Filesharing: Profitgier der Filmindustrie schuld?

Offenbar ist für viele digital gleich Selbstbedienung, während vermutlich dieselben Leute nicht auf die Idee kämen im Restaurant die Zeche zu prellen, weil es teurer geworden ist.
Der Unterschied ist wie gesagt dass dir digital (so gut wie) nichts passieren kann. Wenn du die Zeche prellst wirste dagegen sofort Anzeigen kassieren und Konsequenzen haben. Wäre das genauso konsequenzlos würden weite Teile der Bevölkerung (natürlich nicht alle) sämtliche Zechen prellen.
 
Zusammengefasst, wenn einem etwas zu teuer oder zu umständlich ist, dann darf man es klauen. Interessanter Standpunkt, glaube nur nicht, das sowas unter Mundraub fällt.
Ohne hier in allen Belangen das Unschuldslamm geben zu wollen*, aber ich seh das ziemlich genau so. Aber die Argumentation, die eigene Gier (etwas möglichst günsitg haben zu wollen) mit der Gier der anderen (die es nicht so billig hergeben wollen) zu rechtfertigen ist in meinen Augen lachhaft.

Persönlich habe ich nach einer Testphase sowohl Netflix (Wollte zwei, drei bestimmte Serien sehen) als auch Disney+ (meine Frau liebt die Simpsons im Original) wieder abbestellt. Mich hat einfach zu wenig von dem gebotenen Content interessiert. Ganz abgesehen davon, dass ich schlicht nicht dazu komme Das Programm von 3 Stremingdiensten gleichzetig anzuschauen - und jetzt nicht weil ich so super viel arbeite.

Ja, "prime" habe ich noch, weil ich (hab ich glaube ich schon ein paar mal geschrieben) weit von der nächsten Stadt auf dem Land wohne und nicht 40km in den die Stadt fahren möchte, um dort erst nicht zu finden, was ich gern hätte... Dafür das "amazon" mit mir reich wird, bekommen die Zusterller:innen das gesparte Porto als Trinkgeld. Ich weiß, dass das auch nicht die Ideallösung ist aber weiter bin ich bisher noch nicht.

Grüße

phila

*Ich finde es zum Beispiel gut, dass das Mitscheiden von Streams für den Privatgebrauch nicht per se illegal ist...
 
Es ist schon interessant, wie Moralisch unterschiedlich "Filesharing" und Accountschaing" aufgefasst werden.

Filesharing ist gaaanz böse und das machen nur Raubmordkindeschänderkopierhacker, Accountsharing ist aber völlig okay. Ein Accountsharing ist, meines Wissens nach zumindest außerhalb eines Haushalts, in den Lizenzbedingungen aber ebenfalls ausgeschlossen.

Ob ich nun einen Film/Serie/etc. von "nicht lizenzierten" Quellen herunterlade und schaue und damit gegen die Lizenzbedingungen verstoße oder ob ich den Account eines dritten Nutze und mir dadurch die Leistung erschleiche ist mMn. rechtlich kein großer Unterschied. Zumindest für den "Konsumenten".
Interessant, wie du meinen Kommentar auffasst. :)
Nein, ich bin absolut nicht der Meinung, dass das zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind.
Wie gesagt, habe ich früher selbst mein Zeug geladen, das ich mir anschauen wollte.
Mir ist heute einfach nur der Aufwand dafür zu groß und da meine Stammhoster inzwischen auch weggefallen sind, möchte ich mich damit nicht wirklich wieder befassen müssen, auch mal ganz davon abgesehen, dass ich mir auch noch eien Seite suchen müsste, wo ich die Filme erst einmal herbekomme, auch wenn das meist der kleinste Aufwand dabei wäre. Ist bei mir also aktuell eher eine Frage des Aufwands, dass ich mir alles wieder zusammensuchen müsste.
Beim Accountsharing ist soweit alles bei uns eingerichtet und jeder muss sich nur noch einloggen mit den jeweiligen Accounts.
 
genauso isses. ich hab netflix fürs streamen und prime nur weil ich amazon intensiv nutze.

nur um 1 oder 2 andere serien zu sehen hol ich mir nicht disney+, appletv oder wie sie sonst noch heißen. das ist zwar schade für so manche serie bzw. film aber davon geht meine welt jetzt auch nicht unter.
 
