Energiepolitik, die vierte

Gegen Subventionen im Auslang gibt es Strafzölle. Und die Industrie verlangt vor allen Dingen, dass die Inrastruktur in Deutschland bezahlt wird.
Der Witz ist doch aber eben, dass die Politik das ganze vor allem auf Druck der Autohersteller und Stromerzeuger "unbedingt" will...

Leider nicht guckst du hier:
Huawei-Subventionen: EU will Druck auf China erhöhen - International - Politik - Handelsblatt
• China Huawei: Keine größeren Übernahmen geplant | Wirtschaft - Glaronia.com
Und wenn du nach illegalen Subventionen googelst findest du noch viel mehr... Den einen Artikel der schon etwas älter ist und Huawei 37 Milliarden Kredit vom Staat bei 9 Milliareden Umsatz bekommen hat, hab ich leider nicht mehr gefunden. :(
Aber unsere Politik hat sich leider zu sehr auf die Automobilhersteller verschossen und gibt andere, viel wichtigere Industriezweige leichtfertig auf...

Die Solarproduktion in China wurde zu einem nenneswerten Teil mit deutschen Entwicklungshilfekrediten gefördert. Strafzölle für entsprechenden Produkte wurden von Merkel&Co verhindert, aus Angst andere deutsche Unternehmen könnten den Konter abbekommen. (Was stimmt. Aber wer sich jährlich damit rühmt, die Handelsbeziehungen mit China zu intensivieren, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er am Ende von denen die Wirtschaftspolitik diktiert bekommt)

Da hast du leider recht. Aber Strafzölle aus China wären imo egal, da man dann wenigstens noch den europäischen Markt + US Markt hätte und das würde für die meisten Firmen denke ich mal ausreichen. Jetzt hat man halt zig Pleiten und noch einige gut ausgebildete Arbeitslose mehr...:daumen2:

Deinen anderen Beitrag spar ich jetzt mal zu zitieren, im Prinzip hast du recht. Aber, wenn man nur von einem Markt (in dem Fall dem deutschen) abhängig ist, läuft doch gehörig etwas schief...


Gerade Merkel verhindert doch alles wenn es darum geht die Schadstoffgrenzen zu verschärfen oder den CO² Ausstoß zu reduzieren.

Und das ist auch gut so! Da in den Abgasen wesentlich schädlichere Stoffe drin sind, um die man sich zuerst kümmern sollte... Aber CO² ist ja das allerschlimmste. :schief:
Und wenn man dann trotzdem meint, so eine tolle Begrenzung einführen zu müssen, dann sollte man halt auch eine anständige Norm zur Ermittlung des CO² Ausstoßes haben und nicht so einen Unfug, wie es die EU aktuell hat. Auf dem Papier sind es dann schöne Werte und in der Realität hat man das Gegenteil...
Und dann kommen so super Ideen wie Dreizylinder mit Turboladern bei raus. :daumen2:

Die Automobilindustrie kommt dann immer mit dem Totschlagargument "Arbeitsplätze" aber wieso sind Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie gefährdet wenn die Autos effizienter werden sollen?
Die Effizienz treibt sich ganz von alleine voran, weil die Leute keine Autos wollen, die 10 Liter und mehr verbrauchen. ;)
Und da es im Automarkt eine recht große Auswahl gibt, sind die Hersteller gewissermaßen gezwungen mitzuziehen. Gut vw müsste es wohl nicht zwigend, da sie in Deutschland eine zu große Fanboybasis haben, die ihnen jeden Mist abkaufen würden. (wieso auch immer)

Gerade das fördert doch Arbeitsplätze weil geforscht und entwickelt werden muss.
Und dann kommt wieder ein Schlauberger auf die Idee, ach die Entwicklung in China kostet doch nur die Hälfte, verlagern wir dahin...:(

Und sie wehren sich heute wieder mit allem was sie haben um ja nicht ihre fetten Benzinschleudern aufzugeben mit denen sie ihre fetten Gewinne einfahren.

So ein kack E-Auto möchte ich aber auch nicht haben... Wenn dann eins mit Wasserstoff, das kann man wenigstens noch relativ schnell tanken. Aber da arbeitet ja auch nur Daimler dran...
Von vw, die die Leute ziemlich arg abzocken kommt nie auch nur ansatzweise eine Innovation, die weltbewegend ist...

