Hallo,
in einer Computer-Ecke mit Arbeits-PC sollte ein Paar 2.0-Aktiv-Boxen "NMC Sonic" aus den späten 1990ern ersetzt werden. Was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Bei jenen NMC Sonic-Boxen handelte es sich um ein recht robustes Paar Lautsprecher aus Kunststoff. Ein Lautsprecher ist aktiv und treibt eine zweite passive Box in ähnlicher Optik an. Die Lautsprecher werden geschützt durch ein fest mit dem Gehäuse verbundenes Metallgitter. Die Master-Box hat ein fest verbundenes Netzkabel mit Eurostecker. Ansonsten ist der Line-In über ein Cinch-Buchsenpaar an der Rückseite ausgeführt. Auch die Verbindung zur Slave-Box wird über eine Cinch-Verbindung ausgeführt und ist damit zuverlässig, aber leicht lösbar. Die Master-Box hat an der Vorderseite zudem 1. einen Ein/Aus-Schalter, 2. einen Lautstärkeregler, 3. einen Tone-Regler zur Klangeinstellung, und 4. einen 3,5 mm Kopfhörerausgang, mit automatischer Abschaltung der Lautsprecher bei gestecktem Kopfhörer.
Alles gerne und häufig genutzte Funktionen und Eigenschaften... Es würde ja wohl ein leichtes sein, ein ähnliches 2.0-System mit vergleichbaren Features für schmalen Euro zu finden - denkste... Irgendwas hat immer gefehlt. Entweder Stoffabdeckung, oder keine Abdeckung, oder Lautstärkeregelung an unmöglicher Stelle, kein Kopfhörerausgang, oder bei einfachen Lösungen fest verbundene Lautsprecher...
Irgendwann kam ich drauf, auch mal bei Micro-Anlagen zu recherchieren. Aber auch da haben die Lautsprecher oft eine Stoffabdeckung, der Line-In ist vorne (warum im Jahr 2026??) oder nicht vorhanden, oder die Haupteinheit "baut zu tief" (30cm und mehr) für einen Schreibtisch. Teilweise kommen die Geräte auch von sehr dubiosen Herstellern.
Tja, bis ich dann besagte Sharp XL-B520D gefunden habe.
www.sharpconsumer.de
- derzeit im Bereich 100 - 120 Euro zu haben
- auch wenn Sharp kein Edelhersteller ist, ist es doch ein Markengerät
- Kopfhörerausgang vorn, Lautstärkeregler vorn, Line-In hinten
- Bluetooth fürs Streamen vom Handy integriert
- Fernbedienung
- Lautsprecher, welche ein Gitter und keine Stoffabdeckung haben und sich vom Hauptgerät lösen lassen
- relativ kompakte Haupteinheit und Lautsprecherboxen. Das Hauptgerät passt noch seitlich unter einen erhöhten Monitor. (h=12,5 cm. T-20,5 cm)
- auch das Design hebt sich vom sonstigen Mini- und Mikroanlagen-Einerlei positiv ab und wirkt sehr modern und edel.
Eigentlich perfekt.
Wenn da nicht einige bedenkliche Reviews gewesen wären. Demnach
-klingt die Anlage angeblich "billig"
-sei die Anlage angeblich "zu leise"
-würde sie auf Bluetooth und am Line-In rauschen
-und zerstört obendrein eingelegte CDs...
Also eine Anlage aus der Hölle.
Dafür hat sie die FAZ offenbar positiv getestet.
Ich habe es dann "riskiert" und das Gerät trotzdem bestellt. Was soll ich sagen, ich finde nun nach einigen Tagen, dass einige Reviews an Rufmord grenzen.
Der "billige" Klang ist tatsächlich vorhanden, aber nur am Anfang. Die (relativ d.h. laut Datenblatt 1,2 kg schweren und recht gut verarbeiteten) Boxen brauchen deutlich Einspielzeit, aber nach einigen Stunden klingen sie ziemlich harmonisch, wenn auch etwas basslastig- manche würden sagen, "warm". Ich finde sie merklich präziser als die alten NMC Sonic (was allerdings nicht schwer sein dürfte) , und den letzten Rest an Klang kann man mit mehreren EQ-Presets, einem User-Preset sowie zusätzlch einer Treble und einer Bass-Einstellung herausholen. Bei mir fällt die Anpassung recht übersichtlich aus, ich verwende das Normal-Preset mit Treble +2 und Bass -2.
