Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Was hat denn die FDP oder die Sozen geleistet?
Die SPD hat die Hartz IV Reform gemacht. Was man auch immer davon halten mag.
Mindestlohn durchgesetzt. Bürgergeld eingeführt.
Hätte am liebsten auch die private Krankenversicherung abgeschafft.
Aber die FDP war dagegen.
Aus den 400K neuen Sozialwohnungen pro Jahr ist leider noch nichts geworden.
 
Die Ampel hat richtig viel gemacht, hier mal die Zusammenstellung des ersten Jahres. Vieles geht davon unter. Und dann darf man nicht vergessen, wie gut sie es geschafft haben, den einseitigen Stopp der Gaslieferungen seitens Russland zu handhaben. Putin wollte uns erpressen, aber immerhin kam genug Gas bei uns an, teuer, aber es gab nie Engpässe. Und das, obwohl nach 16 Jahren Merkel alles auf Russland ausgerichtet war. Da kann man nur den Hut ziehen. Aber das hatten wir alles schon zigmal. Das Faschisten diese Leistungen niemand akzeptieren werden, ist klar. Den Faschisten behaupten natürlich die Grünen sind am Kreig schuld und das Putin schon lange vorher die Gaslieferungen drosselte. Das ist alles so erbärmlich schlecht ....

 
Wieso sollte man das als Polizist(in) nicht dürfen und wieso "siehst Du das anders"? Als Polizist dürfte man auch Mitglied der Afd sein und diese Partei sogar wählen. Auch wenn das Leuten wie Dir nicht passt. Das gehört in einer Demokratie nun mal dazu.
Ich sehe das kritisch.
Ein Polizist, der die freiheitliche Grundordnung und das Grundgesetz verteidigen soll, ist gleichzeitig Mitglied in einer Partei, die das abschaffen will?
Das könnte ein Interessenskonflikt sein und könnte dazu dienen, die Polizei zu unterwandern.
 
Ich sehe das kritisch.
Ein Polizist, der die freiheitliche Grundordnung und das Grundgesetz verteidigen soll, ist gleichzeitig Mitglied in einer Partei, die das abschaffen will?
Das könnte ein Interessenskonflikt sein und könnte dazu dienen, die Polizei zu unterwandern.
Ich gehe auch hoffend davon aus, dass die Mitgliedschaft bei den Faschisten bald für Beamte Konsequenzen haben wird. Schon in einem laufendem Verbotsverfahren muss es heißen: "Beamtenstatus oder Mitglied bei Faschist". Beides geht nicht. Mal sehen, wie das in den nächsten Tagen und Wochen umgesetzt wird. Die Regierung ist, sobald der Verbotsantrag im Bundestag durch ist, in der Pflicht.
 
Wieso sollte man das als Polizist(in) nicht dürfen und wieso "siehst Du das anders"? Als Polizist dürfte man auch Mitglied der Afd sein und diese Partei sogar wählen. Auch wenn das Leuten wie Dir nicht passt. Das gehört in einer Demokratie nun mal dazu.
Ganz so einfach ist es nicht. Es kommt halt darauf an. Natürlich darf auch ein Beamter Mitglied in der AfD sein. Es kommt halt darauf an wie er persönlich agiert.
Gerade von Beamten wird erwartet, dass sie aktiv die Demokratie verteidigen. Das kann eventuell zu Problemen führen wenn man Mitglied der AfD ist.
Aber wie gesagt es kommt darauf an.
Gleiches gilt auch für andere Parteien oder Gruppierungen.
Ich sehe das kritisch.
Ein Polizist, der die freiheitliche Grundordnung und das Grundgesetz verteidigen soll, ist gleichzeitig Mitglied in einer Partei, die das abschaffen will?
Das könnte ein Interessenskonflikt sein und könnte dazu dienen, die Polizei zu unterwandern.
Doch das geht schon. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Etwas was Anhänger der AfD in anderen Zusammenhängen ja nicht hören wollen.
Der Dienstherr handelt da auch Recht konsequent. Was bei Beamten schwieriger ist als bei seinen Angestellten oder Beamten auf Probe bzw auf Zeit.
Es kann ein Like zu einem Beitrag auf Facebook schon dienstrechtliche Konsequenzen haben. Selbst das nicht aktive widersprechen eines Beitrages welcher gegen die FDGO gerichtet ist kann entsprechende Konsequenzen haben.
Es kommt halt darauf an.
 
