Euer Gedanke zum Kommunismus

Dann redet mal mit jemanden der früher in Komunismus gelebt hatt ,

er wird sagen das Kommunismus 1000 mal besser ist als Demokratie .
 
wen soll ich fragen

denjenigen der unter lenin, stalin , mao, honecker, oder kim jon il ins konzentrationslager, arbeitslager, gulag, gefängnis kam weil er bolchewik, intellektueller, gefolgsmann, freiheitskämpfer oder andersdenkender war ?

schwachsinn ey .. kommunismus funktioniert nur in der theorie .. er scheitert am egoismus der menschen

@einar
das is naiv. letzendlich hast du in deutsch. die höhere lebenserwartung. gründe sind vielfältig.
 
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Dann redet mal mit jemanden der früher in Komunismus gelebt hatt ,

er wird sagen das Kommunismus 1000 mal besser ist als Demokratie .


Wo findet man jemandem, der in einem Kommunismus gelebt hat?
Unter denjenigen, die den real existierenden "Sozialismus" mitmachen mussten, findet man bestenfalls welche, die einen leichten Vorteil sehen - aber selbst die sind keine Mehrheit und klar an wirtschaftlichen Faktoren zu finden.
(= diejenigen, um die sich auch jetzt keine Regierung kümmert und die mangels Geld nichtmal die Region geschweige denn die Nation verlassen können, die sehen auch keine Vorteil in der Wiedervereinigung)
 
Kommunismus ist halt wie Demokratie auch eine künstliche, utopische Gesellschaftsform. Beides hat es real noch nicht gegeben, und beides ist auch nicht natürlich. In der Natur gibt es bei höher entwickelten Lebewesen immer eine Hackordnung, das Recht des Stärkeren in der Gruppe bzw. im Rudel. Das ist genetisch und so auch beim Menschen vorhanden. Sperre 10 Leute in einen Raum, und nach ein paar stunden hast du einen männlichen oder weiblichen Anführer, der den Ton angibt. Warum? Ist am effizientesten.
Eben so natürlich ist es eben, dass der Anführer immer die meisten Vorteile hat. Er hat die beste Nahrung, den besten Schlafplatz, bekommt als Männchen die besten Weibchen usw. Ist bei Tieren so, lässt sich auch gut auf uns übertragen.

Bienenstöcke und Ameisenkolonien fallen vielleicht etwas aus dem Schema, aber auch da ist es so, dass die Königin und die Larven wichtiger sind als das Leben des einzelnen Arbeiters. Einige sind eben gleicher als andere. ;)

Damit es in einer Demokratie oder in einem Kommunismus allen gleich gut geht und alle dasselbe haben, müssten die Mächtigen, Fleißigen, Klugen und Erfolgreichen auf einen guten Teil ihrer Macht und ihres Besitzes verzichten, um an die Schwachen, Faulen, Dummen und Erfolglosen etwas abzugeben.
Und des widerspricht eben der menschlichen Natur.

Sozialismus und westliche Demokratie sind ja praktisch gesehen nur Parteidiktaturen, bei denen meist 1-3 Parteien ständig oder abwechselnd an der Macht sind und Mehrheitsentscheidungen treffen, ohne das man als Bürger darauf Einfluss nehmen kann. Das war in der DDR so, war in der Sovjetunion so, ist in Russland so, in China, in den USA, der Bundesrepublik, Großbritannien usw. Da gibt es immer eine, zwei oder drei Parteien die meist ständig regieren, vor einer Wahl Versprechen geben, die sie danach sofort für nichtig erklären. Es gibt Reiche und Arme, die Reichen genießen Privilegien, das Rechtsystem misst teilweise mit zweierlei Maß usw.

Im Idealfall würde die gewählte Regierung und das oberste Gericht immer im Sinne des Bürgers handeln, in der Realität ist es halt komplizierter, da geht es um Sicherung der eigenen Macht, des privaten Vermögens, Durchsetzung der Forderungen von Hintermännern und Geldgebern etc.