Und erzähl mir nicht dass die Automobilindustrie keine fetten Gewinne einfährt.
Erzähl das mal Peugot.:D
Wobei ich jetzt auch nicht unbedingt meine Gewinne damit verschwenden würde, nur weil die Politik meint, das ist toll, das brauchen wir. :schief:
Die Milliarden Investitionen von den deutschen Autoherstellern find ich aber auch nicht sonderlich gut, man könnte das auch gut im eigenen Land brauchen... In China ist es doch nur Ausnutzen von Know-How und die Retourkutsche kommt dann in ein paar Jahren.



Das ist halt BWLer denken:
Maximalen Gewinn aus dem ziehen, was man hat. D.h. nichts neues entwickeln, solange man das alte noch verkaufen kann. Und bei Bedarf erstmal dafür sorgen, dass man das alte noch länger verkaufen kann. "abgeschrieben" ist das Schlagwort.

Nö, die meisten "BWLer" ich nenn sie mal Pseudo BWLer, haben einfach keine Ahnung von dem was sie tun. Die könnte man bestenfalls als Straßenkehrer beschäftigen.
Man sollte immer darum bemüht sein auch in Zukunft einen ordentlichen Gewinn auszuweisen und daher auch entsprechend investieren.
Aber danke, in was für eine Schiene du mich da abstellst. :wow:

Insgesamt macht sowas zwar keinen Sinn und kostet am Ende gar mehr, wenn man seine Marktführerschaft verspielt oder mit hohen Kosten (und vielen Fehlern) im Eiltempo versucht, Nachlässigkeiten zu kompensieren - aber das erscheint ja alles nicht direkt in der Bilanz, sondern erst später. Ggf. erst, wenn schon der nächste "Wirtschaftsexperte" die Führungsposition übernommen hat.

Man muss nicht immer jeden Hype mitmachen und ob sich E-Autos wirklich in der Masse durchsetzen, wage ich doch mal zu bezweifeln. Daher kann ich es gut verstehen, wenn man da doch etwas zögerlich ist. Bevor man dann Milliarden in den Sand setzt.

Dieses Prinzip findet sich vom kleinen (z.B. Kältemitteln bei Klimaanlagen: Seit 10 Jahren gibt man ein Bisschen Geld dafür aus und nimmt immer größere Nachteile und Ärger in Kauf, damit man sich die Entwicklung von z.B. CO2-basierten Anlagen sparen kann, deren Erforschung man eh irgendwann bezahlen muss)

Naja der einzige Hersteller, welcher das neue Kältemittel wirklich boykottiert ist ja Daimler. Aber da fehlt halt auch der politische Anreiz bei solchen Regeln, gerade bei dem neuen Kältemittel sollten die doch einsehen, wie gefährlich das ist....
Und dann hätte man halt auch einfach die fristen kürzer setzen müssen.
Wenn ich dir sage bis Ende des Jahres möchte ich die Analyse des Automarktes in Sachen Energieeffizienz haben, dann setzt du dich ja auch nicht hin und machst es bis Ende April fertig, sondern arbeitest gemütlich vor dich hin, da man dir ja ausreichend Zeit dafür gab. ;)
Merkst du was. ;)

Mit genug Druck dahinter geht Entwicklung auch schneller. Ich bin gerade selbst in einem Projekt, welches in einem Dreiviertel Jahr durchgezogen wird. (Bis zur Erstausliefung des Produktes) Und das ist auch absolut kein 0815 Produkt. ;)
 
Leider nicht guckst du hier:

Gut, formulieren wir es so:
"Es gibt Strafzölle. Oder halt Mutti" ;)

Und das ist auch gut so! Da in den Abgasen wesentlich schädlichere Stoffe drin sind, um die man sich zuerst kümmern sollte... Aber CO² ist ja das allerschlimmste. :schief:

Äh - er bezog sich auf alle Schadstoffe...
Davon abgesehen ist man Stick- und Schwefeloxiden im Straßenverkehr mittlerweile so weit, dass die Umweltauswirkungen sehr gering sind. Russpartikel wären noch ein Faktor, aber da ist unsere Regierung ausnahmsweise mal nicht die einzige, die massiv auf der Bremse sitzt (stehen kann man schon nicht mehr sagen).