Erbärmlicherweise ist das für viele offenbar auch hier ok. Offenbar ist für viele digital gleich Selbstbedienung, während vermutlich dieselben Leute nicht auf die Idee kämen im Restaurant die Zeche zu prellen, weil es teurer geworden ist. Da würde man auf Preiserhöhungen ggf damit reagieren, dass man seltener Essen geht, aber beim Filme und Serien schauen ist es natürlich unzumutbar auf etwas zu verzichten.

Obwohl ich für mich absolut keine Notwendigkeit sehe, Filme illegal runterzuladen, kann ich diese permanente Gängelung bei Originaltiteln, Abo-Auslistungen und die inflationäre Entwicklung hinsichtlich Streaming/Abomodell in jeder erdenklichen Ecke nicht gutheißen und kann nachvollziehen, das einige Leute da inzwischen wieder einen ******* drauf geben, insbesondere aufgrund der einfachen Verfügbarkeit und der vermeintlich geringen Hemmschwelle.

Edit: Toll ist es auch, ich als Originalfilmbesitzer, der den Titel bereits rechtgemäß erworben hat, muss mir vor dem Film zwangsweise Warnungen in gefühlt 67 verschiedenen Sprachen ansehen, was Raubkopien denn so alles anrichten und was verboten ist. Witzigerweise bin ich aber nicht die Zielgruppe, da ich den Titel ja gekauft habe und auch nicht vorhabe, ihn zu kopieren. Der Release-Viewer kriegt davon nix mit, da dies logischerweise nicht mitgespreaded wird, sondern nur der Hauptfilm. Da ich gefühlt eine DVD/BD im Monat, wenn überhaupt, ansehe, ist es mir zwar egal, aber ich komme mir da schon bisschen ver***cht vor.
 
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Die Leute zahlen lieber kleine Servergebühren und verbringen einen Teil ihrer Freizeit auf eben jenen und haben dann aber alles auf einen Blick und zur Verfügung, anstatt sich 3-5 (derzeit eher 7-8 für wirklich alles) Streamingdienste zuzulegen, wo dann monatlich Filme und Serien wieder verschwinden, und man nie weiß, was wo zu finden ist.
Das ist Servicewüste zu extrem hohen Jahreskosten.
Dann lieber die illegale Variante, so muss man es einfach sehen und die Leute verstehen, die das dann auch so wahrnehmen, anstatt sich zu ärgern.
Ein normaler Mensch kann lediglich ein paar Filme und Serienfolgen im Monat schauen.
Dafür wird man aber nicht zum Diskjockey am TV-Bildschirm, oder zum monatlichen Abobjongleur.
Was einige Leute am PC immer bemängelt haben, dass es dort über 10 Dienste gibt, so wiegt das am TV doppelt und dreifach schwer.
Bei der Auswahl Sky, Prime und Netflix war das Maß der Dinge bei mir schon voll.
Mit humanen Preisen für möglichst viele Inhalte und UHD Option wären in meinem Umfeld sicherlich etliche Leute bereit gewesen, sich so etwas zuzulegen.
Aber letztendlich scheitert es dann bei einigen auch schon wieder daran, dass die Internetleitungen nicht unbedingt die Besten sind und ein UHD Stream schon ruckeln könnte.
Alleine deshalb wäre das schon ein Overkill, sich etliche Dienste zuzulegen und zu bezahlen, wenn am Ende eh kein Dauerfeuer auf der Leitung gegeben werden kann, um auch annähernd etwas von den bezahlten Inhalten zu haben.
Da ist es fast schon angenehmer, sich einige Filme wie üblich auf Datenträger zu kaufen, meinetwegen auch gebraucht bei Medimops oder so, und das mit dem eh schon bezahlten normalen TV weiterhin gemeinsam zu nutzen.
Bei mir geht das wunderbar, ich bin in den letzten Jahren imemr weiter von den Streamingdiensten abgerückt, eigentlich hätte man ja annehmen sollen, dass man irgendwann gar nicht mehr drumherum kommt, aber derzeit ist es diesbezüglich definitiv der schlechteste Zustand aller Zeiten.
Aber das kommt echt nur von der Profitgier der ganzen Unternehmen, die sich einfach kein gemeinsames Ziel der Zuschauerbelustigung setzen können, und jeder sich der nächste ist und am Ende verlieren sie alle.
Ich brauche die nicht.
Wenn meine Filmesammlung im Regal ausgelutscht ist udn das TV Programm absolut nichts bietet, und auch sonst im realen Leben nichts geht, na dann zocke ich mal ne Runde am PC, oder man nimtm ein Buch in die Hand, oder eine Printausgabe PCGH.
Irgendwie bekommt man die Zeit schon tot.
 
