Gefühlte "(Einkommens-)Reichtumsgrenze"?

Ab welchem monatl. Nettoeinkommen ist jemand für euch "reich"?

  • 1000€

  • 2000€

  • 3000€

  • 4000€

  • 5000€

  • 6000€

  • 7000€

  • 8000€

  • 9000€

  • 10000€

  • 20000€

  • 50000€ (oder mehr)


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Hmmm, "reich" ist für mich verknúpft mit nicht mehr selbst in einem abhängigen Arbeitsverhältnis zu arbeiten - oder zumindest so weit oben in der Hierarchie zu stehen, dass man mit dem Eigentümer mehr gemein hat als mit den Beschäftigten.

Ich denke da an den "Adel" oder die ganzen sonstigen Familienunternehmen, die nur noch ihr über die Jahrhunderte zusammengeraubtes Geld managen.

Unter "Normalsterblichen" begegnet mir gefühlt kein Reichtum. Wohlstand, ja. Wenn sich jemand in einer durchschnittlichen Großstadt relativ frei eine Wohnung auch in besseren Lagen leisten kann, ohne dafür jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen, dazu dann im Alltag finanziell sorgenfrei lebt (und nicht in ständiger Angst vor der nächsten Autoreparatur oder einer kaputten Waschmaschine oder der Zahnarztrechnung) und gleichzeitig noch Vermögen aufbaut... Dann ist das schon "Alltags-reich", aber eben nicht "richtig reich". Weil dazu für mich - wie oben geschildert - noch andere Faktoren gehören. Also rein am Nettoeinkommen könnte ich es nicht festmachen.
 
Deswegen erachte ich schon Leute, die "nur" 5K netto verdienen oder "nur" 200.000€ irgendwo angelegt haben als sehr reich - weil für meine Art zu leben so viel geld gar nicht nötig wäre bzw. ich wenn ichs hätte kaum was ändern würde.
Also bei den 200.000€ kann ich dir nicht zustimmen. Hast du schonmal durch gerechnet, was du z.b. in 30 arbeitsjahren so an geld verdient und asugegeben hast? Da komme selbst ich mit meinem schmalen gehalt locker drüber. (könnte nach über 20 jahren jetzt bei 12.50€ pro h sein)
Ich setze die grenze eher bei min. 1 mio, je nach wohnort und lebensstil. Und warum? Ganz einfach, man kann ab dieser schwelle von den erträgen leben.
Um das mal grob zu rechnen, man hat 1 mio
5% ertrag pro jahr (machbar)= 50.000€
davon 25-29% weg 50.000€-14500€=35.500€ (ich zahle kirchensteuer und abgeltungssteuer ist 25%)
Dann mußt man noch ca. 10.000€ für die krankenversicherung im jahr planen (geschätzt), da man sich selbst versichern muß.
Bleiben also rund 25.000€ pro jahr (wenn ich keine "muß-kosten" vergessen hab, mieten und sowas außen vor) und damit käme ich problemlos klar, da ich ja nicht mehr auf arbeit muß. Und genau deshalb würde ich mich ab dem punkt als reich bezeichnen, denn ich hätte dann den luxus nicht mehr arbeiten zu müssen.
 
Also bei den 200.000€ kann ich dir nicht zustimmen. Hast du schonmal durch gerechnet, was du z.b. in 30 arbeitsjahren so an geld verdient und asugegeben hast? Da komme selbst ich mit meinem schmalen gehalt locker drüber.
Es geht ja auch nicht darum aufzuhören zu arbeiten und mit dem Geld den Rest des Lebens auszukommen (dann reden wir von bereits vorhandenem Eigentum und nicht von Einkommen wie in der Frage). Wenn das das Ziel ist brauchste natürlich deutlich mehr.

Klar, wenn ich "von Zinsen super leben" ansetze und entsprechend 5 Millionen haben muss ist "reich" sowieso gesetzt. Das hat aber dann mit der Höhe des Gehaltsschecks in dem Sinn nix mehr zu tun.
 
Über sehr lange Zeiträume ist das sogar recht einfach machbar. Schnappst dirn breit gefächertes ETF oder kaufstn DAX odern S&P500 usw. - dann biste im Schnitt bei 6-7% Rendite pro Jahr.
Das Problem daran: Das ist der Mittelwert aus vielen Jahrzehnten - sprich im Schnitt 7% bedeutet auch, dass es mal ein Jahr -50% machen kann und 10 Jahre braucht bis es wieder oben ist. Das können die meisten Anleger nicht durchhalten.
 