Im Grunde ging es ja den westlichen Staaten vor allem wegen des liberalen Wirtschaftssystems, welches Konkurrenzkampf belohnte anstatt ihn zu sanktionieren wie in den sozialistischen Staaten, gut. Dass das Pokern mit dem Kapital, das Tricksen mit Krediten und das Wetten auf Erfolg und Misserfolg die Kehrseite der allzu liberalen Marktwirtschaft ist, wissen wir nun.

In einer wirklichen Demokratie hätte es wohl nicht soweit kommen dürfen. Insofern ist es vielleicht naiv, pauschal zu sagen, der Sozialismus sei da gescheitert, wo der Liberalismus gesiegt hat. Bei uns hat es vielleicht einfach nur länger gedauert.

Die nächsten Jahre werden es zeigen. :D
 
Kommunismus ist halt wie Demokratie auch eine künstliche, utopische Gesellschaftsform. Beides hat es real noch nicht gegeben, und beides ist auch nicht natürlich. In der Natur gibt es bei höher entwickelten Lebewesen immer eine Hackordnung, das Recht des Stärkeren in der Gruppe bzw. im Rudel. Das ist genetisch und so auch beim Menschen vorhanden. Sperre 10 Leute in einen Raum, und nach ein paar stunden hast du einen männlichen oder weiblichen Anführer, der den Ton angibt. Warum? Ist am effizientesten.

Effizienter ist das mit nichten und mit genetischer Begründung wäre ich auch sehr vorsichtig. Es ist schlichtweg am primitivsten und robustesten. "Der Stärkste setzt sich durch" braucht keine weitere Regelungen, um zu funktionieren, es ist unanfällig gegenüber Störungen. Aber der ständige (Wett)Kampf um die Position des Stärksten ist eine enorme Verschwendung von Ressourcen, die man wesentlich sinnvoller für produktive Aufgaben nutzen sollte, die allen etwas bringen.

Bienenstöcke und Ameisenkolonien fallen vielleicht etwas aus dem Schema, aber auch da ist es so, dass die Königin und die Larven wichtiger sind als das Leben des einzelnen Arbeiters. Einige sind eben gleicher als andere. ;)

Wichtiger: Jein. Die Königin hat eine zentrale Position - aber das ist als "wichtig" zu definieren, wäre eine Umkehrung der Wettkampfsmaßstäbe. Laut denen gibt es nämlich einen Anführer und viele, weniger wichtige Gefolgsleute. Z.B. "Königin" und "Arbeiter". In der Praxis ist aber die Bienenkönigin nichts weiter als eine Produktionsmaschiene für Eier. Hochspezialisiert - aber in relativ kurzer Zeit abgesetzt und ersetzt, wenn sie nachlässt. Genetische Untersuchungen deuten auch daraufhin, dass nichtmal eine evolutionäre Führungsrolle im Sinne der Genweitergabe gegeben ist. (statt dessen scheint das Töten einzelner Larven durch die Pflegerinnen systematisch zu erfolgen, so dass die resultierenden Genverhältnisse in der Nachkommenschaft eher den maximalen Fortpflanzungserfolg für selbige repräsentieren - nicht die Verhältnisse, die maximalen Erfolg für die Konigin bringen)
Im Rest des Systems hat sie gar nichts zu sagen und die gesamte Organisation erfolgt in hocheffizienter Weise untereinander, nicht hierarchisch - und damit ohne Machtkampf. Vergleicht man das Ergebniss mit ähnlichen, aber nicht-sozialen Insekten (Termiten gegen Käfer, Bienen gegen Hummeln), sollte deutlich werden, wieviel effizienter das ganze ist.

Und des widerspricht eben der menschlichen Natur.

Tut es das? Hat die "menschliche Natur" überhaupt einen Eigentumsbegriff?
Oder ist diese Einstellung erlernt/anerzogen und kann bewusst übergangen werden?


