Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das größte Problem mit der Rente ist das es immer mehr Empfänger aber weniger Einzahler gibt.
Ich glaube, wenn auch die Beamten mit in den Rententopf einzahlen würden, dass wäre nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Es gibt ca 190000 Beamte in Deutschland.
Dann kann nur das Renteneintrittsalter erhöht und/oder die Renten gekürzt werden.
Wobei das bei Menschen, welche ihr Leben lang körperlich hart gearbeitet haben, schwierig ist.
 
Es müsste eine einheitliche Rentenkasse geben.
Und eine einheitliche Krankenkasse.

Die SPD wollte das ja aber die FDP war dagegen.

Edit: Die Rente wollte die SPD (noch) nicht vereinheitlichen.

Aber Krankenkassen und Sozialleistungen wie Grundsicherung und Arbeitslosengeld als Bürgergeld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nehm mal noch die 3,9Millionen Selbstständigen dazu dann ist da durchaus noch Luft. Oder Ärzte sind z.B. im Moment auch getrennt in der Ärzteversorgung.
Das ist komplett untertrieben so ziemlich alle "niedergelassenen Akademikerberufe" haben ein sogenanntes Versorgungswerk wo sie einzahlen und nicht in die normale Rentenversicherung.
Ich weiss sicher das es eins für Anwälte, Architekten gibt, ich glaube die Psychologen und Psychiater sind bei den Ärzten, es wird noch eine Reihe andere geben.
Apotheker, Notare, Steuerberater etc. zahlen alle nicht in die Rentenversicherung!

PS:
Nach meiner persönlichen Erfahrung ist das mit den Versorgungswerken in der "normalen Bevölkerung" so gut wie unbekannt, 70-80% wissen gar nicht das es die gibt und die angesprochenen Berufsgruppen eben nicht in die Rentenversicherung zahlen!
Und eine einheitliche Krankenkasse.
Ich sage nicht das ich dagegen bin, aber bei einer einzigen Krankenkasse bekommen ich auch etwas Angst über die Folgen, weil die Politik hätte darauf exklusiv Zugriff und kann damit "machen was sie will".
Denke nochmal an die Zeiten der Post/Telekom, und wie teuer telefonieren war, ohne jegliche Konkurrenz!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sage nicht das ich dagegen bin, aber bei einer einzigen Krankenkasse bekommen ich auch etwas Angst über die Folgen, weil die Politik hätte darauf exklusiv Zugriff und kann damit "machen was sie will".
Denke nochmal an die Zeiten der Post/Telekom, und wie teuer telefonieren war, ohne jegliche Konkurrenz!
Ich meinte das System. Es soll ja weiterhin gesetzliche Krankenkassen geben so wie ich das verstanden habe.
Dann gibt es untereinander Wettbewerb.
 
Rente ist einfach.

1. alle zahlen in eine Kasse
2. Entfall der Beitragsbemessungsgrenze
3. Es gibt eine Grundrente und eine Maximalrente, die nicht höher als die dreifache Grundrente sein darf

Dafür stellt man komplett auf eine steuerfinanzierte Lösung um und die Beiträge werden zum Rentenzuschlag und als Steuer betrachtet.
 
Am Umlageverfahren festzuhalten ist die falsche Variante
Man muss irgendwo ein Cut machen und auf Fond-Renten umstellen
Problem ist dann bloß die Restfinanzierung der nach Umlageverfahren zu zahlenden Renten, wofür ich eine Einbindung der Beamten mit Niveauabsenkung für diese und eine Mehrwertsteuererhöhung auf 25% vorschlagen würde.

Den Cut würde ich aktuell bei Leuten ziehen die noch 30 Jahre bis zur Rente haben also 37 sind.
Nach meiner Berechnung mit dt. Durchschnittslohn von 4232 Euro, Annahme von 2000 Euro Rente (was ca. 74% vom letzten Netto wären) und Annahme von 30 Auszahlungsjahren,
Dafür wären 720.000 Euro zum Renteneintritt nötig

Das würde bedeuten der Durschnittsverdiener der heute ca. 800 Euro (400AG, 400AN) in die Rentenkasse einzahlt müsste bei:
- 30 Jahren ca. 650 Euro in eine Fondrente einzahlen
- 35 Jahren ca. 450 Euro
- 40 Jahren ca. 330 Euro
- 45 Jahren ca. 240 Euro
Wenn man also genug Zeit hat und die 75% Niveau annimmt dann würde das für viele funktionieren auch in zur Zeit unter dem Durchschnitt liegende einkommen.

Berechnung hab ich mit folgendem Rechner durchgeführt:
 
Wenn ich mir die Pension meine Schwiegermutter ansehe (selber war sie Realschullehrerin und bekommt als Witwe einen Teil von ihrem Professorengatten), dann liegt die im Monat bei deutlich über 3.000 €! Dazu dann privat versichert mit jeder Menge Zulagen durch die Beihilfe. Da kann man keinem normal sterblichen glaubhaft erklären.
 
