Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ähm man könnte mal vom hohen Ross heruntersteigen und sich informieren, um dann zu wissen, das man in einem der bestentwickelsten Länder der Welt lebt!

Ja, weil jeder der Mathematik kann, das in 5min ausrechnen kann.
Geld generiert sich nicht von alleine, seit 1989 ist die durchschnittliche Lebenserwartung von Männer und Frauen fast um 8 Jahre gestiegen und in DE gab es die Baby Boomer. Dass das kein Mensch ohne Veränderungen/Flexibilisierungen bezahlen kann liegt für jeden Normalbegabten auf der Hand.
Wir leben immer länger und arbeiten immer kürzer, wollen aber den gleichen Lebensstandard über die ganze Zeit behalten, finde den Fehler!

Dann kann ich dir auch nicht helfen, denn ich habe die DDR live gesehen, mehrmals und auch über Wochen dort gelebt, der Schritt der Ostbundesländer jetzt auf Fastniveau der Altbundesländer in Form von sozialer Absicherung, Wohlstand, Infrastruktur etc. als "Hoffnungslosigkeit" zu beschreiben ist mehr als dreist!
Wenn die Menschen so bescheuert sind zu glauben, ist gibt immer mehr Wachstum und Wohlstand, aber auch gleichzeitig weniger CO2/Klimavorsorge und kürzere Arbeitszeiten, leben sie in einer Fantasiewelt, oder erliegen den Rattenfänger von rechts- und links-außen die Ihnen genau das suggerieren wollen.
Jeder der mal gründlich nachdenkt, wird zu der Erkenntnis kommen, das wir mit dem Status Quo, sprich halten unseres derzeitigen Wohlstandes und der FDGO noch bestens bedient sind, bis es Technik eventuell wieder erlaubt stärker zu wachsen, ohne dabei komplett die Umwelt zu ruinieren!

Von deiner Geschichte und Erziehung her kann man sicher auf solche Schlußfolgerungen kommen, aber sie sind deshalb weder logisch, noch gesetzmäßig.

Sicher sind wir ein hoch entwickeltes Land, was aber nicht bedeutet das es der Mehrheit der Menschen gut geht.
Klar, im Vergleich mit Indien und Afrika, sicher, nur istxdas dein Argument?

Richtig ist auch das sich Geld nicht von alleine generiert und darauf weise ich immer wieder hin. Wo kommt das Geld her was über Aktien, Zinsen, Dividenden verdient und generiert wird ? Bei welchen Einnahmequellen ist die Steuerlast am höchsten?
Mieten sind auch ein gutes Beispiel für die Probleme die in unserem Gesellschaftssysrem durch den freien Markt verursacht werden.
Während die Kosten für Normalos steigen und kaum mehr etwas übrig bleibt, steigen Vermögen weniger exorbitant.
Klar arbeiten heute weniger Leute, aber Arbeitsproduktivität und Wertschöpfung steigen wesentlich.
Einfach gesagt, produziert heute ein Arbeiter das vielfache der früheren Produkte, aber jeder Gewinn an Effizenz, höhere Profite, wird durch die Gesellschaft getragen.
Einsparungen an Arbeitskräften, bringt eben weniger Einzahler in Sozialsysteme und damit geringere Leistungen und höhere Beiträge für die arbeitenden.
Zusätzliche Kosten für das Sozialsystem kommen oben drauf. Bürgergeld, Mietzuschüsse usw.

Du hast die DDR "gesehen"?
Viele behaupten das. Ihr Wissen war so groß, das uns Freunde aus dem Taunus 88 ein Paket mit Mehl,Zucker, Öl und Kaffee schickten...
Ich hatte als Mauerer mit Kellnerfreundin rund 2500Mark plus 1000 Schwarzarbeit zur Verfügung, bei Miete von 90Mark.
Dafür kostete der Farbfernseher 4500 Mark.
Stelle dir heutige politische Unzufriedenheit, ohne soziale Probleme vor. Stelle dir vor das du dich vor dem Reichstag nicht hinstellen kannst um zu brüllen das Scholz doof ist, aber deinen Chef von der Baustelle jagen kannst, ohne deinen Job und dein Einkommen zu verlieren.
Zu Behaupten das im Osten die soziale Absicherung schlechter war, naja, dein Standpunkt.
Beispiele?

Wenn du mal gründlich nachdenkst, sollte dir die ungerechte Verteilung des Wohlstandes auffallen?
Da muß die Bundesregierung ansetzten.
 
