Im Video sagt Roman ja, dass bei der FE die Leitungen von Netzteil bis Stecker zwar getrennt sind, aber dann in der Karte zusammengeführt werden.
Wie kann es dann sein, dass an manchen Kabeln so viel und an manchen deutlich weniger Ampere anliegen?
Könnte es sein, dass die Leitungen, bis sie zusammengeführt werden, einfach unterschiedliche Längen haben? (quasi nach dem Motto Strom sucht den Weg des geringsten Widerstands = u.a. auch die kürzere Leitung)
Das ist meiner Meinung nach die eigentliche Frage und sie hat nichts mit dem Design des Steckers zu tun:
Roman misst einem Unterschied im Stromfluss von beinahe Faktor 3. Dafür braucht es einen Widerstandsunterschied von ebenfalls Faktor 3 zwischen den einzelnen Wegen. Eigentlich sollten aber die eigentlichen Kabel den Löwenanteil des Gesamtwiderstand ausmachen. Die sind auf wenige Promille gleich lang und stammen mutmaßlich von der gleichen Trommel. Entweder hat Romans Verbinderkabel in der Vergangenheit übel einstecken müssen und ein Teil der Adern ist schlicht gebrochen/hat nur noch losen Kontakt mit hohem Widerstand, oder die Verbindungen im Netzteil/an den Steckern sind von unterirdischer Qualität, wie sie spätestens seit dem 4090-Shitstorm jeder Netzteilhersteller tunlichst vermeiden sollte. (Und jeder, der Spec-Konform und empfehlenswert ist, schon vorher.)
Irgendwie fühle ich mich dunkel an den EPS-Shitstorm zu Skylake-X-Zeiten erinnert. Da wurden mit einem Low-End-Netzteil bei 400 W auch hohe Temperaturen (glaube 80 °C?) am CPU-Stromstrecker gemessen. Zwei Wochen später wurde der Test dann mal mit was höherwertigem wiederholt und das Temperaturproblem war verschwunden, bei Betrieb
@spec bestand es sowieso nie – aber Flak wurde natürlich gegen Intel gegeben. Nicht gegen das Werks-OV der Mainboard-Hersteller oder gegen die Verwendung von Billig-Netzteilen für übertaktete Enthusiast-Systeme.
Die Temperatur und Nutzung des 12Vhpwr Steckers als direkten Ausgangs-Port auf Netzteilseite des Kabelstrangs erscheint mir am kritischsten.
Der8auer misst hier ja sehr zügig die ~121°C.
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Auf GPU-Seite liegt die Max-Temp. augenscheinlich um 40°C niedriger.
Hier werden im Video jedenfalls nur rund 80°C gemessen, was ich bedeutend eher annehmbar finde.
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Den meisten Karten liegt ja meines Wissens eine Kabelpeitsche vom 12 Vhpwr auf vier von den ollen 8-Pin bei.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Nutzung derer tatsächlich ratsam sein könnte um Risiken zu mindern, wenn die Karte jetzt nicht gleich wie die Astral von Asus über das Sensing-Feature verfügt.
Dann hast du nicht so viel Power auf dünnem Kabelquerschnitt über weite Strecke laufen, sondern gehst ja mit vier einzelnen Strängen direkt in die Karte rein.
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(Bildquellen: der8auer & Zotac)
Eigentlich sollte der Stecker am Netzteil genauso gut funktionieren, wie an der Grafikkarte und somit der Austausch eines Endes der Leitung gegen eine Lösung mit vielfach dickeren Kabeln via Verteiler kein Problem lösen.
Ich gebe dir aber recht, dass die Kabeltemperaturen von Roman ziemlich eindeutig sind: Während die Unterschiede an der RTX 5090 selbst in einem Bereich liegen, den man bei einem Unterschied von Faktor 3 im Stromfluss erwarten könnte*, gehen sie am Netzteil weit darüber hinaus und die IR-Aufnahmen legen sogar einen sehr starken Temperaturgradienten ausgehend vom Netzteilinneren nahe.
*: Ergibt Faktor 3 in der Wärmeentwicklung, wenn mich meine Schul-Physik nicht täuscht. Die Umrechnung auf Temperaturerhöhung ist aber wesentlich komplexer, da verschiedene Wärmeableitungswege bestehen, die sich gegenseitig beeinflussen und überwiegend nicht-lineare Verläufe zeigen.