Im Grunde ging es ja den westlichen Staaten vor allem wegen des liberalen Wirtschaftssystems, welches Konkurrenzkampf belohnte anstatt ihn zu sanktionieren wie in den sozialistischen Staaten, gut. Dass das Pokern mit dem Kapital, das Tricksen mit Krediten und das Wetten auf Erfolg und Misserfolg die Kehrseite der allzu liberalen Marktwirtschaft ist, wissen wir nun.

Ist der erste Satz nicht genau das Gegenteil vom zweiten?
Oder liegt die Betonung auf dem "ging"?

In einer wirklichen Demokratie hätte es wohl nicht soweit kommen dürfen. Insofern ist es vielleicht naiv, pauschal zu sagen, der Sozialismus sei da gescheitert, wo der Liberalismus gesiegt hat. Bei uns hat es vielleicht einfach nur länger gedauert.

Gescheitert ist der Sozialismus definitiv. Von einem Sieg des Kapitalismus/Liberalismus zu sprechen ist imho schon deswegen nicht möglich, weil ein Sieg etwas andauerndes sein sollte. Die derzeitigen Errungenschaften des Kapitalismus beruhen aber allesamt auf der Konzentrion und dem Verbrauch von Ressourcen aus immer mehr Regionen - also auf endlichen, nicht regenerativen Grundlagen. Wenn er es nicht schafft, das umzustellen (und trotz zunemden Handlungsbedarfes stellt es sich extrem unfähig an), wird er unweigerlich zugrunde gehen.
Das er dafür etwas länger gebraucht hat, liegt schlichtweg daran, dass er geschätzt 80%-90% der Welt verunstalten konnte/musste, ehe er am Ende war. Das dauert halt.
 
die allen etwas bringen
dieser gedanke ist vorbildlich, existiert aber nicht in der natur. er entzieht der evolutionstheorie ihre grundlage, und ich denke, diese ist allgemeingültig.

ein "wir" gefühl existiert nicht in der natur. wenn sich lebewesen zusammenschließen, um zB gemeinsam zu jagen dient dies immer nur dem überleben, dem vorteil, des einzelnen. er "erkennt", gemeinsam jagen ist für mich produktiver, als allein. lebewesen die dies nicht "erkennen", hilft die evolution -> sie sterben aus.
denn solange der einzelne überlebt, kann er seine genetische information weitergeben. und darum geht es. dein gedanke von oben ist zwar aus philo. gesichtpunkten wertvoll, aber das du ihn denken kannst, verdankst du millionen von jahren harten daseinskampf. hierzu auch eine kurze definiton von leben ->
Wesentliche Merkmale für Leben sind: Es ist in der Lage sich fortzupflanzen (in einer über eine bloße Kopie hinausgehenden Form der Evolution), es hat einen Stoffwechsel und es bildet nach außen abgeschlossene Gebilde

darum gehts. die angesprochene "hackordung" ist nichts weiter als der daseinkampf der in unseren genen verankert ist. evolution ist das gerüst auf dem unsere welt, bzw das leben aufbaut. es gibt nichts, was neben der evolution existiert, somit kann man sie def. nicht als primitiv oder ineffizient bezeichnen. ( jetzt kommt der mensch ^^ )
leider ist ein sinnvoller vergleich mit dem mensch nicht immer möglich. sicher ist nur, dass auch wir der evolution unterworfen sind. ein weitergeben der genetischen information ist der sinn unseren leben. ein "die allen etwas bringen" steht dazu im genauen gegenteil und wird nie mehr als philo. betrachtung sein.

