Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
Bismarck hat die Deutsche Sprache zwar um ein paar Sprachkonstrukte "bereichert":Also Bismarck hat es im Kaiserreich sehr erfolgreich geschafft Begriffe ganz neu zu schaffen um Anglizismen oder Wörter aus anderen Sprachen zu ersetzen. Hatte dazu mal was verlinkt, aber das Wort "Fahrkarte" ist zumindest im Kontext Transportmittel Jahrzehnte jünger als die Eisenbahn in Deutschland. Vorher sagte man Billett.
Eiserne Wörter: Wie Bismarck die deutsche Sprache bereicherte - WELT
Otto von Bismarck, der vor 200 Jahren geboren wurde, war auch ein großer Stilist. Hier sind zehn Wörter und Redensarten, die er geprägt hat. Und zwei, die nicht von ihm stammen, obwohl jeder es denkt.
Den grundsätzlichen Sprachgebrauch hat er aber eigentlich an keiner Stelle aufdiktiert und neue rein deutsche Begriffe wurden daher meist nur für die Wörter geschaffen für die es bis dahin keine einheitliche Sprachreglung mit eigenen Wort im Deutschen gab (quasi wie beim Handy).
Und auch beim Billett existierte die Nutzung des Begriffs Fahrkarte schon bereits seit mindestens 1836 im Deutschen parallel dazu und hatte zum Zeitpunkt der Anpassung im allgemeinen Volksmund die Nutzung des Begriffs Billett schlicht in weiten Teilen abgelöst / verdrängt, so das man es da meines Wissens nach nur an den sprachgebrauchlichen Zeitgeist anpasste (ehnlich wie beim Portmonee, das im allgemeinen Sprachgebrauch auch zunehmend weniger benutzt wird / gebräuchlich ist).
Eine vergleichbare Bismarcksche Sprachdiktatur, von oben herrab, wie in anderen Dingen, war dies in diesen Fällen aber nicht wirklich.
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