Martin Schulz: Politisches Strohfeuer oder ernstzunehmender Herausforderer Merkels?

Aber wie gesagt, wenn man nach Frankreich Schluss gemacht hätte, den Kontinent vereinigt hätte, dann wäre auch GB machtlos gewesen...
Kann an andersherum auch über Napoleons Feldzug ein paar Jahre vorher sagen.
Nur irgendwie haben kleine Diktatoren nicht die Angewohnheit genug zu bekommen und besonders beliebt als Besatzungsmacht haben sie sich auch nie gemacht.
Ach ja, unter Anderem Mussolini und den Spanischen Bürgerkrieg hast du auch unterschlagen.


Ergo:
1. Ist die Welt nicht so einfach und
2. Sind das zum Glück keine Dimensionen in denen der Buchhändler aus Würselen öffentlich denkt.
 
Ach ja, unter Anderem Mussolini und den Spanischen Bürgerkrieg hast du auch unterschlagen.
Wie gesagt, so einfach war es nicht. Aber nie lag die Einheit Europa näher als 1940, geschmiedet mit Blut und Eisen.
Das interessante wäre gewesen was passiert wäre wenn man danach versucht hätte jeden Krieg zu verhindern.

Zu 2.
Schulz ist ne Flachpfeife, dem geht es in erster Linie um sich und dann um Deutschland oder Europa.

Ich sehe es als Überlebensnotwendig an eine neue Supermacht neben den USA und China zu platzieren. Europa als eine Nation, was für ein Traum.
In der Realität falls überhaupt möglich mit Deutscher oder Deutsch-Französischer Vorherrschaft.
 
Aber wie gesagt, wenn man nach Frankreich Schluss gemacht hätte, den Kontinent vereinigt hätte, dann wäre auch GB machtlos gewesen.
Die USA hätten eh still gehalten, Roosevelt konnte den Krieg nicht erklären und auch Stalin traue ich nicht zu, dass er ein vereinigtes Europa angegriffen hätte.

Es wäre auch ohne einen Hitler kein "vereinigtes" Europa gewesen, sondern genauso nur ein von deutschen besetztes Europa. Ein dauerhaft vereinigtes Europa kann man nunmal nicht mit Militär schaffen, weil irgendwie musst du die Gebiete letztlich auch verwalten und bei Widerstand (z.B. die Franzosen hätten die Besetzung auch ohne einen Hitler nicht so ohne weiteres akzeptiert) kannst du bei einer militärischen Eroberung in der Regel nur durch Repression aufrecht erhalten und sowas schürt keine dauerhaften Bande sondern nur weiteren Hass auf die Besatzer.
Das sollte man spätestens seit Napoleon gelernt haben der auf dem fast gleichen Wege schon zuvor gewaltig gescheitert ist und das obwohl er kein Nazi war.

Und um wieder ins hier und jetzt, sowie zum Schulz zurück zu kommen, der Mann ist auch niemand der gut für Europa ist. Schon die Merkel und der Schäuble betachten Europa als deutschen Vorgarten und benehmen sich bzgl. des europäischen Zusammenhalts wie Elefanten im Porzelanladen, indem sie meinen keine gemeinschaftlichen Wege für Lösungen beschreiten zu müssen, sondern gegen den Willen der anderen Länder diktieren zu können.
Der Schulz wird in der Hinsicht nicht besser, auch der wird, vieleicht etwas verdeckter und "diskreter" als die Merkel vor allem die Interessen deutscher Wirtschaftsunternehmen und Banken im Blick haben, auch hier wieder auf Kosten der EU.
 
Wie gesagt, so einfach war es nicht. Aber nie lag die Einheit Europa näher als 1940, geschmiedet mit Blut und Eisen.
Das interessante wäre gewesen was passiert wäre wenn man danach versucht hätte jeden Krieg zu verhindern.

Wie kommst du darauf, dass sowas auch nur ein paar Monate bestand hätte?
Das ist reine Besatzung und damit auch Inhaftierung, mögliche Folter, Vertreibung und sowas. Sowas als "Einheit" zu bezeichnen ist absurd.
Niemand kann jemanden einen "Zusammenschluss" aufzwingen. Hat man doch gut an der Sowjetunion gesehen. Die ist letztendlich zerbrochen. Genauso wie Jugoslawien.
 
Niemand kann jemanden einen "Zusammenschluss" aufzwingen. Hat man doch gut an der Sowjetunion gesehen. Die ist letztendlich zerbrochen. Genauso wie Jugoslawien.
Kann man nicht?
Meines Wissens bestehen das Vereinigte Königreich, die USA und Deutschland immernoch.
Es muss nur eine kritische Masse geben die diesen Zusammenschluss dem Status Quo vorzieht, es muss nicht die Mehrheit sein.

Aber es wird ja auch an keiner Stelle für einen gesamteuropäischen Patriotismus gearbeitet.
 
