Filesharing: Profitgier der Filmindustrie schuld?

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Torrentfreak konnte ein Interview mit Mitgliedern der Release-Gruppe Evo führen und die machen die Profitgier der Filmindustrie dafür verantwortlich, dass Piraterie wieder mehr Zulauf hat.

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Naja was soll man sagen... kaum gab es ein Angebot wo man für eon paar Euro im Monat seine Filme bekam (Netflix) schon gingen die Kopien zurück. Man konnte ja fürn 10er im Monat alles legal haben wenn auch in schlechterer Qualität als illegal wohlbemerkt.
Dann hat man über all Preise erhöht und aufgesplittet. Jetzt muss der Interessierte wieder 50+€ zahlen um 3-4 Stremingdienste zu buchen wenn er alles sehen will. Da ists doch kein Wunder dass dann die illegale Szene wieder Zulauf hat. :ka:
 
Ich bin da auf Seiten des Torrentbetreibers. Keiner kann sich ein Abo bei den ganzen Anbietern leisten. Man wird immer Filme verpassen, weil kein Anbieter genau die Filme im Angebot hat, die einen interessieren. Selbst wenn man Amazon Prime hat muss man noch weitere Sub-Kanäle kostenpflichtig abonnieren, weil man sonst trotz Prime keinen Zugriff auf alle Prime-Filme hat. Dass die Piraterie damit einen Zuwachs erfährt, ist doch dann kein Wunder..
 
Ich muss sagen das ich die Argumentation schlüssig finde und sich die Filmindustrie da mal wieder ordentlich selber verarscht und über die eigene Profitgier stolpert.
Allein die Tatsache das viele Verbraucher ihre "Kopien" über das usenet beziehen, das ja auch nicht kostenlos ist, zeigt ja, das sie bereit sind für Inhalte zu zahlen. Aber nicht 5 verschiedene Dienste, mit 5 verschiedenen Apps und dann auch noch mit regionsabhängigen Inhalten und in teilweise grottenschlechter Qualität.
 
Kann dem Artikel nur zustimmen. Habe früher sehr viel illegal runtergeladen. Auch Musik.

Mittlerweile bin ich ein echter Fan von Netflix und Spotify. Die beiden lasse ich auch weiterhin dauerhaft abonniert und zahle entsprechend. Wenn ich dann noch extra was sehen will, abonniere ich mittlerweile für jeweils einen Monat einen zusätzlichen Dienst.

Aktuell ist es z. B. Prime. Vor ein paar Monaten war es Disney+. So bleiben die Kosten für mich mit normal ca. 25-27 EUR im Monat konstant. Zusätzlich kommen dann halt noch 10-15 EUR oben drauf. Ich muss aber zugeben, dass ich im deutschen Durchschnitt bin und entsprechend gut verdiene...
 
Mir kommt bis auf Prime Video auch nichts ins Haus.
Ich kann auch gar nicht verstehen, wie die Leute so viel Zeit übrig haben, dass sie da bei 3+ Anbietern ein Abo laufen haben. Zumal ja einige komplett nutzlos sind. Es ist aber natürlich auch traurig, dass ein Disney+ z.B. überhaupt von jemandem abonniert wird.
 
Würde Netflix nicht jedes Jahr aufs neue Gebühren erhöhen, würde es einfach wie eh und je weiterlaufen. So aber nur noch 1x im Jahr um das verpasste nachzuholen: Squid Game. Prime im Dauerabbo klar, 1x im Jahr auhc Disney+ für Mandalorian. Hätte Netflix mal lieber nicht an der Preisschraube drehen sollen...
 
Naja was soll man sagen... kaum gab es ein Angebot wo man für eon paar Euro im Monat seine Filme bekam (Netflix) schon gingen die Kopien zurück. Man konnte ja fürn 10er im Monat alles legal haben wenn auch in schlechterer Qualität als illegal wohlbemerkt.
Dann hat man über all Preise erhöht und aufgesplittet. Jetzt muss der Interessierte wieder 50+€ zahlen um 3-4 Stremingdienste zu buchen wenn er alles sehen will. Da ists doch kein Wunder dass dann die illegale Szene wieder Zulauf hat. :ka:

Nicht nur das - am "Anfang" haben Prime und Netflix darauf verzichtet ihre Bibliotheken regelmäßig zu "updaten".
Inzwischen ist es eine richtige Seuche geworden, man kann übertrieben gesagt teilweise gar nicht so schnell gucken, wie manche Filme und Serien aus dem Programm genommen werden.
Wen man nicht zwangweise da direkt durchbinged, kann es leicht passieren, daß plötzlich eine Serie mittndrin nicht mehr erhältlich ist bzw. die Watchlist zu einem Drittel fehlerhaft.
Bei mir selber ist es mir recht egal.
Aber wenn meine alte Mutter dann völlig verzweifelt, weil sie wieder glaubt irgendwas falsch gemacht zu haben und mich dann ruft und sich mal wieder völlig schuldlos bei mir entschuldigt, geht bei mir direkt das Messer in der Hosentasche auf bei diesen Saftsäcken.
 