Die Lautstärke ist für kleinere Räume nach meinem Gefühl mehr als ausreichend. Wer ein aboluter Laut-Hörer ist oder seine Wohnhalle beschallen möchte, sollte sich in einem anderen Segment umsehen. Die Lautstärkeregelung ist allerdings tatsächlich etwas merkwürdig. Die Lautstärke steigt in den unteren Stufen sehr schnell an, dann lange kaum, und am Ende wieder stark. Richtig leise kann man mit der Anlage also nicht hören, weil der Unterschied zwischen 0 in der ersten Stufe schon recht deutlich ist. Bzgl. Kopfhörer: Die Anlage ist nicht für einen alten 600 Ohm-Kopfhörer AKG K141 Monitor bestimmt. Richtig laut kann man in dieser Kombi jedenfalls nicht hören, aber für nebenbei reicht es, wenn man kein Lauthörer ist.
Für normale Kopfhörer ist allerdings genug Power da. Aufgefallen ist mir auch, dass die Endstufen auch bei maximal aufgedrehter Lautstärke niemals hörbar ins clippen kommen. Sie scheinen über Reserven zu verfügen, welche von Vorstufe/Lautstärkeregelung im Normalbetrieb nicht ausgereizt werden. Das gibt dann zwar eine geringere erzielbare Endlautstärke, aber die Boxen werden das den Entwicklern danken.
Der Radioempfang ist mit der mitgelieferten Antenne eher so naja, aber er profitiert deutlich, wenn man dem Gerät eine bessere Antenne gönnt. Alles relevante und weniger relevante an Sendern kommt hier jedenfalls rein, nachdem ich nun eine 13 Euro DAB/UKW-Antenne angeschlossen habe. Der DAB-Empfang lässt sich in meinem Fall allerdings etwas von SATA-Zugriffen des PC-Systems beeindrucken, wenn das Antennenkabel zu nahe an PC-Kabeln verlegt wird. Mit einer sorgfältigeren Kabelverlegung habe ich das aber weitgehend in den Griff bekommen. Überhaupt sind Berichte zum Empfang ja immer mit Vorsicht zu genießen, da die örtliche Situation bei jedem anders ist.
Mein Hauptkritikpunkt an der Anlage ist der CD-Player. Er spielt zwar alle bisher getesteten CDs ordentlich ab aber... Diese Schublade! Ich habe in den letzten 20 Jahren die Qualität von Disc-Playern ja immer weiter sinken sehen. Jedes mal wurde die Schublage klappriger und ihre Konstruktion windiger. Die hier verbaute Schublade stellt für mich den aktuellen Benchmark auf dem Weg nach unten dar. dagegen waren Aldi-DVD-Player von vor 10 Jahren ja noch richtig robust... Man kann bei diesem Modell mangels Aussparungen die CD nicht mal mehr von der Seite greifen, sondern muss mit der Hand unter die Schublade und die CD zentral "hochdippen", um sie mit der anderen Hand greifen zu können. Ein intuitiv-einhändiger Wechsel ist nicht möglich. Ich traue dieser Schublade nicht über den Weg. Ich würde das Gerät daher auch nicht empfehlen, wenn jüngere Kinder, oder sehr alte oder körperlich eingeschränkte Personen damit regelmäßig CDs hören sollen. Und alle anderen nur nach Einweisung...
Im Gegensatz dazu ist die mitgelieferte Fernbedienung wieder recht wertig und kann mit einfachen TV-Fernbedienungen oder älteren Hifi-Fernbedienungen ohne weiteres mithalten. Sie wirkt robust und ist 1-2 Klassen über dem heute üblichen Billig-Geräte-Standard angesiedelt. Auch ist sie - im Gegensatz zu anderen Hifi-Herstellern - tatsächlich sinnvoll und logisch gegliedert. Die Knöpfe sind allerdings alle in Schwarz mit weißem Aufdruck.
Rauscht irgendwas am Aux/Line-In oder USB-Eingang? Hier nicht. Es hängt ein kleiner DAC mit zwei Digital-Eingängen dran, an dem PC und ein TV-Reveiver hängen.
