Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Und den Gelben ist im Grunde auch ziemlich egal mit wem sie am Ende regieren (auf Landesebene gab es ja schon Regierungen an denen SPD und FDP beteiligt waren), solange ein paar Steuergeschenke für das eigene Wählerklientel drin sind (darum will die FDP ja u.a. auch das Finanziminsterium, was angeblich auch der eigentliche Grund war warum Jamaika 2017 scheiterte), in den meisten Punkten aber sind die Positionen zwischen Grün und Gelb gar nicht soweit auseinander wie es dargestellt wird.

Ja eigentlich sind nur die Themen zum Sozialstaat wo die FDP gerne Privatisierung hätte und Grüne+SPD mehr Absicherung streitbar. Und die Vermögenssteuer kommt mit der FDP auch nicht.
Alles andere, wurde schon geregelt. Insbesondere auch beim Thema Grund und Bürgerrechte.


Wobei man da natürlich auch noch konkreter werden muss. Also z.B. das verfassungswidrige TSG nicht "anpassen" sondern durch ein echtes Selbstbestimmungsgesetz ersetzen. Aber da hilft hoffentlich der Druck aus der Bevölkerung mit den Petitionen das noch in die richtigen Bahnen zu lenken.

Wobei ich der Meinung bin, dass schon heute das Wort "Geschlecht" im Art. 3 Abs. 3 GG sowohl als biologisches Geschlecht (sex) als auch als soziales Geschlecht (gender) ausgelegt werden kann.
Eventuell reicht da also eine entsprechende Auslegungsrichtlinie zum "Geschlecht" in die Gesetzesbegründung zu schreiben, wenn Art. 3 angepasst wird.

Ist aber auch ganz interessant mal anzuhören was Betroffene so erzählen. Der BR hat seit Mai 2020 einen sehr interessanten Podcast zu LGBTIAQ*, wo man auch als cis-hetero viel lernen kann.

Gerade das mit den unfunktionalen Testosteronrezeptoren bei inter-Menschen war mir komplett neu.
 
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Geht es eigentlich noch? :stupid:
Was hat der Ausbau von Windenergie oder überhaupt der Ausbau von Erneuerbaren mit der Autoindustrie zu tun?!
Richtig rein gar nichts!
Och -- ich kann doch nichts dafür, wenn du das nicht verstehst. ;)
Es geht um kosten, in BW beschweren sich die Grünen, dass die windkraftanlagen viel teurer sind als in SH.
Deswegen bauen sie keine. Komisch ist halt, dass für die Automobilindustrie immer Geld verfügbar ist.
Russland ist ein freies Land
Guter Lacher. :lol:
 
Du gehst ja eh nicht auf die dargebrachten Informationen ein
Tote zählen nicht als Beweis einer Diktatur?
sondern weiderholst stumpf dumme Behauptungen, die du nicht zu untermauern vermagst.
Von Dir kommt doch nur heiße Luft und Du kannst keine Deiner Behauptungen (Demokratie in Rußland, Atomkraft gibt nichts an die Umwelt ab und ist sicher, ...)
auch nur ansatzweise nachweisen.
Ich ab Dir nachgewiesen, daß Du ein KKW nicht mal von außen richtig kennst.
Vom Verfahren den Parametern, Regelung, Kreisläufen und so weiter ha ich noch nicht mal angefangen.

Und ich war 10 Jahre in der Revisionsplanung von GKN, KKP, KKI, KKG ... .
Ich kann Dir die Parameter der HKMP ohne nachzulesen nennen und den Reaktodruck und Standardtemperatur.

Du weißt nicht mal, was das ist.

Dann haben wir heute Atomkraft, Taliban, Russland und Ukraine abgearbeitet.
Wir haben gar nichts abgearbeitet.
Du hast irgendwelches Zeug geschwafelt ohne auch nur irgendetwas der Phantastereien belegen zu können (faschistischer Putsch in der Ukraine).
Ich glaube es hackt.

Sei froh, daß Du keinen Faschismus erlebt hast.
Mein Opa liegt in Polen begraben.
Gestorben im faschistischen Angriffskrieg im September 1939.
Das ist Faschismus.
Mord, Totschlag, Konzentrationslager und Krieg.
Nichts anderes hat er uns beschert.

