Da braucht man min. 3 Monate , eher 1 Jahr.
Also auf gleich auf, in 10.
Ich habe ein 2 Jähriges Kind, einen Job. Die Alte will in die ans Meer in die Ferien.
Habe mit Mühe und Not in der Nacht mein neues System zusammengebaut. An Gaming, ist kaum zu denken.
Ohne es böse zu meinen, ist es doch eher schon doof von der Welt, wenn man mit einem OS wie Windows sich zufriedengeben "muss", einfach deshalb, weil das bisschen Zeit fehlt, um sich eine vielleicht gute Alternative anzuschauen. Ich finde das schade. :/
Da braucht man min. 3 Monate , eher 1 Jahr.
Du hast dabei ja nicht total unrecht. So wie man bei einem Wechsel von iOS auf Android eine gewisse Lernkurve hat, so ist das selbstverständlich auch bei einem Wechsel von Windows bzw. eher seinem UI auf eines wie KDE und Co. Ich kann dir da aber ein wenig den Wind aus den Segeln bzw. die Sorge nehmen, denn am Ende kochen alle mit dem gleichen Wasser und die Bedienkonzepte sind vom Kern her allesamt die gleichen.
Der große Unterschied liegt einfach darin, dass man dir z.B. mit KDE als Desktop nebst den üblichen Möglichkeiten wie Theme oder Hintergrundbild eine Tonne an grafisch einstellbaren Möglichkeiten gibt, die es bei MS schlicht gar nicht erst gibt, in der Registry sonderbare Keys verändern oder man 3rd Party-Produkte installieren muss.
Auch das Dateisystem folgt im Kern dem Konzept von Systemdateien und Benutzerdateien in eigenen Ordnern. Was unter Windows das Users-Verzeichnis auf C: ist, ist unter einem Linux ein /home. Was unter Windows die Registry ist, das ist unter einem Linux ein Verzeichnis /etc mit Textdateien als Config anstatt kryptischer Schlüssel in einer Datenbank. Mit /home interagiert man ständig. Mit /etc interagiert man selten. Und mit dem Rest kommt man nur höchst selten in direkten Kontakt.
Ein, wie ich finde, enorm großer Vorteil unter Linux ist, dass man sein Benutzerverzeichnis sichert und nahezu ohne Einschränkungen dann gewünschte oder alle dessen Inhalte bei einer Neuinstallation einfach zurückspielt. Ebenso die Einstellungen in /etc. Installierst du dann Pakete auf einem neuen System, dann haben die alle ihre alten Einstellungen - einfach so! Wenn in Windows dagegen die Registry weg ist, dann hast du als User ein Problem. Gleiches für die Benutzerdateien. Bei Windows ist jede Neuinstallation quasi komplett was Neues. Selbst wenn du eine Sicherung der Registry hättest, du hättest arge Schwierigkeiten Configs eines Programms daraus zu extrahieren und wieder einzuspielen.
Der Umgang mit Datenträgern und ihren Dateisystemen ist auch ein Nobrainer. Ja, Linux hat eigene Dateisysteme. Und ja, diese werden präferiert. Das hat aber rein gar nichts von Einschränkungen. Bei den grafischen Installern bekommt man die Wahl zwischen: Ich mache dir alles platt und nehme mir dann, was ich auf dem Laufwerk zur Verfügung habe, über geführte Assistenten inkl. Verkleinern von anderen Partitionen, bis hin zur komplett manuellen Einrichtung, wo einzelner Verzeichnisses des Systems auf beliebigen Laufwerken sein können. Du hast unter Windows diverse Partitionen und Platten, die C:, D: und E: heißen und willst dich nicht umgewöhnen? Kein Problem. Binde sie als /arbeitsplatz/c und /arbeitsplatz/d und /arbeitsplatz/e ein. Ist jetzt nicht die beste Idee, aber - anders als in Windows - es geht!
Ich weiß nun nicht, ob es dich auch betrifft, es ist lediglich ein Eindruck, dass sehr viele User da draußen das schiere Vorhandensein von Möglichkeiten als "ist alles viel zu komplex" abtun, um dann weiter mit dem Brei aus Redmond unterwegs zu sein. Dabei ist die Komplexität lediglich eine Option und
kein Muss.
Ich schrieb es schon eingangs, dass allesamt mit dem gleichen Wasser kochen. Doch während man bei Windows immer häufiger Zucker statt Salz im Pastawasser verwendet, bekommt man bei einem Linux die Wahlfreiheit. Stehst du auf süße Pasta? Dann hau dir Zucker rein. Eher nicht so, dann musste das auch nicht machen. Es ist deine Entscheidung, nicht die von Leuten, die dir immer häufiger sagen wollen, was du zu haben willst!
Am Ende noch einige Worte zum Thema: Keine Zeit für.
Wir Menschen neigen dazu, den Lernpfad hin zu vereinfachende Dinge als zu zeitraubend abzutun, weil wir uns nicht vorstellen können, dass ein kleiner Aufwand am Ende mehr Zeit für einen selbst bzw. andere Dinge bedeuten kann. Ich schreibe absichtlich kann und nicht, dass es so ist. Ich persönlich habe aber die positive Erfahrung gemacht, dass so gut wie alles besser, stabiler, homogener und auch für mich schneller unter einem Linux erledigt ist. Es wäre doch schade, gerade wenn man so wenig Zeit hat, sich diese Chance entgehen zu lassen, oder?