2 Jahre nach Raptor-Gate...

MrPe

PC-Selbstbauer(in)
Nun ist es bald 2 Jahre her, dass Intel mit der 13. und 14. Generation durch diverse Probleme viel Vertrauen verspielt hat. eTVB-Bug, Spannungsprobleme, Fertigungsprobleme sind nur Auszüge... Mit "Intel Default Settings" und diversen Microcode-Updates (0x123, 0x125, 0x129, 0x12B, 0x12F) wurde die Meute beruhigt, zudem die Garantie auf 5 Jahre ab Kauf sowohl für die Boxed- als auch die Tray-Versionen verlängert. Um dieses Thema ist es - zum Glück - sehr still geworden. Ich, als Nutzer eines i5 13600K, bin der Ruhe wegen nicht traurig. Mein i5 aus Ende 2022 läuft nach wie vor stabil und schnell genug für meine Ansprüche. Jüngst hat ASUS weitere Produktpflege betrieben und im März 2026 ein neues UEFI veröffentlicht. Soweit so gut... Mich würde interessieren, ob es nur deshalb still um dieses Thema geworden ist, weil es kaum noch i5/7/9 13000/14000-Nutzer gibt oder, weil das Problem tatsächlich behoben wurde. Ich kann aus meiner Sicht bisher Entwarnung geben. Mein i5 wird bald 4 Jahre alt und nähert sich - offenbar fehlerfrei - so allmählich nicht nur dem Garantieende, sondern auch dem Einsatzende im Hauptrechner. Wie steht es so - wenn ihr sie überhaupt (noch) habt - um eure Raptoren?
 
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Mein vorheriges System mit einem 13900K und einer RTX 4090 erfreut sich beim meinem Patenkind nach wie vor bester Gesundheit. Kein Raptorgate, kein Steckergate.
 
Firma:
2x 14900k - Tot
1x 13900k -Tot
Privat
13700k - Tot

Und das Schlimme war, es war ein schleichender Prozess. Plötzlich liefen einige Dinge nicht mehr so stabil wie gewohnt. Dann wurde die Instabilität langsam über Wochen schlimmer und schlimmer. Keine CPU hat es länger als 1 1/2 Jahre überlebt.
Kein OC, gute Kühlung aber viel Last. Ich würde die 13 und 14 Reihe nicht mal Geschenkt nehmen, da ich beim Verkauf ein schlechtes Gewissen hätte.
 
@QIX
Es gibt ja genug Leute, die keine Probleme hatten und auch aktuell keine haben. Wir hatten wohl viel Pech. Ich kann nicht mal sagen, es könnte am Mainboard XY liegen, da alle auf unterschiedlichen Boards von unterschiedlichen Herstellern liefen.
Bei meiner Privaten CPU habe ich es sehr lange nicht gemerkt. Ja, da stürzte mal ein Spiel ab. Vermeidliches GPU Treiberproblem. Dann stürzte mal ein Cad Programm ab, kann ja mal passieren. Anfangs dachte ich immer, komische Fehler. Es hatte mal geholfen den Ram eine Stufe tiefer zu tackten. Zwischenzeitlich hatte mal ein neuer Treiber für die GPU geholfen. Dann hat man die Powerlimits angepasst, aber es wurde langsam immer schlimmer und schlimmer und irgendwann stürzte fast alles immer wieder ab.
In der Firma war es etwas krasser. Da die meist unter starker Last liefen, starben sie sehr schnell und plötzlich.

PS: Fazit war übrigens, alles auf AMD umzustellen. Der 12900 in einem privaten Rechner läuft hingegen noch heute Tadellos.
 
Nach der persönlichen Erfahrung sicher verständlich. Hätte mir dann wohl auch gereicht.
Privat fand ich es sehr ärgerlich, denn die 9XXX CPUs waren noch nicht auf dem Markt, es wurde ein 7950X3D. Performancetechnisch gab es da vom 13700k keinen "spürbaren" Sprung. Ja, vielleicht mal ein Spiel das ein paar FPS mehr hatte, aber ansonsten war es viel Geld das man vergeudet hat. Es hat mich sehr geärgert. Ja, man hätte sich auch von Intel eine neue CPU holen können, und dann? Warte ich wieder darauf das sie stirbt? Keine Lust darauf gehabt.
 
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Reaktionen: QIX
@DiePalme Also nach anderthalb Jahren keinen Umtausch bei INTEL/Händler gemacht? Okay... Wäre meine nächste Frage gewesen, wie der Umtausch geklappt hat. Ich würde meinen selbst heute ohne Frage umtauschen, wenngleich ich bezweifle, heute noch nen 13600 oder 14600 als Austausch zu bekommen...
 
@MrPe
Nein, kein Austausch. Wie gesagt, es hatte keiner mehr Lust auf die Plattform. Direkt gesagt, alle hatten Maßlos die Schnauze voll und niemand wollte sich damit noch beschäftigen. Wurden abgeschrieben bzw. meinen Privaten habe ich in die Ecke gepackt und einfach neue Hardware auf AMD Basis gekauft. In der Firma dann Threadripper und AM5, ich privat AM5.
 
Bitte vergleicht keine Äpfel mit Birnen.

Hohe Spannungen bei hoher Last und hohen Temperaturen killen Raptorlake bevor das kritische Biosupdate kam.

Hohe Spannungen und hohe Temperaturen gabs aber nur bei den Topmodellen xx900 und xx700 und/oder bei Mainboards die viel zu hohe Spannungen und Powerlimits usw. angelegt haben.
Diese CPUs auf diesen Boards sterben sofern oft Last anliegt schnell und zuverlässig.

