Nicht nach meinem Verständnis, bzw. nach dem, was demnächst passieren wird. Ein Blick in die Zukunft....
Alle meckern ja, dass Flüchtlinge, bzw. Asylanten (ein blödes Wort, gibt es was Besseres?) nicht arbeiten dürfen.
Ergo wird die Union, wenn sie ab 2025 wieder ins Kanzleramt einziehen wird (

), dafür sorgen, dass die eben genannten Personengruppen arbeiten dürfen, bzw. müssen, um Unterstützung zu bekommen. Dafür wird der Mindestlohn für diese Gruppeausgesetzt. So hast du wieder Menschen, die eine billige Arbeitskraft sind, keine Arbeit ablehnen können ,weil sie sonst abgeschoben werden und dafür sorgen, dass es wieder Menschen gibt, die in Deutschland für 5€ die Stunde arbeiten.
Die Jobs fallen in der Tat nicht weg, aber sie werden nun von Menschen erledigt, für die der Mindestlohn nicht gelten wird.
Hab ich erwähnt, dass die Grünen als Koalitionspartner dem zugestimmt haben?
Verstehe nicht, was das mit dem zuvor gesagten zu tun hat. Und mit der Zukunft hat es auch eher wenig gemeinsam - eine Arbeitserlaubnis für Asylbewerber (k.A. wie der aktuelle politisch korrekte Ausdruck ist. Der wechselt ungefähr halb so häufig wie der für N-Bewortete und ich habe bei beiden aufgegeben, auf dem Laufenden bleiben zu wollen. Wer verstanden werden will, soll einen Möglichkeit finden, sich verständlich auszudrücken.) wäre eine massiver Migrationsanreiz und ich wüsste nicht, dass die Union sowas jemals angestrebt hat. Ist im Gegenteil eher eine Grüne Förderung (wenn auch ohne Mindestlohnausnahme. Aber man kann als Kompromiss ja einfach eine irreguläres Arbeitsverhältnis wie 1-€-Jobs oder Studentenpraktika draus machen und schon gilt der Mindestlohne nicht mehr.)
Das Problem ist, dass du für eine Änderung der Sozialpolitik in Deutschland keine Mehrheit im Bundestag hast, obwohl das vermutlich mindestens 50% der Bevölkerung betrifft.
Perfekte Lobbyarbeit, würde ich mal sagen.
Tjo. Demokratie sorgt halt nicht dafür, dass ein Volk die Regierung kommt, die es braucht, sondern die, die es verdient.
Ich weiß nicht, ob die Ausbildung in der Ukraine schlechter ist als bei uns, jedenfalls hatte ich länger mit ihr sprechen können und sie war spürbar unterfordert. Sie erzählte, was man in der Ukraine alles machte, mit welchen Mitteln man arbeitete und dass die Digitalisierung in Deutschland eher nach Dritte Welt aussieht,
Ich hab mir jedenfalls keine Sogen um mein Leben gemacht.
Das "nicht wissen" ist das Problem. Viele Ausbildungen weltweit sind durchaus gut, aber sie sind halt nicht identisch. Möglich, dass die ukrainische Krankenschwestern in einigen Punkten 120% dessen kann, was deutsche beherrschen. Genau wie der Palästinenser einen echten Vorteil bei der Planung von Moscheen hätte. Aber es kann auch sein, dass es irgendwo einen Punkt gibt, an dem die Ukraine nur 80% von dem lehrt, was Deutschland einer Krankenschwester beibringt. Z.B. weil irgend einem bestimmte Tätigkeit, die bei uns Schwestern machen, dort von Assistenzärzten übernommen wird. Oder schlichtweg weil nicht-digitale, deutsche Dokumentation gar nicht auf dem Stundenplan steht, dieser Papierkram in Teilen aber (lebens-)wichtig für die künftige Behandlung des Patienten ist. Leider dokumentiert keine einzige Ausbildungsorganistation weltweit ihre Lehrinhalte und -methoden für ausländische Ämter. Es gibt vermutlich über 100 amtliche Krankenschwesterausbildungen weltweit und noch mal ein paar dutzend informelle sowie eine vergleichbare Gesamtzahl verwandter Berufe, die einen durchaus zur Betreuung von Kranken qualifizieren könnten. Aber für jede einzelne muss erstmal geklärt werden, wer das überhaupt Ausbildungsstandard festsetzt, dann müssen sätmliche Ausbildungsunterlagen beschafft werden, dann braucht man erst einmal einen fachspezifischen Übersetzer dafür, dann muss das komplett durchgearbeitet und ausgewertet werden und dann ggf. noch mal getrennt betrachtet, wie es dann in der Praxis auch umgesetzt wird. Erst nach dieser Endlosarbeit kann man beurteilen, was ein Absolvent dieser Ausbildung normalerweise kann und dies dann mit dem vergleichen, was sein deutsches Gegenstück können sollte.
Am Ende steht dann vielleicht ein Nachlernaufwand von 2-3 SWS, der berufsbegleitend gemacht werden kann, aber das weiß man halt erst hinterher. Und wenn nicht gerade eine große Welle qualifizierter Personen aus einem Herkunftsland ansteht, ist es oft effizienter, ein paar Einzelfälle eine beschleunigte deutsche Ausbildung nachmachen zu lassen. Ich weiß nicht, wie das in den medizinischen Berufen ist, aber bei ingenieurstechnischen geht es fachlich z.B. oft nur um Details, aber es fehlt logischerweise die komplette deutsche Rechtsordnung - ein XY muss nicht nur so gebaut werden, dass es funktioniert und stehen bleibt, sondern gemäß deutscher Vorschriften. Abgesehen davon, dass die für frisch eingetroffene Fremdsprachler eine noch größere Herausforderung sind, als für einheimische, werden sie in der regulären Ausbildung nicht immer als Block gelehrt, sondern (wenn sich mal jemand ein didaktisch sinnvolles Konstrukt überlegt hat) mit den zugehörigen Themen verblockt - wenn man einem Auszubildenden erklärt, warum und wie er etwas macht und dann gleich noch dran hängt, welche zu beachtenden Vorschriften er dabei einhalten muss durch die gezeigte Vorgehensweise auch einhält, dann ist das viel eingänglicher als wenn Theorie, Praxis und Rechtslage mit einem Jahr Abstand folgen. Problem: Wenn es das rechtliche nur verteilt in der Ausbildung gibt, kann jemand, der die Praxis schon in Syrien gelehrt hat, nicht nur ein Halbjahr Rechtsrahmen nachholen, weil schlichtweg niemand einen passenden Kurs anbietet. Das heißt es kann durchaus sein, dass jahrelang eine ausländische Qualifikation geprüft wird und am Ende steht "Jo, das deckt 90% dessen ab, was wir verlangen. Aber um die anderen 10% zu lernen, muss man leider an 60% der deutschen Ausbildung teilnehmen. Hätten Sie damit im Rahmen einer regulär angebotenen verkürzten Ausbildung angefangen, bevor wir jahrelang geprüft haben, wären Sie jetzt schon lange fertig."
Die Bild Zeitung wird das sicher mit allen Mitteln niederknüppeln.
Klar. Die Opfer des Schulsystems von heute sind die Blöd-Kunden von morgen