Wenn ich mir die Pension meine Schwiegermutter ansehe (selber war sie Realschullehrerin und bekommt als Witwe einen Teil von ihrem Professorengatten), dann liegt die im Monat bei deutlich über 3.000 €! Dazu dann privat versichert mit jeder Menge Zulagen durch die Beihilfe. Da kann man keinem normal sterblichen glaubhaft erklären.
Lehrer sind allerdings auch der absolute Extremfall. Dort ist die Bezahlung ungewöhnlich gut für den Öffentlichen Dienst und die wird durch die starke Pension nur noch attraktiver.

Ein Großteil der Beamten ist aber im mittleren Dienst unterwegs. Dort sieht die Bezahlung maximal so aus:
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Davon geht dann aber noch die Selbstbeteiligung der privaten Krankenversicherung ab und das ist die höchste Entgeltgruppe im mittleren Dienst. Der Einstieg ist noch mal niedriger. Da sieht dann die Pension auf einmal gar nicht mehr so üppig aus. Wenn dort dann auch nur eine normale Rente gezahlt wird rennen die doch alle weg, weil für die gleiche Stelle in der freien Wirtschaft deutlich mehr gezahlt wird.

Das heißt nicht dass ich pro Beamtentum bin, man sollte das Ganze nur auch im passenden Kontext betrachten und sich nicht die Rosinen rauspicken.
 
Am Umlageverfahren festzuhalten ist die falsche Variante
Man muss irgendwo ein Cut machen und auf Fond-Renten umstellen
Problem ist dann bloß die Restfinanzierung der nach Umlageverfahren zu zahlenden Renten, wofür ich eine Einbindung der Beamten mit Niveauabsenkung für diese und eine Mehrwertsteuererhöhung auf 25% vorschlagen würde.

Den Cut würde ich aktuell bei Leuten ziehen die noch 30 Jahre bis zur Rente haben also 37 sind.
Nach meiner Berechnung mit dt. Durchschnittslohn von 4232 Euro, Annahme von 2000 Euro Rente (was ca. 74% vom letzten Netto wären) und Annahme von 30 Auszahlungsjahren,
Dafür wären 720.000 Euro zum Renteneintritt nötig

Das würde bedeuten der Durschnittsverdiener der heute ca. 800 Euro (400AG, 400AN) in die Rentenkasse einzahlt müsste bei:
- 30 Jahren ca. 650 Euro in eine Fondrente einzahlen
- 35 Jahren ca. 450 Euro
- 40 Jahren ca. 330 Euro
- 45 Jahren ca. 240 Euro
Wenn man also genug Zeit hat und die 75% Niveau annimmt dann würde das für viele funktionieren auch in zur Zeit unter dem Durchschnitt liegende einkommen.

Berechnung hab ich mit folgendem Rechner durchgeführt:
Kann man so machen, sollte aber auch die Effekte beachten, die das auf die Wirtschaft und Löhne hat.
Gerade in diesem Thread wurde ja schon häufiger angemahnt, das man die Steuern insbesondere für Unternehmen anheben sollte.
Viele wollen ja so eine Art Deutschland AG wieder haben, die ja Ende der 1990er "aufgelöst wurde", damit kam der Zwang zu ganz anderen Eigenkapitalrenditen in Deutschland, als die Liberalisierung eintrat.
Nun es gibt ja die "Wortargumente" Black Rock als Anleger oder Heuschrecken oder anders ausgedrückt private equity.
Die Angleichung unserer DE Wirtschaft oder die der EU nach angelsächsischen Vorbild, die so viele verschmähen, hatte ja ganz konkrete Gründe, die man auch schlecht aufhalten kann, obwohl es ja unzählige Leute gibt, die mit dem Worten Neoliberalismus meinen damit ist alles geklärt.
Das ist es eben nicht, denn das Anlagekapital das diesen "Druck" auf die Wirtschaft und die einzelnen Unternehmen ausübt kommt zwar auch von reichen Investoren, aber zum Großteil von den US Rentenfonds mit Billionen an Anlagedollars der normal arbeitenden US Bürger, die daraus ihre Rente generieren, weil es dort kein Umlagesystem gibt.
Stellt also DE auf ähnliches um, sind weitere Billionen an Euros im Umlauf die angelegt werden wollen und müssen und gleichzeitig dabei Rendite erwirtschaften sollen und müssen, damit der normal arbeitende deutsche Bürger daraus später seine Rente erhält.
Jeder der 2 + 2 rechnen kann, kann sich dann ungefähr vorstellen was Billionen zusätzlicher Euros auf dem Anlagemarkt an zusätzlichen Druck auf Unternehmen ausüben werden, um ihre Eigenkapitalrendite zu steigern und wie das in der Regel gemacht wird, nämlich Steuern zu sparen oder zu umgehen und bei den Löhnen zu geizen.
Hat das schon mal Jemand bedacht?
 
