Erziehung - Schule - Staat - Jugendliche | Vorsicht! Dieses Thema zwingt einen dazu viel(!) zu lesen!

pringles schrieb:
Als dann die Eltern eines Kumpels sie bei einem späteren Elternsprechtag darauf hinwiesen das ihr Unterrichtsstiel nicht perfekt sei, wurde er nicht nur 2 Noten schlechter, sondern sie hat ihn fast jede Stunde so richtig fertig gemacht :daumen2: :(
Als anderes Beispiel wäre auch noch der Chemieunterricht erwähnenswert, wo ein Kumpel von mir eine 1 bekommen hat obwohl er eigentlich nur Mittelmaß war selbst wenn er mal ne Antwort nicht wusste hat sie ihn in Schutz genommen, das er ja nur kurz das vergessen hätte :D

Bei meinem Cousen ist es genauso! Er hat in Deutsch mit jemandem etwas Vorgetragen. Alles wirklich alles war perfekt. Einziges Manko der Lehrer mochte den Dichter nicht! Was bekommt er eine 3! Alle(!) aus der Klasse sagten das er eine 1 verdient hätte!
So nun eine andere Schülerin. Anderer Dichter. Vorteil: Der Lehrer mochte und kannte der dichter persönlich. Teilweise wusste sie nichts auf fragen. Einiges fehlte, kein Hand out wenig Infos. Was bekam sie eine 1!
Also das ist schon krass!
Btw: Zur Politik. Da würde ich es nicht so sehen. Klar die Jugend interessiert sich leider kaum noch für Politik aber ich denke es so das sie meinen das die Politiker sich nicht für die Jugend interessieren und wieso sollten sie sich dann für die Politiker interessieren.
Schade. Wirklich schade. Ich interessiere mich für Politik weil ich wissen will was.in Deutschland noch so passieren wird.
Das beste politische System haben die Österreicher wie ich finde. Soweit ich weis entscheidet dort das Volk sprich Demokratie. Hier die Politiker sprich Diktatur nur etwas Demokratischer.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

Wenn es in größeren Dimensionen geschehen würde, wie geschrieben das Maß ist wichtig. In der entsprechenden Dosis kann alles ein Gift sein und jedes Gift eine Medizin. Das muss jeder mit sich selbst abmachen, ich spiele ziemlich hochklassig Fußball, daher achte ich auf meinen Körper.

Mit der Arbeitsmoral mag stimmen, aber es kann doch auch nicht der Zweck der Schule sein von vorneherein zu funktionieren? Man muss Fehler machen und die Konsequenzen tragen. Es gibt einfach Leute an denen zieht das Leben vorbei ohne dass sie es gelebt haben. Aka 35, Jungfrau, sucht. Ansonsten ist es natürlich wichtig die Schule zu besuchen, ich habe keine Fehlstunden dieses Jahr. Aber für mich persönlich ist es fast ein unvollständiger Charakter wenn jemand sagt er habe noch nie getrunken, in der Nase gebohrt, mit Schneebällen auf Passanten geworfen etc.

Natürlich bin ich neidisch und vielleicht bin ich jung und unvernünftig, aber ich konnte nicht widerstehen. Wisst ihr was ich meine wenn euch ein Mensch vom Scheitel bis zur Sohle zu wider ist? IQ von 85 – Papa spendet aber fleißig dem Förderverein dass der Junge auch schön bis zum Abi getragen wird. Hat nen Iphone und ist zu dämlich es richtig zu Bedienen. Trägt Klamotten im Wert von 800€ und lässt das Preisschild dran dass es auch jeder sieht. Und ist ja nicht so dass es nur mir so geht. Der hat sich doch Tatsächlich zum Stufensprecher aufstellen lassen und 2/209 stimmen bekommen. Ich weiß wer beim nächsten Sportfest wieder richtig leiden muss, der ist Aufgrund seiner Wampe in der gleichen Gewichtsklasse wie ich beim Ringen haha. Aber gut lassen wir das, normalerweise bin ich nicht so, das ist der einzige Fall. Greenpeacemitglied und ich hab letztes Jahr Sylvester keine Raketen gekauft sondern das Geld gespendet. Nicht das es heißt ich wär asozial.

Im weltweiten Vergleich schneidet das Schulsystem gut ab. Ich habe in den Osterferien ein Praktikum an einer Columbianischen Grundschule gemacht und konnte bei Freunden unterkommen. Man nimmt danach einiges für weniger Selbstverständlich. Mir ist klar dass die Skandinavischen Systeme besser abschneiden, mehr indiviuelle Förderung etc. Ich fühle mich in Deutschland aber nicht unwohl, auch wenn ich die Steuergelder anders Verwalten und Inverstieren würde.

„Das beste politische System haben die Österreicher wie ich finde. Soweit ich weis entscheidet dort das Volk sprich Demokratie. Hier die Politiker sprich Diktatur nur etwas Demokratischer.“
Stimmt in Östereich gibts keine Politiker, da macht man wegen Milcher/Zucker ne Volksabstimmung. Du interessiest dich für Politik? Dann erklär mich doch mal die Vorteile der Österreicher Demokratier ggnüber der Deutschen und sagen wir der Schwedischen.
Ich weiß nichtmal ob ich die Demokratie so doll finde. Wenn man da bedenkt welche Idioten da alle mitmischen, guck dir doch mal den Rechten Anteil in Östereich an. Ist wohl das geringste Übel, hat ein schlauer Mann gesagt.

