Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Nein. Mein Bruder lebt allerdings beim Vater (geschiedene Eltern) in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich das Gehalt jedoch auf Mindestlohnniveau bewegt.
Ja, Der Verdienst ist unterm Schnitt, aber die Preise sind die gleichen wie bei uns.
Die Wohnraumpreise sind lächerlich - wenn man denn überhaupt welchen findet. Bei 1.000 Tacken nur für ein WG-Zimmer würde ich im Strahl kotzen wollen.
Hamburg halt. Ist in den letzten 10 Jahren unfassbar teuer geworden. Die 1000€ für das Zimmer sind normal, aber die Lage ist gut. Hamburg Eimsbüttel, nahe der Uni Hamburg.
Von welcher finanziellen Sicherheit redest du? Gerade die Lebensphase im jungen Alter bzw. auch der Niedriglohnsektor, dessen notgedrungene Anhänger durch Sozialleistungen gestützt werden müssen, sind so unverschämt überreguliert. Dir wird quasi gesetzlich verboten, die finanziell etwas aufbauen zu dürfen. Dazu kommen bspw. die unwürdigen Bafög-Sätze, von denen man sich mittlerweile nicht einmal mehr eine Wohnung oder gar ein WG-Zimmer finanzieren kann.
Das ist das Problem. Du brauchst einen guten Job, um Kapital aufzubauen. Dazu brauchst du aber eine gute Bildung, also Studium,. Du startest mit 25 ins Berufsleben, kriegst aber nur Zeitverträge und halbe Doktorstellen. Kapital kannst du da kaum aufbauen, geschweige eine Familie gründen. Ohne ein finanziell starkes Elternhaus ist das kaum möglich.
Wenn's dann um solche Themen in den einschlägigen Zeitschriften und Zeitungen geht, kommt immer die alte Garde mit dem Argument, dass Lehrjahre keine Herrenjahre seien, an. War die Welt damals wirklich auch schon so hart abgefuckt?
Als ich einstieg, das ist jetzt 33 Jahre her, wurde zumindest in der Industrie noch gut bezahlt. Inzwischen aber auch nicht mehr. Fachkräftemangel gibt es nur, weil keiner mehr vernünftig bezahlen will. Bevor ich also Gas, Wasser, Klimatechnik lerne und später 2000€ bekomme, kann ich auch irgendwas machen und das gleiche verdiene und dabei nicht den ganzen Tag in der Jauche sitzen.

Ich habe drei Kinder (mehr in Planung) und das ist meine Rente, so wie es auch immer schon war. Wenn man ein gesundes Familiennetz hat, in der gegenseitige Hilfe und Unterstützung ein handlungsleitender Wert sind, fällt man niemals hart.
Denkst du das klappt?
Um dich versorgen zu können, brauchen deine Kinder anständige Jobs. Dazu ist, Verzeichnung, der Name Mustafa schwerer zu vermitteln als Andreas (du weißt ja, was ich meine).
Die Freundin meiner Tochter hat einen türkischen Hintergrund (ist hier geboren, ist Deutsche, ihre Eltern sind Deutsche, aber eben türkischer Name) und hat keine Chance auf dem Ausbildungsmarkt, weil sie keiner einstellen will. Die bewirbt sich gefühlt seit 2 Jahren, hat ein soziales Jahr gemacht (weil kein Job gefunden) und arbeitet jetzt als Aushilfe. Trotz gutem Abitur.
Natürlich wünsche ich dir ein gutes, abgesichtertes Leben im Alter und deinen Kindern Glück, wenn sie erwachsen sind, aber es wird schlicht schwerer.
Ich kenne äußerst viele, die Familien gründen. Bin aber auch nicht Bio Deutsch und in unserem Kreis ist sowas normal. Aber jetzt verstehe ich, wieso ihr Deutschen unter 1,6 Kinder seid. Bei so nem Depri Mindsetting hätte ich auch kein Bock auf Kinder :fresse:
Mein Bruder hat 3 Kinder, andere aus meinem Familienkreis haben auch kinder. Familie ist schon normal, aber ich würde mich meinem Kindern auch nicht aufschwatzen wollen. Die wollen schließlich ihr Leben leben.