Wer etwas anderes sagt, lügt einfach.

was kommt dabei überhaupt raus?
5 Mark Benzinpreis.
Das wollten die Grünen schon immer.

Es fehlt nicht mehr viel.

P.S.: Lies mal meine IP vor, wenn Du meinen Internetzugang kennst:
Was darf man dort nicht?
Den Mund aufreißen und etwas gegen die Regierung ausplaudern, so wie hier.
Dann geht es ab nach Workuta.
 
Interessant das dir die jetzige 1/3 Förderung des Staates über die KFW noch nicht reicht und du anscheinend noch gieriger bist.
Logisch, ich nehme mit, was ich kriegen kann.
Von was für einer 1/3 Förderung ist denn hier genau die Rede? Hat jemand eine Quelle/Link dazu?

Es geht um kosten, in BW beschweren sich die Grünen, dass die windkraftanlagen viel teurer sind als in SH.
Deswegen bauen sie keine. Komisch ist halt, dass für die Automobilindustrie immer Geld verfügbar ist.
Also im Grund keine Kostenfrage, sondern eher ein Nicht-Wollen? ;)
Zum Glück geht es in anderen Bundesländern wenigstens voran:
 
Was darf man dort nicht?
Frag doch mal Journalisten, wenn sie kritische Berichte über Putin verfassen.
Frag doch mal Satiriker, wenn sie sich über Putin lustig machen.
Frag doch mal Michail Chodorkowski, wie er das so sieht.
Frag doch mal einen Homosexuellen, ob er seine sexuelle Orientierung ausleben kann.

Von was für einer 1/3 Förderung ist denn hier genau die Rede? Hat jemand eine Quelle/Link dazu?
Keine Ahnung. Ich gehe einfach davon aus, dass die Ampel Regierung nächstes Jahr eine Förderung für Solaranlagen raushauen wird. Dann greife ich zu.
 
Auf Entführer haben die Taliban wohl keinen Bock:

Mit der Bestrafung müssen wir nicht einverstanden sein, ebenso wenig damit, daß sich die Kämpfer einfach eine Frau nehmen dürfen, die ihr gefällt oder das sie nicht an Schulden dürfen. Dies entspricht aber nun mal dem Islamischen Recht.
Weil es im islamischen Gesetz steht, ist es richtig, Menschen zu töten und öffentlich zur Schau zu stellen und Frauen zu vergewaltigen oder zwangsverheiraten?

Das ist Terrorveherrlichung und hat Folgen.
 
SPD-Chef Walter-Borjans sagte mit Blick auf die Gegenfinanzierung der milliardenschweren Ampelvorhaben, bei Investitionen in die Zukunft sei »auch eine teilweise Finanzierung mit Krediten gerechtfertigt«. Die Schuldenbremse enthalte dafür »durchaus Spielräume«, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Dienstag. Hinzu kämen die Möglichkeiten staatlicher Institutionen wie der Förderbanken von Bund und Ländern.

Die Finanzen sind einer der Knackpunkte bei den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen. Notwendige Zukunftsinvestitionen sollen laut dem Sondierungspapier der Parteien »im Rahmen der grundgesetzlichen Schuldenbremse« ermöglicht werden. Steuern wie die Einkommen-, Unternehmen- und Mehrwertsteuer sollen nicht erhöht werden.

Grünenchefin Baerbock sagte im ZDF-»Morgenmagazin«: »Das sind Milliarden, die wir stemmen, und das im Rahmen der Schuldenbremse.« Die Finanzfrage sei unter den Partnern »kontrovers diskutiert worden«, fügte sie hinzu. Es sei darüber gesprochen worden, »dafür auch mögliche Kredite, die im Rahmen der Schuldenbremse möglich sind, entsprechend aufzunehmen für die Investitionen, die wir brauchen«.