Den Spiegelartikel find ich lesenswert, Danke dafür.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

Klar kann da jeder Idiot mitmischen aber(!) ich wette das 80% der Deutschen den Griechen nicht 1 Cent gegeben hätten!
Es gibt überall nach und Vorteile daran kann man nichts ändern.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

Wow. Das müssen ja noch Zeiten gewesen sein.
Zu meiner Schulzeit waren 30-40 Schüler zwar auch die Regel. Dafür aber nur 3-5 Schüler in den Ethik Unterrichtseinheiten. :ugly:

Kommst du vielleicht aus nem Land, wo Religion/Ethik freiwillig sind?
Bei uns war es Pflicht, sich auf Staatskosten religiös indoktrinieren zu lassen (es lebe der säkularisierte Staat. Irgendwo.) - oder Ethik zu machen. Und wir hatten genau zwei Lehrer, die das Fach geben konnten (an einem Gymnasium, das Jahrgänge mit ca. 120-150 Schülern gestartet hat) -> Das wird schnell eng. Zumal du ja pro Jahrgangsstufe auch nur einen Slot machen kannst, weil die Schüler eben anders gruppiert sind, als in anderen Stunden.

Ich denke das größte Problem, mit dem viele Lehrer zu kämpfen habe, ist einfach der mangelhafte Umgang mit "unterrichtsfremden" Medien.
IMHO bringt Frontalunterricht garnichts. Am besten ist kombinierter Unterricht, bei dem dann wirklich alle Medien genutzt werden. Bietet sich gerade für Fächer wie Geschichte, Erdkunde oder auch Physik ganz gut an.

Also ich muss ganz ehrlich sagen:
Ich hasse Frontalunterricht wie die Pest, aber der Sinn diverser Medien hat sich mir nie erschlossen. Sicher: Wenn man in Erdkunge mehrere Karten braucht, dann geht das mit nem Overhead (oder, falls sowas mitlerweile in Klassenzimmern vorhanden ist, nem Beamer) schneller, als mit einem Kartenständer und wenn z.B. ein politisches Thema diskutiert werden soll, bringt man die Schüler mit einem guten Video (falls existent) bequemer auf einen einheitlichen Kenntnissstand, als durch vorlesen. Aber ein Lehrer, der nicht in der Lage ist, ein Thema mit Tafel und Kreide zu erarbeiten - der schafft das auch nicht mit Powerpoint und Augmented Reality.
Hatte mal das Vergnügen, in einer US-amerikanischen Schule einen Tag am Unterricht teilzunehmen. Die hatten dann in Bio ein virtuelles Labor. Man hat die Schaltflächen angeklickt, die die Versuchsschritte symbolisierten und konnte dann dann Versuchsablauf und Ergebnis begutachten. In einfachen Piktogramen. Sorry - aber das hat imho genausoviel Informationsgehalt, wie wenn man die Schritte nennt und das Ergebnis aufschreibt.
Entweder man macht Sachen real -dann kommt eine Praxiskomponenten hinzu- oder man macht sie auf irgend eine Art. Einen Unterschied für die Bildung macht das nicht - da geht es um den Umgang damit. Trichtere ich meinen Schülern ein, das sie hier diese Formel verwenden müssen und dann mit dem Ergebnis das und das machen - oder bringe ich ihnen bei, ein Problem zu analysieren, damit sie in Zukunft selbstständig sehen können, welche Formeln die vorhandenen Informationen mit dem gewünschten Ergebniss verknüpfen?
Dafür braucht man keine Medien, da reicht notfalls ein Stock und ein Sandkasten. Aber dafür braucht man die Möglichkeit (= Zeit pro Schüler) und die Fähigkeit (= Motivation und ein bißchen Konzept) um mit den Schülern zu interagieren. Sonst hat man kein Feedback, was sie nicht lernen, was sie pauken und was sie tatsächlich verstehen und somit auch keine Möglichkeit, die vorhandenen Lücken zu stopfen.
Und, um mal wieder eine Annäherung an das Thema zu versuchen: Man braucht Schüler, die da auch mitmachen. Das heißt Schüler, die Schule als Institution respektieren. Schüler, die zu soviel Selbstkritik fähig sind einzusehen, dass sie mit ihrer bisherigen Lebenserfahrung nicht beurteilen können, was sie ggf. nochmal brauchen werden. Und man braucht Schüler, die die Möglichkeit haben, sich auch mal aus anderer Quelle Tipps zu holen. Sei es, weil sie untereinander zusammenarbeiten (anstatt andere spätestens ab der Mittelstufe in die Kategorien Opfer/Sklave/Konkurrent einzuteilen) oder weil sie zu Hause oder bei Nachhilfeangeboten, die sich Eltern auch leisten können, die ausführliche Erklärung holen können, die in der Schule dann wirklich Klassengrößen <20 erfordern würde.


Wir hatten in der 10. immer Doppelstunden. Wurde bei uns neu eingeführt also jetzt auch ab der 5. Klasse. Das war eig. auch besser so. Man hatte mehr Zeit um bestimmte Themen zu besprechen und Fragen zu beantworten.

Also bei mir waren Einzelstunden noch häufig. Wir hatten auch bis in die 13 hinein Fächer, die z.B. dreistündig unterrichtet wurden, also gar nicht in ein reines Doppelstundenraster passen würden. Wenn das mitlerweile anders ist, hat man das kleinste Problem bei großen Klassen ja umgangen :ugly:


Bezüglich der restlichen Individualerfahrungen mit ungerechter Behandlung durch einzelne Lehrer:
Ich bitte darum, beim Thema zu bleiben - und das betrifft die ganze Jugend. Grundlegende Fehler im Bildungssystem, die sich auf alle Jugendlichen auswirken, gehören da noch am Rande mit rein (und mit Erziehung haben hier wohl auch zu wenig Leute Erfahrung, als dass man sich über das Kernthema unterhalten könnte...), aber inkompetente Lehrer, von denen es immer und überall welche gibt, oder die Notenvergabe in einzelnen Fächern, sicherlich nicht.


