Die dritte Welt Länder werden nun von den Industrieländern gedrängelt weniger/kein CO² zu produzieren, weil die "Welt" schon genug hat. Wie sollen sich aber die dritte Welt Länder so jemals entwickeln?
Werden die gedrängelt? Das war in der Vergangenheit eher andersherum, dass nämlich von der sogenannten Dritten Welt die Forderung an die reichen Länder gerichtet wurde, dass letztere doch bitte ihr massives Verfeuern von fossilen Energieträgern schnell reduzieren mögen. Was nur in deren Eigeninteresse ist, da viele von jenen, als erste am stärksten betroffen sind.
Die Länder entwickeln sich schon weiter, da sie nämlich günstig viel EE-Anlagen zubauen können. Aber die Klimakrise wird viele dieser Länder bald unbewohnbar machen durch Meeresspiegelanstieg, Hitze, Stürme.
Also müssten die Industrieländer die dritte Welt Länder direkt auf ihren Stand des Fortschritts anheben, welcher bereits das verringerte Maß an CO² beinhaltet. Und so wäre jeder auf dem selben Stand mit weniger globalen CO².
Das wäre in der Tat eine gute Sache! Wenn ich mich nicht irre, investiert aber Deutschland zuletzt noch weniger Entwicklungszusammenarbeit als vorher.
Aber anstatt es Global zu sehen und andere Menschen auf den eigenen Stand zu bringen, werden lieber andere ausgebeutet um mehr Geld zu verdienen und seien es die Menschen im eigenen Land. Darauf beruht ja das komplette Outsourcing und Subunternehmertum in Deutschland.
Ich würde da radikaler (zur Wurzel/Ursache hin) analysieren -> das Wirtschaftssystem.
Und obwohl es schon lange bekannt ist, wird NICHTS degegen getan. Weder von den Menschen selbst, indem man komplett auf bestimmte Dinge verzichtet die dafür stehen, als auch vom Staat.
Was den Staat betrifft gebe ich Dir recht. Das Lieferkettengesetz war ein Anfang, wenn auch spät und ausbaufähig. Mh, sollte das nicht aufgeweicht werden?
Was die Leute betrifft - die das Einkommen dafür haben, können sich an die eigene Nase fassen. Zumindest gäbe es so was wie Fairtrade ... oder eben nicht/weniger kaufen.
Das gilt auch für Hardware. Selbst bei diesen Preisen von >3000€ gibt es immer jemanden der noch kauft.
Das Problem bei Nvidia ist, das sie außerhalb von Konsumenten große Abnehmer haben die mehr Geld bringen. Selbst wenn niemand mehr Nvidia GPUs kaufen würde, würde es ihnen erstmal nichts ausmachen.
Irgendwann gehen bei manchen von denen das Geld aus, aber nicht allen. DANN muss man sehen ob Nvidia auf einmal wieder was für seine vergessenen kleinen Kunden macht.
Bei Sony sieht es aktuell anders aus. Die vergraulen sich derzeit sehr stark mit ihrer Hauptkundschaft und da kann man selbst auch was bewirken, weil man zu dieser Kundschaft dazugehört.
Als Konsument:innen die Konzerne beeinflussen, ginge theoretisch schon, verlangt aber Konsequenz in der Breite. So etwas passiert (Bsp. Shell, Brent Spar) wohl eher selten oder langsam. An sich sind die Konzerne in der stärkeren Position - was wiederum Konsument:innen nicht von ihrer Verantwortung entbindet, so lange sie als
mündig gelten wollen. Marktwirtschaftliche Mechanismen machen es einem auch nicht leichter ...
Grundsätzlich: Zuallererst sind Konsumhandlungen individuelle und somit nicht vergleichbar mit kollektiven Handlungen. Diese Ebenen werden jedoch allzugerne durcheinander geworfen.
Und Trump? Dem ist alles egal solange ER profitiert. Klimaabkommen? Scheiß drauf.
Anderen Menschen im Ausland helfen? Kostet zu viel, scheiß drauf.
Wir haben politisch und wirtschaftlich aktuell einige Supergaus die noch lange nachwirken...
Auch Covid hatte Nachwirkungen die heute noch zu spüren sind.
Und nicht zu vergessen den Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Iran.
In der Tat gibt es viele Faktoren, die vernünftigeres Handeln behindern bzw. konterkarieren.
Man sieht es doch bereits an Sony und twitter gerade.
Wie viele Sony verteidigen und es gut finden das man nie mehr physikalische Spiele bekommen kann nur noch alles Digital. Die Menschen sind ja scheinbar richtig Glücklich einfach die Zügel loszulassen und großen firmen die Kontrolle über ihr Leben zu geben.
Das mag sein. So ganz sehe ich da nicht den Zusammenhang zu meinem Einwand. Meinst Du Gamer:innen, die gedankenlos "stromsaufende" Nvidia-GPUs kaufen?
Ob die anderen das machen oder nicht ist total Belanglos. Der Rest der Welt ist das egal selbst wenn ich das Atmen einstelle.
Klar. So stark ist der Einfluss der wenigsten. Bei Superreichen sieht es schon anders aus. Aber darum geht es (mir) auch gar nicht, sondern die Frage nach eigenem Interesse und Haltung und die Ausrichtung entsprechendem Handelns.
Für viele Menschen auf der Welt gibt es ganz andere und viel aktuellere und persönliche Themen als sich über CO2 ect zu kümmern und aufzuregen.
Offenbar. Daran schließen sich Fragen an wie: Ist das schlau? Ist das in Deinem Interesse? Wie handelst Du selbst?
Mich da als globaler Moral Apostel aufzuspielen ändert da auch nichts
Auch wenn ich mich wiederhole: Es ginge um das Interesse um sich, um Kinder, Nichten/Neffen ... und zwar genauer um das Interesse Erhalt der Lebensgrundlagen (das bedeutet ein mildes Klima).
... genauso wie andere Länder auch..
Und das wollen viele weitere Länder ebenso .
und auch denen ist es egal wie sie dieses ziel erreichen.
Du verweist ständig auf Andere. So lässt sich nicht der Teil der eigenen Verantwortung sehen, eingestehen und übernehmen. Aber vielleicht willst Du das auch gar nicht?
das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen und wir werden da nichts mehr dran ändern können.
Seit wann siehst Du das so? Hast Du entsprechend lange ökologisch gehandelt oder war Dir das immer schon(?) großteils egal?
An der Menschheit dahingehend was ändern zu wollen ist nicht mehr als eine romantische Vorstellung
Die ökologischen Krisen, den Ökozid aufzuhalten, sehe ich mittlerweile in der Tat auch als illusorisch an. Verlangsamen ginge wohl noch. Das große Unglück. Aber es scheint so, als ob dies nur verhältnismäßig wenige Menschen wirklich kümmert und nur wenige bereit wären, ihr Handeln zu ändern. Meist geht es offenbar eher höchstens um Jammern, Echauffieren über Andere und um Ausreden.