Damit es in einer Demokratie oder in einem Kommunismus allen gleich gut geht und alle dasselbe haben, müssten die Mächtigen, Fleißigen, Klugen und Erfolgreichen auf einen guten Teil ihrer Macht und ihres Besitzes verzichten, um an die Schwachen, Faulen, Dummen und Erfolglosen etwas abzugeben.
Und des widerspricht eben der menschlichen Natur.

nenn es evolution aber richtig.
ich denke zwar, dass es hier einen ausweg geben wird und auch muss, allerdings ist die frage wann und wie. theo. müsste der verstand sich über die kontrolle der gene / evolution erheben. wie soll das funkt. ?

einzelne, wie zb ruyven_macaran schaffen zwar bereits theo. überlegungen hierzu, aber es sind einzelne, insgesmt betrachtet zuwenige. hinzu kommt, du (ruyven_macaran) kannst dir solche gedanken machen da du bereits mehr, als viele andere besitzt ( wanderarbeiter in china ). wie willst du sie überzeugen, ihren beginnenden wohlstand aufzugeben, damit es allen besser geht, denn zwangsläufig muss ja etwas in der richtung passieren. das wirtschaftswachstum und der damit einhergehende wohlstandsanstieg gerade in china und indien ist der beginnende kollaps für unsere welt.

auf der anderen seite würde das auch bedeuten, wir müssten hier viel von unserem wohlstand aufgeben. bist du dazubereit ? sind es die anderen ?

und hier sind wir wieder am anfang. selbst wenn du aufgrund deines verstandes hierzu bereits bist, werden es die anderen nicht sein, eben weil sie genetisch beginnen zudenken.

übrigens, wenn es allen gut geht, geht es auch dir gut ergo kannst auch du dich weiterfortpflanzen ;) die macht der gene oder auch der evolution sollte man nie in den hintergrund stellen =) mit oder ohne verstand !
 
evolution ist das gerüst auf dem unsere welt, bzw das leben aufbaut. es gibt nichts, was neben der evolution existiert..

Evolution und Mutation

Vorteilhafte MUTATIONEN verschaffen ihrem Träger einen leichten Vorteil gegenüber seinen Artgenossen. Ein Tier kann zum Beispiel schneller vor Angreifern flüchten, weil es etwas stärkere Laufmuskeln hat, oder es bemerkt einen Feind eher, weil sein Gehör etwas besser entwickelt ist, oder es ist besser getarnt, weil seine Fellfarbe noch besser mit der Umgebung verschmilzt.

Ein sehr bekanntes und gut dokumentiertes Beispiel für eine solche vorteilhafte Mutation ist der Birkenspanner, ein Schmetterling, der gerne auf der Rinde von Birken lebt: Normalerweise ist der Birkenspanner weiß wie dier Birkenrinde; gelegentlich auftretende dunkle Formen haben zwar keinen unmittelbaren Nachteil, weil sie mit dunklen Flügeln genausogut Nahrung suchen können wie mit hellen Flügeln, allerdings werden sie von Vögeln auf den hellen Birken leichter entdeckt als die hellen Birkenspanner. Dies führt dazu, dass es nur sehr wenige dunkle Birkenspanner in einer Population gibt, weniger als 10%.
Im 19. Jahrhundert allerdings, mit zunehmender Industrialisierung, wurden in England in manchen Gebieten die Birkenstämme immer dunkler. Und tatsächlich, hier stieg der Anteil der dunklen Birkenspanner ebenfalls an. Als dann im späteren 20. Jahrhundert Umweltschutzmaßnahmen griffen, wurden viele Birken wieder heller. Und tatsächlich - der Anteil der dunklen Birkenspanner wurde wieder geringer.
 
dieser gedanke ist vorbildlich, existiert aber nicht in der natur. er entzieht der evolutionstheorie ihre grundlage, und ich denke, diese ist allgemeingültig.

Sie ist ähnlich primitiv und robust und somit überall zu finden, ja.
Aber so ziemlich alle Definition von "Menschlichkeit" laufen darauf hinaus, dass man etwas (vermeintlich :ugly: ) besser macht, als die Natur. Das wäre in dem Fall mal angebracht.

ein "wir" gefühl existiert nicht in der natur. wenn sich lebewesen zusammenschließen, um zB gemeinsam zu jagen dient dies immer nur dem überleben, dem vorteil, des einzelnen. er "erkennt", gemeinsam jagen ist für mich produktiver, als allein. lebewesen die dies nicht "erkennen", hilft die evolution -> sie sterben aus.
denn solange der einzelne überlebt, kann er seine genetische information weitergeben. und darum geht es. dein gedanke von oben ist zwar aus philo. gesichtpunkten wertvoll, aber das du ihn denken kannst, verdankst du millionen von jahren harten daseinskampf.

