirtschaft selbstverständlich bei den erfolgreichsten Großunternehmen zu den Bestverdienern zu gehören. Von den Leuten die in Zeitarbeit weit unterm Durchschnitt verdient will man erst recht nichts wissen.
Ich kann verstehen, dass sich Lehrer über Arbeitsbelastung, Elternverhalten, Disrespekt von Schülern etc. klagen, aber wenn es eins gibt was nicht beklagenswert ist, dann ist es die Bezahlung.
 
Ich kann verstehen, dass sich Lehrer über Arbeitsbelastung, Elternverhalten, Disrespekt von Schülern etc. klagen, aber wenn es eins gibt was nicht beklagenswert ist, dann ist es die Bezahlung.
Aber ich glaube das genau hier die Crux liegt: Lehrer empfinden sich aufgrund ihrer Arbeitsbelastung als unterbezahlt.

Man kann es aber auch nicht pauschalisieren, denn je nach welcher Schule kann der Lehreralltag eine Hölle sein.
 
Lehrer empfinden sich aufgrund ihrer Arbeitsbelastung als unterbezahlt.
Lehrer ist aber auch sehr breit gefächert. Ein nicht verbeamteter Lehrer in einer Berliner Brennpunktschule ist vermutlich unterbezahlt, ein verbeamteter Lehrer auf irgendeiner Schule mitten auf dem Land garantiert nicht ^^

Dazu kommen dann noch die Lehrer an Privatschulen.
 
Das größte Problem mit der Rente ist das es immer mehr Empfänger aber weniger Einzahler gibt.
Ich glaube, wenn auch die Beamten mit in den Rententopf einzahlen würden, dass wäre nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Es gibt ca 190000 Beamte in Deutschland.

Beamte könnten das Verhältnis sogar noch schlimmer machen. Man sieht immer nur, dass Beamte überdurchschnittlich viel verdienen und deswegen viel einzahlen. Sie haben aber auch weit überdurchschnittliche Pensionsansprüche, die die Rentenkasse dann mit auszahlen müsste und früher wurde viel mehr verbeamtet als heute. Das heißt das Verhältnis aus heutigen Einzahlern und dem Wasserkopf an alten Beziehern ist unter Beamten schlechter und das Verhältnis zwischen Einzahlungs- und Auszahlungsniveau tendentiell auch. Und am Ende ist das ja so oder so Geld, dass der Stadt zahlt.

Ich wäre nur zwecks Bürokratievermeidung für eine Eingliederung: Warum ein zweites staatliches Altersvorsorgesystem aufrechterhalten?


Nehm mal noch die 3,9Millionen Selbstständigen dazu dann ist da durchaus noch Luft. Oder Ärzte sind z.B. im Moment auch getrennt in der Ärzteversorgung.

Hat dieser Forderung eigentlich jemand wer durchgerechnet? Der Durchschnittsverdienst der Selbstständigen ist zwar gut, aber das liegt vor allem an den Top 10%, an deren Geld man bei den bestehenden Kappungsgrenzen so oder so nicht rankommt. Am unteren Ende des Durchschnitts hängt dafür die zahlenmäßig riesige Traube der Kleinst- und Scheinselbstständigen.

Ich glaube, am Ende würde der Staat netto bestenfalls die Marge gewinnen, die bislang private Rentenversicherungen und andere Vorsorgekonzepte einkassieren. Aber Versicherungswirtschaft-nicht-subventionieren ist ja total out: Bei Rente geht es nur noch darum, der Privatwirtschaft mehr Profit zu ermöglichen, bei unvermeidbaren Krankenleistungen sollen die Bürger immer mehr Aufschläge an die Privatwirtschaft abführen und jetzt wird sogar beim Thema Katastrophen"schutz" kein Bisschen darüber geredet, wie man das Schadenspotential oder die Schadenswahrscheinlichkeit verringern könnte, sondern nur darüber, dass doch bitte 5-15% Gewinn auf jeden eintretenden Schaden an die Versicherungskonzerne zwangsabgeführt werden.
:kotz.


