Emissionen: Studie sieht Elektroautos klar vor Verbrennern

Die Idee für Wasserstoff ist aktuell das man den dort Produziert wo man sehr günstig Strom aus regenerativen Quellen herstellen kann. Thermalenergie in Grönland, Wasserkraft in Finnland, Windkraft in Argentinien oder Solar aus den afrikanischen Staaten. Ist halt am Ende ein Nummernspiel. Du produzierst für umgerechnet 1-2 Cent/kWH Strom und schiffst den dann in Form von Wasserstoff nach Deutschland. Das man bei der Produktion und Transport Verluste und zusätzliche Kosten hat tut einem insgesamt durch den sehr niedrigen Einkaufspreis nicht weh und auf die Gesamtlebensdauer der Kraftwerke Produziert man weniger CO2 als vergleichbare Kohle- oder auch Gaskraftwerke. Worst Case den ich meine Porsche mal vorgerechnet hatte war die Produktion in Afrika mit Kosten für Osmosefilter usw. und da kam man dann auf 14 Cent/kWh bis der Strom in Deutschland angekommen und ins Netz eingespeißt wurde (Porsche will dann noch einen Schritt weiter gehen und den Strom für die Produktion von e-Fuels nutzen). Die Klimaneutralität schafft man auf dem Papier dann durch den Kauf von CO2 Zertifikaten oder Ausgleichprojekten wie Wälder.

Ich hatte mich ausschließlich auf Deutschland bezogen. Du hast natürlich völlig recht, dass es sehr wohl Länder gibt, an denen die Produktion von Wasserstoff, wenn die richtige Technik zur Verfügung steht, absolut sinnvoll ist. Ich bin auch, ungeachtet aller politischen Schwierigkeiten, nach wie vor der festen Überzeugung, dass der afrikanische Kontinent das Kraftwerk der Welt werden sollte. Das ist alleine ein seitenfüllendes Thema, weshalb ich das jetzt nicht weiter ausführen möchte.

Baustellen abarbeiten, anstatt neue zu schaffen wäre ein Anfang.

Ich habe nicht behauptet der Weisheit letzter Schluss zu sein.
Diskurs bis zum dorthinaus verkürzt nur weiterhin unser Zeitfenster, welches uns als Menschheit noch zur Verfügung steht, um aus der Spirale auszubrechen.

Ist eine legitime Antwort und auch die Antwort nicht zu wissen ist ja kein Verbrechen. Ich habe auch nur so explizit nachgefragt, weil (nicht nur) im Internet immer gerne alles schlecht geredet wird um damit den Status Quo zu rechtfertigen. So nach dem Motto "der Strom kam doch schon immer aus der Steckdose, wenn wir nichts ändern bleibt das auch so".

Gute und konstruktive Frage: Einfach mal das, was uns unsere Politiker servieren, sacken lassen, mit Freunden besprechen und ggf. doch in Frage stellen, wenn es zu abgedreht erscheint ...

Absolut. Solange die Diskussion auf naturwissenschaftlichen Grundlagen basiert. Ich bin mit meinen Ansichten von dem was ich hier bisher gelesen habe wahrscheinlich am nächsten bei @Incredible Alk.
Ich fände es großartig, wenn die ganzen großspurig angekündigten Projekte (z. B. die Stromtrassen) endlich einmal gebaut werden würden. Sowas muss einfach schneller gehen. Wobei ich beim Thema Bürgerprotest in Anbetracht der Dringlichkeit wahrscheinlich einen härteren Kurs fahren würde (der vermutlich aber nicht rechtlich gedeckt ist). Bürgerteilhabe könnte helfen, beispielsweise bei Windparks.

Bist Du Dr. oder Prof.?
Noch ein Wort zum Thema Promotion: Meiner Erfahrung nach ist ein Dr. vor dem Namen kein Garant für fachliche oder persönliche Qualifikation. Jeder kennt auch einen schlechten Arzt, der meistens auch einen Doktortitel hat. Persönlich arbeite ich täglich mit einem promovierten Chemiker zusammen der seine komplette Karriere (er steht kurz vor der Rente) in der Firma von Position zu Position geschoben wurde, weil er nichts auf die Kette brachte. Mit Sicherheit ein absolutes Negativbeispiel, aber auch die gibt es.