Und wo fängt das an?

Bei ihm fängt das offensichtlich in dem Moment an, in dem man ihn direkt anspricht und hört unmittelbar wieder auf, wenn man sich umdreht. Klarer "ich bin ja kein Nazi aber". Seitenweise eine Partei verteidigen, die Holocaust-Verharmlosung und -Leugnung in den höchsten Reihen betreibt und deren totale Machtergreifung samt Unterdrückung von Wählermehrheiten fordern, aber behaupten, man hätte "ein Problem mit Holocaustleugnern". (Oder seine Problemsicht lautet "es gibt viel zu wenige"?)


In Bezug auf den Alterspräsidenten wurde das schonmal im vor einigen Seiten von mir verlinkten Verfassungsblog behandelt:
Genauer unter dem Abschnitt: "Ausblick: Was ist der nächste Akt?"
Kurz zusammengefasst welche Möglichkeiten bestehen:
  • Die Vollstreckung verfassungsgerichtlicher Entscheidung obliegt der noch geschäftsführend im Amt befindlichen Landesregierung, welche es mittels Landespolizei durchsetzen lässt.
  • Vollstreckung durch die Landtagsdirektion, nachdem dies vom Verfassungsgericht angeordnet wurde
  • Ausübung des Hausrechts durch die Landtagsdirektion
  • Absetzung des Alterspräsidenten durch Parlamentsmehrheit und Wahl eines Sitzungsleiters durch Parlamentsmehrheit

Aber wer hebt in den ersten drei Möglichkeiten die Immunität des Alterpräsidenten auf? Im Rahmen der Gewaltenteilung dürften das weder Verfassungsrichter noch Polizei dürfen, die ist ein wichtiges Element der Selbstverwaltung der Legislative. Aber genau die, auf die auch der vierte Vorschlag zurückgeht, ist ja in diesem Fall nicht möglich.


Ein gutes Interview, wenn man versteht, was Habeck meint. Seine Sprache ist für mich immer noch schwierig zu entschlüsseln

Also was mir schwer zu entschlüsseln fällt:
Wie kann jemand, der zweistellige Milliardensummen in die fossile Enerieerzeugung gesteckt hat, weitere Milliarden in hohen Stromverbrauch, der Milliarden in die Stahlindustrie pumpt und der Milliardenunterstützung für die Autodindustrie vorbereitet, mehrstellige Milliardenhilfen für die Industrie fordern und im gleichen Moment behaupten, er würde irgendwas für Klima, Bürger oder ähnliches machen, wofür ihm regelmäßig schon kleinere Millionenbeträge fehlen, weil er längst alles Geld den Umweltzerstörenden Konzernen gegeben hat?


Die SPD hat die Hartz IV Reform gemacht. Was man auch immer davon halten mag.
Mindestlohn durchgesetzt. Bürgergeld eingeführt.
Hätte am liebsten auch die private Krankenversicherung abgeschafft.
Aber die FDP war dagegen.
Aus den 400K neuen Sozialwohnungen pro Jahr ist leider noch nichts geworden.

Das Mindestlohngesetzt ist uralt und keine Leistung dieser Regierung (der Umgang mit der auch daraus resutierenden Inflation dagegen schon) und welche HartzIV-Reform meinst du bitte schön? Die Umbenennung, die als dritten Punkt noch einmal machst? Na schönen Dank auch. Die Sanktionen sind längst wieder zurück, Zuverdienste sind weiterhin kaum möglich, die Höhe nur für Überbrückung kurzer Zeiträume ausreichend und Fördermaßnahmen sind Fehlanzeige. Stattdessen redet man darüber, bei Beziehern mit Kindern noch mehr des Geldes in der Verwaltung versickern zu lassen. Versuche, PKVs abzuschaffen gab es gar keine und "wollen" ist keine politische Leistung. Die FDP will auch das Klima retten. Macht sie aber halt nicht :ka: .
Fazit: 4 Punkte genannt, kein einziger davon steht für eine Leistung der SPD in dieser Legislaturperiode.