Am Umlageverfahren festzuhalten ist die falsche Variante
Man muss irgendwo ein Cut machen und auf Fond-Renten umstellen

Fond-Renten sind nur ein weiteres Beispiel für Umverteilung an Konzerne und zudem ein erhebliches Risiko für die Gesellschaft. Niemand kann so günstig und mit so geringem Verlustrisiko wie der Staat eine derartige Leistung bereitstellen. Alle anderen wollen ihre eigenen Gewinne abzweigen, sodass unterm Strich weniger zu verteilen ist, und haben obendrein auch noch das Risiko eines Totalausfalls.


Ein Großteil der Beamten ist aber im mittleren Dienst unterwegs. Dort sieht die Bezahlung maximal so aus:

Das ist, auch wenn man Krankenkasse abzieht, immer noch deutlich über einem Medianeinkommen.


Ich weiss totsicher, das z:B. Audi vor 4-5 Jahren eine spezielle Finanzierung für den Q5 im Program hatte, da war der Beamte bei 1% oder niedriger!
Und auch bei allen Arten von Versicherungen gibt es immer noch bei vielen "Beamtentarife".

Finanzierungs-/Kreditkosten hängen immer vom Ausfallrisiko ab. Und bei niemanden ist das Einkommen sicherer als bei Beamten, die kriegen überall immer (mit) die besten Konditionen.


Aber ich glaube das genau hier die Crux liegt: Lehrer empfinden sich aufgrund ihrer Arbeitsbelastung als unterbezahlt.

Man kann es aber auch nicht pauschalisieren, denn je nach welcher Schule kann der Lehreralltag eine Hölle sein.

Je nach Schule und Lehrer. Ich denke jeder dürfte in seiner Schulzeit mindestens einen kennengelernt haben, bei dem offensichtlich war, dass seine Arbeitslast eher gering ausfällt. Und das vollkommen egal davon, wie problematisch seine Schüler sind.

Die hohe Zahl von Schülern, denen eindeutig viel zu wenig beigebracht wurde (auch vor Corona) spricht dafür, dass die Zahl solcher Gesellen seit meinen Schultagen sogar noch gestiegen sein muss, wenn die Kinder nicht insgesamt alle dümmer wurden.
 
Es gibt ca 190000 Beamte in Deutschland
Mach da noch ne 0 ran.

Btw wenn ihr alle so neidisch auf die Beamtenversorgung seid hättet ihr euch auch für solch eine Laufbahn entscheiden können.
Mag für euch ja alles prima klingen ist es aber tatsächlich im Detail nicht in Gänze.

Im übrigen wäre eine Umstellung für neue Beamte sicher denkbar. Ich bezweifel jedoch, dass es sich tatsächlich rechnet.
Nimm die Landesbeamten von NRW welche ab sofort gesetzlich Versichert werden. Der Staatshaushalt von NRW bricht zusammen. Da sprechen wir von 350k Beamte.
 
Je nach Schule und Lehrer. Ich denke jeder dürfte in seiner Schulzeit mindestens einen kennengelernt haben, bei dem offensichtlich war, dass seine Arbeitslast eher gering ausfällt.
Als Schulsozialarbeiter an mehreren Schulen (und auch wegen einigen Fortbildungen) habe ich bisher viele Lehrer kennenlernen dürfen. Mein Eindruck war bisher, dass die meisten eigentlich schon recht bemüht sind und es auch aus Leidenschaft machen, weil sie gerne Wissen an Kids vermitteln.
Faule Äpfel gibt es dagegen auch, aber das verhält sich ja genauso wie in jeder anderen Berufsgruppe, würde ich mal behaupten.

Leider ist das System Schule in ihrer jetzigen Form aber auch ein sehr starres und auch teils ein überfordertes System.