Ausnahmen bestätigen die Regel, aber eine Promotion ist meistens in erster Linie eine Beweis für Einsatzbereitschaft, Leidensfähigkeit und Bereitschaft zu Verzicht (z. B. auf Freizeit und Geld). Bei guten Doktoranden kommt fachliche und vor allem methodische Kompetenz als Bonus oben drauf. Es geht aber auch gänzlich ohne die beiden letztgenannten Punkte. Vor allem, wenn es dem Institut darum geht, dass wirklich jeder Doktorand durchkommt, weil eine nicht bestandene Abschlussprüfung schlecht für das Image ist.
 
Mal direkt von der Yale Seite kopiert und übersetzt:

"Gillingham, dessen Forschung sich intensiv mit der Einführung alternativer Energien im Verkehr befasst hat , sagt, dass diese Studie ein besseres Verständnis dafür liefert, wie eine umfassende CO2-Bepreisung – die die gesamte Lieferkette umfasst – Verbraucher auf Elektrofahrzeuge umstellen kann."

Also eine Studie von jemanden, der mit dieser Forschung sein Geld verdient und natürlich genau das "rausfindet" was er haben möchte. Unabhängig geht anders... evtl. nicht immer von Golem kopieren, die Seite ist durchaus für ihre Zugehörigkeit bekannt und nicht unbedingt neutral.
 
Einfacher Dr. ... für Professor wäre mir einfach das Gehalt zu schmal gewesen,
Bei mir hat es nur zum Dipl.-Ing (FH) gereicht.
Aber 6 Semester Bauelementephysik und Halbleitertechnologie helfen auch heute noch bei irgendwelchen kruden Hardwareaussagen.

Und da muß ich mal für meine Ex-Kollegen in die Tasten greifen:
Es ist schon ein Skandal, daß z.B. in Hessen (?) Juniorprofessoren kaum mehr bekommen als ein Grundschullehrer ... so geht das nicht (auch wenn das hier vielleicht nicht hingehört) ...
Da hast Du leider Recht.

Ich denke an meine Mobiltelefone ... nur noch ein einsames J3 ... der Rest wandert in den Müll wenn der Akku schwächelt!
Das kann man ändern.
Mein Galaxy J7 hat einen wechselbaren Akku, ist schön groß läuft und läuft und läuft ... .
Das gibt es noch.

Der EU sei Dank! Dort kümmert man sich sich um jede krumme Banane, der Rest wandert in den Müll. Klar, wir alle müssen CO2 einsparen ... oder so??
Die EU bekommt nicht mal eine 2 Jährige Vollgarantie für alle Hersteller hin (Apple, hp, Sony und die anderen Glatzen lachen sich seit Jahren schlapp über die Papiergesetze).
Ausbaden darf es der Händler, der als Prellbock dann die ganze Misere auflösen darf.
Kannst du mir einen Gefallen tun? Wenn du das nächste Mal gegen die Mehrheit der Gesellschaft flamen willst, dann nimm dafür bitte nicht das von Stadtbewohnern entwickelten, nahezu vollkommen von Stadtbewohnern finanzierte und von Stadtbewohneren betriebene Internet, um auf einer von Stadtbewohnern aus einer Stadt heraus gehostetem Internetplattform ein Post zu schreiben, sondern bleibe bitte bei deiner selbstgezüchteten Brieftaube.
Na ja, die Hauptbasen der US-Airforce liegen meist mitten in der Wüste.
Und die Hauptstandorte des CERN liegen auch nur in der Nähe von Städten aus bekannten Gründen (Schwarzes Loch und so).

P.S.: Die Städte sind doch nur so groß geworden, weil sie eine Mauer drumrum gebaut haben und die eingefangenen Landbewohner nie wieder raus gelassen haben, als sie merkten, das da die Abfälle auf der Straße landen und nicht in tiefen Erdgruben, wo sie sich natürlich umwandeln. :D

Treffer.
Versenkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe hier nun wieder eine Menge gelesen, warum E-Autos nicht die Lösung sein sollen, Windkraft auch Mundgeruch hat und jede andere mögliche Veränderung auch schlecht ist.

