Loudness War - Untergang der Musikkultur?

Was hältst du vom Loudness War der Musikindustrie?

  • Loudness War? Kenn ich nicht - ist mir auch egal!

    Stimmen: 33 14,2%
  • Ich weiß was Loudness War ist, aber es ist mir egal bzw. stört mich nicht.

    Stimmen: 5 2,2%
  • Loudness War ist toll, ich stehe auf die Lautstärke.

    Stimmen: 1 0,4%
  • Ich finde den Loudness War nicht gut, aber kaufe meine Musik unabhängig davon.

    Stimmen: 109 47,0%
  • Ich kaufe nur noch CDs/Platten, die eine gute Qualität haben.

    Stimmen: 53 22,8%
  • Ich kaufe gar keine Musik.

    Stimmen: 31 13,4%

  • Umfrageteilnehmer
    232
Wobei Kompression (je nach Format) nichts mit Dynamikreduzierung zu tun hat und DVDs zumindest prinzipiell mit einem erweiterten Dynamikumfang an den Start gehen, den man nutzen könnte, um Musik in CD-Qualität mit angehobener Lautstärke zu kombinieren, wenn man sowas denn will...
Interessant wäre in dem Zusammenhang die Abmischung von DVD-A/SA-CD. Die richten sich ja nun definitiv an Käufer, bei denen man sich die Krachmacherei sparen sollte.
 
[X] Ich kaufe nur noch CDs/Platten, die eine gute Qualität haben.

Zumindest so weit es eben möglich ist.

Wobei Kompression (je nach Format) nichts mit Dynamikreduzierung zu tun hat und DVDs zumindest prinzipiell mit einem erweiterten Dynamikumfang an den Start gehen, den man nutzen könnte, um Musik in CD-Qualität mit angehobener Lautstärke zu kombinieren, wenn man sowas denn will...

Kompression ist an für sich nichts Böses. Früher wurde die Kompression vor allem genutzt um den Dynamikumfang der Musik an den begrenzten Umfang der Schallplatte (Vinyl ca. 50-60dB, Schellack um 40dB) anzupassen. Mit Einführung der CD mit ca. 96dB Umfang und der Digitaltechnik wurden erst leise Stellen stärker komprimiert um laut und leise Stellen besser aufeinander abzustimmen, was aus audiophiler Sicht gut war und heute auch noch gut ist. Aber dann kamen die "bösen" Limiter, deren Minitarisierung und damit ihre Verbilligung. Dadurch hatte jeder der sich einen leisten konnte und kann auch eingesetzt (teilweise ohne Sinn und Verstand sowie Rücksicht auf Verluste) und der Loudness War war geboren. Ziel wares im Radio möglichst laut zu sein, was aber hierzulande spätestens seit Mitte der 90er überflüssig ist, da die meisten Sender eigene Kompressions-Algorithmen benutzen.

Interessant wäre in dem Zusammenhang die Abmischung von DVD-A/SA-CD. Die richten sich ja nun definitiv an Käufer, bei denen man sich die Krachmacherei sparen sollte.

Die meisten SACDs/DVD-As erscheinen nur als SACD-Hybrid bzw. DVD-A die paar die auch als CD erscheinen richten sich fast ausschließlich an Audiophile. Somit wird das gleiche Ausgangsmaterial genutzt (im Guten wie auch im Bösen). Bei Vinyl könnte man aber Glück haben, da einige Labels, aber auch nur teilweise, weniger komprimieren um dem beschränkten Dynamikumfang Sorge zu tragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mir das jetzt auch mal durchgelesen und gleich mal meine Musik überprüft. Ein paar interessante Entdeckungen gab es doch. So ist z.B. das die ersten zwei Giga D Agostini Alben Werte zwischen 11 und 18 aufweisen. Das erste Album wo der Megahit BlaBlaBla drauf ist weißt nur mehr einen Wert von 5-6 auf. Das selbe ist auch bei Elton John zu beobachten. Die "neueren" Greatest Hits Alben haben alle Lieder um 4-5 bei der Dynamik verloren. Und der absolute Tiefpunkt in der Dynamik stellt David Guetta dar. Es kommt kein einziges Lied über einen Wert von 4. Jetzt kann ich echt meinen Vater verstehen der beklagt das die neue Musik einfach bescheiden klingt. Mir fällt das nicht so auf da ich keine tolle High End Anlage habe, aber gut finde ich die Sache trotzdem nicht. Vielleicht kommt die Musik Industrie irgendwann drauf doch vernünftige Sachen zu produzieren. Vielleicht gebe es dann auch nicht mehr so große Probleme was den Verkauf von CDs betrifft. Den für Schrott will halt keiner so viel Geld ausgeben vorallem wenn man es "gratis" irgendwo im Internet findet.
 