Ansonsten ist noch anzumerken, dass das Gerät an ein externes Steckernetzteil mit 12V und 2A angeschlossen wird. Früher hatte ich externe Netzteile immer kritisiert. Aber inzwischen sind auch einige Geräte bei mir den Weg des Zeitlichen gegangen, da das interne Netzteil offenbar defekt war. Von daher hat ein externes Netzteil wie hier auch Vorteile. Wenn es kaputt geht, kauft man einfach ein Neues. Theoretisch hätten Hifi-Freaks sogar die Möglichkeit, mit "audiophilen " Netzteilen zu experimentieren. Wobei diese wahrscheinlich mehr kosten als die komplette Anlage insgesamt...
Zwei Bugs sind mir noch aufgefallen:
-wechselt man von einer anderen Quelle zurück auf DAB-Radio, kann es sein, dass dieses plötzlich keinen Sender mehr findet. Hier hilft 1-2 mal wechseln auf FM und wieder zurück, dann spielt DAB wieder.
-wenn man die CD-Lade öffnet, während eine andere Quelle spielt, wird beim Druck auf den Öffnen-Knopf die Wiedergabe ganz kurz unterbrochen.
Insgesamt finde ich die Anlage aber super für den gebotenen Preis und den Einsatzzweck. Sie macht was her, wirkt teilweise recht hochwertig und spielt sehr gut. Die Boxen und die Fernbedienung lassen eine höhere Klasse vermuten, während der CD-Player leider eine absolut windige Sparkonstruktion ist. Durch ihre Kompaktheit ist die Anlage aber sehr gut gerade für Schreibtische/Office geeignet, wobei eine feinfühligere Lautstärkeregelung in den untersten Regionen gerade im Büro hilfreich sein könnte. Ansonsten - etwas mehr als 100 Euro für ein vernünftig klingendes und gut aussehendes Marken-2.0 System mit CD, DAB-Radio und Bluetooth als autarke Funktionen - ich finde da kann man nicht meckern.
in einer Computer-Ecke mit Arbeits-PC sollte ein Paar 2.0-Aktiv-Boxen "NMC Sonic" aus den späten 1990ern ersetzt werden. Was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Bei jenen NMC Sonic-Boxen handelte es sich um ein recht robustes Paar Lautsprecher aus Kunststoff. Ein Lautsprecher ist aktiv und treibt eine zweite passive Box in ähnlicher Optik an. Die Lautsprecher werden geschützt durch ein fest mit dem Gehäuse verbundenes Metallgitter. Die Master-Box hat ein fest verbundenes Netzkabel mit Eurostecker. Ansonsten ist der Line-In über ein Cinch-Buchsenpaar an der Rückseite ausgeführt. Auch die Verbindung zur Slave-Box wird über eine Cinch-Verbindung ausgeführt und ist damit zuverlässig, aber leicht lösbar. Die Master-Box hat an der Vorderseite zudem 1. einen Ein/Aus-Schalter, 2. einen Lautstärkeregler, 3. einen Tone-Regler zur Klangeinstellung, und 4. einen 3,5 mm Kopfhörerausgang, mit automatischer Abschaltung der Lautsprecher bei gestecktem Kopfhörer.
Alles gerne und häufig genutzte Funktionen und Eigenschaften... Es würde ja wohl ein leichtes sein, ein ähnliches 2.0-System mit vergleichbaren Features für schmalen Euro zu finden - denkste... Irgendwas hat immer gefehlt. Entweder Stoffabdeckung, oder keine Abdeckung, oder Lautstärkeregelung an unmöglicher Stelle, kein Kopfhörerausgang, oder bei einfachen Lösungen fest verbundene Lautsprecher...
Irgendwann kam ich drauf, auch mal bei Micro-Anlagen zu recherchieren. Aber auch da haben die Lautsprecher oft eine Stoffabdeckung, der Line-In ist vorne (warum im Jahr 2026??) oder nicht vorhanden, oder die Haupteinheit "baut zu tief" (30cm und mehr) für einen Schreibtisch. Teilweise kommen die Geräte auch von sehr dubiosen Herstellern.
Tja, bis ich dann besagte Sharp XL-B520D gefunden habe.