Der Vergleich ist an der Stelle auch nicht so ganz fair. Im Beamtentum fallen sämtliche geringfügig Beschäftigte und ähnliches Weg. Der Löwenanteil dürfte Vollzeitbeschäftigt sein. Das verzehrt den Wert ein gutes Stück.

Dazu dürfte das Durchschnittsgehalt bei den Beamten auch noch höher sein als bei den Arbeitnehmern.

Also, ja das gehört alles reformiert und so wie es jetzt gelöst ist ist es kompletter Bullshit, aber man sollte die Zahlen schon im richtigen Kontext betrachten.

Edit: Dazu kommen doch noch Betriebsrenten. In Bayern gibt es für den öffentlichen Dienst z.B. die BVK. Da zahlt der Arbeitgeber dann zusätzlich zu deinem Gehalt noch 3,75% von deinem Bruttojahresgehalt ein. Du musst das dann nur als Geldwerten Vorteil versteuern. Das reicht, wenn man dauerhaft da bleibt, im Zweifel durchaus aus um die Lücke zu schließen. Mir ist aber natürlich auch klar dass das nicht der Standard ist.
 
Davon geht dann aber noch die Selbstbeteiligung der privaten Krankenversicherung ab und das ist die höchste Entgeltgruppe im mittleren Dienst. Der Einstieg ist noch mal niedriger. Da sieht dann die Pension auf einmal gar nicht mehr so üppig aus. Wenn dort dann auch nur eine normale Rente gezahlt wird rennen die doch alle weg, weil für die gleiche Stelle in der freien Wirtschaft deutlich mehr gezahlt wird.

Das heißt nicht dass ich pro Beamtentum bin, man sollte das Ganze nur auch im passenden Kontext betrachten und sich nicht die Rosinen rauspicken.
D'accord!
ABER
Es gibt für alle Beamten eine ganze Reihe von Vergünstigungen in der freihen Wirtschaft beim "Konsum".
Ob das die Höhe von Versicherungsbeiträgen alle Art und Versicherungen sind, besondere Leasing und Finanzierungsangebote beim PKW kauf und andere Dinge, mit denen Beamte speziell umworben werden von der "heimischen" Wirtschaft!. Das läppert sich dann auch auf das Jahr, wenn du bei deinen Versicherungsbeiträgen und z.B. bei einer PKW Finanzierung gegenüber dem Normalo Bürger auf das Jahr mehrere hundert Euros sparen kannst.
Ganz abgesehen davon, wenn du verbeamtet bist ohne Widerruf und du willst z.B. eine Immobilie finanzieren oder neu bauen, dir mehr oder minder sofort der Rote Teppich bei der Bank ausgerollt wird.
 
Ganz abgesehen davon, wenn du verbeamtet bist ohne Widerruf uznd du willst z.B. eine Immobilie finanzieren oder neu bauen, dir mehr oder minder sofort der Rote Teppich bei der Bank ausgerollt wird.
Ja. Dank meiner Frau 0,3 % weniger Zinsen. Da sind einige Zehntausend Euro am Ende. Und die ist noch nicht mal verbeamtet.
 
Es gibt für alle Beamten eine ganze Reihe von Vergünstigungen in der freihen Wirtschaft beim "Konsum".
Das war früher mal so. Heute ist das bei weitem nicht mehr so extrem. Klar die private Krankenversicherung ist durch den Zuschuss sehr günstig, muss sie aber auch, aber ansonsten sieht es recht dünn aus. Zumal die normal im öffentlichen Dienst Beschäftigen abgesehen von der PKV dieselben "Vorteile" haben.
Bei meiner Frau hier in der Kommune in SH schon. Sie wechselt gerade in ein Landesunternehmen. Da ist das auch normal.
Ich meine jetzt auf alle Beschäftigten gesehen.

Edit: Aber klar, es gibt Vorteile und wenn man die nutzen kann ist es natürlich nützlich.
Edit2: Ein weiterer großer Vorteil für Beamten sind tatsächlich die sehr üppigen Kinderzuschläge. Da kann weder der öffentliche Dienst noch die private Wirtschaft auch nur im Ansatz mithalten.
 
Das war früher mal so. Heute ist das bei weitem nicht mehr so extrem. Klar die private Krankenversicherung ist durch den Zuschuss sehr günstig, muss sie aber auch, aber ansonsten sieht es recht dünn aus. Zumal die normal im öffentlichen Dienst Beschäftigen abgesehen von der PKV dieselben "Vorteile" haben.
Ich weiss totsicher, das z:B. Audi vor 4-5 Jahren eine spezielle Finanzierung für den Q5 im Program hatte, da war der Beamte bei 1% oder niedriger!
Und auch bei allen Arten von Versicherungen gibt es immer noch bei vielen "Beamtentarife".
 
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