News Deutschland setzt auf Linux: Millionen-Investitionen als Antwort auf Microsofts "Spyware"

Interessant wie hier die Beamten und deren Einstellung zum Dienst gesehen wird.
Ohne da ins Detail zu gehen so wie dargestellt: Widerspruch von mir.
Es gibt da sicherlich auch rühmlichere Beispiele die ihren Job tatsächlich ernst nehmen und so gut machen wie sie können, keine Frage.
Das Vorurteil des Beamtenmikados (wer sich zuerst bewegt hat verloren) kommt aber wahrscheinlich leider nicht aus dem Nichts. Manche dieser Sorte machen das sogar ganz öffentlich - ich habe einen Beamten in der Verwandschaft der ganz offen erzählt dass er "nicht zur Arbeit sondern zum Dienst" geht und die meiste Zeit rein gar nichts macht.

Wenn du von der Sorte in jedem "Betrieb" einen sitzen hast und die anderen drumrum sehen "der macht nix und es passiert ihm nix" ist klar, warum solche Änderungen wie "Linux statt Windows" es sehr sehr schwer haben. Es ist ja nicht nötig dass alle faul wären oder sowas, es reicht da leider wenn jeder seinen Stinkstiefel hat sozusagen.
 
@Incredible Alk Faule gibt es überall! Ich sehe aber nicht zwingend den Beamten als Problem, zumindest nicht initial. Es ist das Gebilde "öffentlicher Dienst"! Selbst wenn du enthusiastisch und motiviert an etwas herangehst, Vorschläge machst und Verbesserungspotential zeigst, wird nichts passieren, weil da Menschen in höheren Positionen sind, die sich an ihr gelerntes Verwaltungsrecht klammern und niemals nie nicht eine Entscheidung treffen werden, die vllt ein Aus der eigenen Karriere bedeuten könnte. Deswegen ändert sich auch nichts in Deutschland.

Ich finde es gut, dass scheinbar etwas Fahrt in die Umstellung auf Linux kommt. Den Zuschuss kann KDE gebrauchen, freuen tut mich sehr, nutze ich es auch gern.
Auch das Schleswig-Holstein als Bundesland flächig Linux einsetzt ist gut. Vllt besinnt man sich auch wieder darauf, dass es noch ein deutsches Linux neben CachyOS gibt.
 
@Incredible Alk Faule gibt es überall! Ich sehe aber nicht zwingend den Beamten als Problem, zumindest nicht initial. Es ist das Gebilde "öffentlicher Dienst"! Selbst wenn du enthusiastisch und motiviert an etwas herangehst, Vorschläge machst und Verbesserungspotential zeigst, wird nichts passieren, weil da Menschen in höheren Positionen sind, die sich an ihr gelerntes Verwaltungsrecht klammern und niemals nie nicht eine Entscheidung treffen werden, die vllt ein Aus der eigenen Karriere bedeuten könnte. Deswegen ändert sich auch nichts in Deutschland.
Wie schon gesagt, ich kritisiere nicht die Personen/Beamte sondern das System - denn das System generiert und bevorzugt schädliche Verhaltensweisen. Wer nichts macht wird nicht bestraft, wer sich besonders reinhängt nicht belohnt. Ein besseres System zur Fortschrittsbekämpfung kann ich mir nicht vorstellen.
 
@Incredible Alk
Interessanter Take von dir.
Der Typ "Mitarbeiter" den du da beschreibst ist bei uns im Amt die/der Angestellte und nicht die/der Beamte.
Ich bin aber generell bei dir, dass Minderleistung abgestraft gehört, egal in welchem "Arbeitsverhältnis".
Ich habe vorher selbiges aber auch etliche Jahre in der Privatwirtschaft erlebt, insbesondere in Bereichen, wo akuter Personalmangel herrscht. Da nehmen Firmen meist lieber einen Minderleister mit, statt niemanden zu haben.