Von deiner Geschichte und Erziehung her kann man sicher auf solche Schlußfolgerungen kommen, aber sie sind deshalb weder logisch, noch gesetzmäßig.
Logisch ist es auf alle Fälle, wenn man die Historie nimmt eher auch gesetzmäßig!
Sicher sind wir ein hoch entwickeltes Land, was aber nicht bedeutet das es der Mehrheit der Menschen gut geht.
Klar, im Vergleich mit Indien und Afrika, sicher, nur istxdas dein Argument?
Bitte? Ich rede von jedem anderen hochentwickelten Staat auf dieser Welt, DE muss sich nirgends verstecken.

Richtig ist auch das sich Geld nicht von alleine generiert und darauf weise ich immer wieder hin. Wo kommt das Geld her was über Aktien, Zinsen, Dividenden verdient und generiert wird ? Bei welchen Einnahmequellen ist die Steuerlast am höchsten?
Mieten sind auch ein gutes Beispiel für die Probleme die in unserem Gesellschaftssysrem durch den freien Markt verursacht werden.
Während die Kosten für Normalos steigen und kaum mehr etwas übrig bleibt, steigen Vermögen weniger exorbitant.
Klar arbeiten heute weniger Leute, aber Arbeitsproduktivität und Wertschöpfung steigen wesentlich.
Einfach gesagt, produziert heute ein Arbeiter das vielfache der früheren Produkte, aber jeder Gewinn an Effizenz, höhere Profite, wird durch die Gesellschaft getragen.
Einsparungen an Arbeitskräften, bringt eben weniger Einzahler in Sozialsysteme und damit geringere Leistungen und höhere Beiträge für die arbeitenden.
Zusätzliche Kosten für das Sozialsystem kommen oben drauf. Bürgergeld, Mietzuschüsse usw.
Ich hatte als Mauerer mit Kellnerfreundin rund 2500Mark plus 1000 Schwarzarbeit zur Verfügung, bei Miete von 90Mark.
Dafür kostete der Farbfernseher 4500 Mark.
Stelle dir heutige politische Unzufriedenheit, ohne soziale Probleme vor. Stelle dir vor das du dich vor dem Reichstag nicht hinstellen kannst um zu brüllen das Scholz doof ist, aber deinen Chef von der Baustelle jagen kannst, ohne deinen Job und dein Einkommen zu verlieren.
Ich finde es erstaunlich (diplonatisch ausgedrückt) dass das nach 30 Jahren immer noch nicht kapiert wurde!

Das Umverteilen und Subventionieren funktioniert nicht, wie man live und in Farbe gesehen hat. ein Fernseher, Radio, Auto-> Luxusgüter die eine einmalige Investition alle ~ 10 Jahre sind, können nicht auf Dauer Mieten, Lebensmittel etc. subventionieren, sondern vielleicht für 3 Jahre, die restlichen 7 Jahre zahlt der Staat drauf!

Die DDR war spätesten mit dem ersten Kredit von Strauß aus der BRD 1979/1980 Pleite, die restlichen 10 Jahre, waren nur noch, den rapiden Untergang verwalten. Selbst wenn wir Stasi, Grenzschutz(Mauer und Teile der Rüstung rausrechnen, wären gerade genug Investitionen in den wirtschaflichen Maschinenpark und Knowhow dagewesen, um mit dem Westen mitzuhalten (Wertschöpfungssteigerungen), die komplette restliche DDR wurde auf Verschleiß gefahren. Sprich die Pleite wäre 10 Jahre später gekommen.
Deine ach so tolle DDR Soziale Sicherheit und Subvention von Miete und Lebensmittel etc. war der finanzielle Untergang des Staates DDR. Also eine wirklich "nachaltige" Soziale Sicherung!

Die BRD hat mit ihrer privatwirtschaftlichen Kraft und Sozialen Marktwirtschaft so viel Wertschöpfung generiert, dass die Unternehmen genügend Geld für Investitionen hatten, die Arbeiter und Arbeitnehmer Wohlstand entwickeln konnten und der Staat durch Steuern und Sozialabgaben, die Infrastruktur Instand halten und modernisieren konnten, Investitionen leisten konnte als auch Krankenwesen und Bildung und dazu noch Rüstung.

Dazu kam das die DDR von Anfang an eine Mangelwirtschaft war, sprich die Nachfrage auch normaler Güter war immer Höher als das Angebot.