Was meinst du mit leisten? Ich bin sogar Alleinverdiener und kann mir Frau + drei Kinder "leisten".
Ja, Kinder sind in Deutschland das größte Armutsrisiko, gerade weil keiner weiß, was in 10 oder 15 Jahren sein wird.
Die Frage mit dem verzichten verstehe ich jedoch nicht ganz. Spaß bei Seite; Ich tue mich schwer mit der Frage, da wir auf nichts verzichten. Aber vielleicht leben wir auch nur bescheiden. Obwohl... wenn ich auf mein PC, die PS5, den OLED und meinen Audi draußen schaue, dann stimmt das wohl auch nicht so wirklich.
Na ja, jährlich Urlaub nicht auf der Terrasse. Das auto sollte auch keine 10 Jahre alt sein.
Dann eine gut ausgestattete Wohnung. Hobbys der Kinder, wie Tennis, Reiten, Musikunterricht.
Dann geht die Frau wöchentlich zum Frisör, in den Spa, Maniküre, Pediküre. Du selbst bist im Verein, spielst Darts, golfst, Kanufahren.
Die Liste kann ich endlos weiter aufzählen.
Golf ist übrigens sehr entspannend. :daumen:
Dann hast du diverse Versicherungen und extra Leistungen, wie Zahnersatz oder eigenes Zimmer im Krankenhaus.
All das kostet schnell mal 2000€ pro Monat. Dazu das Leasing der Autos, sind ebenso schnell mal 1000€.
6000-8000€ netto sollte man schon verdienen.

Nimm es mir nicht übel, aber ich höre oft das Argument "Familie kann ich mir nicht leisten" und ich kann es mit Blick auf meine Realität nicht nachvollziehen. Vielleicht hat das was mit Ansprüchen und Vorstellungen zu tun. Idk??‍♂️
Ich kanns nochmal aufzählen. ;)
Ich würde sagen, dass mich die Hobbys meiner Kinder problemlos 600€ pro Monat gekostet haben.
Dazu gute Klamotten.
Meine Frau hat ebenfalls einen guten Kleidungsgeschmack. :ugly:
Klar, man kann bei Kleidung sparen, aber wer will das wirklich?
Schicke Kleidung oder abends essen gehen ist nun mal schön, kostet aber auch.
 