Um mal halbwegs zurück zum Topic zu kommen:
Das wirkliche Problem, egal ob Windows/Linux/Fachanwendungen/Digitalisierung liegt in der BRD meiner Meinung nach ganz woanders. Föderalismus!
Und man verstehe mich nicht falsch. Der Föderalismus als Schutz vor Machtkonzentration ist eine super Sache.
Nur immer da, wo einheitliche Standards/Werkzeuge benötigt werden oder wo es um "bewegliches" geht ist das der absolute Hemmschuh.
Dies wird mit einer Gesetzgebung des Bundes gepaart, die sowohl sämtliche Aufgaben als auch Kosten und Aufwendungen inklusive Folgekosten etc. nach unten an die Kommunen weitergibt ohne diese ausreichend auszustatten während gleichzeitig der Datenschutz die Behörden untereinander nicht einmal sinnvoll miteinander kommunizieren lässt.
Diese Standards und Werkzeuge und finanzielle Ausstattung liefert der Bund jedoch für seine tollen beschlossenen zusätzlichen Aufgaben die er delegiert nicht von denen von Anfang an klar ist, dass das nur in die Hose gehen kann.

Wir haben dann also das Problem, dass jedes Land seine eigene Art der Umsetzung haben will und darauf aufbauend, wie das Land das gerne generell ausgestaltet haben will, kann dann jede Kommune den Mist in eigener Regie irgendwie lauffähig aufstellen. Und jetzt schaue man mal, wieviele es davon gibt in der BRD und stelle sich mal vor, mit was für einen Aufwand bzw. mit welchen absurden Kosten das ingesamt verbunden ist.

Jetzt steht der Bürger zurecht ab Stichtag X da und will seinen Anspruch positiv beschieden haben und beschwert sich zurecht, wenn Dinge ewig dauern.

Einfaches Beispiel:
Möchte eine bestimmte Nachbarstadt von mir eine Akte zu einem Fall haben, dann darf ich die digitale Akte erstmal schön drucken gehen und per Post versenden. Denn a) kann sie aufgrund unterschiedlicher Einstellungen in der gleichen Fachanwendung die Akte per digitalem Versand zwar empfangen aber schlichtweg nicht öffnen und im Programm verarbeiten und b) dürfen wir aufgrund von Datenschutzbedenken den Bums nicht über ne Cloud zur Verfügung stellen.

Anderes Beispiel hier "bewegliches" bezogen auf Menschen:
Jedes Bundesland hat eine Zuständigkeitsverordnung. Person X zieht von meinem Bundesland in ein anderes Bundesland. Gemäß meiner Zuständigkeitsverordnung ist das neue Bundesland zuständig. Gemäß der Zuständigkeitsverordnung des Bundeslandes mit dem Zuzug ist das Zuzugsbundesland nicht zuständig. Was macht also das Zuzugsbundesland zurecht? Abweisen mit dem Hinweis, dass unsere Zuständigkeitsverordnung keine Relevanz für deren Bundesland hat.

Es gibt etliche Planstellen in Behörden, die eingespart werden könnten und in Folge würde es für die Mitarbeiter dennoch weniger Belastung bedeuten und angenehmeres/effizienteres/schnelleres Arbeiten ermöglichen , wenn viele Dinge einfach grundsätzlich klüger geregelt werden und bundeseinheitliche Standards und Werkzeuge eingeführt werden würden.


EDIT: @Incredible Alk den Kommentar danach erst jetzt gelesen. Ja da stimme ich zu, dürfte man aber glaube ich aus dem Anfang des Textes hoffentlich rausgelesen haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gab es in München schon mal als Projekt, gescheitert.
Mag sein... Frankreich startet eben den nächsten Versuch: https://www.numerique.gouv.fr/sinfo...ique-reduction-dependances-extra-europeennes/

Auszug: “Mehrere konkrete erste Schritte verdeutlichen bereits jetzt dieses Ziel:

Was die Weiterentwicklung der Arbeitsplätze betrifft, kündigt die DINUM an, Windows zugunsten von Arbeitsplätzen mit Linux-Betriebssystemen aufzugeben.