Jedes Unternehmen könne bei der Bank einen Kredit aufnehmen, wenn die Maschine zur Herstellung des Produkts kaputt sei. »So ist das auch in der seriösen Finanzpolitik«, sagte Baerbock. Sie gehe davon aus, dass zur Finanzierung jährlich 50 Milliarden Euro gebraucht würden, »um die Zukunftsaufgaben anzugehen und das Land grundsätzlich zu modernisieren.«
Quelle: SPD, Grüne und FDP planen 22 Arbeitsgruppen

Also keine Neuverschuldungen aber Kredite? Wo ist da der Unterschied?:what:
 
Was sie meinen - zumindest habe ich es vorhin so im Radio verstanden: Wenn Du Schulden / Kredite für etwas mit realem Gegenwert (auch Investitionen) aufnimmst, dann ist das ok und kann in puncto Verschuldung ausgeklammert werden. Wenn Du das Geld aber für Konsum ausgibst, dann ist es nicht ok.

Bsp.: Du nimmst 10.000 Euro auf Pump auf und kaufst Du dafür einen Barren Edelmetall Deiner Wahl. Du hast dann zum aktuellen Zeitpunkt Deine Aktiva und Passiva um jeweils 10.000 Euro gesteigert. Dann ist das ok. Du hast ja investiert und einen Gegenwert.

Verprasst Du die 10.000 Euro für Kxks und Nxtxen, dann ist das eher schlecht. Danach hast Du nichts mehr davon und keinen Gegenwert. :ugly:

Vereinfacht ausgedrückt...
 
Letztendlich ist es beides Geld was man wieder zurückzahlen muß.

Aber ich denke die werden noch woanders zur Staatsfinanzierung streichen. Subventionen oder so.
 
Bsp.: Du nimmst 10.000 Euro auf Pump auf und kaufst Du dafür einen Barren Edelmetall Deiner Wahl. Du hast dann zum aktuellen Zeitpunkt Deine Aktiva und Passiva um jeweils 10.000 Euro gesteigert. Dann ist das ok. Du hast ja investiert und einen Gegenwert.

Verprasst Du die 10.000 Euro für Kxks und Nxtxen, dann ist das eher schlecht. Danach hast Du nichts mehr davon und keinen Gegenwert. :ugly:

Na bzw. ein gutes Beispiel für einen Investitionskredit ist ein Immobilienkredit für den Hausbau oder den Kauf einer Eigentumswohnung.

Letztendlich ist es beides Geld was man wieder zurückzahlen muß.

Aber ich denke die werden noch woanders zur Staatsfinanzierung streichen. Subventionen oder so.

Wobei die Zinsen aktuell bei um die 0% oder sogar darunter liegen. Damit sind also kaum Kosten für den Kredit verbunden.
Dazu liegt die Inflation deutlich höher.
Das heißt wenn man heute 1 Mio € leiht und in 20 Jahren ist der Realwert im Vergleich dazu vielleicht nur noch bei 900.000€ hat man dann auch 100.000€ gespart.
 
Frag doch mal Journalisten, wenn sie kritische Berichte über Putin verfassen.

Seltsam, ich lese gerade diesen seltsamen alten Artikel über den Zerfall des "Putin Regimes" in der Moscow Times mit Sitz in Moskau.


Seltsam, seltsam, was ihr so über Russland denkt.


Weil es im islamischen Gesetz steht, ist es richtig, Menschen zu töten und öffentlich zur Schau zu stellen und Frauen zu vergewaltigen oder zwangsverheiraten?

Das ist Terrorveherrlichung und hat Folgen.
Anderen Worte in den Mund zu legen und diese dann zu verurteilen, das sollte Folgen haben. Von richtig steht da kein Wort, die Taliban jedoch halten das für richtig. Das ist ihre Rechtsprechung und die wenden sie halt nicht wahllos an.
Kein Vergleich zu anderen islamistischen Gruppen:
 
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Du kannst Deine wiederwärtige Gesinnung nicht verbergen und wirst hier über kurz oder lang gesperrt werden.
Eher über kurz.

Schon der Satz reicht.
Im Gegensatz zu dir differenziere ich eben. Alles rechts von dir ist Nazi, alle Moslems, außer die die nach Deutschland kommen, sind böse, Russland ist böse, usw. Völlig haltlos und albern. Wie ein Kleinkind, das im Sandkasten Politik macht. Gut, daß so eine Sandbox nichts nach außen dringen läßt, wir sind sicher. Sonst könnten wir uns schon mal auf das Wuselregime einstellen, mit einer Zelle für jeden, der widerspricht.
 