Denkst du das klappt?
Um dich versorgen zu können, brauchen deine Kinder anständige Jobs. Dazu ist, Verzeichnung, der Name Mustafa schwerer zu vermitteln als Andreas (du weißt ja, was ich meine).
Ja, ich weiß natürlich was du meinst, aber ich nehme NRW dahingehend viel toleranter wahr, obwohl es das hier natürlich auch gibt. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich wirklich viele Menschen, mit muslimischen Namen, und darunter auch einige Frauen mit Kopftücher, die ihren Weg trotz aller Widrigkeiten gegangen sind, indem sie studiert haben und auch einen Job in dem Bereich gefunden haben. Da mache ich mir eher Sorgen darum, dass es nicht doch irgendwann an meinem ältesten Sohn selber liegen wird, da er etwas faul ist^^
Aber ich bin da grundsätzlich optimistisch unterwegs und, wie erwähnt, viele Migrantenkinder meiner Gen (85er Baujahr und 1./2. Gen Migration) haben es geschafft, obwohl ihre Eltern sie aus Gründen nicht wirklich vollumfänglich supporten konnten, was bei einem Vater, wie mir, der sich nahezu den gesamten Bildungsweg (von Hauptschule zum Abitur und Studium) hochgestruggelt hat, bei seinen Kindern nicht der Fall sein wird.
Familie ist schon normal, aber ich würde mich meinem Kindern auch nicht aufschwatzen wollen. Die wollen schließlich ihr Leben leben.
Meine Frau sagt das auch immer und würde ich auch nicht wollen und ich hoffe auch nicht, dass ich je auf ihre Hilfe angewiesen sein werde. Nichtsdestotrotz gibt mir das persönlich die Sicherheit, da ich Unterstützung der Älteren in unseren Familien als normal wahrnehme, also etwas wonach nicht gefragt werden muss, da es selbstverständlich ist den Eltern im Alter zurückzugeben.
Aus Stolz würde ich auch nie verlangen.
Ich mache mir dahingend aber auch keine Sorgen.
Ja, Kinder sind in Deutschland das größte Armutsrisiko, gerade weil keiner weiß, was in 10 oder 15 Jahren sein wird.
Das wusste man noch nie und das ist auch irgendwie paradox, dass Menschen in einem, der reichsten Ländern der Welt sich Sorgen um Armut machen, während in viel ärmeren Ländern deutlich mehr Kinder gezeugt werden und diese trotzdem nicht am Hungertuch nagen.
Ich glaube, dass das Problem hier vielmehr im Kopf, als in der Realität sitzt. Stichwort: Existenzängste.
Na ja, jährlich Urlaub nicht auf der Terrasse. Das auto sollte auch keine 10 Jahre alt sein.
Dann eine gut ausgestattete Wohnung.
Hobbys der Kinder, wie Tennis, Reiten, Musikunterricht.
Dann geht die Frau wöchentlich zum Frisör, in den Spa, Maniküre, Pediküre. Du selbst bist im Verein, spielst Darts, golfst, Kanufahren.
Die Liste kann ich endlos weiter aufzählen.
Golf ist übrigens sehr entspannend. :daumen:
Dann hast du diverse Versicherungen und extra Leistungen, wie Zahnersatz oder eigenes Zimmer im Krankenhaus.
All das kostet schnell mal 2000€ pro Monat. Dazu das Leasing der Autos, sind ebenso schnell mal 1000€.
6000-8000€ netto sollte man schon verdienen.
Teilweise gehe ich da mit und teilweise finde ich, dass das mMn sehr (Luxus-)Ansprüche sind und klar, wenn 6-8k € netto für eine Familie ein Muss sind, dann auf wiedersehen!
Dann scheine ich und mein Umfeld tatsächlich doch eher bescheiden im Lebensstil zu sein und trotzdem leben wir angenehm.
Ich kanns nochmal aufzählen. ;)
ne, schon gut :haha:
Ich würde sagen, dass mich die Hobbys meiner Kinder problemlos 600€ pro Monat gekostet haben.
Gut, meine Kids sind noch klein und für die zwei Vereine, die sie aufsuchen zahle ich nicht so viel.
Meine Frau hat ebenfalls einen guten Kleidungsgeschmack. :ugly:
Gott sei Dank ist meine Frau die sparsamere Person von uns beiden^^ sodass ich mehr Geld in Technik und Klamotten ausgeben kann ?
Klar, man kann bei Kleidung sparen, aber wer will das wirklich?
Schicke Kleidung oder abends essen gehen ist nun mal schön, kostet aber auch.
Ja, und das kriegt man noch hin mit einem Sozialarbeiter-Gehalt ;)
 
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Es gab gute Gründe warum man Kinder nicht mehr als Altersvorsorge einplante. Realistisch braucht man 3-5 Kinder dafür, da diese ja später auch eine Familie haben und damit 2 Elternpaare zu versorgen sind. Über die Generationen sorgt das für einen massives Bevölkerungswachstum, was am Ende zwangsläufig zu Arbeitslosigkeit führt und damit dazu, dass das System kollabiert.
 
Okay, da hatten wir tatsächlich Glück gehabt, ist nämlich nicht mal eine Wohnung, sondern ein Haus zur Miete mit Garten und definitiv ausreichend Platz für uns. Aber hatten vor paar Jahren auch anstrengendere Zeiten in kleinerer Wohnung, da waren wir aber auch "nur" zu viert.

Nimm es mir nicht übel, aber ich höre oft das Argument "Familie kann ich mir nicht leisten" und ich kann es mit Blick auf meine Realität nicht nachvollziehen. Vielleicht hat das was mit Ansprüchen und Vorstellungen zu tun. Idk??‍♂️
Ehrlicherweise bist du sehr, sehr günstig dabei mit einem Haus mit Garten für einen tausender. :ugly: Ich persönlich wäre schon froh über eine brauchbare Wohnung in einer nicht ganz bescheidenen Lage mit halbwegs guter Verkehrsanbindung, damit ich mit dem ÖPNV nicht mehr als 2h pro Tag pendeln muss. Dazu vielleicht genug finanzielle Reserven, die es mir erlauben, alle 1 oder 2 Jahre einmal richtig Urlaub machen und evtl. auch eine Familie aufbauen zu können. Ich glaube nicht, dass meine Ansprüche allzu hoch sind. :ugly:
 
Ist das hier der anonyme Depressive Thread?