TOKYO DAB+ Hi-Fi Micro System | XLB520DBK
Ein modernes Hi-Fi-Microsystem mit DAB+/FM-Tuner, CD-Player und Bluetooth-Funkübertragung von Musik.
- derzeit im Bereich 100 - 120 Euro zu haben
- auch wenn Sharp kein Edelhersteller ist, ist es doch ein Markengerät
- Kopfhörerausgang vorn, Lautstärkeregler vorn, Line-In hinten
- Bluetooth fürs Streamen vom Handy integriert
- Fernbedienung
- Lautsprecher, welche ein Gitter und keine Stoffabdeckung haben und sich vom Hauptgerät lösen lassen
- relativ kompakte Haupteinheit und Lautsprecherboxen. Das Hauptgerät passt noch seitlich unter einen erhöhten Monitor. (h=12,5 cm. T-20,5 cm)
- auch das Design hebt sich vom sonstigen Mini- und Mikroanlagen-Einerlei positiv ab und wirkt sehr modern und edel.
Eigentlich perfekt.
Wenn da nicht einige bedenkliche Reviews gewesen wären. Demnach-klingt die Anlage angeblich "billig"
-sei die Anlage angeblich "zu leise"
-würde sie auf Bluetooth und am Line-In rauschen
-und zerstört obendrein eingelegte CDs...
Also eine Anlage aus der Hölle.
Dafür hat sie die FAZ offenbar positiv getestet.

Ich habe es dann "riskiert" und das Gerät trotzdem bestellt. Was soll ich sagen, ich finde nun nach einigen Tagen, dass einige Reviews an Rufmord grenzen.
Der "billige" Klang ist tatsächlich vorhanden, aber nur am Anfang. Die (relativ d.h. laut Datenblatt 1,2 kg schweren und recht gut verarbeiteten) Boxen brauchen deutlich Einspielzeit, aber nach einigen Stunden klingen sie ziemlich harmonisch, wenn auch etwas basslastig- manche würden sagen, "warm". Ich finde sie merklich präziser als die alten NMC Sonic (was allerdings nicht schwer sein dürfte) , und den letzten Rest an Klang kann man mit mehreren EQ-Presets, einem User-Preset sowie zusätzlch einer Treble und einer Bass-Einstellung herausholen. Bei mir fällt die Anpassung recht übersichtlich aus, ich verwende das Normal-Preset mit Treble +2 und Bass -2.
Die Lautstärke ist für kleinere Räume nach meinem Gefühl mehr als ausreichend. Wer ein aboluter Laut-Hörer ist oder seine Wohnhalle beschallen möchte, sollte sich in einem anderen Segment umsehen. Die Lautstärkeregelung ist allerdings tatsächlich etwas merkwürdig. Die Lautstärke steigt in den unteren Stufen sehr schnell an, dann lange kaum, und am Ende wieder stark. Richtig leise kann man mit der Anlage also nicht hören, weil der Unterschied zwischen 0 in der ersten Stufe schon recht deutlich ist. Bzgl. Kopfhörer: Die Anlage ist nicht für einen alten 600 Ohm-Kopfhörer AKG K141 Monitor bestimmt. Richtig laut kann man in dieser Kombi jedenfalls nicht hören, aber für nebenbei reicht es, wenn man kein Lauthörer ist.
Für normale Kopfhörer ist allerdings genug Power da. Aufgefallen ist mir auch, dass die Endstufen auch bei maximal aufgedrehter Lautstärke niemals hörbar ins clippen kommen. Sie scheinen über Reserven zu verfügen, welche von Vorstufe/Lautstärkeregelung im Normalbetrieb nicht ausgereizt werden. Das gibt dann zwar eine geringere erzielbare Endlautstärke, aber die Boxen werden das den Entwicklern danken.
Der Radioempfang ist mit der mitgelieferten Antenne eher so naja, aber er profitiert deutlich, wenn man dem Gerät eine bessere Antenne gönnt. Alles relevante und weniger relevante an Sendern kommt hier jedenfalls rein, nachdem ich nun eine 13 Euro DAB/UKW-Antenne angeschlossen habe. Der DAB-Empfang lässt sich in meinem Fall allerdings etwas von SATA-Zugriffen des PC-Systems beeindrucken, wenn das Antennenkabel zu nahe an PC-Kabeln verlegt wird. Mit einer sorgfältigeren Kabelverlegung habe ich das aber weitgehend in den Griff bekommen. Überhaupt sind Berichte zum Empfang ja immer mit Vorsicht zu genießen, da die örtliche Situation bei jedem anders ist.