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Man muss auch mal die Wähler fragen, warum sie immer die gleichen Parteien in den Bundestag wählen, die dann eine Politik machen, von der der Großteil der Wähler nichts hat?
Vielleicht sind die Schulsystem-Opfer auch die Wähler von morgen...
Nur das bei komplexen, für die gesamte Gesellschaft relevanten Dingen das Schulsystem nicht 40%, sondern eher 94% Ausschuss produziert.
Der Kapitalist denkt, "wenn ich der Partei/dem Politiker eine großzügig Spende durch Mittelsmänner zukommen lasse, sorgt diese Partei/der Politiker dafür, dass meine Anwälte, als externe Berater engagiert, Gesetze mit ausschreiben/fertig ausgeschrieben vorlegen, die dann im Bundestag durchgewunken... ich meine demokratisch abgestimmt werden."
Auch eine Möglichkeit, ja. Und bei der Arbeitsgeschwindigkeit unserer Politiker muss ein Kapitalist für so etwas VIEL weiter denken als das von dir postulierte eine Quartal

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Das habe und streite ich doch gar nicht ab, aber das ist die Richtung in die man sich erst einmal als ersten Schritt überhaupt bewegen müsste, um etwas zumindest ein wenig zum besseren zu ändern.
Auch weil du einen kompletten gesellschaftlichen Umbruch, von heute auf morgen, sowieso vermutlich nicht hinbekommen wirst, außer du bist bereit dafür viele, viele, sehr viele Köpfe rollen zu lassen und selbst dann ist Erfolg nicht garantiert (wie die Geschichte immer wieder lehrt).
Vollkommen egal welche Gesellschaftsform: Die Leute müssen sie wollen. Und zwar ganzheitlich, nicht nur die guten Seiten. Der große Vorteil des Kaptialismus, wenn man es so nennen will, ist dass er rein materialistisch nötige, unvermeidbare Zwänge dezentralisiert: Jeder soll aus Eigennutz seinen Nachbarn zwingen, das zu tun, was getan werden muss. Und Eigennutz ist ein verdammt guter Motivator, vor allem wenn es um so Nutzen wie "überhaupt überleben" geht. Dieser ewige Kampf (sowie das Schicksal derjenigen, die ihn verlieren) ist zugleich der größte Nachteil. Aber vollkommen egal, was man daran ändern möchte, es läuft immer darauf hinaus, dass der Produktivitätszwang im neuen System auf anderem Wege entstehen muss. Entweder von außen/politisch, was historisch betrachtet mit rollenden Köpfen einhergeht und meist nur kurze Zeit funktioniert hat, oder aus dem Inneren heraus: Selbständiges Handeln, weil man den Bedarf erkannt und eingesehen hat, auch wenn echt keinen Bock hat.
Wenn letzteres in der gesamten Bevölkerung gegeben wäre, wäre alles möglich, was die Leute für richtig halten. Auch eine komplette Abschaffung des Kapitalismus über Nacht. Wenn nicht, dann ist gar nichts möglich. Da kann man, sofern man demokratischen bleibt, gar nichts "ändern".