Die Vergangenheit wiederholt sich. Früher wurde im USENET gegen alle anderen kommerziellen und nicht-kommerziellen Unix-Systeme gebasht. Heute trifft es Windows.
Dabei ist Linux nichts weiter als ein Sammelsurium von Einzelprojekten – für Bastler, für Enthusiasten –, aber eben kein konsistentes Gesamtsystem mit definiertem Qualitätsniveau.
Ah ja, konsistentes Gesamtsystem, da fällt einem Windows natürlich sofort ein.
Ein definiertes Qualitätsniveu? "Definiert"?
Definiert sagt rein gar nichts darüber aus, wie hoch das Qualitätsniveu liegt, man kann auch schlechte Qualität definieren xD.
Noch nie gehört die Schöpfung, wie auch, ergibt ja keinen Sinn.
Abgesehen davon ist Windows natürlich berühmt-berüchtigt für Qualität und Konsistenz, ne?
Aber Fakt ist: Linux hat es in 33 Jahren nicht geschafft, ausreichend Hersteller, Entwickler und Anwender dauerhaft zu überzeugen. Das hat Gründe – und vor denen darf man nicht die Augen verschließen.
Die Gründe sind ganz einfach: PR und OEM Verträge.
Das funktioniert natürlich eher bei Endverbrauchern als da wo Profis wissen worauf es ankommt, deshalb hat Windows auch so ziemlich alle Server verloren und den Sprung aufs Smartphone nie geschafft. Aber den Endkundenmarkt halten können.
Linux macht keine Werbung, Linux macht keine Presseevents und auch keine Prozente mit Media Markt aus.
Hersteller (Smartphones, Set Top Boxen etc.), Serverbetreiber und Entwickler (ich kenn da ein paar Schuppen, kein Schwein arbeitet mit Windows in DevOps oder ähnlichem. Da kriegste dein Laptop nach der Frage: Linux oder Macbook?) sind also schon überzeugt. Nur Endverbraucher nicht. Technische Gründe, hä?
Was nützt mir ein Betriebssystem, das nicht die Hardware unterstützt, die ich verwende, das Treiber nur über Umwege liefert und wichtige Applikationen nicht bereitstellt?
Windows auf nem Raspberry Pi?
Natürlich nichts.
Von Linux sprichst du ja wohl nicht, das unterstützt ähnlich viel Hardware wie Windows (Windows 11 ausgenommen, das unterstützt viel weniger), die Treiber sind im Kernel (was nochmal ein Schritt weniger ist als unter Windows) und es laufen Lösungen für alle Usecases.
Mal ganz abgesehen von vielen distributionsspezifischen Unterschieden, die eher stören, als eine Hilfe sind.
Warum, installiert man 20 verschiedene Distros?
Ansonsten kriegt man von den Unterschieden ja nix mit.
Was Linux jetzt dringend braucht, ist ein ehrlicher, technischer Diskurs darüber, warum es nach 33 Jahren noch immer keine gleichwertige Alternative zu Windows im Alltagseinsatz geworden ist.
Stattdessen bekommt man regelmäßig weichgespülte Artikel serviert, in denen alles „irgendwie großartig“ ist.
Sorry, aber der Titel hat leider auch nur Clickbait-Niveau.
Im Gegensatz zu deinem Post, der vor Niveau trieft. Chapeu!