News Asus zeigt 48V-Grafikkarte: RTX 5090 läuft mit 1.000 Watt über einen Stecker

Na endlich - da warte ich schon ewig drauf, daß jemand auf die Idee kommt, die Spannung zu erhöhen, um die Stromstärke zu verringern. 48V ist perfekt; gerade so noch ungefährlich bei Berührung und auf den Platinen locker wieder in die Versorgungsspannungen umzuformen.

Genialer Schachzug von ASUS, die Steckernorm unangetastet zu lassen und das Netzteil erfühlen zu lassen, was die Karte an Spannung abnehmen möchte. Klasse!
 
Faktisch gesehen ist es schon gelöst. Man muß jede Ader einzeln überwachen, dann gibt es keine Probleme. Ich vermute mal, dass das wohl nächste Generation eingeführt oder gar verpflichtend wird. Interessant wird auch sein, ob man irgendwann die Spannung überwachen wir (wenn von 12V 5A nur noch 10V ankommen, dann bedeutet es, dass 10W im Anschluß und Kabel in Wärme umgewandelt werden oder ob man das ignorieren kann/wird.



Ich vermute mal, das wird nicht viel ändern. Die Stromstärke ist so groß, dass wes Probleme geben wird, wenn der Kontakt zu schlecht ist. Da wird die Einzeladerüberwachung wohl deutlich besser sein.

Bei einem Einzelkontakt ist die Lücke zwischen "Verbindung so schlecht, dass Schäden kommen" und "Verbindung so schlecht, dass man spürbare Probleme hat" wesentlich kleiner bis inexistent. Zudem bedeutet ein großer Kontakt zwangsläufig auch eine große Wärmeabfuhrkapazität an der einzigen kritischen Stelle, Kaskadeneffekte sind dagegen ausgeschlossen.

Bzgl. Einzelüberwachung: Auch damit gibt es Probleme, nämlich dass die Karte nicht geht. Das ist einen Tick besser als Schmorschäden, aber aus Anwendersicht dennoch DOA. Wer eine Last auf 90 Prozent der Steckerkapazität plant, braucht eine angemessene Qualitätssicherung bei den Steckern. Das ist die einzige Lösung.

P.S.: Deutliche Spannungsunterschiede sind unmöglich, solange eine einheitliche Spannungswandlung hinten dran hängt. Wenn der Widerstand einer Ader tatsächlich so extrem überhöht wäre, wie in deinem Beispiel, würde der Strom quasi komplett durch die anderen fließen.

Ich habe geschrieben, dass Problem ist gelöst. Ich verbiete mir dass da jetzt angebliche neue Probleme beschworen werden. Btw ein wenig mehr Abwärme, halt nen Lüfter mehr auf die Graka.
Gerade von Dir @Pu244 habe ich mir wesentlich mehr Zuspruch aufgrund Deines Namens erwartet.

Aber ich gebe mich geschlagen wenn da so viel Gegenwind wegen ein wenig Nuklearmaterial im Wohnzimmer kommt.

Alternative: Die Strukturen der GPU werden wieder vergrößert. Sprich man skaliert von den nm wieder in den mm oder cm bereich. So werden die Strukturen nicht zerstört wenn diese mit mehr als ~1,2V betrieben werden. Eventuell spart man sich sogar einn paar Anschlüsse am Netzteil wenn die Graka direkt per Schuko am Haushaltsstrom angeschlossen wird. Dürfte auch bei CPU funktionieren und anderen Komponenten. Blöd für die die Netzteilhersteller aber irgend etwas ist ja immer. Btw ein wenig mehr Platz für den heimatlichen PC wäre einzuplanen.
Schwups!
Problem gelöst.

Trennung

Ich frage mich ja schon seit Jahren warum nicht die Systemspannung erhöht wird auf 24/48V? Wird der Aufwand/Kosten für die Spannungswandler dermaßen hoch wenn diese 48v statt 12v auf 1v umspannen?

Also mal ehrlich: Erst der Blödsinn mit dem Thermo-Generator und jetzt willst du US-Gamern 20 Prozent mehr Leistung schenken, in dem du deren GPUs mit 60 Hz statt 50 Hz taktest? Schäm dich!