Alle anderen Raptorlake CPUs, etwa ein 13600K auf einem gut eingestellten Board der bei vollem Takt grade mal 1,25v oder sowas abbekommt laufen ganz normal 10+ Jahre stabil durch (auch ohne Update) einfach weil der problematische Betriebsbereich von 1,5v und mehr hier sowieso nie erreicht wird.
 
Ist doch gut so. Die Cpu ist aber Alder Lake und nicht vom Degeneration Bug betroffen.
Das ist schon richtig. Ich hatte das auch nur erwähnt, damit es nicht so klingt, als wäre ich jetzt der Intel Basher. 1851 würde ich mir unter gewissen Umständen auch zulegen. Probleme gibt es da ja auch nicht mehr. Grade der 270 und auch die etwas kleineren sind flott und preislich attraktiver als AMD im Moment.
 
Die Refresh Intels sind sehr interessante Cpus.
Alle anderen Raptorlake CPUs, etwa ein 13600K auf einem gut eingestellten Board der bei vollem Takt grade mal 1,25v oder sowas abbekommt laufen ganz normal 10+ Jahre stabil durch
Die 13600KF Cpu vom Kumpel aber nicht. Da lief alles standard auf einem MSI Board (welches genau weiß ich nicht). Die Cpu wurde anstandslos ausgetauscht.
 
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Die 13600KF Cpu vom Kumpel aber nicht. Da lief alles standard auf einem MSI Board (
"Standard auf einem MSI Board" können auch schwachsinnige 1,5v unter Last sein (LiteLoad default auf 18 :klatsch:) . Deswegen schrieb ich "gut eingestellt" und nicht "Standard" ;-)

Meine Frau hat auch Msi tomahawk mit 13600K. Ab Werk legt das Ding 1,45v unter Last an was total schwachsinnig ist. LiteLoad von 18 auf 5 gestellt (was noch sehr konservativ ist!) und schon sinds 1,25v max (wahrscheinlich würden sigar 1,15 reichen) und 30°C weniger. Und dann hält die CPU auch 20 statt 2 Jahre.

Übrigens läuft der PC seit 2022 ohne Bios Update - denn wie gesagt, das Problem ist schlicht nicht relevant wenn man die Spannungsbereiche richtung 1,5 nie erreicht.
 
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"Standard auf einem MSI Board" können auch schwachsinnige 1,5v unter Last sein (LiteLoad default auf 18 :klatsch:) . Deswegen schrieb ich "gut eingestellt" und nicht "Standard" ;-)
Mal abseits der Forenblasen, die nur einen sehr geringen Anteil der Kunden darstellt, bauen die meisten aber einfach ein und legen los. So oder so, liegt die Schuld nicht beim Nutzer, wenn Dinge auf Stock laufen und deshalb daran kaputt gehen. Dann ist es alleine die Schuld der Hardwarehersteller.
 
Die "Schuldfrage" ist lange geklärt und hier nicht das Thema. Ich wollte nur eine Erläuterung einwerfen warum "mein 13600K läuft seit jahren problemlos" und "2x 14900K, 1x 14700K - alle tot" nicht miteinander vergleichbar sind - und streng genommen persönliche Erfahrungen auch keine Rolle spielen.

Entweder eine solche CPU kriegt 1,5+v und 100°C reingeschoben, dann stirbt sie innerhalb kurzer Zeit, oder sie kriegt harmlosere Betriebsparameter, dann hält sie praktisch ewig.
Warum das jeweils eine oder andere eintrifft und wer Schuld dran hat ist der CPU dabei völlig Latte ;-)
 
und streng genommen persönliche Erfahrungen auch keine Rolle spielen.
Ach, daher werden ja auch immer schöne Redditbeiträge von einzelnen unbekannten Privatpersonen mit Hardwareproblemen, die sich gut für Clickbait eignen, in News und teilweise Artikeln verewigt und gepusht was das Zeug hält? :schief:

Und ich dachte immer, Foren sollen als Erfahrungsaustausch oder Diskussionsplattform dienen?
 
Dass persönliche Einzelschicksale aufgrund einer vernachlässigbar kleinen Grundgesamtheit keinerlei Aussage über generelle Probleme machen ist für die allermeisten Leute derart unverständlich, dass sowohl entsprechende Antworten in Threads missverstanden werden, als auch Redaktionen damit mit wenig aufwand lukrativen Clickbait betreiben können.
Dass sich darüber austauschen und konkrete Problemlösungen für Einzelfälle was völlig anderes ist scheint oft ebenso schwer begreifbar zu sein.
 
"Standard auf einem MSI Board" können auch schwachsinnige 1,5v unter Last sein (LiteLoad default auf 18 :klatsch:) . Deswegen schrieb ich "gut eingestellt" und nicht "Standard" ;-)

Bin da voll und ganz bei dir. Hab von Start weg sämtliche Einstellungen im ASUS-UEFI manuell eingestellt, lange bevor es das "Raptor-Gate" und die Microcode-Updates gab. Sogar PL1 und PL2 hatte ich auf die Intel-Vorgaben 125/181 eingestellt sowie mich an die RAM-Empfehlung von Intel (DDR5-5600) gehalten, wenngleich 6000 auch nicht das Problem gewesen wäre bzw. ist. Dass die Board-Partner es "zu gut" mit dem "Standard-OC" meinen, war bereits vor "Raptor-Gate" ein Thema. Nur hat es da niemanden groß interessiert, weil bis dato kein Prozessor in der Menge in die ewigen Jagdgründe geschickt wurde...
 
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