Was die stattdessen geschafft haben:
- Die Aktien von Thyssen Krupp, Rheinmetall und KMW in ungeahnte Höhen zu katapultieren.
- Die Staatsverschuldung in noch viel unahnbare Höhen katapultiert.
- Klimaschutzgesetz aufgeweicht (auch wenn das kein großer Verlust ist, solange sie sich so oder so nicht daran halten)
- Flüchtlingen mehr Hoffnung gemacht, dass sich der lange Weg bis nach Deutschland lohnt.
- Ölgeschäft mit Putin erhalten
- Die Hanfbürokratie erfunden
- Krankenkassenbeiträge noch weiter steigen lassen
(- Dem Deutschland-Ticket, der Gas- und der Heizungsbauersubventionen der Grünen zugestimmt)
(- Dem Autobahnbau und der Eneuerbare-Energien-Abschöpfung der FDP zugestimmt)
 
.... Also was mir schwer zu entschlüsseln fällt:
Wie kann jemand, der zweistellige Milliardensummen in die fossile Enerieerzeugung gesteckt hat, weitere Milliarden in hohen Stromverbrauch, der Milliarden in die Stahlindustrie pumpt und der Milliardenunterstützung für die Autodindustrie vorbereitet, mehrstellige Milliardenhilfen für die Industrie fordern und im gleichen Moment behaupten, er würde irgendwas für Klima, Bürger oder ähnliches machen, wofür ihm regelmäßig schon kleinere Millionenbeträge fehlen, weil er längst alles Geld den Umweltzerstörenden Konzernen gegeben hat?
Und das ist allen anderen Parteien noch zu wenig ....

Das Themas Klimawandel ist trotz extremer Starkwetterereignisse überhaupt nicht auf der Tagesordnung
 
Das Mindestlohngesetzt ist uralt und keine Leistung dieser Regierung (der Umgang mit der auch daraus resutierenden Inflation dagegen schon) und welche HartzIV-Reform meinst du bitte schön? Die Umbenennung, die als dritten Punkt noch einmal machst? Na schönen Dank auch. Die Sanktionen sind längst wieder zurück, Zuverdienste sind weiterhin kaum möglich, die Höhe nur für Überbrückung kurzer Zeiträume ausreichend und Fördermaßnahmen sind Fehlanzeige. Stattdessen redet man darüber, bei Beziehern mit Kindern noch mehr des Geldes in der Verwaltung versickern zu lassen. Versuche, PKVs abzuschaffen gab es gar keine und "wollen" ist keine politische Leistung. Die FDP will auch das Klima retten. Macht sie aber halt nicht :ka: .
Fazit: 4 Punkte genannt, kein einziger davon steht für eine Leistung der SPD in dieser Legislaturperiode.
Ich meinte die Leistungen der SPD Regierung des letzten 3 Jahrzehnte.
Hartz IV hat man damals machen müssen, weil man eine sehr hohe Arbeitslosenzahl von der Kohl Regierung übernommen hatte. Außerdem eine sehr hohe Staatsverschuldung. Dabei wurden auch Fehler gemacht welche man nach und nach korrigiert hat. Der flächendeckende Mindestlohn wurde NUR wegen der SPD eingeführt!
- Die Staatsverschuldung in noch viel unahnbare Höhen katapultiert.
Die war ohnehin schon sehr hoch. Außerdem hatte man gegen Corona und auch andere Krisen zu kämpfen.
- Flüchtlingen mehr Hoffnung gemacht, dass sich der lange Weg bis nach Deutschland lohnt.
Das hat eher Merkel schon gemacht. Jetzt schwenkt man um.
- Ölgeschäft mit Putin erhalten
Davon weiß ich nichts.
- Die Hanfbürokratie erfunden
Fand ich auch überflüssig. Der Lauterbach sollte sich besser um das marode Gesundheitssystem kümmern.
- Krankenkassenbeiträge noch weiter steigen lassen
Die SPD wollte eine einheitliche Krankenkasse bzw KV. Hat die FDP abgelehnt.
(- Dem Deutschland-Ticket, der Gas- und der Heizungsbauersubventionen der Grünen zugestimmt)
(- Dem Autobahnbau und der Eneuerbare-Energien-Abschöpfung der FDP zugestimmt)
Irgendwo müssen in einer Koalition Kompromisse gemacht werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wer hebt in den ersten drei Möglichkeiten die Immunität des Alterpräsidenten auf?
Die Immunität des Abgeordneten muss eigentlich nicht aufgehoben werden. Es wird aus der Mitte der abgeordneten einfach ein neuer Sitzungsleiter gewählt. Wenn es notwendig sein sollte doch die Immunität aufzuheben damit Strafverfolgungsbehörden tätig werden so ist der Landtag als einzige Instanz dazu befugt. Sollte eine Straftat vorliegen und wir der Abgeordnete dabei auf frischer Tat ertappt ist sogar die Aufhebung, nach meiner Kenntnis, der Immunität nicht notwendig.
 