Was die Umstellung auf souveräne Lösungen betrifft, hat die nationale Krankenkasse vor einigen Tagen angekündigt, ihre 80.000 Mitarbeiter auf Tools der interministeriellen digitalen Plattform (Tchap, Visio und FranceTransfert für den Dokumententransfer) umzustellen.

Im vergangenen Monat kündigte die Regierung die Migration der Gesundheitsdatenplattform auf eine vertrauenswürdige Lösung bis Ende 2026 an.“


Wenn eine einzelne Stadt umstellt, hat sie viele "Schnittstellenprobleme" . Wenn ein ganzes Land umstellt, gibt es diese sicher erstmal auch, aber den Mut und die Chance dass es klappt finde ich super.

Grüße

phila
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommt viel zu spät, der Zug ist schon jahrelang abgefahren.
Ist genauso wie dieses neue europäische Bezahlsystem WERO was sich als Alternative gegen PayPal durchsetzen soll.
 
@Incredible Alk
Interessanter Take von dir.
Der Typ "Mitarbeiter" den du da beschreibst ist bei uns im Amt die/der Angestellte und nicht die/der Beamte.
Ich bin aber generell bei dir, dass Minderleistung abgestraft gehört, egal in welchem "Arbeitsverhältnis".
Ich habe vorher selbiges aber auch etliche Jahre in der Privatwirtschaft erlebt, insbesondere in Bereichen, wo akuter Personalmangel herrscht. Da nehmen Firmen meist lieber einen Minderleister mit, statt niemanden zu haben.
Falscher Ansatz. In Deutschland wird viel zu viel "getsraft". Statt "Minderleistung" (was soll das überhaupt sein? Erinnert mich zu sehr an minderwertig, und das wiederum weckt ungute Verknüpfungen an Nazideutschland) zu "bestrafen", sollte man lieber mal daran gehen, sich zu fragen, warum das so ist. Klar gibts Faule und Systemausnutzer, aber die wirds immer geben. Die Schlimmsten davon sind aber nicht die, die irgendwo im Betrieb rumlungern oder arbeitslos sind, sondern die, die ganz oben sitzen.

Statt dessen sollte man mit positiver Bestärkung arbeiten. Du hast Dich reingekniet? Werde belohnt. Wenn gute Arbeit sich nicht lohnt, kniet sich auch keiner rein. Wenn Du schon vor Gericht ziehen musst, damit Dein Arbeitgeber sich an Gesetze wie Arbeitsschutz und Mindestlohn hält, braucht Dir keiner mit "Minderleistung" kommen - Man kriegt, was man bezahlt!
Wenn mein Boss meint, er kann mich verarschen, dann zeig ich ihm ganz schnell, dass das auch anders rum geht. So schauts nämlich aus in D.
 
@Waylinkin
Das bezieht sich hier auf meine Tätigkeit und Erfahrungen in einer Behörde.
Ich hab ne Planstelle, die bei meinem Kollegen identisch ist. Da ist Summe X an Aufgaben und ganz genau berechnet was das Soll ist. Erfülle ich das Soll nicht, dann sollte natürlich grundsätzlich geschaut werden, woran es liegt. Und kommt man objektiv nach klar messbaren Kriterien zu dem Schluss, dass es am Mitarbeiter liegt, dann sage ich ganz klar, dass es da Konsequenzen geben muss. Zunächst natürlich im positiven durch Förderung um Besserung zu ermöglichen. Trage ich diesen Mitarbeiter jedoch schlussendlich ohne Konsequenzen weiter, wirkt sich das dauerhaft auf die Stimmung und Arbeitsmoral des Teams aus. Denn die Arbeit verschwindet nicht. Der leistungsstarke Mitarbeiter darf Sie zusätzlich übernehmen.
Und eben diese Konsequenzen halte ich für alle Ebenen für notwendig. Egal ob oben oder unten.