Man nehme hierbei Inklusion als meines Erachtens deutlichstes Beispiel:
Während meines erziehungswissenschaftlichen Studiums wurde die Inklusion von den meisten Profs. als absolut erstrebenswert angesehen — und ja, der Grundgedanke, alle zu inkludieren ist ja auch per se an sich lobenswert — das eigentliche Problem wurde mir nur mehr als deutlich, als ich dann selber in Schulen als Fachkraft stand, die sich aus ihrer eigenen fachspezifischen Logik heraus eher mit Herausforderungen an Schulen beschäftigt, und dort dann bitter feststellen musste, dass sowohl Lehrkräfte, als auch Schülerinnen und Schüler oft derbe überfordert sind, aufgrund der hochgelobten Inklusion.

Um es jetzt ganz plastisch zu machen: Du stehst heute als Lehrer in einer Klasse von 27 Kindern, was selbst mit normal entwickelten Kindern schon super anstrengend ist. Davon waren dann 5 nie an einer Kita, sodass sie basale soziale Formen und schulische Vorkenntnisse, wie Stift halten, mal ruhig sitzen bleiben etc., nicht beherrschen. 10 Kinder haben dann einen Förderbedarf, im Bereich Lernen, geistige Entwicklung und emotional-soziales Verhalten (das sind die Kinder, die sonst an Förderschulen ehemals Sonderschulen professionell von Sonderpädagogen betreut worden sind). Sonderpädagogen sind Mangelware und teilen sich daher an Schulen auf verschiedene Klassen auf, die dann für paar Std in der Woche die jeweiligen Förderbedarf-Kinder noch mal zieldifferenziert beschulen.
Dann sprechen manche Kinder gar kein Deutsch, weil sie neu in Deutschland leben, die dann auch wieder aus den Klassen für paar Std entfernt werden, um in Deutsch nochmal mehr Förderung zu erhalten.

So und dann gibt es natürlich noch die andere Breite an Verhaltensauffälligkeiten, die unsere Zeit halt so mit sich bringt, wenn Kinder von ihren Eltern aus Überforderung heraus vor den Smartphones und Tablets parken, die dort dann leider sehr viel altersunangemessenes und verstörendes Zeugs sehen, weil kein bisschen Bewusstsein für kindsgerechten Medienkonsum vorhanden ist.

An solchen Schulen betreiben Lehrer oft nur noch Schadensbegrenzung, woran sie selber leiden, da es ihrem eigenen Anspruch nicht genügt. Sie müssen sich dann entscheiden, wem sie mehr Aufmerksamkeit geben und wem weniger und das ist allein moralisch schon eine sehr schwere Sache. Die Frage lautet dann oft "Unterstütze ich die Schwachen mehr, dafür lernen die mit Potential weniger, oder widme ich mehr den Kindern mit Potential, damit sie aufblühen, und schleife die Schwachen dann einfach nur mit."

Also im Rahmen dessen, wie krass chaotisch heute Schule abläuft, muss ich gerade nochmal konstatieren, dass viele Lehrer einen wirklich schweren Job haben. Ich für meinen Teil, bin auf jeden Fall froh, dass mein NC nicht gereicht hat, für das eigentlich geplante Lehramt in Deutsch und Englisch.
 
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Um es jetzt ganz plastisch zu machen: Du stehst heute als Lehrer in einer Klasse von 27 Kindern, was selbst mit normal entwickelten Kindern schon super anstrengend ist. Davon waren dann 5 nie an einer Kita, sodass sie basale soziale Formen und schulische Vorkenntnisse, wie Stift halten, mal ruhig sitzen bleiben etc., nicht beherrschen. 10 Kinder haben dann einen Förderbedarf, im Bereich Lernen, geistige Entwicklung und emotional-soziales Verhalten (das sind die Kinder, die sonst an Förderschulen ehemals Sonderschulen professionell von Sonderpädagogen betreut worden sind). Sonderpädagogen sind Mangelware und teilen sich daher an Schulen auf verschiedene Klassen auf, die dann für paar Std in der Woche die jeweiligen Förderbedarf-Kinder noch mal zieldifferenziert beschulen.
Dann sprechen manche Kinder gar kein Deutsch, weil sie neu in Deutschland leben, die dann auch wieder aus den Klassen für paar Std entfernt werden, um in Deutsch nochmal mehr Förderung zu erhalten.