In dem Fall war nicht von einer (Dynamik-)Kompression des Klanges, sondern von einer Datenkompression des Formates die Rede ;) . Letztere geht nicht zwingend mit ersterer einher.

Bezüglich "CD-Nachfolger": Ich glaube mich zu erinnern, dass es ganz zu Anfang auch ein paar normale Alben in beiden Formaten gab. Das Neuerscheinungen nur noch bei extrem audiophil veranlagten Ausrichtungen erhältlich sind, stimmt natürlich.
 
Hui ich hab hier mal n krasses Beispiel gefunden:what:

Monster von Kanye West
Habs mir mal irgendwann gekauft und am Anfang gedacht es wär n schlechter Scherz. So viel Clipping auf einem Haufen hab ich noch nie gehört :D

Kanye West - Monster on Vimeo

rot=Übersteuerung

Für sowas sollte man eigentlich sein Geld zurückverlangen..
 

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In dem Fall war nicht von einer (Dynamik-)Kompression des Klanges, sondern von einer Datenkompression des Formates die Rede ;) . Letztere geht nicht zwingend mit ersterer einher.

Kappier' ich nicht: Laut ist doch Laut!? Ob sich jetzt ein Spitzenpegel sich ausserhalb des 44,1 kHz 16 Bit, 2,8224 MHz 1 Bit oder ausserhalb des maximal möglichen 192 kHz 24 Bit Dynamikumfangs bei DVD-A befindet macht für mich jetzt irgendwie kein Unterschied.... Und wie willste die Stunde Vollausschlag dann komprimieren? Um 2 Stunden Vollausschlag auf eine DVD-A zu bekommen? Erinnert mich irgendwie an Ozzys 4-Stunden-Platte.

Bezüglich "CD-Nachfolger": Ich glaube mich zu erinnern, dass es ganz zu Anfang auch ein paar normale Alben in beiden Formaten gab. Das Neuerscheinungen nur noch bei extrem audiophil veranlagten Ausrichtungen erhältlich sind, stimmt natürlich.

Im Guten und auch im Bösen, sollte soviel bedeuten wie: Dass man entweder das Studiomaster für beide Versionen in die jeweilige Datenraten konvertiert hat. Oder dass normale CD-Datenrate 44,1 kHz 16 Bit, aus Kosten- oder Bequemlichkeitsgründen, einfach in 2,8224 MHz 1 Bit konvertiert oder sogar 1:1 auf DVD-As gepresst wurden und werden.
 
Kappier' ich nicht: Laut ist doch Laut!?

Laut ist laut, das stimmt. Aber Dynamik ist der Unterschied zwischen laut und leise und Klangqualität ist (u.a.) die Zahl der Zwischenstufen. Du kannst problemlos die Datengröße eines Audiostreams z.B. für einen DVD-Stream reduzieren, ohne den Dynamikumfang zu verändern, in dem du die Auflösung zwischen den Extremwerten reduzierst, in dem du Ausschläge durch Frequenzfilter reduzierst (und am besten gleich noch die sample Rate mit), in dem du keine Überschneidungen zwischen mehreren Kanälen nicht doppelt speicherst, in dem du (angeblich) nicht raushörbare Feinheiten streichst, in dem du schlichtweg Datei-Kompressionsverfahren anwendest,...
Das alles ist möglich, ohne die Dynamik auch nur ein bißchen zu verändern (klingt dann halt aus ganz anderen Gründen *******).