Mein Tipp: Da liegt ein Defekt (oder eine totale Fehlkonstruktion) im Netzteil, ggf. auch im Stecker des Netzteilkabels vor. Die auf 150 °C erhitzte Ader kann für diese Temperatur gar nichts, trotz des hohen Stromflusses sollte sie "nur" so heiß werden, wie am GPU-seitigen Ende zu beobachten. Aber nah am Netzteil dient das Kabel hier als Kühlkörper für den eigenen Hotspot/Hauptwiderstand weiter drinnen, der gegebenenfalls bei >170 °C liegt. (Je nachdem, wie viel weiter er drin ist, könnten es auch >200 °C sein. Noch etwas mechanische Last dazu und das Problem löst sich vielleicht durch Selbstentlötung.)
Fazit
@der8auer: Das Netzteil gehört gegebenenfalls in die Tonne. Bitte noch einmal mit einem besseren/intakten nachmessen. (
@PCGH_Richie tut sich gerade schwer mit einer Nachstellung.)
Die Shunts begrenzen aber automatisch je nach Auslegung die Leistungsaufnahme. Das ist schließlich einer der Hauptzwecke.
Nur um die grundsätzliche Korrektur von Alki noch einmal zu betonen und erweitern:
Diese Aussage ist komplett falsch. Shunts begrenzen nie irgendwas und schon gar nicht automatisch, weder in diesem noch in irgend einem anderen Fall. Ein Shunt ist ein dummer Widerstand, der einfach nur einen (meist winzigen) Spannungsabfall verursacht. Da letzterer mit steigendem Stromfluss ansteigt, kann man so sehr billig eine Strommessung über einen simplen Spannungsvergleich durchführen. Dieses Ergebnis kann dann natürlich seinerseits als Eingangswert für Sicherungsschaltungen dienen, aber der Shunt selbst macht gar nichts – außer Strom in Wärme zu verwandeln, denn er ist nun mal ein Widerstand.
Erstmal garnicht - denn die Antwort ist keine wird das vorerst haben. Dass keine Regelmechanismen existieren bzw. nur eine SingleRail in die GPU führt ist erstmal bei allen 5090ern so, auch ASUS hat das bei seinen Customkarten nicht ändern können. Ob das irgendwann bei komplett eigenen Custom-PCBs so sein wird wird man abwarten müssen, das ist aber nichts was man so eben in wenigen Wochen designt - deswegen ist die ASUS-Lösung ja so "rein informativ" wie sie ist.
Technisch geht das natürlich, ein Hersteller müsste "nur" eine eigene Leistungsregelung vorschalten die Stromflüsse auf die 6 Pins balanced und das Endergebnis an die GPU übergibt, im Idealfall mit Kommunikation zum NV-Treiber wenn man damit mehr als balancen bzw. auch die Karte regeln will. Aber etwas was NV per Design weggelassen hat außenrum nachträglich dranzubauen ist halt Gefrickel und im Falle einer nötigen Kommunikation zum Treiber auch angewiesen auf Willen und Mitarbeit von NV.
Nvidia wird an der Stelle nicht benötigt. Die Ansteuerung der Spannungswandlerphasen übernimmt nicht die GPU, sondern ein externer Controller. Die GPU meldet nur "ich brauch POWAAAAA!!" und dann hat der Controller die Ausgangsspannung der VRMs stabil zu halten, auch bei hohem Stromfluss. Für die hier geforderte Balancierung müsste ein wesentlich komplexerer Controller halt sechs getrennte Spannungswandlerphalanxen ansteuern und untereinander je nach Stromfluss gewichten. Damit dadurch keine zusätzliche Restwelligkeit entsteht, wären entsprechend mehr Phasen insgesamt nötig – im Extremfall sechsmal so viele wie heute, was die Abmessungen und Preis der Karten explodieren lassen würde (Ineffizienz dürfte auch etwas steigen).
Aber im Gegenzug könnte man weitern dreicentachtunfuffzich am Netzteil sparen.
Der Unterschied ist: USB-C hat in den Kabeln und an beiden Enden Controller mit Stromüberwachung für die Adern sitzen...
Und die 5A bei 20V verteilen sich auf die vier Pins / Litzen.. also maximal 1,25A pro Litze.
Das ist alles im Rahmen des leicht machbaren.
Hier eine Beschreibung von TI, was man beim Design von USB-C Schnittstellen beachten sollte.
Natürlich als Werbung für die TI Stromsensoren mit hoher Genauigkeit.
"Maximal 1,25 A" pro Litze hätte USB-C auch nur, wenn alle vier Stränge getrennt geführt und eben balanciert werden. Das würde ich, in Anbetracht des Kostendrucks bei USB-Peripherie, als "nicht garantiert" respektive "quasi ausgeschlossen" einstufen.