Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
Aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive definitiv, ob das auch für die soziale Perspektive zutrifft und der Hilfsbereitschaft und Empathie förderlich ist, wäre die andere Frage.Wo das Geld hin ist respektive wo man reichlich vorhandenes hat liegen lassen, ist nochmal ein anderes Thema. Ich wollte nur darauf hinaus, dass es schweine teuer ist, einmal im Jahr einen Haufen Assistenzkräfte ohne Vorbildung auszubilden, sie realtiv gut zu bezahlen und dann nach 10 Monaten wieder ziehen zu lassen. Geldverschwendung³ und dementsprechend eine Forderung, die nur von Populisten ohne Regierungsverantwortung (und -tauglichkeit) kommt.
Und ansonsten gilt, schlimmer als die Ausländermaut und andere Unfälle kann das gar nicht werden und sein.

Du kannst es Wettbewerb nennen, aber am Ende bleibt es auch nur Wortklauberei dafür das es nur genauso viel Wettbwerb ist wie als nicht gedopter Athlet bei Olympia anzutreten und zu meinen man hätte realistische Chancen aufs Treppchen zu gelangen.Oh doch, das tut sie.
Genau deswegen bekommen die Reichsten (= Wettbewerbsstärksten) immer mehr zu Lasten der Ärmsten (=schwachen), wegen der resultierenden Nivelierung der Löhne und Sozialausgaben auf ein globales Mittel, geht bei uns alles liebgewonne den Bach runter, deswegen haben Umwelt, Klima und kommende Generationen allgemein (= Entitäten, die keine Ahnung von Markt & Co haben) endgültig keine Chance mehr, etc.
Das mag man auch vor der Kamera Wettbwerb nennen, aber am Ende steht auch dort schon im Vorfeld die Gruppe fest, die überhaupt eine Chance hat eine Medaille zu ergattern (die die am meisten, besten und unauffälligsten dopen).
Von daher wie ich in meinem Post schrieb, mit Wettbwerb hat Globalisierung höchstens in einer sehr verzerrten Form etwas zu tun, da die Länder mit Chancen auf den "Sieg" im Grunde schon von Anfang an feststehen (möglichst kein Sozialsystem, möglichst niedrige Löhne, möglichst eine akzeptable Infrastruktur und halbwegs funktionierendes grundlegendes Bildungssystem).
Wie vorrangegangen bereits geschrieben, steht nur bei diesen "Wettbwerb" das "Siegertreppchen" bereits von Beginn an fest.Wettbewerb ist halt eine Katastrophe für alle außer für diejenigen, die ihn gewinnen.

Ich kann dir da bei dieser kryptischen Ausdrucksweise nicht recht folgen, was du damit meinst?Und die Zeiten, in denen das Deutschland als geschlossen auftretender Akteur gegen den sogenannten globalen Süden (großteils ja Osten) gemacht hat, sind lange vorbei. Heute ist auch die Mehrheit der deutschen Bevölkerung auf der Ausgebeutet/Verliererseite und zehrt von Reserven.
Die Zeit während des Kalten Krieges?
Da hatte Deutschland zum einen wenig Wahl, da der Ostblock wirtschaftlich nur eingeschränkt durchlässig war und zum anderen musste man da gar nicht soviel überbürdende Geschlossenheit an den Tag legen, da die UDSSR sich durch den Rüstungswettlauf selbst und ihre Satellitenstaaten mit jeden Jahr, mit 30-40% Rüstungsausgaben und vorrangigen Rohstoffexport Richtung Westen, statt in die Wirtschften des Ostens, selbst in den Abgrund beförderte.
Das führte zwangsläufig dazu das der Markt weitestgehend klar definiert und abgesteckt war und westliche Firmen auch wenig Möglichkeiten hatten ihre Produktion in Billiglohnländer zu verlagern.
Auch weil der einzige halbwegs freie Akteur im Süden, Afrika, zu dem Zeitpunkt bzgl. Infastruktur, Bildung und Stabilität noch deutlich gravierendere Defizite und Nachholbedarf als heute hatte und daher vieles dort (über den Bezug von Grundrohstoffen hinaus) nicht auf dem Level realisierbar war, wie es für die "Wirtschaft West" nötig gewesen wäre.
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