Hier wird so getan, als ob es ein Grundrecht darauf gäbe kostengünstig Filme schauen zu können.
Produkte der Unterhaltungsindustrie sind Luxusgüter und nicht so etwas essentielles wie ein Dach über dem Kopf, Arbeit, Freiheit, Nahrungsmittel, Gleichberechtigung, Sicherheit...
Machst die Backen aber schön dicke - zeig mir wer hier so "tut als ob es ein Grundrecht gäbe kostengünstig Filme schauen zu können.".
Ach und nein, aus neoliberaler Sicht ist auch ein Dach über dem Kopf, Arbeit, Sicherheit kein Grundrecht.
Anstatt Dach tuts auch ein Zelt, Arbeit geb ich dir oder nicht, bin ja da frei in meiner Entscheidung als Arbeitgeber und falls du Sicherheit haben willst bezahl dafür - das ist die große Freiheit, die dir und mir zusteht, damit wär die auch abgehandelt.
Was zu Essen muß reichen...:haha:
 
Denke auch, dass die höhere Nachfrage nach "kostenlosen" Inhalten die Produzenten antreibt und die nicht legalen Angebote dadurch erst in der Masse hochgeladen werden. Auch die Aufteilung der Fussballrechte (CL, Bundesliga) führt ja wieder zu "Streamingangeboten", die ich davor lange nicht mehr wahrgenommen habe. Dazu kommt ja noch das harmlose Account-Sharing, das von Netflix und Co. ja augenzwinkernd geduldet wird. Solange sie in der Expansionsphase sind, wird jeder Zuschauer gerne genommen.

Nur eine kleine, feine Unterscheidung: Ja, die Begründung liegt wahrscheinlich in der Fragmentierung der Inhalte. Aber das ist darum ja nicht automatisch eine moralische Rechtfertigung. Nur weil es so viele interessante Angebote gibt, muss man sich ja nicht die Leistungen erschleichen (klauen). Wer sich die Abos nicht leisten will oder kann, muss dann eben einfach verzichten.

Also natürlich soll jeder das tun, was er für richtig hält. Aber dann bitte nicht sich selber in die Tasche lügen.
 
Hier wird so getan, als ob es ein Grundrecht darauf gäbe kostengünstig Filme schauen zu können.
Produkte der Unterhaltungsindustrie sind Luxusgüter und nicht so etwas essentielles wie ein Dach über dem Kopf, Arbeit, Freiheit, Nahrungsmittel, Gleichberechtigung, Sicherheit...
Ja natürlich, genau so wie Internet, Telefon, fließendes Wasser oder gar Elektrizität. Alles Luxus, das man zum überleben nicht braucht!

Unterhaltung ist schon vor langer Zeit zum Grundbedürfnis geworden; Brot und Spiele! Willkommen im 21 Jahrhundert.
 
Ich liege eindeutig über dem Durchschnittseinkommen in Deutschland und kann dir sagen, dass das überhaupt nichts mit dem Einkommen zu tun hat.
Du wirst als Kunde einfach nur verarscht, anders kann man es nicht sagen.
Wieso wird man verarscht? Grundsätzlich kann man die Filme-/Serienmacher auch verstehen. Jeder von uns würde auch mehr Geld wollen - oder zumindest die meisten von uns.

In diesem Fall abonniere ich aber eben nur das, was ich auch brauche. Spotify und Netflix brauche ich mehrmals die Woche. Den Rest erst dann, wenn ich auch was gucken will.

Und das Einkommen hat definitiv was damit zu tun. Es ist das eine, ob ich nur 50 EUR am Ende vom Monat übrig habe oder z. B. 500-1.000 EUR. Bei ersterem guckt man glaube ich eher mal darauf, ob der Monat Netflix wirklich sein muss. Beim anderen Fall ist das dann kein Thema.
 
Ich finde es auch doof, dass man jetzt gefühlt 4 Streaming-Dienste "braucht" - verstehe, dass Menschen da nach "alternativen Wegen" suchen, an die Inhalte zu kommen - auch wenn ich persönlich das rechtlich keinesfalls gut heisse.

Wie schon gesagt wurde, wird das Angebot auch ständig ausgedünnt oder man muss eigentlich per VPN im Ausland schauen usw...

Ich hab jetzt wieder angefangen, Filme auf die ich Bock hab, günstig physikalisch zu kaufen.
 
Machst die Backen aber schön dicke - zeig mir wer hier so "tut als ob es ein Grundrecht gäbe kostengünstig Filme schauen zu können.".
Ach und nein, aus neoliberaler Sicht ist auch ein Dach über dem Kopf, Arbeit, Sicherheit kein Grundrecht.
Anstatt Dach tuts auch ein Zelt, Arbeit geb ich dir oder nicht, bin ja da frei in meiner Entscheidung als Arbeitgeber und falls du Sicherheit haben willst bezahl dafür - das ist die große Freiheit, die dir und mir zusteht, damit wär die auch abgehandelt.
Was zu Essen muß reichen...:haha:

Ja.
Wer wirklich meint das man im Jahre 20xx nur noch Wohnung + Essen als Grundrecht braucht versteht auch nicht warum Jeff Bezos 200 Milliarden+ hat wärend manche bei Amazon die Regale für 24K im Jahr vollmachen.
 
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