Zum Thema positive Bestärkung bin ich bei dir. In den wenigsten Fällen wird aber bei positiven Ergebnissen die Person belohnt, die die Arbeit geleistet hat. Da gibt es, wenn überhaupt, ein Danke und einen feuchten Händedruck.
Der Lohn für gute Leistung ist hier nahezu immer nur noch mehr Arbeit on Top, welche aber leider nicht ausreichend ist um deine Stelle anzuheben, so dass du einen substantiellen Mehrwert hättest.

Um deine Frage bezüglich Minderleistung arbeitsrechtlich zu beantworten:
Minderleistung liegt im Arbeitsrecht vor, wenn die erbrachte Arbeitsleistung über einen längeren Zeitraum deutlich hinter dem arbeitsvertraglich geschuldeten zurückbleibt.
Ist ein gängiger Begriff. Wenn dieser bei dir ungute Verknüpfungen zu Nazideutschland weckt, dann tut es mir leid. War so nicht meine Absicht.
Sollen wir alternativ dann den C-Mitarbeiter oder den Low-Performer als Begriff dafür nutzen?

Die Verknüpfung zu arbeitslos deinerseits verstehe ich allerdings nicht. Vielleicht steh ich dahingehend jetzt aber auch aufm Schlauch.
 
Nice. Endlich mal was, wo ich sagen kann dass kein Cent meines Steuergelds verschwendet ist.

Wenn man Deutschlands Vergangenheit mit der EPA anschaut bin ich ehrlich gesagt auch froh, dass man NICHT ein "EU" oder "DE" Linux entwickelt - denn das würde garantiert nicht quelloffen allen zu Gute kommen.

Die direkte Förderung von OSS ist da der bessere Weg.

Zur Finanzierung selbst: Ich bin ja dafür die Steuereinnahmen und vor allem die Strafzahlungen von US-Techgiganten und Co. direkt an ähnliche OSS Alternativen zu überweisen.
 
@Waylinkin
Das bezieht sich hier auf meine Tätigkeit und Erfahrungen in einer Behörde.
Ich hab ne Planstelle, die bei meinem Kollegen identisch ist. Da ist Summe X an Aufgaben und ganz genau berechnet was das Soll ist. Erfülle ich das Soll nicht, dann sollte natürlich grundsätzlich geschaut werden, woran es liegt. Und kommt man objektiv nach klar messbaren Kriterien zu dem Schluss, dass es am Mitarbeiter liegt, dann sage ich ganz klar, dass es da Konsequenzen geben muss. Zunächst natürlich im positiven durch Förderung um Besserung zu ermöglichen. Trage ich diesen Mitarbeiter jedoch schlussendlich ohne Konsequenzen weiter, wirkt sich das dauerhaft auf die Stimmung und Arbeitsmoral des Teams aus. Denn die Arbeit verschwindet nicht. Der leistungsstarke Mitarbeiter darf Sie zusätzlich übernehmen.
Und eben diese Konsequenzen halte ich für alle Ebenen für notwendig. Egal ob oben oder unten.

Zum Thema positive Bestärkung bin ich bei dir. In den wenigsten Fällen wird aber bei positiven Ergebnissen die Person belohnt, die die Arbeit geleistet hat. Da gibt es, wenn überhaupt, ein Danke und einen feuchten Händedruck.
Der Lohn für gute Leistung ist hier nahezu immer nur noch mehr Arbeit on Top, welche aber leider nicht ausreichend ist um deine Stelle anzuheben, so dass du einen substantiellen Mehrwert hättest.