Ich wollte mir mal für 2 Euro Disney plus anschauen. Inhaltlich ist das ein Witz. Das werde ich niemals abonnieren.
 
Genau das ist der Punkt. Es ist doch nur natürlich, dass viele Menschen ihre Filme und Serien lieber im Internet schauen, anstatt 5-6 Streaming-Anbieter zu abonnieren. Vielen fehlt auch einfach das Geld und die schauen dann lieber "illegal" im Internet, statt gar nicht.
 
meiner meinung nach ist das problem die fragmentierung durch die anbieter und damit erhöhten kosten für den verbraucher.
die kosten summieren sich, disney+ 8,99, netflix für 4k 20euro, prime 7 euro und und und....
dann kommt das problem mit lizenzen,... das komplette netflixangebot ist gesplittet in regionen, das von prime übriegens auch....
sagen wir mal wir nehmen sky, hbo+ und paramount mit,... dann sind das so um die 65 euro... im monat. man kann trotzdem nicht alles sehen....
dann kommt es noch, dass man bei prime einge staffeln einer serie umsonst bekommt, die letzte staffel dann 2,99 pro folge kostet... oder man wartet bis die staffel durch ist und kauft sie dann im "sparpaket"...
son one klick hoster kostet 10-15 euro... merkt ihr selber, oder?
warum waren den seiten wie kinox etc so erfolgreich? die hatten einfach alles, von alt bis neu.
die lizenzen und marktfragmentierungen bei weltweiten streamingdiensten,... einfach am kunden vorbei.
die illegalen downloads sanken beim start der streaming dienste. aber da ja jetzt wieder jedes unternehmen ein stück vom kuchen haben möchte, muss der kunde sein portemonaie halt öfter öffnen.
auf mich macht es den eindruck als würde die industrie einfach lernresistent sein.
denn was sie auch nicht verstehen: nicht jede raubkopie bedeutet automatisch verlust, da der kunde ohnehin nicht auf deren angebot angesprungen wäre.
wenn die industrie dann von sich gibt wie hoch der "schaden" durch raubkopien ist, milliarden,... aber leider sehen sie auch nicht, dass sie daran eine nicht unerhebliche mitschuld haben.
es wird so viel abgemahnt aber die meisten kratzt das nicht.
es kommt nicht von ungefähr dass die film und musikindustrie versucht gegen vpn anbieter vorzugehen.
auch die streamingdienste schließen sich dem an, auf grund der lizenzen.
das ist aber auch das einzige was diese industrie kann,.. verklagen, aber ursachenforschung ist nicht.
es zählt halt nur der profit, der am ende auf deren konto ist.
die menschen suchen sich halt aber auch immer den bequemsten weg, und es ist traurig wenn der illegale weg so viel leichter und günstiger ist als der legale.
 
Alle wollen alles haben. Ich meine klar, man muss ja gleichzeitigen Zugriff auf Zehntausende Filme und Serienfolgen haben. Weniger geht ja mal gar nicht. Nur das Bezahlen ist shit…also holt man es sich umsonst. Ekelhaftes, gieriges, egoistisches Dreckspack.
 
Je unattraktiver die Streamingdienste werden umso attraktiver wird das Filesharing.

Begrüße sogar die Entwicklung. Filesharing ist das Überdruckventil, wenn es den Usern mal wieder zu blöd wird mit der Industrie.
 
Ich liebe Streamingdienste! Durch sie gibt es Kinofilme inzwischen oft sofort in 4k zum Download anstatt erst auf die BluRay warten zu müssen, bevor sie jemand in 4k rippen kann :^)
 
Wievel Steuern zahlen diese Streaming Dienste in Europa ( Amazon , Netflix usw ) ?
Ich vermute keine ....

Von mir bekommen die sowiso keinen Cent
 
Zuletzt bearbeitet:
Durch sie gibt es Kinofilme inzwischen oft sofort in 4k zum Download anstatt erst auf die BluRay warten zu müssen, bevor sie jemand in 4k rippen kann
Der unterschied ist, dass Streaming-4K mit 10-20 MBit läuft und die (gerippte) BluRay mit 50-100 MBit...
Oder ums böse zu sagen: "Netflix-4K" sinht teilweise schlechter aus als gutes (nicht kaputtkomprimiertes) 1080p.