Das hier liest sich nur so völlig anders und ist ein Artikel von Heute, ohne das ich jetzt meine, der Artikel ist der heilige Gral, ist er komplett konträr zu dem, was einige hier im Forum propagieren.

Adier die Einwohner aller genannten Länder außer Indien zusammen und du wirst sehen, dass die vermeintlich imposante Liste global betrachtet eine Lachnummer ist. Guck dir dann an, wie groß das indische Atomprogramm im Vergleich zum Strombedarf des Landes und dem Potential für erneuerbare ist und du hast deinen zweiten Lacher. Die aktuelle Regierung da macht sehr wenig für erneuerbare, aber rein vom Potential des Subkontinents wäre das selbst ökonomisch die bessere Wahl - die ganze Atomgeschichte ist eher, wie so oft, ein Abfallprodukt der Atombombenproduktion.

Und zu Macron muss man eigentlich gar nichts sagen, um einen Lachanfall auszulösen. Der geplante mini-Betrag, der nicht einmal für ein einzelnes (leeres) Reaktorgebäude reichen würde, geschweige denn für die Entwicklung eines neuen Kraftwerkstyps und den Bau mehrerer Dutzend Atomkraftwerke, ist nichts weiter als Wahlkampf und erneut Militärfinanzierung. Das SMR-Konzept ist engverknüpft mit den für U-Boote und Flugzeugträger ohnehin benötigten Reaktoren, das Geld würde also sowieso fließen, und Makron will nächstes Jahr gewählt werden. "Mehr Atomkraft als jeder andere" zu versprechen, auch wenn es faktisch nichts ist, bringt bei den derzeitigen Strompreisen mehr Stimmen, als es kostet. Nicht weil Atomkraft sinnvoll wäre. Aber wenn französische Energiepolitik auf kompetenten Wählerentscheidungen aufbauen würde, dann müssten die nicht jeden Winter mit bayrischem Solarstrom vor dem Erfrieren gerettet werden.


Im Grunde genommen ist das nächste Jahrzehnt ein Wettlauf um die bessere und für den Endverbraucher billigere System/Technologie.

Galt das für die letzten drei Jahrzehnte nicht genauso? Und während denen ist der Preis von Photvoltaik und Windkraft immer weiter gefallen, der von Atomkraftwerken immer weiter gestiegen, sodass sie heute bereits in Bau und Betrieb teurer sind, auch wenn man das komplette Risiko und die Endlagerung vergesellschaftet. Für dieses Jahrzehnt versprechen Solar und Wind mit guten Gründen eine weitere Senkung der Kosten, die Atomlobby will noch komplexere, noch teurere, aber immer noch nicht als sicher anerkannte Reaktoren teuer entwickeln. Wer wird nach dieser Entwicklung wohl billiger sein?
:gruebel:


Wir brauchen keinen Gegner, der uns innerhalb weniger Wochen besetzen könnte. Man konnte for einigen Wochen sehen: Russland kann innerhalb von Tagen hunderttausende Truppen verlegen und zurückverlegen.

Die Russen haben wir besser als Freunde

Wer mich besetzen will und mich mit vorgehaltener Kanone erpresst, ist vieles (z.B. ein Regime), aber garantiert nicht mein Freund.


Und das Problem mit dem Endlager hat man bis heute nicht geklärt.
Aktuell wäre das pragmatiste wohl das Zeug zusammen mit Musk auf den Mars zu schießen.

Der Mond würde reichen (für beides). Aber wenn du die Transportbehälter so baust, dass sie Raketenabstürze überleben (von denen es bei den abertausenden Starts dutzende wenn nicht hunderte geben würde), ohne den Atommüll in der Athmosphäre zu verteilen, dann verbrauchen diese Raketen mehr Energie, als die Kraftwerke je produziert haben. Sinnvoller wäre die Gegenrichtung - wissenschaftliche Bohrungen sind schon bis in Bereiche vorgedrungen, in denen der Erdmantel zähflüssig wird. Die Technik weiterentwickeln und es müsste möglich sein den Müll so tief runterzuschicken, dass er aufgeschmolzen und im Erdinneren wieder so gleichmäßig verteilt wird, wie er es vor dem Abbau der Lagerstädten schon einmal war. Ein derartiges System würde dank der unbegrenzten Kapazität schon reichen, um über ein paar Jahrhunderte den bis heute angesammelten Müll zu entsorgen. Aber Entwicklung und Aufbau könnten die Billionen-Grenze sprengen und wenn es eine Konstante in der Geschichte der Kernkraft gibt, neben der militärischen Orientierung, dann die Einstellung: "Zahlen? Nicht wir, soll jemand anders machen."