Mein Hauptkritikpunkt an der Anlage ist der CD-Player. Er spielt zwar alle bisher getesteten CDs ordentlich ab aber... Diese Schublade! Ich habe in den letzten 20 Jahren die Qualität von Disc-Playern ja immer weiter sinken sehen. Jedes mal wurde die Schublage klappriger und ihre Konstruktion windiger. Die hier verbaute Schublade stellt für mich den aktuellen Benchmark auf dem Weg nach unten dar. dagegen waren Aldi-DVD-Player von vor 10 Jahren ja noch richtig robust... Man kann bei diesem Modell mangels Aussparungen die CD nicht mal mehr von der Seite greifen, sondern muss mit der Hand unter die Schublade und die CD zentral "hochdippen", um sie mit der anderen Hand greifen zu können. Ein intuitiv-einhändiger Wechsel ist nicht möglich. Ich traue dieser Schublade nicht über den Weg. Ich würde das Gerät daher auch nicht empfehlen, wenn jüngere Kinder, oder sehr alte oder körperlich eingeschränkte Personen damit regelmäßig CDs hören sollen. Und alle anderen nur nach Einweisung...
Im Gegensatz dazu ist die mitgelieferte Fernbedienung wieder recht wertig und kann mit einfachen TV-Fernbedienungen oder älteren Hifi-Fernbedienungen ohne weiteres mithalten. Sie wirkt robust und ist 1-2 Klassen über dem heute üblichen Billig-Geräte-Standard angesiedelt. Auch ist sie - im Gegensatz zu anderen Hifi-Herstellern - tatsächlich sinnvoll und logisch gegliedert. Die Knöpfe sind allerdings alle in Schwarz mit weißem Aufdruck.
Rauscht irgendwas am Aux/Line-In oder USB-Eingang? Hier nicht. Es hängt ein kleiner DAC mit zwei Digital-Eingängen dran, an dem PC und ein TV-Reveiver hängen.
Ansonsten ist noch anzumerken, dass das Gerät an ein externes Steckernetzteil mit 12V und 2A angeschlossen wird. Früher hatte ich externe Netzteile immer kritisiert. Aber inzwischen sind auch einige Geräte bei mir den Weg des Zeitlichen gegangen, da das interne Netzteil offenbar defekt war. Von daher hat ein externes Netzteil wie hier auch Vorteile. Wenn es kaputt geht, kauft man einfach ein Neues. Theoretisch hätten Hifi-Freaks sogar die Möglichkeit, mit "audiophilen " Netzteilen zu experimentieren. Wobei diese wahrscheinlich mehr kosten als die komplette Anlage insgesamt...
Zwei Bugs sind mir noch aufgefallen:
-wechselt man von einer anderen Quelle zurück auf DAB-Radio, kann es sein, dass dieses plötzlich keinen Sender mehr findet. Hier hilft 1-2 mal wechseln auf FM und wieder zurück, dann spielt DAB wieder.
-wenn man die CD-Lade öffnet, während eine andere Quelle spielt, wird beim Druck auf den Öffnen-Knopf die Wiedergabe ganz kurz unterbrochen.
Insgesamt finde ich die Anlage aber super für den gebotenen Preis und den Einsatzzweck. Sie macht was her, wirkt teilweise recht hochwertig und spielt sehr gut. Die Boxen und die Fernbedienung lassen eine höhere Klasse vermuten, während der CD-Player leider eine absolut windige Sparkonstruktion ist. Durch ihre Kompaktheit ist die Anlage aber sehr gut gerade für Schreibtische/Office geeignet, wobei eine feinfühligere Lautstärkeregelung in den untersten Regionen gerade im Büro hilfreich sein könnte. Ansonsten - etwas mehr als 100 Euro für ein vernünftig klingendes und gut aussehendes Marken-2.0 System mit CD, DAB-Radio und Bluetooth als autarke Funktionen - ich finde da kann man nicht meckern.

Zuletzt bearbeitet: