Microsoft gibt es seit 1975, Apple gibt es seit 1976, macOS existiert seit 2001.
MS-DOS gab es bis 1995 + ein paar Jahre hinterher. macOS, nun ja, fußt auch auf etwas Älterem. Dazu kommt, dass beide System in den USA schon laaaaaaange vor einem Linux 1.0 Kernel im Massenmarkt waren.
Linux gibt es seit 1991 und hätte auch genügend Zeit gehabt, sich im Desktop-Bereich ähnlich gut zu etablieren.
Weswegen dieser Vergleich doch sehr hinkt und nur den weniger Überblickenden blenden soll.
Die von mir genannten Anwendungen sind Beispiele und sind alles andere als Randfälle.
Für weit über 99 % der privaten User in jedem Fall. Im Businessbereich lass es 80 % sein, die das nicht kratzt.
Standard-Kernel? Da fängt es doch schon an. Es gibt den „normalen Kernel“ und einen Realtime kernel.
Apple hat in macOS als auch iOS extra Pfade für bessere Audio- und Videoperformance eingebaut. Windows fehlt das komplett, und kann nur dank ASIO überhaupt mithalte. Will man dagegen Wirklich RT Performance für Medizin oder Robotik, dann kannst macOS voll vergessen und Windows braucht eine RT-Kernelerweiterung. Wo du da jetzt mit deinen "Standards" einen Blumentopf zu gewinnen siehst, das ist vermutlich nur dir klar.
Ferner sind für Recording noch andere Dinge zu beachten. Welches Audio Subsystem man installieren muss, Fine Tuning von Prozess Prioritäten, etc.
Bei macOS und Windows installiere ich Treiber für das Recording-Interface und die DAW und bin dann fertig.
Ja, ASIO, was kein Teil von Windows ist und nur dazu dient den für diesen Zweck untauglichen Windows-Kernel tauglich zu machen. Apple hat da einen auf diesen Zweck hin optimierten Kernel.
Und von wegen Standards. Ich kenne kein anderes Unix, bei dem aber auch alles maximal verbastelt ist.
Gibt da draußen ja auch noch so viele Unix für Leute wie hier im Forum.
Bei einer Distribution war sogar das ls Kommando gegen eine graphische Variante ausgetauscht worden.
Was ist daran Standard?
ls eintippen und das Verzeichnis aufgelistet bekommen? Ich würde das Standardverhalten nennen. Du doch hoffentlich auch? Wie das optisch aussieht, ist doch nur eine Flavor- und keine Funktionsfrage!
Soll Leute geben, die den Explorer scheiße finden - mich eingeschlossen -, und sich jedes andere Windowsderivat installieren würden, nur um diese Softwareausgeburt der Hölle nicht mehr ertragen zu müssen. Nur weil man sich an beschissene Bedienkonzepte gewöhnt und sie für sich zum "Standard" erhoben hat, bleiben sie trotzdem beschissene Bedienkonzepte. Sollte auch dir einleuchten, oder?
Egal ob Startup-Environment oder das Shell-Environment. Da gleicht kaum eine Distribution einer anderen.
Klar, sie gleichen sich alle. Sie sind nicht dieselben. Da hast du recht! Das zu fordern finde ich aber schon ein bisschen peinlich. Zumal es nur um Optik geht, aber die Funktionsfähigkeit mit deiner Kritik angezweifelt wird.
Darum passen auch die Manual-Pages, die separat gepflegt werden, nicht für jede Distribution.
Klar passen die. Du tippst "man ls" ein und bekommst im Kern alles angezeigt, was ls ausmacht. Ist es ein Derivat vom 08/15 ls, dann werden dir da die Veränderungen angezeigt. Und wenn dir die Anpassung nicht gefällt, dann entfernt du das Alias einfach aus deiner .bashrc oder so.
Es ist übrigens "Standard", dass es kein ll oder so gibt. Alles nur Aliase, weils bequemer ist als immer wieder ls -la zu tippen.
Auch für Backup/Recovery bekommt man für Windows deutlich bessere und flexiblere Lösungen,
die nahezu keinen Wunsch offenlassen.
Meh. Da bin ich mit keiner einzigen der letzten 20 Jahre glücklich geworden. Was gut klappt, sind Borg-Backup und bei etwas Ahnung Duplicati. Besonders wenn man seine Daten nach extern sichern will, finde ich Duplicati schon ziemlich gut.
Dann noch die vielen Entscheidungen, für welches Linux man sich überhaupt entscheiden soll.
Rolling Release oder LTS. Da gibt es ja nun doch erhebliche Unterschiede, auch was die Maintenance
anbelangt.
Ja klar. LTS ist Long Term Support und RR ist "Updates inkl. Upgrades am laufenden Band". Beides hat seine Bewandtnis. Bei Windows hat man ja seit Windows 10 quasi auch Rolling Releases. Von Drittanbietertreibern, die man ständig halb manuell selber installieren muss gar nicht erst angefangen.
Für Dich scheinen solche Dinge keinen Unterschied zu machen. Das ist dann aber auch der Unterschied zwischen jemandem mit "Bastlermentalität" der sowas mit einem Schulterzucken akzeptiert und jemandem, der ein gewisses Maß an Standardisierung und - damit einhergehend - Qualität erwartet.
Deine erwartete Qualität ist keine, die ein OS liefern kann und auch nicht liefert - mal vom AV-optimieren Kernel der Applesysteme abgesehen. Was du beschreibst, sind auf dem OS laufende Techniken oder aber deine Vorstellung davon, wie man einen Computer zu bedienen hat.