Zu Behaupten das im Osten die soziale Absicherung schlechter war, naja, dein Standpunkt.
Beispiele?
Gesundheit, Umwelt, Soziale Sicherung auf Pump etc etc. Ihr habt immer noch nicht begriffen, dass das was ihr in eurer Verklärung als Soziale Sicherheit definiert, direkt in den finanziellen Untergang geführt hat.
Du hast die DDR "gesehen"?
Viele behaupten das. Ihr Wissen war so groß, das uns Freunde aus dem Taunus 88 ein Paket mit Mehl,Zucker, Öl und Kaffee schickten...
Also ich weiss zu 100% das echter Bohnenkaffee bei allen äußerst beliebt war (weil wesentlich mehr Nachfrage als Angebot), wahrscheinlich für dich als "privilegierter" Maurer, der unter der Hand mit Material und Schwarzarbeit "dielen" konnte kein Problem, für die große Masse aber schon!

Jeder sollte sich das mal anschauen, sechs Tage Unwetter, haben den kompletten Staat DDR, 1 Minute vor Zwölf zu einer Totalkatastrophe gebracht.

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Zuletzt bearbeitet:
Du schaust zuviel Pispers. :) :)
Er hat aber einfach Recht.
Sehenswert und zum Thema passend

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Ich persönlich finde es z.B. schwierig, ob unsere Regierung moralische Ansprüche mit in die Außenpolitik bringen soll. Was interessieren mich die Lebensverhältnisse der Uiguren? Das sind innere Angelegennheiten. Das muss im Land geklärt werden, das ist nicht unsere Aufgabe. Wir handeln doch auch mit den USA. Auch bei denen stecken 1% der Bevölkerung im privat organisierten Knast und müssen da quasi ohne Bezahlzung arbeiten.Das ist ein Wirtschaftsfaktor. Da wird ein Teil des Billiglo9hnsektors hinter mauern gelegt.

Mir ist wichtig, dass wir in diesem Land dafür sorgen, dass bestimmte soziale Standards und Umgangsformen eingehaltenw erden. Was hinter den Grenzen der EU passiert ist mir ziemlich egal. Und solange Diktatoren wie Putin oder Jong-un nicht offensichtlich unsere Feinde sind, würde ich mit diesen Ländern sanktionsfrei handeln. Allerdings würde ich aufg bedtimmte Hochtechnologoe insbesondere bei Computern und Waffen durchaus Handelsbegrenzungen vorsehen.
 
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Du schaust zuviel Pispers. :) :)
Er hat aber einfach Recht.
Sehenswert
Ja ja kann man so sehen und dabei vergessen, warum es so war!
Die DDR hatte keine harte Währung insoweit musste sie sich Devisen beschaffen und hat dafür ihre Arbeitnehmer als Auftragsbilliglöhner an den Westen verkauft!
Eure "sozialistischen Bruderländer" wollten nämlich auch Devisen für Rohstoffe und keine DDR Mark!

Ich konnte 1989/1990 in ganz Europa mit der DM alles bekommen, manchmal war das schon fast unangenehm.
 
Ja ja kann man so sehen und dabei vergessen, warum es so war!
Das war ja Satire.
Die DDR hatte keine harte Währung insoweit musste sie sich Devisen beschaffen und hat dafür ihre Arbeitnehmer als Auftragsbilliglöhner an den Westen verkauft!
Hat sie und wenn du in die DDR wolltest (ich war 2x da, in den 80er) musstest du die West Mark 1:1 in Ost Mark tauschen. Hast du die Ost Mark später zu deiner Bank gebracht und wolltest sie wieder zurück tauschen, wurdest du am Schalter ausgelacht.
Das ist heute beim Rubel genauso. Die russische Währung ist international nichts wert.
Ich konnte 1989/1990 in ganz Europa mit der DM alles bekommen, manchmal war das schon fast unangenehm.
Die Deutsche Mark war ein Gütesiegel. Dem trauern Bernd Lucke und Co . nach, trotzdem finde ich den Wechsel zum Euro gut und auch das SEPA System.
 
Hat sie und wenn du in die DDR wolltest (ich war 2x da, in den 80er) musstest du die West Mark 1:1 in Ost Mark tauschen. Hast du die Ost Mark später zu deiner Bank gebracht und wolltest sie wieder zurück tauschen, wurdest du am Schalter ausgelacht.
Wir waren im kleinen Grenzverkehr ab 1977 jedes Jahr für viele Wochen drüben und besuchten die Familie. Viele vergessen, dass die DDR von den Russen ausgeplündert wurde. Während wir im Westen massive Subventionen und Handeloptionen aus den USA bekamen, weil sie neue Ansatzmärkte suchten, wurde der Osten von den Russen leergeräumt. Dazu Produktionsverbote bestimmter Produkte usw. Und nach Aussagen meines Vaters, der immer in den Westen zu dem dortigen Familienteil reisen durfte, und darum beide Seiten kannte, waren bis ca. 1953 die Regale im Osten voller.