'türlich. Und den Teil mit dem Denken verdanke ich den letzten 3-4 millionen. Die sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass Verwandten-Selektion zu kooperativen, konkurrenzarmen Verhalten führen kann. Insbesondere sind sie ein gutes Beispiel dafür, welche extreme Überlegenheit eine Spezies erlangen kann, wenn es ihr gelingt, die "monkeysphere" auf 1-2 hundert Individuen auszudehnen und in größeren Gruppen kooperativ zu arbeiten.
Das enorme Potential, dass freigesetzt würde, wenn man die selben Prinzipien unter Nutzung unserer Fähigkeit zum rationalen und abstrakten Denken auf 1-2 Milliarden Individuen auszudehnt, dürfte kaum abzuschätzen sein.

somit kann man sie def. nicht als primitiv oder ineffizient bezeichnen.

Etwas grundlegendes, ursprüngliches kann man mit fug und recht "primitiv" nennen ;) Das muss ja nicht unbedingt abwärtend gemeint sein. Und effizient ist ein System, zu dessen Kernbestandteil eine enorme Überproduktion und deren Vernichtung gehört, definitiv.

ein weitergeben der genetischen information ist der sinn unseren leben. ein "die allen etwas bringen" steht dazu im genauen gegenteil und wird nie mehr als philo. betrachtung sein.

In einer Zeit, in der die Menschheit ihre eigene Überlebensgrundlage unwiederbringlich vernichtet, ist das keineswegs ein Gegenteil und es gibt einige Beispiele aus der Geschichte, die sehr klar zeigen, dass der Mensch in der Lage ist, zum Wohle aller zu handeln. Die Frage ist nur, wie groß wir dieses "alle" machen können.
Unsere genetischen Limitationen können wir aber auf alle Fälle überwinden, der Mensch ist in der Lage, sehr große Teile seines Handelns bewusst durchzuführen. Und damit geht es nicht mehr um Gene, sondern um Meme - und da ist gerade eine kooperative, erfolgreiche Gruppe der beste Nährboden/größte "Fortpflanzungserfolg".


wie willst du sie überzeugen, ihren beginnenden wohlstand aufzugeben, damit es allen besser geht, denn zwangsläufig muss ja etwas in der richtung passieren. das wirtschaftswachstum und der damit einhergehende wohlstandsanstieg gerade in china und indien ist der beginnende kollaps für unsere welt.

auf der anderen seite würde das auch bedeuten, wir müssten hier viel von unserem wohlstand aufgeben. bist du dazubereit ? sind es die anderen ?

und hier sind wir wieder am anfang. selbst wenn du aufgrund deines verstandes hierzu bereits bist, werden es die anderen nicht sein, eben weil sie genetisch beginnen zudenken.

Die Grundüberlegung ist folgende:
- es ging Menschen schon wesentlich schlechter und sie fühlten sich gut dabei. Veringerter Wohlstand für sich ist also nicht das Problem
- altruistisches Handeln ist dem Menschen möglich.
- gerechtes Handeln sowieso

Was bleibt, ist eine sehr hartnäckige Prägung im Rahmen der Sozialisation, die mitlerweile Weltweit Wohlstand und Triumph über andere als höchstes zu erstrebendes Gut anstrebt. Wie von mir beschrieben ist dieses Mem des Kapitalismus (zumindest da in seiner Höchstenwickelten Form) eines der durchsetzungstärksten. Aber es hat Schwachstellen:
- Es kann nur die Kraft eines Einzelnen nutzen. Es verliert damit im direkten Wettbewerb mit kooperativen Systemen (aktuell genannt "Networking")
- Es produziert primär verlierer - diese sind offen für neues (siehe Linke-Wähler)
- Eben gerade weil es sich um theoretische Dinge handelt, lassen sie sich direkt von Mensch zu Mensch weitergeben (quasi infektiös), was eine im Vergleich zu Genen enorme Dynamik ermöglicht. Man nennt es "überzeugen" oder "zum Denken anregen" und in Zeiten des Internets kann man das auf gigantischem Maßstab.