Würde vielleicht irgend jemand mal einen technisch umsetzbaren Vorschlag machen, wo der Strom der Zukunft herkommen soll?
Atomkraft z.B.

Nur Deutschland hat für sich als unwiderlegten Fakt festgestellt dass Atomkraft schlecht aber Gas und Kohle "gut" sind... Das Geschmäckle mit dem Radioaktiven Abfällen wird durch neue Reaktoren minimiert bzw. diese können sogar den Atommüll der alten Generationen verdauen. Natürlich ist das keine Langzeitlösung aber das Ökologischste bis Kernfusion durch ist.

Ich bin für elektro...aber richtig. Was momentan gemacht wird ist Religion. Reine Stromer funktionieren nicht auf Reichweite, werden Sie aber nur bis 9000km/Jahr genutzt lohnt sich nicht mal die Herstellung....

Hybrid....ist nix halbes oder ganzes aber besser als nur strom.

Solange es in DE Religiös und Ideologisch ohne jeglichen Bezug zur Wissenschaft läuft, wird es nix. Syntdiesel wurde nicht zugelassen, weil dass das Umweltbundesamt "nicht will", sonder rein auf Eletro setzt (geile Begründung). Aus dem selben Grund ist Wasserstoff auch ein Stiefkind, obwohl das noch das beste Konzept ist.

Wasserstoff könnte da mit Wind, Wasser Solar Produziert werden, wo es das tatsächlich im Überfluss gibt. Natürlich muss es dann evtl. per Schiff transportiert werden....die müssen aber auch nicht mit Schweröl angetrieben werden....

Unserer Problem in DE ist, das wir über Jahre mit Unsinn gefüttert wurden. Z.B. Wasser sollen wir sparen....als ob es in Wasserarmen Regionen der Erde dadurch mehr geben würde.... Sparen macht Regional in dem Moment hin, wenn es knapp wird.

Was passiert real? Durch den mangelnden Durchfluss, auf den die Kanalisation in DE gar nicht ausgelegt ist, verstopfen die Rohre und müssen mit TRINKWASSER gespült werden. Wenn Ihr euch fragt, warum der Kanal Müller in der Stadt mit dem Tanklaster von Gulli zu Gulli fährt....da macht er ganau das.

Wir sollen also Wasser sparen, darum wirds teuer gemacht. Die Kanalisation muss gespült werden...das Kostet und darum werden die Gebühren erhöht.....finde den Fehler.
 
Mal direkt von der Yale Seite kopiert und übersetzt:

"Gillingham, dessen Forschung sich intensiv mit der Einführung alternativer Energien im Verkehr befasst hat , sagt, dass diese Studie ein besseres Verständnis dafür liefert, wie eine umfassende CO2-Bepreisung – die die gesamte Lieferkette umfasst – Verbraucher auf Elektrofahrzeuge umstellen kann."

Also eine Studie von jemanden, der mit dieser Forschung sein Geld verdient und natürlich genau das "rausfindet" was er haben möchte. Unabhängig geht anders... evtl. nicht immer von Golem kopieren, die Seite ist durchaus für ihre Zugehörigkeit bekannt und nicht unbedingt neutral.
Wie genau leitest du daraus jetzt eine Befangenheit ab?
Gillingham ist Prof. in Yale und hat mal gar keine persönlichen finanziellen Interessen in dem Thema, wenn er nicht gerade zig Aktien bestimmter Unternehmen besitzt. Nur weil man hauptsächlich auf einem bestimmten Gebiet forscht, was die meisten mir bekannten Prof. und andere Wissenschaftler tun, ist man ja nicht automatisch finanziell von einem bestimmten Ergebnis abhängig.
Fairerweise weis ich nicht genau, wie die Studienfinanzierung in den USA im allgemeinen und bei dieser Studie im speziellen gelaufen ist, was ich aber gelesen habe, lässt mich auf eine Gemeinschaftsarbeit von Instituten der Universitäten von Yale, Maryland und Norwegen schließen, so kommuniziert es jedenfalls auch die verlinkte Quelle von Yale.