Um deine Frage bezüglich Minderleistung arbeitsrechtlich zu beantworten:
Minderleistung liegt im Arbeitsrecht vor, wenn die erbrachte Arbeitsleistung über einen längeren Zeitraum deutlich hinter dem arbeitsvertraglich geschuldeten zurückbleibt.
Ist ein gängiger Begriff. Wenn dieser bei dir ungute Verknüpfungen zu Nazideutschland weckt, dann tut es mir leid. War so nicht meine Absicht.
Sollen wir alternativ dann den C-Mitarbeiter oder den Low-Performer als Begriff dafür nutzen?

Die Verknüpfung zu arbeitslos deinerseits verstehe ich allerdings nicht. Vielleicht steh ich dahingehend jetzt aber auch aufm Schlauch.
Oh, das wollte ich auch nicht Dir vorwerfen. Das arbeitsrechtlich, bzw. in wirtschalftlichen Kreisen mit solchen Begriffen gearbeitet wird, finde ich persönlich extrem unwürdig. Genauso wie "Human Ressources"... Menschen sind keine Ressourcen.
Da spürt man eben sehr deutlich, dass man für diese Personen kein lebendes Wesen, sondern nur eine Zahl ist. Wenn man menschenwürdige Bedingungen für alle schaffen will, muss man so was abschaffen!

Die Verknüpfung zu Arbeitslosen:
Wie oft werden arbeitslose diskriminiert und stigmatisiert, weil sie angeblich alle nur faul sind? Das meinte ich.
Wenn ein Konzern Steuern in Milliardenhöhe hinterzieht, richtet er aber viel mehr Schaden an, als arbeitslose.
Das kümmert aber komischerweise keinen.
Während der Staat jedes Jahr Geld verschwendet, um arbeitslose zu bespitzeln, dass die auch ja nicht einen Cent mehr haben, kümmert sich um die wahren Zecken im System niemand.

Das Du das zuerst nicht zuordnen konntest, ist nicht dein Fehler. Ich habe ein holistisches Weltbild und betrachte Dinge oft global und ganzheitlich.
 
Oh, das wollte ich auch nicht Dir vorwerfen. Das arbeitsrechtlich, bzw. in wirtschalftlichen Kreisen mit solchen Begriffen gearbeitet wird, finde ich persönlich extrem unwürdig. Genauso wie "Human Ressources"... Menschen sind keine Ressourcen.
Da spürt man eben sehr deutlich, dass man für diese Personen kein lebendes Wesen, sondern nur eine Zahl ist. Wenn man menschenwürdige Bedingungen für alle schaffen will, muss man so was abschaffen!
?

Kannst es nennen wie du willst ob nun Personalabteilung, Human Resources oder der neuste Schrei "People & Culture", am Ende macht die Abteilung das Gleiche.
Die Verknüpfung zu Arbeitslosen:
Wie oft werden arbeitslose diskriminiert und stigmatisiert, weil sie angeblich alle nur faul sind? Das meinte ich.
Wenn ein Konzern Steuern in Milliardenhöhe hinterzieht, richtet er aber viel mehr Schaden an, als arbeitslose.
Das kümmert aber komischerweise keinen.
Keinen würde ich nicht sagen. Aber ja, das liegt halt an der guten alten "Ein Toter ist ein Tragödie, eine Million sind eine Statistik" Wahrnehmung. Du kannst das mögen oder nicht, aber die meisten Leute sind deutlich wütender auf den Harzer, der trotzdem noch genug Geld für die tägliche Packung Kippen hat, als auf die gesichtslose Megacorp die Steuern hinterzieht.

Und in einer Demokratie siegt halt "nur" die Meinung der Mehrheit, nicht unbedingt die Vernunft.
 
Da werden mal wieder voller Aktionismus Mittel verschwendet.

München ist gescheitert, weil viele nicht begreifen, dass Anwender nur eines wollen: Störungsfrei mit ihren gewohnten Applikationen arbeiten. Akzeptanz des Betriebssystems (GUI) und vor allem der Anwendersoftware ist das A und O für eine erfolgreiche Migration.