Wenn ich mir unseren Lehrplan (G8 Gymnasium) mal so anschaue, können sie gar nicht anders, als weiterzumachen. Wer nicht mitkommt bleibt halt auf der Strecke. So ist unser deutsches Schulsystem nun einmal leider aufgebaut:(

Und genau das meine ich mit der Klassengröße: Jeder Schüler hat mal Probleme, dem Unterricht zu folgen. Sei es wegen Krankheit oder persönlicher Unfähigkeit. Die einzige Möglichkeit an der Stelle ist, dass es ihm jemand nochmal genau erklärt. Das können die Eltern sein - wenn sie selbst gebildet genug sind (Stichwort: Klassenungerechtigkeit). Das können, in Ausnahmefällen, Mitschüler sein - wenn die Bedeutung von Schule anerkannt und Hilfsbereitschaft eine Selbstverständlichkeit sind (wenn Schule generell ******* und cool das einzig wichtige ist, dann eben nicht). Das können Nachhilfelehrer sein (womit wir schon wieder bei der sozialen Ungerechtigkeit werden, denn die kosten mehr, als mancher hat). Oder es kann der Lehrer selbst sein - aber nur, wenn er genug Zeit für den einzelnen Schüler hat. Und das hat er im heutigen Schulsystem nicht mehr.

Verhängnissvoll ist dabei halt, dass viele Fächer kontinuirlich aufeinander aufbauen. Fast alle Leute, mit denen ich mich unterhalte, die "schlecht in Naturwissenschaften sind", waren das nicht immer. Sie haben irgendwann, meist zwischen siebter und zehnter Klasse, mal einen Durchhänger oder Probleme mit einem bestimmten Thema gehabt. Und damit fehlten ihnen die Grundlagen für die restliche Schulzeit und ohne die Grundlagen für Verständnis blieb dann der restliche Lernerfolg aus -> keine Ahnung, viel Frust.
In z.B. Sprachen ist das etwas weniger ausgeprägt, denn da ist es oft ein Fleißproblem und mit dem nötigen Druck kann es auch ohne Fachkompetenz weggepaukt werden. Aber wenn der Schüler nie Respekt gelernt hat, dann prallt Druck seitens der Schule einfach ab - und seine Eltern gehören eben zu denen, die ihn nie unter Druck gesetzt haben oder das machen würden.
N halbes Jahr später ist er dann nur noch eingeschränkt in der Lage, dem Unterricht überhaupt zu folgen und hat somit einen unaufholbaren Rückstand, der leicht zu beheben gewesen wäre, hätte man sich mit ihm in dem Fach intensiver auseinandergesetzt und so das Problem rechtzeitig bemerkt.


Was eher ein Problem an den Schulen ist ist magelnde Planung.
So sind für die Zeit wo Lehrer nicht da sind (ich meine Austausch, (Klassen)fahrten etc, alles was lange feststeht),
scheinbar keine "Aushilfen" vorgesehen, Wir bekommen einfach aufgaben un müsse diese alleine bearbeiten!

Das war schon zu meiner Zeit ein Kostenproblem. Wie gesagt: Zielklassengröße 33. D.h. die Schule kriegt "Schülerzahl/33 aufgerundet" Lehrerstellen. Das reicht so schon hinten und vorne nicht, denn z.B. für einen Oberstufenchemiekurs bekommst du auf einer Schule keine 33 Schüler zusammen (es sei denn, du hast 10+ Parallelklassen), also wird der Durchschnitt nur erreicht, in dem woanders eine noch höhere Belastung stattfindet. Reserven, um dann mal für einen fehlenden Lehrer einzuspringen, gibt es schlichtweg nicht mehr.
Wir hatten dann so einen afaik ehrenamtlichen Altlehrer, der häufiger eingesprungen ist. Für den war die Klasse immer ruhig, weil er jemanden in 3 m Entfernung eh nicht mehr gehört hat, unterrichten konnte er auch nicht, weil er weder wusste, was für ein Fach er vertreten sollte noch was man in dem Fach macht - aber vom Krieg erzählen konnte er :rollen:
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

@ ruyven_macaran
Der Mathelehrer eines Klassenkameraden ist in diesem Punkt sehr vorbildlich! Wenn ein Schüler nicht mitgekommen ist oder das Thema gar nicht verstanden hat wird es kurz mit der Klasse nochmal durchgenommen max. 30 min wenn dann immernoch unklarheiten bestehen kann der Schüler wenn er den möchte zum Lehrer nach Hause gehen und Er erklärt dem Schüler alles nochmal in Ruhe. Das ist Kompetenz die einfach fehlt. Klassen sollten nicht größer als 20 Schüler sein! So kann man die Schüler am besten nach ihren wissen und wollen bewerten. Bei 30 Schülern 15 drannehmen und hören was sie zum Thema zu sagen haben kostet viel Zeit und so kommt man dem Stoff nicht hinterher.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

@Ruyven

Nein. Ich komme aus einem Land, in dem Sekularität die größte Sünde seit Homosexualität und Freimaurerei darstellt. :P

War wirklich recht schlimm, zu meiner Schulzeit. Als einer von nur 3 Ethikschülern wurde man während der restlichen Schulzeit regelrecht gemobbt.

Noch schlimmer war es aber in den Jahren davor, an einer anderen Schule. Da gab es keinen Ethikunterricht, sondern nur einen unsauberen, Graffitiverschmierten Aufenthaltsraum. Die 4 anderen Schüler hatten nichts anderes zu tun, als sich zu prügeln (ohne Aufsicht geht das ja ganz gut) und als "Außenseiter" (alle 4 stammten aus der selben türkischen Gemeinde und teilten sich dadurch natürlich eine Kultur und Herkunft) war ich im Prinzip das beliebteste Ziel.

Auch immer wieder ganz "toll" sind natürlich die Schulen, an denen es jahrelang weder Ethikunterricht noch Aufenthaltsräume gab. Man wird ganz schnell zum "beliebtesten" Mitschüler, wenn man 2 Stunden nach allen anderen in der Schule eintrifft oder 2 Stunden eher nach Hause gehen darf.