Abgesehen davon, dass ein 8er Hirsch früh in der Karriere nur RELATIV beachtlich ist, aber keineswegs irgendetwas absolut besonderes, kann man ihn auch und gerade mit mehreren kontroversen Papern bekommen, solange diese nicht schlichtweg falsch sind. Dann fühlen sich nämlich viele genötigt, zu widersprechen, was auch Zitate darstellt. Hier geht es aber gar nicht um "ordentlich" oder "nicht ordentlich", hier geht es um die Aussagekraft der Studie. Und die ist ausdrücklich eine Untersuchung von Ökonomen zur KFZ-Produktion unter der Annahme CO2-armen Stroms und der Verbrauchsstrukturen der US-Autohersteller.

Also etwas nahezu wertloses, denn das Tesla mit Produktionsstandorten in der Nähe großer Wasserkraftwerke und einer gewissen Menge eigener Photovoltaik saubereren Strom bezieht als Ford und General Motors im Kerngebiet der US-Kohleverstromung ist so naheliegend, dass man das "wissenschaftlich" schon fast wegen Banalität anfeinden möchte. Aber an keiner Stelle der Studie wurden die technischen Notwendigkeiten für die Herstellung der verschiedenen Antriebe verglichen und somit ist die Übertragbarkeit gleich null, die hier zitierte Headline ist in ihrer Allgemeinheit schlichtweg falsch.
Hatte ich ja geschrieben, dass die Studie kaum Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben wird, tut sie ja auch nicht, aber man kann daraus trotzdem ablesen, wie auch z.B. hier in Deutschland die Entwicklung laufen muss, um die geförderte E-Mobilität auch wirklich klimafreundlich(er) zu machen.
Das die Kohle dafür verschwinden muss ist die banale Schlussfolgerung, wird aber durch diese Studie noch mal bestätigt (eine zugegeben recht naheliegende Idee) und dann wird als Lenkungsmöglichkeit die CO2-Bepreisung angesprochen, bezogen auf die ganze Lieferkette.
Was die klassischen Newsseiten dann wieder daraus machen sei mal dahingestellt, die Headline ist natürlich reißerisch, nicht gelogen, aber definitiv nicht Allgemeingültig, da stimme ich dir zu.
Eigentlich nicht. Im Gegenteil, wenn man die zusätzlich erschienenen Oberklasse-SUVs mir reinnimmt, müssten Batterieautos im Schnitt heute sogar mehr verbrauchen und die durchschnittliche Akkukappazität und damit der Energie- und Rohstoffbedarf für deren Herstellung ist sogar gestiegen.

Am Grundproblem, dass die Ergebnisse der zitierten Studie aber schon damals komplett wertlos gemacht hat, hat sich nichts geändert:
Wir haben keinen überschüssigen sauberen Strom, den man für die Herstellung oder das Laden von Elektroautos verwenden könnte. Bis auf wenige Ausnahmen führt jeder zusätzliche Stromverbrauch zu einem erhöhten Output der Kohlekraftwerke und ist damit um den Faktor drei bis fünf klimaschädlicher, als in diesen Studien zugrundegelegt.

Von daher ist das mit "traue keiner Studie..." verdammt gerechtfertigt.
Kommt halt auf die verkaufte Menge der Autos an, nur weil die neuen Oberklasseautos mit Listenpreisen ab oder jenseits der 100k gigantische Bruttokapazitäten haben, muss der Durchschnitt aller verkauften E-Autos nicht ähnlich stark gestiegen sein. Da bräuchte man aber tatsächlich aktuellere Studien, insgesamt dürfte aber die durchschnittliche Kapazität höher liegen.
Gleichzeitig sind die Autos aber auch merklich effizienter geworden, also weniger von unserem Kohlestrom und die Hersteller versuchen auch außerhalb der Akkutechnik die Produktion klimafreundlicher zu gestalten, auch wenn das meiste davon eher für Werbezwecke und Publicity gedacht sein wird. Was davon einen wirklichen Mehrwert hat steht auf einem anderen Blatt, irrelevant ist die Produktion auch außerhalb des vielfach diskutierten Akkus jedenfalls nicht, da könnte man sogar die Studie hier aus Yale dann anführen.