Und wenn man dann trotzdem meint, so eine tolle Begrenzung einführen zu müssen, dann sollte man halt auch eine anständige Norm zur Ermittlung des CO² Ausstoßes haben und nicht so einen Unfug, wie es die EU aktuell hat. Auf dem Papier sind es dann schöne Werte und in der Realität hat man das Gegenteil...
Und dann kommen so super Ideen wie Dreizylinder mit Turboladern bei raus. :daumen2:

Tjo...
Das ist halt das Problem, wenn die einzigen Liberalen, die man zur Hand hat, reine Wirtschaftslobbyisten sind und die ganzen Idealisten, die sich für das Wohl der Menschen einsetzen wollen, keine Ahnung von Marktwirtschaft haben und stumpf alles verbieten wollen, was ihnen nicht passt: Absurde, von Industrievertretern vorformulierte Regelungen, die sich relativ leicht (und mit verbraucherunfreundlichen Nebenwirkungen) umgehen lassen. Eigentlich könnte man die CO2-Freisetzung ganz einfach finanziell über den C-Verkauf regeln, sprich den Sprit richtig teuer machen. (Und, ehe wieder jemand eine Neiddebatte drausmacht: Aus dem Geld z.B. den Arbeitnehmeranteil für die Sozialversicherungen streichen und die HartzIV-Sätze anpassen).
Aber stattdessen bleibt der Sprit relativ billig und wenn ein Hersteller die richtige Mischung absurder Konstruktionen rausbringt, bleibt auch der Verbrauch hoch, ohne dass die EU-Regelung Wirkung zeigt...

Die Effizienz treibt sich ganz von alleine voran, weil die Leute keine Autos wollen, die 10 Liter und mehr verbrauchen. ;)

Bei den aktuellen Preisen merke ich noch nicht viel davon, dass sie die nicht mehr wollen.
Ganz abgesehen davon, dass 10 l / 100 km nun wirklich rein gar nichts mit spritsparen zu tun hat. Bei der der durchschnittlichen Beladung, die man auf deutschen Autobahnen so sieht (bzw. mit der die EU testet) kommt mein über 15 Jahre alter Passat auf 7,5 l, selbst mit viel Zuladung sind es nicht zwingend deutlich über 8. Die 10 unterbiete ich sogar in der Stadt auf Strecken, auf denen ich problemlos das Fahrrad nehmen kann, wenn ich nichts zu transportieren habe.
Für einen modernen, dem realen Transportbedarf angemessenen Wagen sollte man imho 5 l anpeilen, 4 l bei Dieseln. Alles darüber fällt in die Kategorie "Spaß am Fahren" und Spaß auf Kosten aller sollte nicht umsonst sein.

Nö, die meisten "BWLer" ich nenn sie mal Pseudo BWLer, haben einfach keine Ahnung von dem was sie tun. Die könnte man bestenfalls als Straßenkehrer beschäftigen.
Man sollte immer darum bemüht sein auch in Zukunft einen ordentlichen Gewinn auszuweisen und daher auch entsprechend investieren.

Jein. Man "sollte".
Aber als BWLer in einem modernen, am Kapitalmarkt agierenden Unternehmen "soll" man nicht. Denn für Anleger zählt einzig und allein, wo sie in einer gegebenen, eher kurzen Zeitspanne den größten Gewinn abgreifen können. Ob das bedeutet, dass man an dieser Stelle in weiterer Zukunft gar keinen Gewinn mehr macht, ist egal, denn dann kann man ja woanders anlegen. Und da die Kapitalmärkte mittlerweile so ziemlich das mächtigste auf diesem Planeten sind, geben sie überall genau diesen Ton an...


Naja der einzige Hersteller, welcher das neue Kältemittel wirklich boykottiert ist ja Daimler.

Boykottieren - ja. Aber alle anderen haben auch jahrelang Energien und Geld in Lobbyismus für Ausnahmeregelungen oder Fristverlängerungen investiert oder es der Chemie für immer fragwürdigere Ergebnisse in den Hals geworfen. Die Probleme, über die man heute jammert, kannte man vor 10 Jahren schon und hätte man vor 9 Jahren gelöst haben können.

Und dann hätte man halt auch einfach die fristen kürzer setzen müssen.

Hatte man ja. Bis die deutsche Autohersteller-Chefvertretung (genannt "Bundesregierung") ankam.

Wenn ich dir sage bis Ende des Jahres möchte ich die Analyse des Automarktes in Sachen Energieeffizienz haben, dann setzt du dich ja auch nicht hin und machst es bis Ende April fertig, sondern arbeitest gemütlich vor dich hin, da man dir ja ausreichend Zeit dafür gab. ;)
Merkst du was. ;)

Ne. Frag nochmal im Januar ;)
 
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