Schätze mal, diese Art des Seperatismus könnte auch ein Grund für die verkorkste Jugend sein. Richtige Solidarität kann da ja nicht entstehen.

Abgesehen davon, ist Religionsunterricht natürlich auch die ultimative Verblödung.
Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Noten für den eigenen Glauben.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

@ ruyven_macaran
Der Mathelehrer eines Klassenkameraden ist in diesem Punkt sehr vorbildlich! Wenn ein Schüler nicht mitgekommen ist oder das Thema gar nicht verstanden hat wird es kurz mit der Klasse nochmal durchgenommen max. 30 min wenn dann immernoch unklarheiten bestehen kann der Schüler wenn er den möchte zum Lehrer nach Hause gehen und Er erklärt dem Schüler alles nochmal in Ruhe. Das ist Kompetenz die einfach fehlt. Klassen sollten nicht größer als 20 Schüler sein! So kann man die Schüler am besten nach ihren wissen und wollen bewerten. Bei 30 Schülern 15 drannehmen und hören was sie zum Thema zu sagen haben kostet viel Zeit und so kommt man dem Stoff nicht hinterher.
Das ist der Idealfall - dazu muss man aber bedenken, dass bei den wenigen Stunden die dem Lehrer heutzutage zur Verfügung stehen, man irrsinnig im Stoff zurückfällt, wenn man sich bei einer 50 Minütigen Einheit vielleicht jedesmal 30 Minuten zum Wiederholen nimmt (und wer weiß wenn andere Fragen auftauchen sogar länger).
Das kann ich dir, als einer der Teilzeit unterrichtet, und genau das, was bei mir in Erziehung, Schule falsch gelaufen ist, versucht besser zu machen, aus einer gewissen Erfahrung heraus sagen.
Ich verfolge auch den personenzentrierten Ansatz, auch an der Uni (wo ich auch lehre), das heißt, einfach gesagt, dass man sich für jedes Individuum mit seinen eigenen Problemen versucht Zeit zu nehmen und den Unterricht nachdem man Feedback erhalten hat, jedes mal überarbeitet um ihn noch besser auf eben jene einzelne zusätzlich abzustimmen. Dass das bei vielen Schülern, bzw hunderten Studierenden nicht leicht ist, erscheint sicher klar.

Ruyven hat hier auch recht, wenn er (im groben) sagt, es ist nicht das Medium, sondern der Lehrer selbst, der den Stoff vermittelt.
Die Vermischung aus Multimedia und Frontalunterricht ändert nicht wirklich was am "Interessant sein" des Unterrichts. Eher im Gegenteil: ist der Lehrer keiner, der mit Tafel und Kreide gut vortragen kann, mag er kurz erhöhte Aufmerksamkeit mit neuen Medien erlangen. Diese werden aber viel zu oft falsch verwendet ("Death by Powerpoint") oder inflationär, sodass es tatsächlich (gemessen!) dazu führt, dass die Aufmerksamkeitsspanne FÄLLT, also kürzer wird.
Das sage ich als "Frontal-Unterricht-Hasser" (bin kein Auditiver Typ, man musste schon WIRKLICH gut vortragen können, damit ich mich länger als 5 Minuten konzentrieren konnte).

Über Planung, Organisation usw könnte man Tausend Seiten lang diskutieren, aber ich glaube das hat nur Sinn, wenn die Leute sich einen Blick über den Tellerrand genehmigen:
In der Diskussion um neue Lehr&Lernsysteme oder Schul/Ausbildungssysteme mischen sich immer wieder Leute ein, die vor 20, 30 Jahren in der Schule waren, es sich damals schon einfach gemacht haben, indem sie den Lehrer als "den bösen" hingestellt haben, und das bis heute tun. Die Lehrer waren schuld an ihrem Versagen, zogen mit den damaligen Unterrichts und Strafmethoden oft nicht unschuldig Hass auf sich.