So und dann gibt es natürlich noch die andere Breite an Verhaltensauffälligkeiten, die unsere Zeit halt so mit sich bringt, wenn Kinder von ihren Eltern aus Überforderung heraus vor den Smartphones und Tablets parken, die dort dann leider sehr viel altersunangemessenes und verstörendes Zeugs sehen, weil kein bisschen Bewusstsein für kindsgerechten Medienkonsum vorhanden ist.

An solchen Schulen betreiben Lehrer oft nur noch Schadensbegrenzung, woran sie selber leiden, da es ihrem eigenen Anspruch nicht genügt. Sie müssen sich dann entscheiden, wem sie mehr Aufmerksamkeit geben und wem weniger und das ist allein moralisch schon eine sehr schwere Sache. Die Frage lautet dann oft "Unterstütze ich die Schwachen mehr, dafür lernen die mit Potential weniger, oder widme ich mehr den Kindern mit Potential, damit sie aufblühen, und schleife die Schwachen dann einfach nur mit."
Hey, bist du gar meine Schwester, ohne dass ich es weiß? Die sagt nämlich genau das Gleiche! ;)
 
Der Rekord während meiner Schulzeit, in höheren aber nicht unbedingt pflegeleichten Jahrgängen, war einer 36er Klasse...
Aber damals hatte zumindest noch niemand die imho vorhersehbar selten dämliche Idee gehabt, Kinder mit ausdrücklich unterschiedlichsten Voraussetzungen in den gleichen Unterricht quetschen zu wollen.
 
einer 36er Klasse...
Puuh, das ist schon heftig!
Aber damals hatte zumindest noch niemand die imho vorhersehbar selten dämliche Idee gehabt, Kinder mit ausdrücklich unterschiedlichsten Voraussetzungen in den gleichen Unterricht quetschen zu wollen.
Die Idee an sich ist ok, nur die Umsetzungsrichtung ist verkehrt; anstelle Kinder mit Förderbedarf einfach in Regelschulen zu setzen, ohne dafür inklusive Strukturen zu schaffen, hätte man viel lieber Regelschulen auflösen und alle in Förderschul-Strukturen (10 Schüler pro Klasse mit jeweils einer Lehrerin und einer Sonderpädagogin) inkludieren sollen. Davon hätten alle mehr.

Ich weiß noch wie Lehrer die geteilten Klassen während des Lockdowns gefeiert haben. Eine Lehrerin meinte wortwörtlich: "Seit langem habe ich wieder richtig Motivation in der Klasse verspürt! Die ruhigen Kinder konnten im kleineren Rahmen besser aus sich rauskommen und plötzlich mit Wortmeldungen aufblühen, während die lauteren Kids etwas runterkommen konnten, weil es insgesamt viel leiser war in der Klasse und sie auch wesentlich früher Aufmerksamkeit erhalten konnten, bevor sie diese mit Störungen in ihre Richtung erzwungen haben."

Ich weiß, dass gerade im pädagogischen Wissenschaftszweig jeder eine Meinung dazu hat, wie Schule besser funktionieren könnte, aber ich glaube rein aus meiner persönlichen Erfahrung "an der Front", dass kleinere Schulklassen eine enorme Besserung und Entlastung für alle Menschen in Schule wäre.

Nur leider fehlt im äußerst konservativen Schulamt der Wunsch nach Veränderung und wenn er auch da wäre, haben wir ja noch das Problem mit dem eklatanten Lehrermangel...
 
Nur leider fehlt im äußerst konservativen Schulamt der Wunsch nach Veränderung und wenn er auch da wäre, haben wir ja noch das Problem mit dem eklatanten Lehrermangel...
Und die Schulen müssten auch umgebaut werden...also die, die nicht schon abgerissrn wurden...und dann wirds wahrscjeinlich an Schulgebäuden fehlen.
Und dann müsste jeder kleine Klassenraum technisch ausherüstet werden.
Das würde unbezahlbar werden...es fehlt ja jetzt schon überall Geld für den ganzen Quatsch, was sich Politiker so ausdenken, bzw. so rauswerfen.
 