Evolution und Mutation

Evolution im Sinne von Darwin&Wallace beinhaltet Mutation (und Selektion und Überproduktion).

Ein sehr bekanntes und gut dokumentiertes Beispiel für eine solche vorteilhafte Mutation ist der Birkenspanner, ein Schmetterling, der gerne auf der Rinde von Birken lebt: Normalerweise ist der Birkenspanner weiß wie dier Birkenrinde; gelegentlich auftretende dunkle Formen haben zwar keinen unmittelbaren Nachteil, weil sie mit dunklen Flügeln genausogut Nahrung suchen können wie mit hellen Flügeln, allerdings werden sie von Vögeln auf den hellen Birken leichter entdeckt als die hellen Birkenspanner. Dies führt dazu, dass es nur sehr wenige dunkle Birkenspanner in einer Population gibt, weniger als 10%.
Im 19. Jahrhundert allerdings, mit zunehmender Industrialisierung, wurden in England in manchen Gebieten die Birkenstämme immer dunkler. Und tatsächlich, hier stieg der Anteil der dunklen Birkenspanner ebenfalls an. Als dann im späteren 20. Jahrhundert Umweltschutzmaßnahmen griffen, wurden viele Birken wieder heller. Und tatsächlich - der Anteil der dunklen Birkenspanner wurde wieder geringer.

Industriemelanismus hat nichts mit einer Mutation zu tun. Dunkle und helle Morphen sind schon seit langer Zeit bekannt, die Verschiebung der Häufigkeiten ist nur ein Beispiel für natürliche Selektion. Das weicht jetzt aber ein bißchen weit vom Thema ab.
 
"es ging Menschen schon wesentlich schlechter und sie fühlten sich gut dabei. Veringerter Wohlstand für sich ist also nicht das Problem"

aber das gras des nachbarn ist gruener... solange es nicht allen gleich geht, ist verringerter wohlstand sozialer zuendstoff...



"altruistisches Handeln ist dem Menschen möglich."

sicher? m.e. folgt der mensch einem direkten oder indirekten belohnungssystem...




"gerechtes Handeln sowieso"

was gerecht und ungerecht ist, wird durch soziale normen und/oder gesetze bestimmt und daher wuerde ich nicht davon ausgehen, dass der mensch per se gerecht ist (ist es gerecht, einen moerder zu toeten?)...


gruSZ
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kommunismus WÄRE die beste Gesellschaftsform, wenn er funktionieren würde.

Tut er aber nicht.

Die Menschen sind nicht alle gleich, wollen nicht alle das gleiche arbeiten und schon gar nicht das gleiche erreichen. Stichwort: Individualismus!
Die Formen des Sozialismus haben dies hinreichend bewiesen. Kommunismus hat noch kein Land auf die Beine stellen können!

Selbst bei sinnvoll gedachten Modellen wird die gemeinsame Meinung im Voraus bestimmt, in der Demokratie offen diskutiert (also im "Nachhinein"). Das ist der große Unterschied. Ich finds besser theoretisch die Meinung beeinflussen zu können.



Ergo: Demokratie ist nicht die beste Staatsform, aber eine bessere Lösung haben wir noch nicht gefunden.
 
Kommunismus hat mit der Menschengleichheit nichts zutun sondern mit ganz was anderes.
Kommunismus wird nicht im geringsten verstanden aber trotzdem gehast, weil die geschite zeigt, das in 99,9% der kommunistischen ländern es zu eine großenwahnsinige diktatur kam. Sei es Russland, Rumänien, Chile, Cuba..... was auch immer.