Aber nur wer schon mal ein bisschen geschnuppert hat, was ein Lehrer heutzutage alles Leisten muss, wie viel Zeitaufwand nötig ist (und vorallem: WÄRE, wenn er es allen rechtmachen soll) und wie der Öffentliche Ruf, die Bezahlung und das Recht des Lehrers demgegenüber steht, sollte hier eher seine Meinung vertreten. Schwarz/Weiß-Malerei bringt in diesem Thema nichts.
Es gibt schließlich nicht nur einen Schuldigen:
Das System - nicht allein.
Die Schüler - nicht allein, am allerwenigsten die Schüler
Neue Medien - Internet, Computer, Fernsehen -> ADHS, Amokläufe, Killerspiele? Auch nicht
die Lehrer - auch nicht allein. Es ist zwar lächerlich, nach welchen Methoden man heutzutage unterrichtet wird (Uralt, gähn...) aber umgekehrt: diese Methoden funktionieren in abgewandelten Varianten seit tausenden Jahren (das ist kein Grund daran festzuhalten, doch tun es viele) und plötzlich scheinen sie weniger effektiv zu sein? Nochmal die Frage: glaubt wirklich wer, es liegt an den Lehrern?
Neue Medien 2: es gibt zu viele Möglichkeiten wo man sich über Schule mokieren kann, die (Boulevard-) Zeitungen, oft dem Niveau ausgerechnet von Problemschülern entsprechend, kauen die Meinung vor, dass Lehrer unfähig sind und boykottiert gehören. Diese faulen, überbezahlten hunde.
Schließlich ein weiterer (von vielen) Faktoren:
Eltern. Auch nicht alleine deren Schuld, aber von vielen Problemkindern die Hauptverdächtigen. Alle Problemkinder haben gemein, dass etwas in der Familie nicht stimmt. Auch alle Amokläufer haben dies gemein. Das ist doch eine seltsame Tatsache (gut, sie trugen auch alle Unterhosen, tranken Wasser und aßen ab und an Brot, manche haben sogar "Killerspiele" gespielt). Es ist nunmal aber doch so, dass immer weniger Eltern Zeit für ihre Kinder haben, sich im frühen alter viel mit ihnen Beschäftigen, ihnen etwas lernen oder sie bei der kindlichen Neugierde begleiten, ihnen die Welt erklären, SOWIE sie zu erziehen und ihnen Manieren wie Respekt beibringen. Das hat zwei Effekte: ein schlechteres Verhältnis zu den Eltern (vorallem die Ansprechperson bei Problemen fällt weg), sowie ein ordentliches Betragen in Klasse und Schule.
Erziehung. Ein wichtiges oder auch weniger wichtiges Thema in Deutschland. Die Jugend heutzutage hat kaum noch Respekt vor dem Gesetzt. Es wird geklaut, getrunken, gekifft, gekloppt, gemobbt und geschwenzt.
Es fängt schon im frühen Alter an. Kinder kommen mit 14 Jahren ins Krankenhaus und das mit einer Alkoholvergiftung. Aus Langeweile werden schwächere geschlagen. Man beleidigt andere ohne das man mal ein Wort gewechselt hat. Es werden Sachen geklaut und das sogar noch früher! Mit 12 Jahren klauen Kinder was sie in die Finger bekommen. Bestraft können sie nur von den Eltern werden aber das ist Ihnen ja anscheinend egal.
Was ist aus dieser Jugend geworden? Ich schäme mich für mein Alter! Ich bin 17 und schaue mir meinesgleichen an. Betrunken und bekifft. Kein Respekt vor den Eltern. Schule kennt man nicht mehr.
Wieso machen die Eltern dieser Kinder und Jugendlichen nichts dagegen? Wie hat es angefangen? Wie wird es weitergehen? Was wird aus Deutschland?
@Alkoholvergiftungen:
Es gibt dazu verschiedene Untersuchungen. Fakt ist, dass heutzutage auch viel mehr gemeldet wird als früher. Aber man kommt vielleicht auch einfacher zu Alkohol (Eltern nicht mehr so viel zu Hause, Kind/Jugendlicher denkt sich "mir ist fad, was mach ich jetzt" - im Internet schon eine gewisse Identität aufgebaut, wird hier den Jugendlichen durch allerhand blöde Kommentare und Videos vorgelebt, was man in der Freizeit nicht so alles machen könnte).
Die Gründe sind, wie weiter oben genannt, vielschichtig.
Ich finde es gut, dass du dich in deinem Alter damit so kritisch aneinandersetzt. Es gibt tausend Möglichkeiten wie du selbst, ganz allein, die Situation ein wenig verbessern kannst.
Hilf deinen Mitmenschen, Mitschülern, sei Freundlich, speziell im Internet, denn hier sammelt sich das Leben von mehr und mehr Menschen.
Vergleichst du das PCGH Forum mit dem von Gamestar, merkst du dass ein ganz anderer Umgangston herrscht und selbst hier schon eine Zweiklassengesellschaft existiert - und das obwohl wir alle (zumeist) junge Menschen mit demselben Interesse sind. Doch hier kann man sachlich diskutieren, in anderen Foren wird gezielt Provoziert, denn ein Flamewar ist ja so lustig.
Wenn man das einen ganzen Tag macht, hat das auch Auswirkung auf deine Persönlichkeit abseits vom Computer. Denn als gelernter Psychologe und Pädagoge, als einer der viel Zeit mit neuen Medien wie TV, Internet, Computerspiel (ja auch die bösen Killerspiele) und auch als fertiger Informatiker, kann ich dir folgendes sagen:
ALLES, JA WIRKLICH ALLES, WAS MAN EINEN GANZEN TAG TUT ODER SIEHT UND WER MAN IST ODER VERSUCHT ZU SEIN, HAT AUSWIRKUNGEN AUF PERSÖNLICHKEIT UND CHARAKTER.
Und: ja, auch Egoshooter (um sie mal nicht Killerspiele zu nennen) oder ähnliches. Aber nicht so dramatisch wie das die "Bild-Zeitung" gerne hätte. Absolut jedes gesprochene, geschriebene Wort, speichert sich irgendwo in unserem Unterbewusstsein und hat Auswirkungen auf unser Verhalten.
Schimpfe, flame und hasse ich viel in der virtuellen Welt wird das Auswirkungen auf mein echtes Leben haben. Habe ich online viel mit Gewalt zu tun (Gewaltvideos aber auch Spiele), kann das durchaus abstumpfen. Kinder in einem zu jungen alter, die noch nicht viel über verschiedene Konfliktlösungswege wissen, nehmen natürlich das als Konfliktlösung, was ihnen am geläufigsten ist (ohne über Konsequenzen nachzudenken, es sind ja nur Kinder). Das kann Gewalt sein (von Filmen, Spielen) aber auch Humor, Sarkasmus oder auch etwas anderes.
Man sieht auch im heutigen Kinderfernsehen andere Ansätze als früher. Wo Captain Planet noch die Umwelt rettete, die Rettungstruppe um Chip&Chap moralisch verwerflichen Figuren das Handwerk legte, Supergran die bösen jagte, Superman Lex Luthers Hintern versohlte, McGyver stets versuchte eine Gewaltlose Lösung zu finden, haben wir heute zur selben Sendezeit etwa Teletubbies, Power Ranger, Pokemon und andere. Nicht dass wir nicht auch Gewalt hatten im TV: jeder Cartoon strotzt vor Gewalt, und es gab auch wirklich brutale Sendungen ("Unten am Fluss", Knight Rider...), mein SUBJEKTIVES Empfinden sagt mir aber, dass Sendungen mit Moral, abgenommen haben. Falls ich hier richtig liege, ist das auch einer von 100 Einflussfaktoren.