Wenn ich dann lese, was da alles unterstützt werden soll … KDE Plasma. Als ob das das größte Problem von Linux wäre. Das Problem ist neben anderen Dingen vor allem: fehlende Standardapplikationen.

Ob Open Source oder Microsoft – das interessiert den Standardanwender nicht im Geringsten. Er will einfach nur seinen Job erledigt bekommen. In der Arbeitswelt gibt es einfach nicht genug Zeit, sich neben der eigentlichen Arbeit auch noch mit dem Umstieg auf ein anderes OS, eine andere GUI und vor allem andere Software beschäftigen zu müssen.

Wie bereits jemand erwähnte, wäre eine in der EU gepflegte Linux‑Distribution nötig, die auf Langzeit‑Support ausgelegt ist und vielleicht auch die eine oder andere Firma dazu bewegen könnte, ihre Software auf Linux zu portieren. Vermutlich wären das aber nur Firmen aus der EU. Die meiste Standardsoftware kommt jedoch aus den USA. Insofern würde auch das vermutlich nicht viel bringen.

Für mich ist dieser Artikel daher keine echte Erfolgsmeldung für Linux. Er zeigt zwar deutlich ein Problem von Microsoft auf – nämlich dass viele Nutzer es satt haben, ausspioniert zu werden, und sich Veränderung wünschen.
Das Problem dabei ist, dass viele mit Open Source allein ebenfalls nicht glücklich werden.
Daneben gibt es auch viele Vorgaben und Anforderungen in Sachen Software Verteilung und Sicherheit.
In diese Bereiche ist eine Menge Zeit und geld investiert worden, das möchte niemand nochmal komplett neu machen müssen.

Die Linux‑Community hat es jahrzehntelang versäumt, sich ernsthaft damit zu befassen, wie Linux zu einem konkurrenzfähigen Desktop‑Betriebssystem hätte heranreifen können. Jedenfalls nicht durch Distributionsvielfalt. Das war einer der größten Fehler überhaupt.

Anstatt ein einheitliches Standard‑Linux für möglichst viele Anwendungsszenarien zu entwickeln und konsequent zu verbessern, ist Linux völlig zerfasert. Hunderte Distributionen, die im Grunde nur dazu dienen, das Ego einiger Weniger zu befriedigen, die „ihre eigene“ Distribution ins Leben rufen wollten. Sorry, aber was für ein Bullshit.

Das ist nichts im Vergleich zu dem, was Microsoft mit Windows erreicht hat: Marktdominanz, Akzeptanz in allen Bereichen und eine enorme Applikationsvielfalt. Egal ob Office, Programmierung, Recording, Videobearbeitung – es läuft einfach alles, es ist alles verfügbar, und man muss nicht wie bei Linux rumbasteln oder sich mit veralteten Wiki‑Einträgen von Zig Distributionen herumschlagen. Installiert man ein anderes Linux, ist wieder vieles anders.

Allein schon die Tatsache, dass man sich überhaupt damit beschäftigen muss, welches Linux man wählen soll, ist ein Unding und reine Zeitverschwendung.

Solche grundlegenden Probleme müssten erst gelöst werden, bevor man davon träumt, Linux als Ersatz für Windows auf dem Desktop einsetzen zu wollen. Als Server‑Betriebssystem – ja.
Auf dem Desktop ist das beileibe nicht so einfach und das Geld wird einfach verpuffen.
 
Wer ist viele und wie werden die nicht glücklich? Und komme mir bitte nicht wieder mit irgendwelchem Studio oder Bühnentechnikkram. Die Adobe Platte hat übrigens auch einen Sprung.
Doch doch, lieber Tekkla. Deutsche Behörden brauchen:
  • Kernel Level Anti Cheat
  • Dolby Atmos
  • Photoshop
  • Spezialtools für RGB Beleuchtung
  • Software für die CNC Fräse
(Der mit der CNC Fräse ist mir einfach auf ewig Hängen geblieben :-D )
 
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