Man übersehet aber das auch in eine Demokratische Kapitalistische Marktwirtschaft zu eine Diktatur kommen kann und das Verdammt Schnell, besonders wen egal wen man wählt sämtliche parteien koalieren und immer die gleichen am zug sind seit jahrzehnte, wo sich auch ein überwachunstaat in stassy methode aufbaut unter den vorwand des therorismus bekämpfung, wo peinlich jeder atemzug per gesetz vorgschrieben wird usw.

Was z.B. in Deutschland in den Letzten 15 Jahre passiert ist weit entfernt von Demokratie u. Freiheit sondern eher eine überwachungstaat Diktatur im Aufbau.
Sogar USA ist auf den Gleichen weg.
 
Zwei gute Bücher wurden anfangs ja schon genannt. (Farm der Tiere, 1984 - beide von Orwell)
Sehr empfehlen kann ich allen Anhängern des Kommunismus (und von Väterchen Stalin) das Buch "Archipel Gulag" von Solschynizin.
Da es letztendlich bisher immer auf eine Diktatur im Kommunismus rauslief, ist dieser für mich nur eine nette Theorie. Übrigens gab es in der DDR offiziell den Sozialismus mit einer Diktatur des Proletariats (wurde offiziell so gelehrt). Das sagt doch schon alles. Und nein, es war nicht alles schlecht in der DDR, es wäre aber auf lange Sicht mit Sicherheit auch nicht besser geworden
 
Der Stalinismus/Maoismus ist nicht mit dem Kommunismus zu vergeleichen.
Genau. Das sind DIKTATUREN und nicht Kommunismus.
Das ist auch der punkt was ich erwähnte.
Wegen mangel an kentnissen wird das immer wieder Verwechselt bzw. in ein und den selben topf geschmissen.
 
Wegen mangel an kentnissen wird das immer wieder Verwechselt bzw. in ein und den selben topf geschmissen.
Wie ich schon sagte, Kommunismus und Demokratie sind idealisierte utopische Staatsformen für eine perfekte Welt. In der Realität gabs bisher nur Diktaturen, sei es durch eine Partei oder durch eine einzelne Führunsperson + Staab.

Den demokratischen oder sozialistischen Staat, in dem nicht Wenige über viele bestimmen und die Mächtigen sich an den Machtlosen bereichern, muss mir erst noch jemand zeigen.
 
Dabei wird nicht nur die FREIHEIT u. MENSCHENRECHTEN Ignoriert sondern sogar MISBRAUCHT.

Man Bespitzelt, Vervolgt, unterdrückt, Vorschreibt unter irgend ein Vorwand im Name der FREIHEIT u. MENSCHENRECHTE.

Durch Freiheit u. Menschenrechte verstehe ich am jeden fahl ganz was anderes und mit sicherheit nicht IP Bespizelung um mein internet verhalten speichern u. zu prüffen (könnte ja sein das ich mir auf kiddy bilder eine runter hole) und auch nicht bei einreise (in USA) das man mir sofort eine DNA speichelprobe abnimmt + Fingerabdrücke und auch noch ein strichkode S/W Bild macht wie bei ein Schwerstverbrecher und das nur für ein 3 wochen Urlaub (weil könnte ja sein das ich eine Boeing Miete anstat Mustang und es im Empire State Building Parke).
 
"es ging Menschen schon wesentlich schlechter und sie fühlten sich gut dabei. Veringerter Wohlstand für sich ist also nicht das Problem"

aber das gras des nachbarn ist gruener... solange es nicht allen gleich geht, ist verringerter wohlstand sozialer zuendstoff...

Na dann ist Kommunismus ja die optimale Lösung ;)
(eigentlich wollte ich an der Stelle aber auf Punkt 2 überleiten ;) )

"altruistisches Handeln ist dem Menschen möglich."

sicher? m.e. folgt der mensch einem direkten oder indirekten belohnungssystem...