SUBJEKTIV ist ein gutes Stichwort: du empfindest deine jüngeren Kollegen als schlecht erzogen, vorlaut, sozial weniger Fähig usw.
Dieses Gefühl hatte ich als 8-Jähriger auch schon in der Grundschule, als die "neuen" 6 Jährigen ankamen, jewils ein Jahr später immer noch.
Ich war immer der Meinung, dass ich und meine Mitschüler damals einfach schon "weiter" waren. Aber vielleicht habe ich auch nur nach Werten verglichen, die MIR als wichtig propagiert wurden - in Wirklichkeit könnten die kleinen mir in anderen Punkten dafür voraus gewesen sein.
Bedenke: 99% der Kinder dieser Welt haben dasselbe Potenzial, dieselbe Begabung. 1 % sind Ausreißer nach Oben (begabte) oder unten (geistig rückständige) Kinder. Alle anderen haben das gleiche Potenzial. Es ist also nie zu spät, etwas ändern zu wollen. Deshalb nehme ich mir für jeden meiner Schüler sowie Studierenden Zeit.
Meine Meinung:
Ich denke es hat alles mit der Musik angefangen. Gangsta Rap. In den Texten werden Drogen gut geheißen. Schlägereien machen dich stark heißt es in den Texten. Es wird geklaut weil man kein Geld hat. In der Schule war man schon immer schlecht also geht man nicht hin und wird Rapper. So macht man Geld!
Die Musik macht Menschen.
Au!
Nein bitte nicht so denken, es gibt für die Art, wie Menschen sind, 1000e tägliche Einflüsse die wir zum Teil kontrollieren können, zum Teil auch nicht.
Musik, TV, Spiele, Familie, Schule, Arbeit, Umwelt und soooo vieles mehr. Musik ist nur ein kleiner Teil davon. Klar propagieren die Texte von Hip-Hop/Gangsta Rap whatever Gewalt. Aber damit hat es sicher nicht angefangen, da wäre aggressiver Metal dann genau so ins Kreuzverhör zu nehmen!
Meine Eltern kennen sowas wie Rap gar nicht. Trinken im Alter mit 16 oder 18 wurde hart bestraft! Wer einen Fehler macht wird diesen nicht Wiederholen so sagten es meine Eltern. Wer nicht pünktlich zu Hause war konnte die ganze Woche streichen auch wenn es nur eine Minute war! Ich finde so ist es richtig auch wenn es extrem Hart klingt. Man muss seine Eltern respektieren! Ich sehe ihn Deutschland keine Zukunft für die Jugend! Jugendliche meinen Politiker interessieren sich nicht für Uns wieso sollen wir uns für Sie interessieren? Ich interessiere mich für die Politik. Wir, die Jugend Deutschlands, sind die Zukunft. Leider sieht diese nicht gerade schön aus.
Du hattest das Glück, dass deine Eltern sich um deine Erziehung sorgten, so wie eben auch um ihre Erziehung gesorgt wurde. Ob harte Methoden immer die richtigen sind, sei dahin gestellt, immerhin ist aus dir ein Mensch geworden der über sich und seine Umwelt zu reflektieren weiß - so falsch haben sie es bei dir also mal nicht gemacht. Aber es gibt auch andere Erziehungsmethoden und wie schon oben beschrieben, es gibt Menschen mit fast gar keiner Erziehung. Dazu müsste man das ganze System ändern, das Eltern davon abhält, dass beide arbeiten gehen. Eines, welche Eltern dazu zwingt Kurse zu besuchen (richtig harte und gute Kurse, pädagogisch gut aufbereitet), die Eltern beibringen, wie man kinder erzieht, sich ihnen zuwendet, mit ihnen Lernt, ihnen Liebe gibt. Das klingt lächerlich und selbstverständlich, aber viele Eltern wissen bei aller Liebe und Zuneigung einfach nicht WIE man das macht. Ein "Erziehungspass" wäre gut, ansonsten -> Streichung von Kindergeld. Bei guter Absolvierung: höheres Kindergeld. Leider klingt da hart aber für manche nötig. Mögliche Konsequenz: weniger Geburten, da ein Kind plötzlich noch mehr Aufwand ist, mehr von der Arbeit abhält und somit die Karriere auch Jahre zurückgeworfen wird.

Aber (!) ich möchte nicht sagen das alle Jugendlichen so sind! Ich merke schon das die Jüngeren hier im Forum doch gebildeter sind!
Klar sind das Ausreißer. Ebenso wie nicht alle Ausländer böse, ungepflegt und unanpassungsfähig sind. Aber die Ausreißer fallen halt mehr auf. Subjektive Wahrnehmung
Wieso wurde die Jugend so?
Wird sich etwas ändern?
Wieso machen die Eltern nichts?
Was wird aus Deutschland?
Ich denke all diese Fragen hab ich recht umfangreich versucht oben zu beantworten :)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

Es geht im Religionsunterricht nicht um glauben.
Wir haben jemanden an der Schule der Atheist ist, allerdings in der Oberstufe (ich meine sogar als LK) evang. Religion macht!
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

Es geht im Religionsunterricht nicht um glauben.
Wir haben jemanden an der Schule der Atheist ist, allerdings in der Oberstufe (ich meine sogar als LK) evang. Religion macht!
Richtig, es geht in Religion sehr viel um Erziehung: Die Bibel ist ein Grundsatzbuch aus Regeln, wie man miteinander gut umgeht und was böse ist.
Nächstenliebe hui,
Neid, Gewalt, Todschlag usw pfui.

