News Micron: 100-Mrd.-Deals, aber kein Ende der RAM-Krise in Sicht

PCGH-Redaktion

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Es gibt einen Wandel am Speichermarkt: Micron setzt auf langfristige Verträge inmitten der anhaltenden Lieferengpässe und sieht die Schuld für hohe Preise in der aggressiven Preispolitik großer Hersteller.


Was sagt die PCGH-X-Community zu Micron: 100-Mrd.-Deals, aber kein Ende der RAM-Krise in Sicht

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Also zumindest für Micron scheint das Ende der Monsterpreise ja eben doch absehbar zu sein. Warum sollten sie sonst auf langfristige Verträge setzen? Tja und offenbar wird es bis 2030 dauern bis Besserung in Sicht ist, heftig...
 
Interessant ist, das jetzt alle großen Ram Hersteller Massiv DDR5 bis 2030 ausbauen, und dann DDR6 kommt.
Sprich, viele Kapazitäten müssen dann auch für DDR6 Platz machen.
 
Konkret wies Micron-CBO Sumit Sadana darauf hin, dass große Unternehmen im letzten Abschwungzyklus extrem niedrige Tiefstpreise durchgesetzt hätten, um die eigenen Gewinnmargen zu stützen. Micron habe diesen Kunden bereits vor Jahren signalisiert, dass diese "aggressive Preispolitik nicht konstruktiv" sei, da sie aufgrund fehlender finanzieller Mittel notwendige Investitionen in den Ausbau neuer Halbleiterfabriken und Produktionskapazitäten verhindern würde.
Ja, kann man machen, bringt aber natürlich nichts, wenn der Markt halt gesättigt ist und höhere Preise einfach nicht hergibt. Einfach freiwillig mehr zahlen wird wohl kaum ein Unternehmen.
 
Es ist nen Kartel. Micron is ja kein unbeschriebenes Blatt. Da wurden schon welche verurteilt wegen Preistreiberei.
Kannst Du bitte dazu eine Quelle nennen? Danke

Man versucht jetzt den schwarzen Peter hin und her zu schieben. Micron & Co generieren hohe 2. stellige Gewinne. Der gierige Blick zu Appel ist nicht zu übersehen, denn was die können, können wir jetzt auch. Das ganze auf den Rücken der User und abhängigen Firmen ausgetragen, erzeugt eine Speiübelkeit in mir.
 
Kannst Du bitte dazu eine Quelle nennen? Danke

Und das war nicht der letzte.

Und grade heute gibt es den nächsten Beitrag dazu weil vor paaar Tagen der nächste Class Action Lawsuit gemacht wurde.


Oder einfach wikipedia.
 
Kannst Du bitte dazu eine Quelle nennen? Danke

Man versucht jetzt den schwarzen Peter hin und her zu schieben. Micron & Co generieren hohe 2. stellige Gewinne. Der gierige Blick zu Appel ist nicht zu übersehen, denn was die können, können wir jetzt auch. Das ganze auf den Rücken der User und abhängigen Firmen ausgetragen, erzeugt eine Speiübelkeit in mir.
Vielen Dank, des gab eine Veruteilung in 2000/2001, eine ist eine Klageabweisung und der letzte Fall wurde eingereicht, bisher aber noch noch keine Verhandlung - bin gespannt ob es im letzten Fall überhaupt dazu kommt.
 
Was in dem Artikel nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass man DRAM-Fertigungskapazitäten nicht einfach kurzfristig deutlich erhöhen kann. Beschließt man heute, eine neue Fab zu bauen, laufen da die ersten Chips in zwei bis drei Jahren vom Band. Nachdem man aber heute nicht weiß, wie die Nachfrage in zwei bis drei Jahre sein wird, wollen die Speicherhersteller auch nicht zu aggressiv ausbauen, zumal die Investitionen in solche neue Fabs immens sind (im zweistelligen Milliarden Dollar Bereich).
 
Warum sollten sie sonst auf langfristige Verträge setzen?

Um ihre Gewinne zu sichern.

Sie verkaufen auch "nur" 40% zu diesen Konditionen, der Rest wird normal am Markt gehandelt. Nur durch diese 40% haben sie eine Marge von um die 90%, selbst wenn sie sonst nichts mehr verkaufen oder der Preis auf Null fällt. Mit dem Rest können die ihre Marge dann auf weit über 95% erhöhen, wenn sie Glück haben.

Der gierige Blick zu Appel ist nicht zu übersehen, denn was die können, können wir jetzt auch.

Apple ist im Vergleich dazu im Armenhaus. Die haben eine Marge von knapp unter 50%, Micron gurkt wohl bei etwas über 95% herum. Zum Vergleich: das bedeutet, Apple macht aus einem eingesetzten Dollar fast zwei, Micron macht aus einem eingesetzten Dollar wohl über 20.
 
Was in dem Artikel nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass man DRAM-Fertigungskapazitäten nicht einfach kurzfristig deutlich erhöhen kann. Beschließt man heute, eine neue Fab zu bauen, laufen da die ersten Chips in zwei bis drei Jahren vom Band. Nachdem man aber heute nicht weiß, wie die Nachfrage in zwei bis drei Jahre sein wird, wollen die Speicherhersteller auch nicht zu aggressiv ausbauen, zumal die Investitionen in solche neue Fabs immens sind (im zweistelligen Milliarden Dollar Bereich).

Mittlerweile bauen alle massiv aus, zum Teil multiple Fabs gleichzeitig. Die nötige finanzielle Sicherheit schaffen eben gerade die hier besprochenen, langfristigen Verträge: Die Hersteller haben mittlerweile ihre 2027er und wohl auch schon große Teile ihrer 2028er Produktion verkauft und das zu den heutigen Margen. Die Finanzierung der Fabs ist bereits damit gesichert. Micron dürfte mit diesen Verträgen auch mehrere Jahre lukrativen Betrieb nach Fertigstellung in der Tasche haben, obwohl 1-2 Jahre nach Platzen der Blase tatsächlich ein Nachfrageminimum auf die gestiegenen Kapazitäten treffen könnte. Aber das ist dann nicht mehr das Problem des Herstellers, sondern des Langfrist-Vertragsnehmers. Der muss den teuer RAM bezahlen – und wenn er ihn selbst doch nicht gebrauchen kann, möglicherweise billig verramschen.
 
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