Wie gesagt, so einfach war es nicht. Aber nie lag die Einheit Europa näher als 1940, geschmiedet mit Blut und Eisen.
Das interessante wäre gewesen was passiert wäre wenn man danach versucht hätte jeden Krieg zu verhindern.

Selbst wenn man deine abenteuerlichen Spekulationen über "Eroberung Europas ohne Nazis" teilen würde, müsste man zugeben, dass es zwischen 100 und 150 ein größeres zusammenhängedes Territorium in Europa gab und dass dieses auch tatsächlich auch einheitlich regiert wurde, wärend die von der Wehrmacht besetzten Gebiete zum Teil alles andere unter Kontrolle waren. Zieht man verbündete Staaten mit eigener Regierung ab, hat Hitler sogar einen kleineren Machtbereich gehabt, als Napoleon.
 
Wie gesagt, guck mal in "Anmerkungen zu Hitler" rein.

Außerdem ist es doch sehr unfair bei Hitler die Verbündeten aka Vasallen abzuziehen. Denn die wirklichen Verbündeten Hitlers waren nur Italien und Japan (als Kriegsteilnehmer) das andere waren Vasallen, mehr nicht.
Napoleon hatte auch seine Verbündeten und Vasallen. Österreich, Preußen als gezwungene Verbündete und den Rheinbund oder das Großherzogtum Warschau als Vasallen.
Ich bezweifel wirklich, dass du dich wirklich mit Napoleons System auseinander gesetzt hast wenn du sowas behauptest. Ich bin selbst grad noch dabei mich über Napoleon einzulesen.
 
Ich bin selbst grad noch dabei mich über Napoleon einzulesen.

Ich nicht, da ich nicht in der Vergangenheit schwelge und heroische Volkslieder über frühere Herrscher anklinge, sondern mich um die Zukunft sorge, denn durch das nationale Gedankengut werden wieder Mauern aufgebaut, von denen ich annahm, dass man sie schon längst abgerissen hätte.
Und sowohl Merkel als auch Schulz streben an, dass Europa ohne diese Mauern bestehen wird.
 
Merkel will gewählt werden. Dass stand schon immer an erster Stelle. Siehe z.B. ihre Atom-Doppelwende.
Gäbe es in DE eine Mehrheit für das Abwenden von Europa würde es mich nicht wundern wenn sie sich auch dahin bewegt.
In dem Punkt traue ich Schulz ein bisschen mehr ideologische Standfestigkeit zu. Aber das tue ich eigentlich bei fast jedem Konkurrenten den Merkel je hatte und haben wird.
 
Ich nicht, da ich nicht in der Vergangenheit schwelge und heroische Volkslieder über frühere Herrscher anklinge, sondern mich um die Zukunft sorge, denn durch das nationale Gedankengut werden wieder Mauern aufgebaut, von denen ich annahm, dass man sie schon längst abgerissen hätte.
Und sowohl Merkel als auch Schulz streben an, dass Europa ohne diese Mauern bestehen wird.

Ich finde es sehr wichtig den Blick auch immer wieder in die Vergangenheit zu richten, allerdings ist es mMn schon sehr fragwürdig, wenn die Schlussfolgerung aus vergangenen Handlungen jene ist, das ein okkupiertes Europa einen guten Zustand darstellen soll.
 
Ich finde es sehr wichtig den Blick auch immer wieder in die Vergangenheit zu richten, allerdings ist es mMn schon sehr fragwürdig, wenn die Schlussfolgerung aus vergangenen Handlungen jene ist, das ein okkupiertes Europa einen guten Zustand darstellen soll.

Na ja, ich dachte immer, dass man aus Fehlern lernt, aber das scheint in der Politik nicht zu funktionieren.
 
Das ist klar, aber hier geht es ja erst mal nur um politische Entscheidungen.
Dass wir Jahrzehnte lang Afrika wirtschaftlich ausgeplündert haben und uns jetzt die Folgen auf die Füße fallen, ist wieder eine andere Sache.
Die Probleme Afrikas liegen viel tiefer. Man sollte sich eher fragen warum so große Teile Afrikas bei Ankunft der Europäer noch leben wie vor tausenden Jahren.
Ich stimme aber zu, wir haben obwohl einige das beste Gewissen hatten effektiv kaum geholfen.
 
Die Probleme Afrikas liegen viel tiefer. Man sollte sich eher fragen warum so große Teile Afrikas bei Ankunft der Europäer noch leben wie vor tausenden Jahren.

Weil sie von keiner Gier angetrieben wurden. ;)

Die Frage ist halt, welches Kind ist klüger.
Das Kind, das schon mit 9 Monaten laufen kann?
Oder doch das Kind, das sich mit drei Jahren noch tragen lässt?
 
Von keiner Gier? Von keiner Vision viel eher.
Stammeskriege gab es auch dort schon immer.

Zu deiner hypothetischen Frage, im Moment Klug auf Dauer schlecht.
 
Der Meteorid Schulz ist schon in der Erdumlaufbahn und glimmt höchstens noch. Als Thronanwärter muss da mehr kommen als Vogel Strauss.
 
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