Und mit Maximalpegeln außerhalb des Bereiches von CD/DVD-A/SACD hat das ganze gar nichts zu tun. Da verwechselst du was mit Clipping.

Im Guten und auch im Bösen, sollte soviel bedeuten wie: Dass man entweder das Studiomaster für beide Versionen in die jeweilige Datenraten konvertiert hat. Oder dass normale CD-Datenrate 44,1 kHz 16 Bit, aus Kosten- oder Bequemlichkeitsgründen, einfach in 2,8224 MHz 1 Bit konvertiert oder sogar 1:1 auf DVD-As gepresst wurden und werden.

Wenn da immer nur einfach konvertiert wurde, wäre die Frage beantwortet. Ich würde aber nicht ausschließen, dass zumindest gelegentlich auch mal separat abgemischt wurde, denn sonst hat man entweder eine miese CD oder eine DVD-A, die wie eine CD klingt.
 
Ob sich jetzt ein Spitzenpegel sich ausserhalb des 44,1 kHz 16 Bit, 2,8224 MHz 1 Bit oder ausserhalb des maximal möglichen 192 kHz 24 Bit Dynamikumfangs bei DVD-A befindet macht für mich jetzt irgendwie kein Unterschied.... Und wieso willste die Stunde Vollausschlag dann komprimieren? Um 2 Stunden Vollausschlag auf eine DVD-A zu bekommen? Erinnert mich irgendwie an Ozzys 4-Stunden-Platte.

Sry, sollte eigentlich wieso heißen nicht wie...

Und mit Maximalpegeln außerhalb des Bereiches von CD/DVD-A/SACD hat das ganze gar nichts zu tun. Da verwechselst du was mit Clipping.

Nein, dachte hauptsächlich an den Einsatz von Limitern wie z. B. bei Monster Magnet, wobei die Spitzenpegel einfach gekappt werden um noch weiter zu komprimieren. Somit läge der Spitzenpegel (theoretisch natürlich) weit außerhalb des Dynamikumfangs.

Wenn da immer nur einfach konvertiert wurde, wäre die Frage beantwortet. Ich würde aber nicht ausschließen, dass zumindest gelegentlich auch mal separat abgemischt wurde, denn sonst hat man entweder eine miese CD oder eine DVD-A, die wie eine CD klingt.

Bei Möglichkeit A würde ich dass in der Tat nicht aussschließen, bei Möglichkeit B hätte es für mich auch keinen Sinn, da noch was nachzumischen.
 
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Ich habe im Übrigen mal ein paar Lieder auf meinem PC mit dem Dynamic Range-Meter für foobar 2000 geprüft, hauptsächlich CD-Aufnahmen. Negtaiv-Rekord bisher: Zwei Lieder von den Gorillaz, Album Gorillaz (wobei da auch bessere drauf waren) mit 4 dB Dynamik, Positiv-Rekord durch Iron Butterfly mit In-A-Gadda-Da-Vida mit 17 dB. Mal schauen, welche Lieder das noch toppen können. :)
Edit: Oha, bei Waves ab 200 MB kriegt das Ding Probleme und schmiert ab. Das nur als Fun Fact. ;)
 
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Mhh irgendwie geht das mit dem Pug-in nicht.
Da steht immer, dass es nur bis zum 1.9.2011 funktioniert:huh:
 
Bei mir geht es noch, aber ehrlich gesagt hab ich vergessen ob ich da was für tricksen musste. Werde das morgen mal Nachvollziehen.
Meist reicht aber ein beliebiges Programm was die Wellenform visualisiert um ab zu schätzen wie die Mischung ist.
 
schaut euch mal das Metallica Album "death magnetic" an.
Soll seinem Spitznamen "death compromised" wohl alle Ehre machen :D
 
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