Die Leute waren weder faul, noch dumm, aber "der Russe" hat vieles unterbunden und die Diktatur von russischen Gnaden hat als Erfüllungsgehilfe alles umgesetzt. Was passierte also? Geflohen sind vor allem Unternehmer und Akademiker. Man nennt sowas auch Braindrain und der Bodensatz blieb drüben. Und warum war das so? Weil jeder DDR-Bürger problemlos und sofort einen Pass bekam und keine Sprachprobleme hatte. Weiter gab es noch massive Sanktionen aus dem Westen, die die wirtschaftliche Situation weiter verschärften. Rechner z.B. waren im Osten kaum zu bekommen.

Es ist darum sehr einfach zu sagen, dass waren alles Versager und darum klappte nichts im Lande. Es ist eine Verkettung vieler Umstände. Warum betrieb die DDR so einen Ausverkauf? Weil sie Devisen für den schwarzen Einkauf z.B. von Rechnern brauchte. Dazu war der Überwachungsapperat, das Militär und die Mauerunterhaltung extrem teuer und nur die hat den Westen davor bewart, dass nicht alle rüber kamen. Weißst Du, was hier los gewesen wäre?

So war das eine für uns gute Symbiose. Die "Mauerbetreibungsgesellschaft" hat den Bodensatz drüben festgehalten, dort wurden sie zu minimalen Arbeitslöhnen und minimalen Umweltstandards ausgebeutet, die billigen Waren kamen zu uns, die hochwertigen sanktionierten Güter extrem teuer über Dritthändler in die Zone. Ein Traum für jeden Kapitalisten. Gewinne wurden im Westen abgeschöpft, die Kosten dafür in den Osten sozialisiert.

Heute ist das alles anders. Die Karavane kann nicht mehr weiterziehen. Es gibt kaum noch Billiglohnländer. China ist das schon langer nicht mehr, die Tigerstaaten auch nicht, mit afrikanischen Staaten haben wir es uns nachhaltig verscherzt und in Südamerika haben die rechten Diktaturen alles zerstört. Das ist so am Boden, da zieht man keine Fabriken noch. Wir haben das vor über zwanzig Jahren mal in Cordoba in Argentinien versucht. Ein Drama. Aktuell haben wir noch Bangladesh und Indien, aber Indien auch nicht mehr lange, das boomt ohne Ende.

Wir müssen jetzt selber arbeiten. Und welche sozialen Verwerfungen das bringt, sehen wir. Ein Blick in die USA zeigt die Zukunft, die auch hier drohen wird. Da könnte man gegensteuern, ich sehe aber nicht, dass unsere Regierung irgendwas in der Richtung macht. Strammer neokapitalistischer Kurs, weitere massive Aufspaltung der Gesellschaft und erste zarte Proteste, die in den nächsten Jahren, so meine Prognose, immer bestimmender werden. Als Reaktion werden Überwachung und Repressalien erweitert werden, so meine Prognose.

Wr haben kein Wachstum mehr, die Rentnerzahlen steigen und steigen und es beginnen Verteilungskämpfe. Im inneren sowie mit Rohstoffen im äußeren. Langfristige Wirtschaftsstrategien wären jetzt angesagt. Ein grober Plan und kein bedingungsloses Vertrauen in Kapitalisten.
 
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Wir waren im kleinen Grenzverkehr ab 1977 jedes Jahr für viele Wochen drüben und besuchten die Familie. Viele vergessen, dass die DDR von den Russen ausgeplündert wurde. Während wir im Westen massive Subventionen aus den USA bekamen, weil sie neue Ansätzmärkte suchten, wurde der Osten von den Russen leergeräumt. Dazu Produktionsverbote bestimmter Produkte usw.
Russland hat die DDR auch nicht aufgebaut, wie das der Westen mit Deutschland getan hatte. Dass die USA natürlich auch Interessen verfolgten, ist klar, aber ohne die Hilfen wäre Deutschland nicht so schnell wieder dabei gewesen.
Die Russen haben ausgeplündert und unterdrückt.

So war das eine gute Symbiose. Die "Mauerbetreibungsgesellschaft" hat den Bodensatz drüben festgehalten, dort wurden sie zu minimalen Arbeitslöhnen und minimalen Umweltstandards ausgebeutet, die billigen Waren kamen zu uns, die hochwertigen sanktionierten Güter extrem teuer über Dritthändler in die Zone. Ein Traum für jeden Kapitalisten. Gewinne wurden im Westen abgeschöpfte, die Kosten dafür in den Osten sozialisiert.
Eben, eine Win Win Win Situation. Pispers weiß, was er sagt.
Sogar Wagenknecht ist ein Fan von ihm.
 