:-D
Das sind keine Schornsteine, sondern Kühltürme. Da kommt ausschließlich Wasserdampf raus. Völlig harmlos. Nutzt man KKW, kann man auf die Türme verzichten. Ideal.

Auch wenn ich das vorgebrachte Argument eher für eine Ablenkung denn für entscheident halte, aber es ist nicht falsch: Atomkraftwerke haben neben den dicken (und optionalen) Kühltürmen auch Schlote, über die unter anderem unvermeidbar entstehende radioaktive Gase und verunreinigte Luft abgelassen werden. Die Strahlungsmengen sind zwar so gering, dass sie in höheren Luftschichten verteilt als unbedenklich deklariert werden, aber es gibt zahlreiche Studien, die eine auffällige Häufung von Leukämiefällen rund um AKW-Standorte belegen.


Mutige Aussage. Ich kann dir hier nicht zustimmen. Egal ob Firma oder privates Umfeld: Ein Umdenken findet gerade statt. Bei jedem so wie es sein Spielraum zulässt.

Dann muss die Menschheit noch wesentlich blöder sein, als ich bislang dachte. Es findet zwar seit 1-2 Jahrzehnten und sicherlich auch noch die nächsten 3-4 Jahrzehnte ein zaghaftes Umsteuern statt. Aber wer damit erst jetzt anfängt, weil er vorher keine Möglichkeit hatte, sich ausreichend über den Bedarf zu informieren, der muss in meinen Augen ein verdammt exotischer Vogel sein. Ich persönlich habe seit locker 20 Jahren kein "ooch. jetzt bin ich aber überrascht. warum hat nie jemand was gesagt???"-Meinung mehr zum Klimawandel gehört und kann mir seit Al Gore, Hockey-Stick, IPCC & Co auch nicht vorstellen, in was für einem Hinterwäldlertal man so etwas unschuldig komplett verpassen kann.
Was mir dagegen hundertfach über den Weg gelaufen ist: "Mir doch komplett egal" "Glaube ich aus Prinzip nicht" "Ich bin schon das Problem, die Lösung muss wer anders sein" und "Wohlstand ist wichtiger". (Natürlich jeweils anders formuliert)

Und da kann man noch soviel Aufklärung gegenschmeißen, man erreicht nicht mehr nenneswert etwas.

Kleine Netze sind nun mal die Stärke der dezentralen Stromversorgung. Vorallem wenn man betrachtet, wo die Stärken der dezentralen Stromversorgung liegen. Dezentral = kurze Wege. Dezentrale Stromversorgung ist daher ideal für kleine Netze.

Sorry, wenn das jetzt nach blaffen klingt: Aber sind das nicht einfach nur Allgemeinplätze? Natürlich kannst du nicht 20 "kleine Netze" machen, wenn du nur ein großes Kraftwerk hast und natürlich sind die Wege bei dezentraler Versorgung kürzer. Aber Wege spielen in einem Hochspannungsnetz eine untergeordnete Rolle und die Frage war nicht, ob "kleine Netze mit zentral nicht gehen", sondern die Frage war, ob "kleine Netze" überhaupt funktionieren können, insbesondere auch ökonomisch, oder ob große Netze nicht die weitaus bessere Lösung sind. Wir importieren ja auch unsere Bananen, anstatt sie in beheizten Gewächshäusern mit Kunstlicht hochzuziehen, weil ersteres einfach sinnvoller ist.

Wobei es natürlich drauf ankommt, wie man dezentrale Stromversorgung genau definiert. Und genau das meinte ich mit meiner Frage an dich nämlich.