Vielleicht solltet ihr weniger Nachrichten schauen. Jetzt mal im Ernst. Ich kenne Menschen, die fast schon eine Angststörung bekommen haben, durch diese ganzen Negativ Nachrichten, die natürlich bewusst forciert werden. Denen ging es wesentlich besser, nachdem sie aufgehört haben Nachrichten zu schauen und sich auf das wesentliche konzentriert haben, nämlich auf das Leben, dass man gerade im hier und jetzt lebt.

Dieser Pessimismus hier ist auf jeden Fall schon ziemlich deprimierend, und nicht lange gesund für die Psyche.

Daher: Bisschen mehr Hoffnung für die Menschen und die Welt würde uns allen gut tun!
Vor der Realität die Augen zu verschließen, nur weil es einen (noch) relativ gut geht, ist aber auch nicht der richtige Weg. Es passiert viel Sch**sse auf der Welt und die Zukunft wird halt ungemütlich.
 
Fragst Du das wirklich? Guck doch mal warum man überhaupt eine staatliche Rente einführte und wie sich mit dem Sozialsystem die Lebenserwartungen änderten. https://pro-heraldica.de/wissenswertes/lebenserwartung/
Sorry, vielleicht ist mein Leseverständnis so früh am Morgen noch am schlafen, aber aus der Quelle geht für mich nicht hervor, was deine Aussage bekräftigt.
Vor der Realität die Augen zu verschließen, nur weil es einen (noch) relativ gut geht, ist aber auch nicht der richtige Weg. Es passiert viel Sch**sse auf der Welt und die Zukunft wird halt ungemütlich.
Okay, aber was habe ich davon mich damit stets auseinanderzusetzen? Und was ist deiner Meinung nach der "richtige Weg"? Was macht ihn richtig?
Ich für meinen Teil sehe, dass dieser stete negative Informationsfluss deprimiert, pessimistisch macht und Ängste schürt. Ich werde irgendwann sterben und meine Kinder auch. Das ist der Lauf des Lebens. Mir ist es wichtig diese temporäre Zeit daher mit Qualität zu füllen und nicht mit Sorgen, Ängsten und Pessimismus.
Ich werde das vermutlich auch nicht mehr erleben.
Aber mein Sohn und vielleicht die Enkel. Falls es irgendwann mal Enkelkinder gibt.
Auch hier wieder: Welchen Sinn hat es mir den Kopf zu zermatern mit etwaigen Problemen, die sie betreffen werden, und die ich jetzt hier nicht lösen kann?
Das Gehirn mit unlösbaren Dingen zu beschäftigen ist nicht gesund für die Psyche.
 
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Auch hier wieder: Welchen Sinn hat es mir den Kopf zu zermatern mit etwaigen Problemen, die sie betreffen werden, und die ich jetzt hier nicht lösen kann?
Das Gehirn mit unlösbaren Dingen zu beschäftigen ist nicht gesund für die Psyche.
Unlösbar sind die Probleme nicht. Man kann zumindest die Folgen für die Zukunft abmildern.
Wenn sich alle anstrengen.
Ansonsten ist dass das Motto "Und nach mir die Sintflut".
Wir stellen die Weichen für die Zukunft.
 
Das ist nicht meine Haltung und auch nicht mein angebrachter Punkt hier.
Ich lebe in vielen Hinsichten bewusst und fertig. Darüber hinaus muss ich mir nicht täglich das ganze Leid der Welt geben. Glaub mir, dass das ungesund ist.
Ich beschäftige mich ja auch nicht den ganzen Tag mit negativen Dingen. ;)
Aber man kann sie hier ja im Politikforum ansprechen.
 
Sorry, vielleicht ist mein Leseverständnis so früh am Morgen noch am schlafen, aber aus der Quelle geht für mich nicht hervor, was deine Aussage bekräftigt.
Natürlich, die Quelle zeigt auch nur die Lebenserwartung. Ich werde Dir auch keine Quelle raus suchen, weil es einfach sinnvoll ist, dass Du Dich mal selbst informierst wie so die Lebensbedingungen der Arbeitenden vor Einführung der Sozialsysteme war.
 
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