Ich für meinen Teil, bin auf jeden Fall froh, dass mein NC nicht gereicht hat, für das eigentlich geplante Lehramt in Deutsch und Englisch.
Cool. Wusste gar nicht das du auch Lehrer werden wolltest. ;)

Die Idee an sich ist ok, nur die Umsetzungsrichtung ist verkehrt; anstelle Kinder mit Förderbedarf einfach in Regelschulen zu setzen, ohne dafür inklusive Strukturen zu schaffen, hätte man viel lieber Regelschulen auflösen und alle in Förderschul-Strukturen (10 Schüler pro Klasse mit jeweils einer Lehrerin und einer Sonderpädagogin) inkludieren sollen. Davon hätten alle mehr.
Leider fehlen dafür die Lehrkräfte um so kleine Klassen zu ermöglichen.
 
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Puuh, das ist schon heftig!

Die Idee an sich ist ok, nur die Umsetzungsrichtung ist verkehrt; anstelle Kinder mit Förderbedarf einfach in Regelschulen zu setzen, ohne dafür inklusive Strukturen zu schaffen, hätte man viel lieber Regelschulen auflösen und alle in Förderschul-Strukturen (10 Schüler pro Klasse mit jeweils einer Lehrerin und einer Sonderpädagogin) inkludieren sollen. Davon hätten alle mehr.

Ich weiß noch wie Lehrer die geteilten Klassen während des Lockdowns gefeiert haben. Eine Lehrerin meinte wortwörtlich: "Seit langem habe ich wieder richtig Motivation in der Klasse verspürt! Die ruhigen Kinder konnten im kleineren Rahmen besser aus sich rauskommen und plötzlich mit Wortmeldungen aufblühen, während die lauteren Kids etwas runterkommen konnten, weil es insgesamt viel leiser war in der Klasse und sie auch wesentlich früher Aufmerksamkeit erhalten konnten, bevor sie diese mit Störungen in ihre Richtung erzwungen haben."

Ich weiß, dass gerade im pädagogischen Wissenschaftszweig jeder eine Meinung dazu hat, wie Schule besser funktionieren könnte, aber ich glaube rein aus meiner persönlichen Erfahrung "an der Front", dass kleinere Schulklassen eine enorme Besserung und Entlastung für alle Menschen in Schule wäre.

Nur leider fehlt im äußerst konservativen Schulamt der Wunsch nach Veränderung und wenn er auch da wäre, haben wir ja noch das Problem mit dem eklatanten Lehrermangel...

Ein besserer Betreuungsschlüssel ist immer von Vorteil.
Aber um die Klassen zu Dritteln und die Zahl der Pädagogen gleichzeitg zu verdoppeln, müsste man nicht nur die Ausbildung versechsfachen, sondern bei bestehenden Budgets auch die Gehäter sechsteln. Ich sehe da wenig Begeisterung bei den Lehrerverbänden :ugly: .

Und selbst wenn man das machen würde, bliebe afaik immer noch der Grundsatz bestehen: Ähnliche Kinder zusammen zu unterrichten ist effizienter. Auch in der Summe 10 Lehrer, die 40 normale und 10 besonders bedürftige Schüler betreuen, können nicht mit dem Stoff für erstere in normalem Tempo voranzuschreiten, ohne parallel einen de facto getrennten Parallelunterricht für letztere durchführen zu müssen. mit massig Reibungsverlusten an allen Ecken und Enden und Doppelaufwand bei jedem Lehrer. Wenn die 10 vernünftig betreut werden, werden die 40 dementsprechend weniger lernen, wenn man sich auf die 40 konzentriert, werden die 10 hinten runterfallen.