... Natürlich darf auch ein Beamter Mitglied in der AfD sein...
Natürlich ist das kein Problem. Jeder "darf" da eintreten. Wenn man aber drin ist, kann das ganz erheblichen Einfluss haben. Und immer noch viel zu wenig. Leute wie Meier oder Höcke verlieren nicht einmal ihre Pensionsabsprüche, obwohl es gerichtlich festgestellte Faschisten sind, die unsere freiheitliche Grundordnung abschaffen wollen und Berufsverbote bekamen.

Darum dürfen sie ja, wenn sie das ihrem Gewissen schuldig sind, bei den Faschisten bleiben. Aber aus dem Beamtendient sind sie zu entfernen.
 
Was allerdings nicht so einfach ist. Wie gesagt es kommt halt immer auf den Einzelfall an.
Noch, aber sobald ein Verbotsverfahren läuft sollte das, soweit ich die Kommentare im juroforum verstranden habe, anders aussehen. Aber das muss unser Parlament entscheiden, ob und wann ein Verbotsverfahren kommt. Nach der Aktion in Erfurt ist es offensichtlich, dass gehandelt werden muss.

Zu Zeiten des Extremistenerlasses war es ziemlich einfach. Aber da ging es ja auch gegen Links. Aber sobald es gegen Faschisten geht, ohh, jaaa, neeee, das kann man ja nicht machen ....
 
Noch, aber sobald ein Verbotsverfahren läuft sollte das, soweit ich die Kommentare im juroforum verstranden habe, anders aussehen. Aber das muss unser Parlament entscheiden, ob und wann ein Verbotsverfahren kommt. Nach der Aktion in Erfurt ist es offensichtlich, dass gehandelt werden muss.

Zu Zeiten des Extremistenerlasses war es ziemlich einfach. Aber da ging es ja auch gegen Links. Aber sobald es gegen Faschisten geht, ohh, jaaa, neeee, das kann man ja nicht machen ....
Noch gibt es kein Verbotsverfahren. Aber es wird schon dünn, sehr dünn wenn man sich nicht richtig verhält. Der Dienstherr schaut da mittlerweile sehr genau hin.
Btw es geht immer noch auch gegen Links, gegen Islamisten, Reichsbürger und und und.
Aber eigentlich finde ich, dass alle Beamten besser politisch neutral sein sollten.
Unabhängig für welche Partei man sich engagiert kannst Du einem Staatsbürger das Recht sich politisch zu betätigen nicht nehmen. Warum auch? Die wenigsten Beamten sind in der Lage parteipolitisch im Dienst zu agieren. Sollte dieses passieren haben sie gegen ihre Dienstpflichten verstoßen was geahndet wird. Die politische Neutralität ist gegeben sobald der Beamte im Dienst ist. Was er in seiner Freizeit macht ist eine andere Sache solange er nicht gegen Gesetze verstößt.
 
Unabhängig für welche Partei man sich engagiert kannst Du einem Staatsbürger das Recht sich politisch zu betätigen nicht nehmen. Warum auch? Die wenigsten Beamten sind in der Lage parteipolitisch im Dienst zu agieren. Sollte dieses passieren haben sie gegen ihre Dienstpflichten verstoßen was geahndet wird. Die politische Neutralität ist gegeben sobald der Beamte im Dienst ist. Was er in seiner Freizeit macht ist eine andere Sache solange er nicht gegen Gesetze verstößt.
Und wie ist das, wenn jemand in die Politik wechselt, wie im Fall von Sebastian Fiedler? Ruht dann sein Arbeitsverhältnis als Kriminalbeamter?

Edit: Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh ist auch SPD Mitglied und "ehrenamtliche" Verfassungsrichterin

 
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