Sicher. Beispiele in Reinform sind zwar sehr selten, aber vorhanden. Es sollte somit keine genetischen/unüberwindbaren Hindernisse geben, es fehlt "nur" an einer entsprechenden Sozialisation. (genau die will man aber ja ändern, wenn man ein grundlegend anderes Gesellschaftsmodell vorschlägt)


"gerechtes Handeln sowieso"

was gerecht und ungerecht ist, wird durch soziale normen und/oder gesetze bestimmt und daher wuerde ich nicht davon ausgehen, dass der mensch per se gerecht ist (ist es gerecht, einen moerder zu toeten?)...

Angemessene Strafen wäre ein anderes Thema und bei der Detailausarbeitung der Verhaltensregln gibt es persönliche Präferenzen, dass stimmt. Aber Grundregeln wie "niemand sollte jemand anderem zufügen, was er selbst nicht von anderen zugefügt haben möchte" finden sich in sämtlichen, z.T. auch sehr ursprünglichen Gesellschaftsformen weltweit.
Ich würde soweit gehen, dass es dem Naturzustand des Menschen entspricht, dass er anderen Mitgliedern seiner Sippe nicht wegnimmt, was diese dringender/genauso dringend brauchen, dass er ihre Lebensgrundlage nicht zerstört,...
Das Problem ist nur allen Überaffen klar zu machen, das die am anderen Ende der Welt zur gleichen globalen Sippe gehören.



Wie ich schon sagte, Kommunismus und Demokratie sind idealisierte utopische Staatsformen für eine perfekte Welt. In der Realität gabs bisher nur Diktaturen, sei es durch eine Partei oder durch eine einzelne Führunsperson + Staab.

Ich würde vorschlagen, den Begriff "Diktatur" etwas weniger inflationär zu verwenden. Es gibt eine Vielzahl von weiteren Staatsformen und alles, was nicht der perfekten demokratischen oder kommunistischen Gesellschaft entspricht, als "Diktatur" zu bezeichnen, ist nicht nur eine unangemessene Verallgemeinerung, sondern verharmlost auch einen Begriff, der eigentlich für eine der übelsten und gefährlichsten Strukturen geprägt wurde.



Durch Freiheit u. Menschenrechte verstehe ich am jeden fahl ganz was anderes

Ich möchte daraufhinweisen, dass dies hier ein Thread zum Thema "Kommunismus" ist. Thema ist ausdrücklich nicht "EinarNs persönliche Erklärung/Interpretation der/von Menschrechte(n) und Freiheit".
 
Ich würde vorschlagen, den Begriff "Diktatur" etwas weniger inflationär zu verwenden. Es gibt eine Vielzahl von weiteren Staatsformen und alles, was nicht der perfekten demokratischen oder kommunistischen Gesellschaft entspricht, als "Diktatur" zu bezeichnen, ist nicht nur eine unangemessene Verallgemeinerung, sondern verharmlost auch einen Begriff, der eigentlich für eine der übelsten und gefährlichsten Strukturen geprägt wurde.
Findest du es harmlos, wenn die Weltwirtschaft mal eben von ein paar Mächtigen gegen die Wand gefahren wird und andere Mächtige es dann dem Volk auferlegen für den Schaden aufzukommen, ohne dass man in irgendeiner Form ein Mitspracherecht hätte? Oder dass Wahlversprechen keine 24h nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses für nichtig erklärt werden?

Natürlich hast du recht, eine Diktatur ist im strengen Sinne ja definiert als illegitime Staatsform begründet ohne freie Wahlen irgendeiner Art.

Daher nenne ich es gern "Parteiendiktatur". Weil man ja erst wählt unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Versprechen, und danach erst nach Belieben regiert wird. Vielleicht wäre der Begriff konstitutionelle Parteienmonarchie angebrachter, hat ja was von gewählten Regenten und Hofnarren. Passt bei Westerwave vielleicht sogar ganz gut. :D
 
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