Hast du mal einen Link, wer das zahlt?
Die schweizer BB Biotech peilt z.b. 5% dividende vom vorjahreskurs der aktie an. Steigt die aktie steigt damit die dividende und anders herum natürlich auch. (das ist halt das risiko dabei)
Alternativ gäbe es da z.b. metro, die wohl momentan bei 70 cent je anteilsschein liegen und als zuverlässiger zahler gelten. Da mußt du natürlich einen günstigen einstieg hin bekommen, der momentan aber drin ist.
Es geht ja auch nicht darum aufzuhören zu arbeiten und mit dem Geld den Rest des Lebens auszukommen (dann reden wir von bereits vorhandenem Eigentum und nicht von Einkommen wie in der Frage). Wenn das das Ziel ist brauchste natürlich deutlich mehr.
Das sehe ich aber als "reich", wenn man die freiheit hat noch arbeiten zu gehen oder nicht. Geld was nur auf der bank liegt und einem keine freiheiten bringen kann, macht einen nicht reich. (man ist durch die arbeit tatsächlich am meisten gebunden, weil man ist nunmal da wo man auch arbeitet)
 
Ich würde sagen das hängt davon ab in welcher Region man lebt und vom Bildungstand bzw. der Ausbildung . Eine Frisörin mit 1100 € netto würde sich bestimmt nicht als "reich" ansehen , der Hochschul - Prof. mit Doktor - Titel schon eher . Ich bin selbst Maschinenbau - Techniker ( Meister ) und verdiene daher ganz gut . Auch meine Frau , Chef - Übersetzerin in einem großen japanischen Unternehmen kommt gehaltsmässig sehr gut weg. Aber als "reich" würde Ich Uns nicht bezeichnen . Es geht Uns gut und das ist etwas das vielen Menschen leider doch fehlt .

Gruß

Johnny05
 
Man muss ja auch bedenken, Reichtum beim Geld ist nicht gleich Reichtum in der Gesundheit. Was bringt es mir zu dirigieren und den Chef raushängen zu lassen, wenn auf der anderen Seite meine eigene Gesundheit / die Mobilität leiden wird. Ist man reich wenn man Geld hat, und sich körperlich nicht gut bewegen kann, oder ist man jetzt reich wenn man körperlich in bester Verfassung ist, und sich seine Ausgaben gerade noch leisten kann?
 
Interessant ist auch wie sich immer wieder über die Gehälter von Politikern aufgeregt wird. Aber was Künstler in der Unterhaltungsbranche verdienen, das nimmt man so hin. Oder Spitzensportler. Die ja eigentlich "nur" unterhalten und keinerlei Verantwortung für andere übernehmen.
Oder Ärzte: was verdient ein Hausarzt (oder Krankenhausarzt, der noch weniger verdient) und was verdient ein Profi-Fußballer?
Wer von beiden hilft mehr Menschen?
Einziges Gegenargument ist dann immer die "freie Marktwirtschaft".
Es gibt auch eine neue Studie, welche letztens im Fernsehen gezeigt wurde. Dort wurde untersucht wie die Arbeit in unterschiedlichen Branchen und Berufsgruppen wertgeschätzt wird. In technischen Berufen wird deutlich mehr verdient als in Berufen mit und der Arbeit am Menschen. Das ist schon alles sehr merkwürdig.
 
Aber was Künstler in der Unterhaltungsbranche verdienen, das nimmt man so hin. Oder Spitzensportler. Die ja eigentlich "nur" unterhalten und keinerlei Verantwortung für andere übernehmen.
Man kann die Frage stellen, wieso Ronaldo 30 Millionen im Jahr bekommt. Andererseits wird sein Trikot aber auch deutlich häufiger gekauft als das eines anderen Spielers. Der Verein verdient an dem spieler sehr gut und kann sich dessen Gehalt problemlos leisten.
Die Frage ist eher, wieso ein durchschnittlicher Spieler auch Millionen pro Jahr verdient?
Die Gehälter für Sportler sind aber überall gestiegen. Nicht nur im Fußball. Guck dir an, was Lewis Hamilton verdient oder Spieler aus den Nordamerikanischen Profiliegen.
Aber solange Leute die Abos der Pay TV Sender oder Streaming Dienste bezahlen, wird sich die Spirale immer weiter drehen.
 
Die Gehälter für Sportler sind aber überall gestiegen. Nicht nur im Fußball. Guck dir an, was Lewis Hamilton verdient oder Spieler aus den Nordamerikanischen Profiliegen.
Aber solange Leute die Abos der Pay TV Sender oder Streaming Dienste bezahlen, wird sich die Spirale immer weiter drehen.
Das ist eben das Gesetz der freien Marktwirtschaft. Umso populärer der Sport umso höher der Verdienst. Weil logischer Weise mehr Menschen das gucken/konsumieren. Und man mehr Geld damit machen kann.
Die Mechanismen sind einleuchtend... aber primär geht es mir um den gesellschaftlichen Gerechtigkeitsaspekt.
Und falls wieder jemand mit der Keule "Neid" ankommt... das hat damit nichts zu tun. Beispiele hatte ich genannt.
 