Unter 2.2 des Artikels steht auch wie die Studie dezentrale Energieversorgung definiert:

Ich glaube, dann geht deine Frage immer noch komplett an meiner Aussage vorbei. Mir geht es, wie ich schon gesagt habe, nicht über zentral vs. dezentral, sondern über kleinräumig vernetzt vs. großräumig vernetzt. Dezentral sind erneuerbare praktisch automatisch, schließlich lassen sich die Kraftwerke nicht an einem Ort konzentrieren und die Verbraucher sind auch verteilt. Aber sie sind kleinräumig auch stark schwankend im Output und die günstigste Lösung um das zu kompensieren, ist eine kontinentweite Vernetzung. (Noch besser wäre eine interhemisphärische Vernetzung, was die saisonale Speicherung überflüssig macht. Aber davon ist die Welt politisch und wirtschaftlich weit entfernt.)

Damit war für mich klar, das man sich Nieder- und Mittelspannungssegment bewegt. Und dadurch kann man hier durchaus drauf schließen, ob es sich um große oder kleinere Netze handelt.

Nieder- und Mittelspannung sind, genau wie die Hochspannungsebene ein Teil eines internationalen Verbundnetzes. Ein "kleines Netz" dagegen wäre eine z.B. Dorf-große Insellösung.
Doch ich habe von meinen örtlichen Stadtwerken ein grünstrom Tarif:

Laut WWF Fussabdruck Rechner bin ich bei 8,8 Tonnen also 3,5 Tonnen unter dem Durchschnitt in Deutschland.

Hab mal versucht herauszufinden, was für einen Strommix die Garbsener Stadtwerke tatsächlich beziehen - und verdächtiger Weise nichts gefunden bzw. nur zu den Ökotarifen. Es wird aber zusätzlich Gewerbe-, Speicherheizungs- und andere Stromtarife für Leute angeboten, die typischerweise nur auf den Preis achten. Das würde mir als Grund für einen Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter reichen, denn vermutlich läuft es hier wie bei vielen großen Versorgern und Stadtwerken: Eingekauft wird bunt gemischer Graustrom, wie ihn der Markt gerade billig hergibt bzw. nur soviel Ökostrom, wie man von Gesetz wegen her abnehmen muss. Wer sich nicht um die Herkunft seines Stroms kümmert, dem verkauft man dann Kohle pur und der ohnehin in der Bilanz stehende erneuerbare Strom wird getrennt und mit Aufpreis als "öko" vermarktet. Am Ende machen die Stadtwerke mehr profit, aber es wird kein einziger Cent in Richtung Energiewende gelenkt. Zu allem Überfluss ist die Garbsener kWh auch noch teurer, als bei einem reinen Ökostromanbieter (z.B. Naturstrom), der sogar selbst ausbaut und solche Tricks nicht anwenden kann, weil er eben gar nicht mit dreckigem Strom handelt.


Was sie meinen - zumindest habe ich es vorhin so im Radio verstanden: Wenn Du Schulden / Kredite für etwas mit realem Gegenwert (auch Investitionen) aufnimmst, dann ist das ok und kann in puncto Verschuldung ausgeklammert werden. Wenn Du das Geld aber für Konsum ausgibst, dann ist es nicht ok.

Der Staat macht per Definition nur Anschaffungen, die für Nutzung durch den Bürger da sind, also nicht mehr einfach veräußert werden können, und beteiligt sich nicht an den von dir beschriebenen Spekulationen. Ich vermute eher, dass es um Bilanztricks geht: Die Bahn ist privatisiert (Danke Kohl), die Autobahnen sind privatisiert (Danke Merkel), eine ganze Menge anderes auch. Wenn diese Gesellschaften Kredite aufnehmen, zählt das nicht als Staatsverschuldung.
Es belastet aber natürlich die Steuerzahler mindestens genauso stark. (Tendentiell sogar stärker, weil der Bund selbst meist bessere Konditionen bekommt.)
 