JEDER sollte meiner Meinung nach gezwungen sein, sich mit diesen WERTEN auseinanderzusetzen.
Der Glaube an Gott ist im heutigen Religionsunterricht eh schon sehr stark in den Hintergrund gerückt. Ob das gut ist oder nicht, kann ich nicht sagen, ich weiß aber, dass es sehr wohl gut ist, dass man sich mit der Moral, Ethik und dem verhalten auseinandersetzt, welches die Bibel gut und schlecht heißt. Und dabei aber auch kritisch ist, die Bibel hat nicht bei allem recht, sie ist aber ein guter Denkanstoß
 
Wenn mir 5 Türken gegenüberstehen kann ich denen auch nix davon erzählen, dass deren Glaube ihnen sowas verbietet. Da hilft "Besteck" am ehesten.

Religionsunterricht an meiner Schule ist aber sinnlos. Größtenteils machen wir uns über den Lehrer lustig, der uns da was von Nächstenliebe erzählen will, während draußen 8 jährige Kinder einen Obdachlosen beleidigen.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

Wenn mir 5 Türken gegenüberstehen kann ich denen auch nix davon erzählen, dass deren Glaube ihnen sowas verbietet. Da hilft "Besteck" am ehesten.

Religionsunterricht an meiner Schule ist aber sinnlos. Größtenteils machen wir uns über den Lehrer lustig, der uns da was von Nächstenliebe erzählen will, während draußen 8 jährige Kinder einen Obdachlosen beleidigen.
Er ist dann sinnlos, wenn du ihn als solches betrachtest. Meinetwegen kannst du im Unterricht auch so tun, als interessierts dich nicht, aber bei manchen gesagten Dingen wäre es für dich und alle die dich umgeben von großem Vorteil, wenn du wenigstens insgeheim ab und an denkst "Ja, stimmt ja schon, da und dort wäre es klüger sich so zu entscheiden, und das RICHTIGE zu tun..." ob du das dann machst, ist deine Sache, aber du weißt wenigstens was richtig und falsch wäre, kannst das DEINEN Kindern und Mitmenschen dann mal von Geburt an richtig mitgeben.

Immer noch ist die Feder mächtiger als das Schwert oder wie du es nennst, Besteck.
 
Ach, wie gerne würde ich jeden Konflikt meines Lebens mit Worten lösen. Ich meine spezifisch diesen Religionslehrer, nicht das Fach an sich. Der bringt mir nichts bei. Ich lese lieber die Bibel selbst, anstatt sie mir von jemandem erklären zu lassen der sie völlig missinterpretiert.
 
@ Rollora
Deine Art und Weise in der du dich Artikulierst ich unglaublich! Ich finde dein Post ein bis jetzt der am besten nachvollziehbare! Wenn hier weiter diskutiert wird versinkt dieser leider. Deshalb würde ich ihn gerne in meinen Startpost einbinden wenn du es mir erlauben würdest.
Ich denke durch deine Kompetenz kannst du einiges verändern. Genau solche Menschen mit Niveau fehlen einfach bzw. gibt es zu wenig. Die meisten denken über solch ein Thema gar nicht erst nach bzw. sehen sie es nur in den Medien. Ich würde zu gerne mit meinen Freunden über dieses Thema diskutieren aber sie gegeben mir einfach nur recht und das ist falsch. Sie selbst trinken öfter mal und haben teilweise keinen Respekt vor anderen. Wie können sie mir dann recht geben wenn sie selbst zu dieser Gruppe gehören?
Die Jugend ist schön ein Phänomen für sich. Sie zu verstehen ist eine Kunst für sich. Sie zu ändern ist aber reine Utopie. Es wird immer einen geben der anfängt mit dem trinken und den nächsten mitreißt.
Ich bedanke mich hochachtungsvoll für dein Kommentar. Das gibt einem wieder neuen Stoff zum denken und umdenken.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

@ Rollora
Deine Art und Weise in der du dich Artikulierst ich unglaublich! Ich finde dein Post ein bis jetzt der am besten nachvollziehbare! Wenn hier weiter diskutiert wird versinkt dieser leider. Deshalb würde ich ihn gerne in meinen Startpost einbinden wenn du es mir erlauben würdest.
Ich denke durch deine Kompetenz kannst du einiges verändern. Genau solche Menschen mit Niveau fehlen einfach bzw. gibt es zu wenig. Die meisten denken über solch ein Thema gar nicht erst nach bzw. sehen sie es nur in den Medien. Ich würde zu gerne mit meinen Freunden über dieses Thema diskutieren aber sie gegeben mir einfach nur recht und das ist falsch. Sie selbst trinken öfter mal und haben teilweise keinen Respekt vor anderen. Wie können sie mir dann recht geben wenn sie selbst zu dieser Gruppe gehören?
Die Jugend ist schön ein Phänomen für sich. Sie zu verstehen ist eine Kunst für sich. Sie zu ändern ist aber reine Utopie. Es wird immer einen geben der anfängt mit dem trinken und den nächsten mitreißt.
Ich bedanke mich hochachtungsvoll für dein Kommentar. Das gibt einem wieder neuen Stoff zum denken und umdenken.
Auch ich bin Dankbar für die Art wie du meinen Post und meine Aussage annimmst. Du suchst einen Menschen der gutes in anderen zu Tage bringen will? Du hast ihn gefunden. Nicht in mir, sondern in dir selbst: Du denkst darüber selbstständig nach, störst dich daran, was in unserer Jugend und Erziehung falsch läuft. Und das ist schon der wichtigste Schritt. So wie deine Freunde sich gegenseitig bei einem Bier zum nächsten animieren, kannst auch du einen Gedanken verpflanzen, diesmal halt einen produktiven, sinnvollen. Allein schon die steten Versuche, mit deinen Freunden darüber zu reden, werden früher oder später Fruchten. Entweder bei deinen jetzigen Freunden, oder bei späteren: Dein Leben dreht sich ja weiter, nach der Schule wirst du studieren, arbeiten oder anderes: und logischerweise ändert sich dein Freundeskreis. Aber auch deine jetzigen Freunde werden vernünftiger werden. Bei manchen, wie bei dir, setzt diese Selbstreflexion und die über die Umwelt recht früh ein, bei anderen erst später. Es gibt natürlich auch Leute die bis ins hohe alter die Wahrheit leugnen, weil es einfacher ist, sich einzureden "die Welt ist nunmal so", als zu sagen "und jetzt verändere ich was, wenn auch nur im kleinen".
Danke nochmal für die Annahme, so diskutiert man gerne mit. Leider habe ich den Thread erst spät entdeckt. In vielen anderen Threads werde ich ausgelacht, weil ich ständig versuche, die Welt in ganz kleinen Schritten zu verbessern (so wie ich den an LRS leidenden Crimson 2.0 immer wieder freundlich seine Rechtschreibfehler ausbessere, ihm den verbesserten Post zusende, damit er aus seinen Fehlern lernen kann - und er nimmt es dankend an, andere lachen blöd). Der Großteil der User sagt da höchstens "bringt doch sowieso nichts", doch wenn ich nur EINEN Mit meinen Gedanken anstecken konnte, weiß ich er gibt es auch irgendwann weiter, und der dann auch wieder. Ich sehe den Erfolg zwar dann nicht mehr mit eigenen Augen, aber ich weiß, dass er da ist.

