AMD gegen Nvidia: Schwere Vorwürfe wegen angeblicher Benachteiligung in Batman (Update: Batman-Gate) schrieb:
So hätte AMD beispielsweise bereits nach der Veröffentlichung der Batman-Demo mit dem Entwickler zusammenarbeiten können, um ebenfalls Ingame-AA zu unterstützen. Von Haus aus bietet die Unreal Engine 3 kein Ingame-FSAA, Nvidia hatte aber in Zusammenarbeit mit Entwickler und Publisher dafür gesorgt, dass eine entsprechende Lösung mit anschließender Qualitätsprüfung gefunden wurde. AMD hätte diese Option ebenfalls offengestanden.
Objektiv betrachtet klingt die Unterstellung, Entwickler würden absichtlich Spiele mit schwerwiegenden Bugs veröffentlichen, etwas absurd. Eine derartige Einstellung würde den PC als Spiele-Plattform langfristig schaden, weshalb es sich wohl kaum ein Entwickler leisten kann, bewusst fehlerbehaftete Spiele auszuliefern. Dass speziell Batman: Arkham Asylum auf Nvidia-Grafikkarten besser läuft, ist angesichts der bekannten Marketing-Unterstützung nicht weiter verwunderlich (das Spiel wird mit vielen Nvidia-Karten gebundelt). Ähnliches kann man auch bei AMD-gesponsorten Spielen wie Dirt 2 erwarten.
Man verwehrt sich gegenüber den Anschuldigungen, AMD aktiv zu benachteiligen mit der durchaus naheliegenden Aussage, dass Entwickler sicherlich nicht noch einmal am TWIMTBP-Programm teilnehmen würden, wenn solche Anschuldigungen sich als wahr herausstellen sollten - was wiederum schädlich für Nvidias Geschäft wäre.
Warum gibt es in Batman nur Nvidia-Anti-Aliasing?
Nvidia betont zu Recht, dass Batman: Arkham Asylum auf der Unreal-Engine 3 basiert. Bekannterweise nutzt deren Renderer teilweise Deferred Shading, bei dem unter DirectX 9 kein Anti-Aliasing unterstützt wird. Nach Erscheinen der ersten Titel haben AMD und Nvidia Hacks in ihre Treiber integriert, um diese Funktionalität für DirectX-10-Karten nachzurüsten. Bei Batman: Arkham Asylum hat Nvidia nun dem Entwickler diesen Treiberhack zur Verfügung gestellt, sodass dieser ihn in den Launcher des Spiels integrieren konnte. Weiter fragt man nun, warum man Support für Hardware der Konkurrenz leisten sollte und wieso AMD sich beklage, dass auf ihrer Hardware "nur" über den Treiber Anti-Aliasing zu erzwingen wäre: Das sei schließlich genau das, was der Spieler bekommen hätte, wenn Nvidia nichts unternommen hätte.
Weiter stelle sich die Frage, was passiert, wenn man kostenlos Support für AMDs Hardware integriert hätte, sich bei AMD aber etwas im Treiber ändere, sodass die Einstellung nicht mehr funktioniere? Support-Anfragen beim Entwickler wären die Folge.
Zum Schluss konnte man sich bei Nvidia einen bissigen Kommentar jedoch nicht verkneifen: Anstelle von Blogs, PDFs und Powerpoint-Slides solle AMD doch vielleicht überlegen, das Personal der Developer-RelationsAbteilung etwas aufzustocken - und zwar im Bereich der Software-Entwickler. Nvidia investiere schließlich ebenfalls zweistellige Millionenbeträge jährlich für die Gehälter der 200 Mitarbeiter der entsprechenden Abteilung.
Inzwischen meldete sich auch Batman-Publisher Eidos zu Wort. Auf der Webseite PC Perspective stellten die Entwickler klar, dass Anti-Aliasing in Batman überhaupt nicht geplant gewesen sei und Nvidia es quasi selbst eingebaut habe. Weiter schreibt PC Perspective, Eidos habe in der Email-Konversation, dass man selbst AMD auch die Möglichkeit angeboten habe, Entwickler ins Batman-Studio zu schicken. Diese Chance habe AMD jedoch nicht wahrgenommen.