2 Jahre nach Raptor-Gate...

Ein 13600K braucht nicht mal 1,4v für seinen Takt.
Und das ist schon MSI-hoch gegriffen (LiteLoad Mode 17 und so :ugly: ).
Der 13600K hier in der Wohnung läuft mit Werkstaktraten auf 1,1v stabil, zumindest einen Cinebench-Run durch. Er ist seit jahren auf ~1,15-1,20v (je nach Last) eingestellt und da ist ein dicker Stabilitätspuffer drauf.

Wie gesagt, um einen 13600K zum degradieren zu bringen muss man (bzw. das Board oder beide) schon ziemlich viel falsch machen.
 
Was nichts daran ändert dass ein Betrieb oberhalb der Werksspezifikationen generell auf eigenes Risiko passiert.

Tut ja nichts zur Sache, denn es ging ja ursprünglich darum, ob die Problematik auch beim 13600K eine Rolle spielen kann oder nicht. Aber mal abgesehen davon, wäre das erwartbare Verhalten der CPU eine Reduzierung des Takts oder ein Absturz des Systems, nicht das Anlegen absolut bedenklicher Spannungen... Zumindest so lange man diese nicht selbst im Bios eingestellt hat, dann ist man natürlich selbst schuld.

Das ist es auch beim 13600K. 5,5 GHz bei 1,35v (Beispiel für realistisches moderates OC) macht der genauso ewig mit.

Auch bei OC kann man erwarten, dass die CPU ohne zutun keine Spannungen anlegt, die einen Hardwareschaden verursachen. Genau deshalb gibt es doch Voltage Tables und entsprechende Settings im Bios.
 
Auch bei OC kann man erwarten, dass die CPU ohne zutun keine Spannungen anlegt, die einen Hardwareschaden verursachen.
Wieso sollte das so sein?
Wieso sollte denn ein Hersteller seine VID-Tabellen weiter kontrolliert programmieren als die CPU offiziell je kommen darf? Übertrieben gesagt könnte Intel für 5,1GHz eine VID von 1,2v reinschreiben und für 5,2 GHz eine von 1,7v - denn 5,2 GHz wird ja nie erreicht und der Tabelleneintrag ist daher irrelevant.

Natürlich macht man das nicht so und die Tabellen skalieren normal hoch auch wenn der offizielle Multiplikator nicht so hoch geht, einfach um OC bei den K-Modellen einfacher zu machen. Aber trotz allem ist der Bediener Schuld wenn er eine CPU höher betreibt als angegeben.

Es gibt ja viele Schutzmechanismen die einen CPU-Tod verhindern sollen. Powerlimits, Currentlimits, Temperaturlimits, Spannungslimits und vieles mehr - die können nur nix machen wenn das Board oder der Nutzer die alle hochstellt. Das Problem bei RPL war eben nur zusätzlich, dass diese Limits ab Werk schon im Grenzfall langfristig zu hoch waren. Das hat Intel dann irgendwann per Microcode korrigiert. Das verhindert dann zwar eine (weitere) Degradation bei Betrieb auf Werkseinstellungen aber kann natürlich nicht verhindern, dass manuell trotzdem wieder manuell hochgedreht wird.
Ein 13600er ist einfach von sich aus schon viel weiter weg von den roten Bereichen gewesen als ein 13900er -der "Puffer" ist da so groß, dass das Problem hier im Normalfall nicht auftritt.
 
Wieso sollte das so sein?
Wieso sollte denn ein Hersteller seine VID-Tabellen weiter kontrolliert programmieren als die CPU offiziell je kommen darf? Übertrieben gesagt könnte Intel für 5,1GHz eine VID von 1,2v reinschreiben und für 5,2 GHz eine von 1,7v - denn 5,2 GHz wird ja nie erreicht und der Tabelleneintrag ist daher irrelevant.

Natürlich macht man das nicht so und die Tabellen skalieren normal hoch auch wenn der offizielle Multiplikator nicht so hoch geht, einfach um OC bei den K-Modellen einfacher zu machen. Aber trotz allem ist der Bediener Schuld wenn er eine CPU höher betreibt als angegeben.

Es gibt ja viele Schutzmechanismen die einen CPU-Tod verhindern sollen. Powerlimits, Currentlimits, Temperaturlimits, Spannungslimits und vieles mehr - die können nur nix machen wenn das Board oder der Nutzer die alle hochstellt. Das Problem bei RPL war eben nur zusätzlich, dass diese Limits ab Werk schon im Grenzfall langfristig zu hoch waren. Das hat Intel dann irgendwann per Microcode korrigiert. Das verhindert dann zwar eine (weitere) Degradation bei Betrieb auf Werkseinstellungen aber kann natürlich nicht verhindern, dass manuell trotzdem wieder manuell hochgedreht wird.
Ein 13600er ist einfach von sich aus schon viel weiter weg von den roten Bereichen gewesen als ein 13900er -der "Puffer" ist da so groß, dass das Problem hier im Normalfall nicht auftritt.

Vielleicht bin ich ja zu naiv, aber ich war bisher im festen Glauben, dass eine Intel CPU bei reinem Anheben des CPU-Multis niemals ohne weiteres Zutun des Nutzers bedenkliche Spannungen anlegen würde. Das ist doch gerade Sinn und Zweck der von Dir genannten Schutzmechanismen und ein ganz einscheidender Fortschritt zu den Zeiten in den 90ern, als man sehr schnell durch OC seine Hardware schrotten konnte.
 
ich war bisher im festen Glauben, dass eine Intel CPU bei reinem Anheben des CPU-Multis niemals ohne weiteres Zutun des Nutzers bedenkliche Spannungen anlegen würde.
Es ist leider nicht ganz so simpel.

Es gibt meistens eine spezifizierte Obergrenze für Intels CPUs, beispielsweise stolze 1,72v (!!).
Die wird aber sowieso nie erreicht, weil die CPU lange vorher instabil /zu heiß wird (wenn man per Multi übertaktet und den Rest auf AUTO lässt).

Klar ist OC heute viel sicherer als vor Jahrzehnten als es gar keinen Schutz/Hilfe/etc. gab und ein falsch gesteckter Jumper oder vertipper im BIOS die CPU spontan gekillt hatte. Das bedeutet aber nicht, dass man heute einfach 6 GHz ins BIOS tippt, neu bootet und die CPU das ganz sicher dauerhaft überlebt (bei einem gewissen anderen Hersteller hat schon das Laden von XMP/EXPO, was übrigens ebenfdalls OC ist, zu gegrillten CPUs wegen zu hoher vIMC geführt...) - ein bisschen wissen was man da tut sollte man schon ;-)
 
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