Die Mechanismen sind einleuchtend... aber primär geht es mir um den gesellschaftlichen Gerechtigkeitsaspekt.
Das ist nun mal Kapitalismus. Mit Fußball lässt sich deutlich mehr Geld umsetzen als mit Ski Langlauf.
Oder guck dir Glücksspiel an. Der Staat hat das jetzt reguliert und wird an der Spielsucht nun mitverdienen.
 
Hab mir da auch lange Gedanken gemacht was reicht eigentlich bedeutet. Ich verdiene nicht schlecht für nen LKW Fahrer :D (nach Abzug von Steuern und Krankenkasse bleiben umgerechnet etwa 3500€ netto übrig im Monat) und zusammen mit dem Lohn meiner Frau könne wir uns ein relativ sorgenfreies Leben gönnen. Es reicht für nen Haus im Grünen, genug Mobilitätsoptionen in der Garage und wenn wir wollten könnten wir auch regelmässig in Urlaub fliegen. Tun wir aber nicht wirklich. Was jetzt nicht an Corona liegt.
Ich würde aber nicht sagen dass wir reich sind in dem Sinne. Klar, wir sind nicht arm, müssen uns nicht um den letzten Cent sorgen und sind zum Glück auch gesundheitlich voll dabei. Da Frauchen beim Staat arbeitet und die Stelle auch ziemlich krisensicher ist ist da die Absicherung durchaus gegeben.

Was wir aber vermehrt machen können sind allgemeinnützige Dinge. Wir können uns Grossteils lokal versorgen oder wenn mal ausm Supermarkt liegt Bio-Nahrung drin. Dazu Fleisch nur in guter Qualität ebenfalls lokal direkt vom Bauern. Das sorgt auch für nen generell gesunden Lebensstil. Auch machen wir uns Gedanken wo man andere unterstützen könnte. Diverse Mitgliedschaften bei Naturschutz- und Tierschutzorganisationen, Läden wie Amazon werden komplett boykottiert, dafür kaufen wir bei den Händlern in der Region damit die auch leben können.

Wäre man jetzt am anderen Ende der Schere würden wir wohl primär erst mal bei den Dingen anfangen zu sparen...

Über so Eskapaden wie im Profifussball und so mag ich mich nimmer aufregen.. wäre einfach dafür dass die gesamten Kosten die diese "Profis" verursachen auch selber bezahlen oder es sich halt von den Fans bezahlen lassen, die ja scheinbar bereit sind dafür Unsummen hinzulegen.. wenn die mal nachdenken würden und auf die Beine stehen wäre das am Kopf bald zu merken.. Aber das Volk brauch halt Spiele...
 
Rein über das monatliche Nettoeinkommen einer in Deutschland lebenden Einzelperson gesehen: Ab welchem Betrag empfindet (!) ihr jemanden als "reich"?
Das ist stark von der Region abhängig. Ein Singlehaushalt in München benötigt ca. 54.000 € Brutto um über die Runden zu kommen. Richtig hässlich wird es dann, wenn man nicht in einem Singlehaushalt lebt sondern zwei Kids sein eigen nennen will. Unter 110.000 € im Jahr braucht man das in München gar nicht versuchen.

Wenn ich mich hier in München oder dem Speckgürtel davon umschaue, dann wird es einem schnell schwindling. Zumindest was Miete und Co. anbelangt. Die kennen nämlich nur eine Richtung: Nach oben!

Viel vom Gehalt wir davon aufgefressen.

Im ÖD sieht es noch schlechter aus. Durch die ganzen Entgeltgruppen und Stufen sind große finanzielle Sprünge wie in der freien Wirtschaft einfach nicht möglich. Das führt dazu, das sehr viele im ÖD einen zweit- oder Drittjob haben.
Allein dieses Tatsache ist eine Schande. Die Schere zwischen ÖD und freier Wirtschaft wird immer größer und größer. Die Gehälter sind einfach oftmals zu mau. Dabei ist´s egal ob du Polizist, Verwaltungsangestellter, Bauhofmitarbeiter oder sonst was bist.

Über so Eskapaden wie im Profifussball und so mag ich mich nimmer aufregen.. wäre einfach dafür dass die gesamten Kosten die diese "Profis" verursachen auch selber bezahlen oder es sich halt von den Fans bezahlen lassen, die ja scheinbar bereit sind dafür Unsummen hinzulegen.. wenn die mal nachdenken würden und auf die Beine stehen wäre das am Kopf bald zu merken.. Aber das Volk brauch halt Spiele...
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