Wir waren im kleinen Grenzverkehr ab 1977 jedes Jahr für viele Wochen drüben und besuchten die Familie. Viele vergessen, dass die DDR von den Russen ausgeplündert wurde.
Ja!
Während wir im Westen massive Subventionen aus den USA bekamen, weil sie neue Ansätzmärkte suchten, wurde der Osten von den Russen leergeräumt. Dazu Produktionsverbote bestimmter Produkte usw.
Das ist zum großen Teil eine Mär/Mythos.
Der Marshallplan war zum aller größten Teil Kredite und Lieferungen von Baumwolle und für DE Lebensmittel und Düngemittel. Das erste Deutsche Wirtschaftwunder kam zu 80-90% durch den Koreakrieg, weil die westdeutsche Wirtschaft sehr schnell Halbprodukte und Werkzeugmaschinen herstellen konnte-

Was auf alle Fälle richtig ist, wir wurden nach 1948 so gut wie gar nicht mehr "ausgeplündert" und bekamen (bescheidene) Hilfe, der Koreakrieg war aber der Hauptfaktor und Grundlage des westdeutschen Aufschwungs.

Die Leute waren weder faul, noch dumm, aber "der Russe" hat vieles unterbunden und die Diktatur von russischen Gnaden hat als Erfüllungsgehilfe alles umgesetzt. Was passierte also? Geflohen sind vor allem Unternehmer und Akademiker. Man nennt sowas auch Braindrain und der Bodensatz blieb drüben. Und warau war das so? Weil jeder DDR-Bürger problemlos und sofort einen Pass bekam.
Hat auch keiner behauptet und soweit auch d'accord. Es war eine Abstimmung gegen den Staat DDR mit den Füßen!
Weiter gab es noch massive Sanktionen aus dem Westen, die die wirtschaftliche Situation weiter verschärften.
Welche bitte?
Es ist darum sehr einfach zu sagen, dass waren alles Versager und darum klappte nichts im Lande. Es ist eine Verkettung vieler Umstände. Warum betrieb die DDR so einen Ausverkauf? Weil sie Devisen für den schwarzen Einkauf z.B. von Rechner brauchte. Und die Mauerunterhaltung war in der Tat extrem teuer und nur die hat den Westen davor bewart, dass nicht alle rüber kamen. Weißst Du, was hier los gewesen wäre?
Hier sagt keiner das die DDR Bevölkerung Versager waren, das System DDR und ihr wirtschaftlicher "Ansatz" hat versagt!
So war das eine gute Symbiose. Die "Mauerbetreibungsgesellschaft" hat den Bodensatz drüben festgehalten, dort wurden sie zu minimalen Arbeitslöhnen und minimalen Umweltstandards ausgebeutet, die billigen Waren kamen zu uns, die hochwertigen sanktionierten Güter extrem teuer über Dritthändler in die Zone. Ein Traum für jeden Kapitalisten. Gewinne wurden im Westen abgeschöpfte, die Kosten dafür in den Osten sozialisiert.
War alles nur möglich, weil das Wirtschaftssystem und die Währung nicht konkurrenzfähig waren, daraus ergeben sich dann solche Situationen, die waren aber vom Staat DDR und seinem "großen sozialistischen Bruder UdSSR", den unser Freund Tschetan ja als wahren Freund der Deutschen bezeichnet, absolut selbst verschuldet!
Der Westen hat wohl kaum jemand gezwungen, das so aufrecht zu erhalten oder gar so einen Ansatz zu verfolgen.

Klar war man auch Opfer, aber eben ein Großteil der Systemkonformen eben auch Täter! Und man sollte dieses System auf keinen Fall im Nachhinein verklären!
 
Klar war man auch Opfer, aber eben ein Großteil der Systemkonformen eben auch Täter! Und man sollte dieses System auf keinen Fall im Nachhinein verklären!
Und vielen war es auch egal. Ich bin damals in Leipzig gewesen. dort lebten die Verwandten und auch wenn ich damals noch ein Kind war, habe ich schon mitbekommen, dass viele sich einfach nicht für Politik interessiert haben. Meinen Verwandten ging es gut. Sie hatten ein Haus und machten 1x im Jahr Urlaub, also Ungarn und so. Natürlich würden sie auch gerne mal in die Karibik fahren aber die Ostmark wollte ja keiner.
 
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