Microsoft hat sich in den letzten Jahren von einem Gegner zu einem der aktivsten Unterstützer und Mitwirkenden der Linux-Welt entwickelt. Die Beiträge reichen von technischer Code-Arbeit bis hin zur Integration von Linux-Funktionen direkt in Windows.
Microsofts aktive Beiträge zu Linux
- Mitgliedschaft in der Linux Foundation: Microsoft ist seit 2016 Platin-Mitglied der Linux Foundation und finanziert damit maßgeblich die Weiterentwicklung des Kernels und wichtiger Open-Source-Projekte mit.
- Kernel-Entwicklung: Microsoft-Ingenieure gehören regelmäßig zu den Top-Beitragenden des Linux-Kernels, insbesondere um die Performance von Linux in der Azure-Cloud und auf Hyper-V-Virtualisierungsplattformen zu optimieren.
- Eigene Linux-Distributionen:
- Azure Linux (früher CBL-Mariner): Eine interne Distribution für Cloud-Infrastrukturen und Edge-Dienste.
- Azure Sphere OS: Ein Linux-basiertes Betriebssystem für IoT-Sicherheitslösungen.
- Windows-Subsystem für Linux (WSL): Microsoft integriert einen echten Linux-Kernel direkt in Windows 10 und 11. Damit können Entwickler Linux-Tools und grafische Anwendungen nativ unter Windows nutzen, ohne eine separate virtuelle Maschine manuell aufsetzen zu müssen.
Software und Dienste für Linux
Microsoft stellt mittlerweile viele seiner Kernanwendungen nativ für Linux bereit:
- Entwickler-Tools: Visual Studio Code und .NET sind plattformübergreifend verfügbar.
- Browser: Microsoft Edge ist als stabiler Browser für diverse Linux-Distributionen verfügbar.
- Datenbanken: Der SQL Server für Linux ermöglicht den Einsatz professioneller Datenbanklösungen auf Open-Source-Servern.
- Kollaboration: Microsoft Teams und Skype existieren als dedizierte Clients oder Web-Apps für Linux-Nutzer.