Zu den Abschlussfragen: Das ist im wesentlichen ein Henne-Ei- und gegebenenfalls auch ein juristisches Problem. Ich habe mal gehört, dass das krankhafte Festhalten der Gaming-Notebookhersteller an Ziegelsteinen mit 19,x oder maximal 20,0 V daher rührt, dass in einigen Zielmärkten (keine Erinnerung mehr, welche) alles über 20 V wohl rechtlich anders geregelt ist und dann nicht mehr vom Endverbraucher angeschlossen werden dürfte. Wenn diese Gesetze auch für das Innere von durch Endkunden erweiterbare Produkte gilt, also PCs, wäre das ein Ausschlusskriterium.

Rein technisch sind die Unterschiede von 12 V zu 24 V dagegen minimal und der zu 48 V überschaubar. Man braucht halt etwas bessere Isolierungen, etwas spannungsfestere MOSFETs und vor allem Kondensatoren, etc.. Aber es scheint nicht so, als hätte Asus großartig was am PCB ändern müssen und z.B. bei KFZ-Elektronik baut man quasi immer flexibel, um sowohl zu LKW (24 V) als auch PKW (12 V) kompatibel zu sein. Aber das ist natürlich etwas teurer und platzraubender, bei Netzteilen wäre der Aufwand für "und" sogar recht groß und die DAU-Gefahr würde exponentiell steigen. Also macht das niemand, solange es noch keinen Zielmarkt gibt. Den es nicht geben kann, solange es niemand macht.
 
48V gibts im PKW bereits seit 2015, da hat die Entwicklung aber auch gut 20 Jahre bis in die Serie gebraucht.
Größte Problemstellung waren Spannungsabfälle und genau die würden uns hier wieder das Leben schwer machen.
 
Im PKW wurde lange Zeit vieles direkt mit 12 V betrieben. Von "direkt" auf "weitere Wandlung nötig" zu wechseln bedeutet viel Aufwand. Aber im PC hat man den auch schon bei 12 V und der Wechsel von einer zu einer anderen Spannung ist "nur" noch eine Spezifikationsfrage. CPUs z.B. wurden in den 0er-Jahren vollkommen fließend von 5 V auf 12 V umgestellt, PCI ist ohne größere Komplikationen von 5 V auf 3,3 V gegangen, einige USB-Typ-C-Geräte können von 5 V bis 20 V laden.
 
Also du würdest einschätzen, dass diese Umstellung recht zeitig geschieht? Wenn sie denn geschieht.
Die Netzteilhersteller werden sich freuen.
 
Also du würdest einschätzen, dass diese Umstellung recht zeitig geschieht? Wenn sie denn geschieht.
Die Netzteilhersteller werden sich freuen.

Also ich (ja, ich weiß, ich war nicht gefragt :D) würde sagen, dass da erstmal überhaupt nichts passieren wird. Zunächst müßte Intel sich dem, Problem überhaupt erstmal annehmen. Momentan ist es ja nur die Technologiedemo eines Herstellers. Dann wird man einen Standard zusammenschnüren müssen, das wird dauern. Im Anschluß muß man den Standard noch einführen. Nvidia und AMD müssen Grakas anbieten, die das unterstützen.

Wenn ich die Zukunft erraten sollte, dann würde ich sagen, dass man erstmal auf zwei 12V 2x6 gehen wird und erst, wenn die 1200W knapp werden, dürften sich die Leute da Gedanken machen. Ich lasse mich auch gerne positiv überraschen.
 
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Also du würdest einschätzen, dass diese Umstellung recht zeitig geschieht? Wenn sie denn geschieht.
Die Netzteilhersteller werden sich freuen.

Nein. Ich denke, dass die technische Implementierung dieser Idee leicht machbar wäre. Aber wie in vorangehenden Post beschrieben, sehe ich keinen ökonomischen Weg für eine Einführung. Es gibt da ein riesiges Henne-Ei-Problem und allgemein sehr wenig Druck, überhaupt etwas zu machen. Wir reden hier von einer Fragestellung, die weniger als ein Promille des Marktes interessiert und noch weniger tatsächlich betrifft, wenn alle Büro-PCs usw. mitzählt.

Daher erwarte ich, dass die einschlägig spezifizierenden Organisationen da nicht einmal drüber reden werden, bevor aus wesentlich schwerer wiegenden Gründen ein Nachfolger für ATX 3.x benötigt wird.
 
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