Fühle mich veranlasst, zu nachfolgendem Bericht ein Statement abgeben zu müssen:
Die ab dem 16. März geltende Impfpflicht in Kliniken und Pflegeeinrichtungen hält Außenministerin Annalena Baerbock nicht für ausreichend. Es brauche eine allgemeine Impfpflicht, sagte sie bei einem Krankenhausbesuch in Brandenburg.
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Das Recht zu demonstrieren ist ein Grundrecht der Demokratie.
Insofern war der Protest per se gerechtfertigt, hätte aber sich auf einen öffentlichen Platz der Gemeinde beschränken sollen.
Auch wenn Herr Kretschmann eine Person des öffentlichen Interesses ist, hat er sehr wohl auch ein fundamentales Anrecht auf Privatsphäre, so wie jeder von uns.
Auch ich bin nicht zwangsweise auf politischer Linie mit Herrn Kretschmann, aber er hat eine Familie, Ehefrau, Kinder, evtl. sogar Enkel und es ist eine Frage der Würde und Respekts gegenüber des Mitmenschen, diese nicht in den politischen Diskurs mit hineinzuziehen.
Der Diskurs muss ein Öffentlicher bleiben und darf nicht vor der Privathaustüre ausgetragen werden.
Zum Glück blieb der Protest friedlich.
Es ist auch meine Erwartungshaltung an demokratisch denkende Menschen, dass Protest immer friedlich ausgeführt wird.
Grundsätzlich ist der persönliche verbale Angriff ohne Argumente oder gar der tatsächliche tätliche Angriff auf Politiker aufs schärfste zu verurteilen.
Gewalt im politischen Diskurs hat nie auch nur irgendwas gelöst, sondern im Gegenteil immer nur Fronten verhärtet und den Kompromiss verhindert.
Grundvoraussetzung für obiges ist aber auch, dass die betreffende Person des öffentlichen Interesses sich auch mit jenen persönlich auseinandersetzt, die abweichende Meinungen haben.
Und hier kommt mein oberster Kritikpunkt.
Bei vielen Politikern habe ich schlichtweg den Eindruck, sie sind innerhalb kürzester Zeit nach einer Wahl sich weit weg vom Volk entfernen und sie suchen leider nicht mehr den Dialog.
Es funktioniert eben nicht, ein ganzes Land aus Talkshows und Pressekonferenzen heraus zu lenken.
Dazu gehört "mehr", und das "mehr" vermisse ich derzeit sehr.
In der Hoffnung auf einen friedlichen und konstruktiven politischen Diskurs in unserem Land.