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Wer mich besetzen will und mich mit vorgehaltener Kanone erpresst, ist vieles (z.B. ein Regime), aber garantiert nicht mein Freund.
Das liegt nicht im Interesse Russlands. Vielmehr ist man an Handel und Kooperation interessiert. Als noch niemand bestimmt hat, daß Russland ab jetzt böse ist, erklärte Putin gar, Russland werde eines Tages der Eurozone beitreten. Man will dazugehören, hat viel zu bieten. Das Können ist ja nicht das Wollen. Militär ist aber nun einmal der Stützpfeiler nationaler Souveränität. Russland hat indes kein übertrieben großes Militär, aber ein gut funktionierendes. Über solche verfügen die EU-Länder größtenteils nicht, und das ist der Grund, warum Russland militärisch so haushoch überlegen wirkt. Hinzu kommen natürlich noch die Technologien, über die Russland verfügt. Man ist uns dort in allen Bereichen sehr weit voraus.
Eine EU, die sich von Lissabon bis Vladivostok erstreckt, ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Das wissen auch die Agendaplaner tief im Pentagon und das Ergebnis ist, daß man uns gegeneinander aufbringt, daß wir uns gegenseitig mit Sanktionen Schaden zufügen und voneinander abschotten. Dabei gibt es natürlich neben dem reinen Aspekt der Vernunft auch einen Wirtschaftlichen: Da die Volkswirtschaften Deutschlands und Russlands fast gleich groß sind, trifft jede Sanktion, die Deutschland gegen Russland verhängt, die deutsche Wirtschaft genauso hart wie die Russische.



Auch wenn ich das vorgebrachte Argument eher für eine Ablenkung denn für entscheident halte, aber es ist nicht falsch: Atomkraftwerke haben neben den dicken (und optionalen) Kühltürmen auch Schlote, über die unter anderem unvermeidbar entstehende radioaktive Gase und verunreinigte Luft abgelassen werden. Die Strahlungsmengen sind zwar so gering, dass sie in höheren Luftschichten verteilt als unbedenklich deklariert werden, aber es gibt zahlreiche Studien, die eine auffällige Häufung von Leukämiefällen rund um AKW-Standorte belegen.
Die Studien sind da, sie zeitigen aber nicht die Ergebnisse, die sich die Atomgegner ausmalen, denn sämtliche kommen zum Ergebnis, auch die von der BRD finanzierten, daß die Ursache unklar ist. Die Nähe zu einem Atomkraftwerk ergibt ein Mehr an Strahlung, welches ein Tausendstel bis ein Hunderttausendstel der üblichen in Deutschland herrschenden Strahlung beträgt. Das ist also gar nicht der Rede wert. Deswegen suchen die Forscher nach anderen Ursachen. Aber selbst könnte man die Kraftwerke als Ursache ausmachen, so wären sie verantwortlich für 29 der 13373 Fälle von Kinderkrebs in Deutschland im Zeitraum von 1980 bis 2003.

 
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Sehr guter Kommentar bei der FAZ.

Wir brauchen viel weniger FDP - mehr Links!


Ich erwarte von SPD und Grünen die Koalition platzen zu lassen, wenn die sozialen Ziele mit der FDP nicht zu erreichen sind. Lieber Neuwahlen als neoliberal Politik machen.
 
Ich erwarte von SPD und Grünen die Koalition platzen zu lassen, wenn die sozialen Ziele mit der FDP nicht zu erreichen sind. Lieber Neuwahlen als neoliberal Politik machen.
Dann würde die FDP vermutlich noch mehr Stimmen als jetzt schon bekommen. Und für R(R)G würde es wieder nicht reichen. Keine gute Idee.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr guter Kommentar bei der FAZ.

Wir brauchen viel weniger FDP - mehr Links!


Ich erwarte von SPD und Grünen die Koalition platzen zu lassen, wenn die sozialen Ziele mit der FDP nicht zu erreichen sind. Lieber Neuwahlen als neoliberal Politik machen.
Das "Bürgergeld" ist ja eine echte FDP-Erfindung und entspricht dem bedingungslosen Grundeinkommen. Damit hat die FDP vor einigen Perioden geworben. Keine Ahnung, was sie damit zu erreichen suchen, es würde ja nur dafür sorgen, daß Arbeit attraktiver werden muß. Aber es ist ja auch ein alter Spruch der FDP: Arbeit muß sich lohnen.
 
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