Das ist ja auch eins der Piraten-Argumente: Streaming ist qualitativ einfach deutlich schlechter als die BluRay, einfach weil die Streaminganbieter erstens Speicherplatz sparen wollen und zweitens die Zielgruppe 4K nicht auf "Menschen mit minimum 50 MBit-Leitung" begrenzen wollen.
 
Interessant, wie du meinen Kommentar auffasst. :)
Nein, ich bin absolut nicht der Meinung, dass das zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind.
Wie gesagt, habe ich früher selbst mein Zeug geladen, das ich mir anschauen wollte.
Mir ist heute einfach nur der Aufwand dafür zu groß und da meine Stammhoster inzwischen auch weggefallen sind, möchte ich mich damit nicht wirklich wieder befassen müssen, auch mal ganz davon abgesehen, dass ich mir auch noch eien Seite suchen müsste, wo ich die Filme erst einmal herbekomme, auch wenn das meist der kleinste Aufwand dabei wäre. Ist bei mir also aktuell eher eine Frage des Aufwands, dass ich mir alles wieder zusammensuchen müsste.
Beim Accountsharing ist soweit alles bei uns eingerichtet und jeder muss sich nur noch einloggen mit den jeweiligen Accounts.

Das war absolut nicht gegen dich gerichtet! Entschuldige, wenn das so herübergekommen ist.

Das war als allgemeine Feststellung von mir, die ich hier mal erwähnen wollte. Dein Kommentar war lediglich der erste, der das Thema Accountsharing aufgegriffen hat.

Ich glaube jeder kennt Jemanden, der ganz offen Accountsharing betreibt ohne ein schlechtes Gewissen.
Filesharing würden viele davon aber niemals in Betracht ziehen, da es ja illegal ist!

Sehr viele, auch hier im Forum oder gar in diesem Thread , die "Filesharer" -egal ob bei Filem/Serien oder Spiele/Software- als hoch kriminell hinstellen, haben allerdings kein Problem mit Accountsharing.
Das es prinzipiell aber das "gleiche Vergehen" ist, der Verstoß gegen die Lizenzbedingungen (Copyright), wird ignoriert oder verdrängt.

Die Kriminalisierungs- Kampagnen der Medienindustrie hat da ganze Arbeit geleistet!
 
Das ist ja auch eins der Piraten-Argumente: Streaming ist qualitativ einfach deutlich schlechter als die BluRay, einfach weil die Streaminganbieter erstens Speicherplatz sparen wollen und zweitens die Zielgruppe 4K nicht auf "Menschen mit minimum 50 MBit-Leitung" begrenzen wollen.
Für mich wirkt diese Argementation aber sehr fragwürdig.
Man argumentiert gegen Medium A, warum man dies nicht bezahlt, mit der Qualität von Medium B, welches man auch nicht bezahlt. Um so ein Argument zu haben, warum man nichts für geleistete Arbeit oder Dienste zahlen will und es sich demnach illegal besorgt.
 
Erbärmlicherweise ist das für viele offenbar auch hier ok. Offenbar ist für viele digital gleich Selbstbedienung, während vermutlich dieselben Leute nicht auf die Idee kämen im Restaurant die Zeche zu prellen, weil es teurer geworden ist. Da würde man auf Preiserhöhungen ggf damit reagieren, dass man seltener Essen geht, aber beim Filme und Serien schauen ist es natürlich unzumutbar auf etwas zu verzichten.

Natürlich würden die auch die Zeche prellen, wenn es ebenso wenige bzw. unwahrscheinliche Konsequenzen gäbe. Das WDR hat mal so einen selbstbedienungs Shop mit versteckter Kamera gemacht wo Ware mit Preis standen und einer Kasse wo die Leute die Ware bezahlen und sich selbstständig auch Wechselgeld nehmen sollten.

Ein paar Leute haben auch gezahlt, die meisten haben sich aber einfach die Ware genommen und auch das Geld das in der Kasse lag. Auffällig war das je weniger Leute im Laden waren desto häufiger haben die Leute Dinge einfach eingesteckt.