Die Entwicklung der E-Autos ist rasant, zu sagen da hätte sich seit 2019 nichts getan ist halt einfach falsch.
Ob zum positiven oder zum negativen, das müssten wiederum Untersuchungen zeigen.

Studien kann man verdammt gut trauen (wenn man die Autoren vorher vernünftig überprüft), nur was die Massenmedien dann damit machen oder Forenuser aus dem Kontext zitieren, dass muss man immer kritisch hinterfragen. Eine gute wissenschaftliche Arbeit gibt ja genau an, was sie Aussagen will und kann, und auf welche Bereiche sie zugeschnitten ist.
Man muss sich halt die Arbeit machen und wirklich mal in die Publikationen reinlesen. Alternativ eine bessere Newsquelle wählen, PCGH bzw. Golem sind da bei solchen Themen nicht gerade die besten Anlaufstellen.
 
Kannst du mir einen Gefallen tun? Wenn du das nächste Mal gegen die Mehrheit der Gesellschaft flamen willst, dann nimm dafür bitte nicht das von Stadtbewohnern entwickelten, nahezu vollkommen von Stadtbewohnern finanzierte und von Stadtbewohneren betriebene Internet, um auf einer von Stadtbewohnern aus einer Stadt heraus gehostetem Internetplattform ein Post zu schreiben, sondern bleibe bitte bei deiner selbstgezüchteten Brieftaube.
Neben der Tatsache, daß die direkte Antwort von Hoppss auf die Abdeckung und Qualität im ländlichen Raum eigentlich genügen könnte, gebe ich trotzdem noch eine passende Erwiderung zu deinem arroganten Großstädtergewäsch:
1.) Zum einen bildest du dir ungebildeterweise nur ein, daß du zur Mehrheit gehörst - klar wer in Berlin oder Köln lebt, glaubt das schnell.
Fakt ist, daß die meisten Menschen in Gemeindegrößen zwischen 10.000 und 50.000 Einwohnern leben.
Jetzt darfst du gerne Haare spalten, ab welcher Größe eine Gemeinde als Landbevölkerung durchgeht.
2.) Ich bleibe bei meiner selbstgezüchteten Brieftaube, wenn du aufhörst zu Essen und zu Trinken (Ausnahme natürlich gesammeltes Regenwasser und was auch immer du auf deinen Balkon anbaust :schief:)
Dann wirst du auch sehr schnell allein physisch gar nicht mehr da sein, um deine Arroganz hier stolz wie eine Monstranz vor dir herzutragen.
Ach ich hab komplett vergessen, daß der Großteil der Stromproduktion vom Land, auf dem Land, übers Land von statten geht.
Viel Spaß beim Betrieb deiner heimischen Solaranlage (wenn du überhaupt eine hast) - den Rechner bekommst du damit vielleicht noch an, nur das mit dem Internet funktioniert dann leider auch nicht mehr wirklich.
Noch was oder brauchst du noch einen Gefallen?
Aber beim Thema Trassen lag doch das Problem daran, dass sämtliche Kommunen, an denen die Trasse vorbei führte, sofort klagten mit dem Argument "Energiewende gerne, aber bitte nicht vor unserer Haustür". Was soll ein Politiker da machen? Selbst mit absoluter Mehrheit muss er/sie warten, bis das Gericht sein Urteil gesprochen hat.
Milchmädchenvorschlag:
Stromtrassen über/neben/unter den Autobahnen bauen und entlangführen.
Dann kann man direkt noch die Autobahn gleich mitelektrifizieren für zukünftige mögliche Anwendungen.
... definiere mal bitte "exzessiver Individualverkehr" - deine Aussage ist ebenso grotesk wie dämlich.
Wieso nimmst du dir heraus darüber zu urteilen wann jemand ein individuelles Verkehrsmittel benutzt und warum er das tut und wie oft:stupid:
Mal ganz abgesehen davon - selbst wenn man eine Erklärung und Einteilung hätte, wieso jemand ein individuelles Verkehrsmittel benutzt, wie soll das dann bitte gehandhabt werden?
Meine Eltern fahren nicht mehr viel, machen hauptsächlich Großeinkäufe (die ich inzwischen übernehme) und Fahrten zu Arzt, Apotheke, Bäcker - beide nicht mehr gut zu Fuß, insbesondere meine Mutter.
Deswegen habe ich mit ihnen zusammen einen ach so bösen SUV angeschafft (der vom Gewicht her wie ein größerer Kombi ist), damit meine Mutter überhaupt noch in und aus dem Auto halbwegs gescheit steigen kann (neben der Tatsache, daß ich mit meinen 1,97m, schon immer Probleme hatte mit so manchem Gefährt hinsichtlich der Beinfreiheit)
Selbst wenn eine Bushaltestelle keine 100 Meter weg wäre würde sie das kaum schaffen.
Wie soll das dann von statten gehen - sollen Berechtigung/Bezugssscheine ausgestellt werden, am besten noch eine Behörde die nur dafür einen riesigen Wasserkopf aufstellt, damit solche Menschen noch fahren dürfen?
Oder zahlen die Helden der Schöpfung die so eine massive Reduzierung verteidigen dann die Taxifahrten...am besten auch noch aus Steuergeldern?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@LarryMcFly :
Das war an die Adresse von Shaboo gerichtet der meinte das
"Egal ober Verbrenner oder Elektroauto - exzessiver Individualverkehr ist grotesk dämlich" sei...
Ich stimme dir da voll zu, ich wohne auf dem Lande und fahre nur dann wenn es sein muss bzw. plane meine Einkäufe und lege alles zusammen wenn es geht.
In dem Beitrag hierkloppen sich die Leute die Köppe ein, da merkt man aber wie streitbar das ganze ist und wie mit Vorurteilen auf beiden Seiten um sich geschlagen wird.
Ich kann nicht mit dem Lastenrad 15 km zum einkaufen fahren oder mal um die Ecke um Lotto zu spielen oder sonstwas...
 