Am Ende wird die Gesamtmenge des vermittelten Wissens zwar höher sein, als wenn man, wie heute, nur insgesamt 1,5 Lehrer und einen halben Assistenten vor die in der Summe 50 Schüler gestellt hätte. Aber 5 Lehrer für 40 normale Schüler und 5 Lehrer für 10mal Sonderunterricht hätten in Sachen Wissens- und Fähigkeitenvermittlung mehr gebracht. Zumal schon bei der Ausbildung einem Lehrer, der Durchschnittskinder im 10. Schuljahr auf die Oberstufe vorbereiten soll, ganz andere Dinge beigebracht werden müssen, als jemanden der geistig eingeschränkte Kinder im 10. Schuljahr mit viel Einfühlungsvermögen dazu motivieren muss, Grundschulstoff zu verinnerlichen.

Die Politik hat bei den Zusammenlegungsentscheidungen leider ausschließlich auf Inklusion als wünschenswerten Prozess geachtet. Da ist es natürlich toll, wenn diverse Kinder mehr Zeit miteinander verbringen. Aber das ist eben kein Zusatznutzen, der bei gemeinsamen Lernen gratis anfällt, sondern das steht dem bisher einzigen Sinn des Lernens in vielen praktischen Aspekten entgengen und ist eine Leistung, die zusätzlich erbracht werden muss. Von zusätzlichem pädagogischen Personal auf Seiten der Instutition und sogar in zusätzlicher Zeit auf Seiten der Schüler. Letzteres hat man gar nicht erst angesprochen (hätte vermutlich auch einen gesellschaftlichen Aufschrei gegeben) und beim Personal wurde, soweit ich das überblicke, bestenfalls das bisherige Gesamtniveau beibehalten, ohne auch nur zu berücksichtigen dass die Sonderpädagogen viel mehr Overhead haben, wenn ihre Schützlinge nicht mehr zusammen in einer Klasse sitzen, sondern verteilt sind. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass man nur die Sonderschulen aufgelöst und sonst gar nichts geändert hat. Aber definitiv niemand hat neben dem erheblichen Mehrbedarf an Personal für die Betreuung der Förderungsbedürtigen auch zusätzlich nötige Lehrerstunden pro normalem Schüler einkalkuliert.
 
Und selbst wenn man das machen würde, bliebe afaik immer noch der Grundsatz bestehen: Ähnliche Kinder zusammen zu unterrichten ist effizienter. Auch in der Summe 10 Lehrer, die 40 normale und 10 besonders bedürftige Schüler betreuen, können nicht mit dem Stoff für erstere in normalem Tempo voranzuschreiten, ohne parallel einen de facto getrennten Parallelunterricht für letztere durchführen zu müssen. mit massig Reibungsverlusten an allen Ecken und Enden und Doppelaufwand bei jedem Lehrer. Wenn die 10 vernünftig betreut werden, werden die 40 dementsprechend weniger lernen, wenn man sich auf die 40 konzentriert, werden die 10 hinten runterfallen.

Am Ende wird die Gesamtmenge des vermittelten Wissens zwar höher sein, als wenn man, wie heute, nur insgesamt 1,5 Lehrer und einen halben Assistenten vor die in der Summe 50 Schüler gestellt hätte. Aber 5 Lehrer für 40 normale Schüler und 5 Lehrer für 10mal Sonderunterricht hätten in Sachen Wissens- und Fähigkeitenvermittlung mehr gebracht. Zumal schon bei der Ausbildung einem Lehrer, der Durchschnittskinder im 10. Schuljahr auf die Oberstufe vorbereiten soll, ganz andere Dinge beigebracht werden müssen, als jemanden der geistig eingeschränkte Kinder im 10. Schuljahr mit viel Einfühlungsvermögen dazu motivieren muss, Grundschulstoff zu verinnerlichen.
Man könnte einfach auch wieder eine richtige Trennung zwischen FS, HS, RS und OS einführen. Das paart man dann mit "wer's (noch) nicht packt, der darf auch mal ne extra Runde drehen". Kann mir gut vorstellen, dass es einige Dinge deutlich vereinfacht.
 
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