Wenn ich aber mit direkten Folgen rechnen muss wie z.B. das der Wirt, Kassierer oder sonst wer mich anspricht und aufhält und dann eine Anzeige kassiere, dann sucht man sich andere Möglichkeiten wie z.B. ein anderes Geschäft. Viele sind ja auch von P2P zu torrent gewechselt, dann von torrent auf filesharer, mittlerweile filesharer mit integriertem VPN oder mehrere VPN oder sonst was. Die Leute geben sind ja dazu bereit Geld auszugeben, wenn das Angebot stimmt und da zahlt manche dann lieber 20€/Monat für einen VPN oder was auch immer wo sie sich Filme, Spiele usw. runter laden anstatt ein Abo bei Disney+, zusätzlich noch Netflix, Prime, AppleTV, HBOmax, für Spiele vielleicht Gamepass, Uplay und EA Pro.
 
Ich sehe es komplett genauso, durch diese elende Fragmentierung des Marktes, werden die Filesharing-Anbieter wieder richtig Aufwind bekommen, wenn ich nur bei mir die monatlichen Kosten anschaue, ist das schon ziemlich krank, Netflix UltraHD, Prime, Sky, HDPlus, Disney+ und zeitweise gar noch TVNow, Dazn und Eurosport Player.
 
Ich bin da auf Seiten des Torrentbetreibers. Keiner kann sich ein Abo bei den ganzen Anbietern leisten. Man wird immer Filme verpassen, weil kein Anbieter genau die Filme im Angebot hat, die einen interessieren. Selbst wenn man Amazon Prime hat muss man noch weitere Sub-Kanäle kostenpflichtig abonnieren, weil man sonst trotz Prime keinen Zugriff auf alle Prime-Filme hat. Dass die Piraterie damit einen Zuwachs erfährt, ist doch dann kein Wunder..

In den Phasen großen Wachstums war das Angebot von Netflix & Co ja offensichtlich mehr als ausreichend, obwohl da keineswegs Bundesliga, globales Spartenprogramm und sämtliche Kinoblockbuster enthalten waren. Von Eigenproduktionen ganz zu schweigen. Wenn man dieses angemessene Programm heute verteilt über 3-4 große Anbieter bucht, kostet das keine 40 Euro im Monat/unter 500 Euro im Jahr. Das ist sicherlich nicht etwas, dass jeder leisten kann, aber "niemand"? Viele Leute geben im Jahresschnitt mehr fürs Smartphone aus, geschätzt die Hälfte dieses Forums hier genausoviel allein für die Grafikkarte und noch einmal das gleiche für CPU/Board/RAM.

Es könnten sich also ganz offensichtlich viele diese Preise leisten, wenn sie bereit wären, für ihre Unterhaltung zu bezahlen. Ich habe aber eher den Eindruck, es geht nur um billig, billiger, am billigisten. Als Netflix günstig waren als der in Arbeitszeit umgelegte Aufwand für illegale Kopien, strömten alle dahin. Aber diese Preise waren eben nur solange möglich, wie die großen Studios das Potenzial für VoD massiv unterschätzt und deswegen ihre Filetstücke zum Spottpreis weggegeben haben. Mittlerweile ist jedem klar geworden, dass man sich damit den eigenen Kino- und BD-Absatz zerstört hat und jetzt muss halt auch VoD einen angemessenen Teil der Produktionskosten wieder einspielen.


Das Recht auf Privatkopien (§ 53 Deutschen UrhG) ist ein Paradebeispiel wie mit immer neuen Zusätzen ein Recht ausgehöhlt wird, bis es nur noch eine Parodie ist.

Effektiv darf man heute nix mehr kopieren weil alles "technisch geschützt" ist, zahlt aber auf alle Datenträger eine sog. Pauschalabgabe im Voraus für die ganzen Kopien die man damit macht. Hat die Lobby ganze Arbeit geleistet.

Ich empfehle PCGH Print! 100 Prozent frei von Kopierschützen und man darf nach belieben Privatkopien anfertigen!
(Muss man aber nicht einmal, weil man sie direkt in den Schrank legen kann!)
 
Scheinbar wieder mehr die keine Lust haben 23 Abos abzuschließen. Hab ich auch nicht, aber verzichte dann einfach.
Ich verzichte dann auch. Aber eigentlich habe ich so schon genug Material: meine DVD/Bluray Sammlung, Amazon Prime, Warner TV (für Klassiker) und Free TV. Vielleicht kommt noch Netflix oder Disney dazu. Aber dann war es das auch. Man kann eh nicht alles gucken... soviel Zeit hat man gar nicht.
 
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