Du kannst den von dir als gut befundenen Post gerne in den Startpost einbauen, wenn du glaubst, dass er dir bzw UNS hilft :-)
Den hier eher nicht, der ist nur an dich gerichtet :)
 
@ChaoZ, @Lan_Party, @Rollora

Ich habe mit Vergnügen eure Texte gelesen. Es war mir eine Freude. Es tut einfach gut, zu wissen, dass man nicht alleine ist, die Welt schöner zu gestalten.
Wenn doch nur alle Menschen so selbstreflektierend wären. Ich versuche, meine Freunde den Weg zur Reflektion zu zeigen. Ob über Texte, Filme, Videospiele und Gespräche. Leider haben die meisten keine Interesse dazu. Erkennen keinen Sinn, die Aussage eines Autors erkennen zu können. Da bleibt die eher subtile Methode, bei einem Problem mit gezielten Fragen, dass er die Lösung von alleine erkennt. Ist zwar ein bisschen mühsam, aber es freut mich, wenn ich so helfen kann.

Ich selber bin 19 Jahre alt und versuche mit Gesprächen mit den Lehrern, noch mehr zu verstehen. Wie, weshalb und andere Fragen zu lösen. Ich hatte letztens nach dem Unterricht einen Gespräch mit dem Deutschvertretungslehrer über einen Text gehabt, weil ich halt Schwierigkeiten hatte, am Schluss, nach eine halbe Stunde, brachte er mich auf eine höhere Stufe des Textverständnis bei, als dass ich es jemals in der Schulstunde hätte erreichen können. So macht Unterricht auch den Lehrern Spass, wenn die Schüler sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen.

Wie die Jugendlichen sind, da kann ich nicht viel sagen. Ich habe nicht so viele Freunde. Ab wann jemand mein Freund ist, das ist subjektiv. Die Eigenschaften, die mir wichtig sind, die Kritikfähigkeit und die Selbstreflexion, sehe ich bei meine Freunden ausgeprägter als bei Fremden. Aber natürlich kann ich mich täuschen, da ich meine Freunde gut kenne. Ist vielleicht überheblich von mir, aber ich denke, von der Fähigkeit der Selbstreflexion, bin ich in meinem Alter weiter als die meisten. Wenn es geht, versuche ich, mit älteren Leuten zu reden, um ihre Ansichten zu erfahren und etwas daraus zu lernen. Sowas sehe ich bei andere Jugendlichen sehr selten.

Was ich schlimm finde, ist die Einstellung mancher Jugendlichen. Diese Woche fand eine Vorlesung zweier bekannten Autoren. Es fand am späten Nachmittag statt und die Klasse hätte normalerweise frei, leider war die Vorlesung obligatorisch. Was ich von einigen Klassenkameraden hörte, waren nur Desinteresse á la «Ich könnte zuhause sein und Battlefield 3 zocken» «Diese Vorlesung ist total unnötig» usf. Sie haben nicht mal die Mühe gemacht, sich für die Vorlesung zu begeistern. Für sie war es halt eine verschwendete Stunde.

Das war mal ein Beitrag von mir. Ich hab einfach mal viele Sachen, wie ich halt die Dinge sehe, geschrieben. Es ist ein rein subjektiver Beitrag, Widersprüche zu andere Meinungen ergeben sich zwangsläufig. Und Meinungen sind nicht aus Beton. Sie können sich mit der Zeit ändern.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

@ drafooncomet Auch deinen Post würde ich gerne in meinen Startpost einbinden. Dein Post zeigt wie man denken und handeln sollte. Auch er kann zum Diskutieren verführen. Mit deine Erlaubnis wird er im Startpost laden wo ihn hoffentlich, wie auch Rollas Post, lesen werden.

Update: Rolla´s Post wurde in den Startpost eingebunden.
 
@Lan_Party

Wow, dass ein Beitrag von mir auf einen Startpost verlinkt wird. Das hätte ich niemals gedacht. Natürlich darfst du meinen verlinken. Ich weiss echt nicht, was ich sagen soll :) Ich finde es einfach nur cool.
 
AW: Erziehung - Was passiert mit der Jugend?

@Lan_Party

Wow, dass ein Beitrag von mir auf einen Startpost verlinkt wird. Das hätte ich niemals gedacht. Natürlich darfst du meinen verlinken. Ich weiss echt nicht, was ich sagen soll :) Ich finde es einfach nur cool.
Ich möchte einfach nur zeigen wie man es Richtig macht. :D Dazu kommt ja noch das wenn man dies gelesen hat besser darüber diskutieren kann und es verständnissvoller ist. :daumen:
Danke! ;)
 
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