Milchmädchenvorschlag:
Stromtrassen über/neben/unter den Autobahnen bauen und entlangführen.
Dann kann man direkt noch die Autobahn gleich mitelektrifizieren für zukünftige mögliche Anwendungen.
Da ich in der glücklichen Lage bin nur selten mit dem Auto fahren zu müssen und entsprechend noch seltener Autobahnen nutze (wo gefühlt ohnehin nur komplett Geisteskranke mit Handy in der Hand, grobfahrlässige Drängler, Schrotthaufen mit defektem Licht oder Schleicher auf der Mittelspur / linken Spur unterwegs zu sein scheinen) weiß ich nicht, in wieweit die geplanten Stromtrassen mit Autobahnen parallel laufen könnten oder eben auch nicht. Aber laufen nicht alle Nord-West-Autobahnen dicht an mehreren Großstädten vorbei? Ich hab mir einmal kurz eine Autobahnkarte angeschaut: Unter der Prämisse, dass man parallel mit den Hauptautobahnen A5, A7 und A9 laufen würde, würde die A5 Darmstadt, Mannheim und Karlsruhe umgraben. Die A7 das Umland von Ulm und die A9 Nürnberg und München. Da sind bestimmt verzichtbare Positionen dabei, schließlich ist das beste an Mannheim sie die S-Bahn nach Heidelberg. Aber aus Erfahrung würde ich sagen, dass es jeglichem deutschen Handeln bei Großprojekten widerspricht, etwas Nützliches mit etwas Notwendigem sinnvoll zu verbinden.

Aber mal im Ernst: Ich bekomme nur immer wieder Puls, wenn mit wirklich hanebüchener Argumentation sämtliche Vorhaben zur Erhaltung von Infrastruktur kategorisch abgelehnt und verhindert werden.
Ich finde den Gedanken auch nicht toll, dass Naturschutzgebiete umgegraben werden, damit dort Stromtrassen verbuddelt werden können. Aber wir sind an einem Punkt angekommen, an dem man sich über die Konsequenzen im Klaren sein muss. Es ist ja eine legitime Einstellung, den Naturschutz über alles zu stellen. Wenn das mehrheitsfähig ist und ein Infrastrukturprojekte deswegen verhindert wird, muss die betroffene Region eben auch mit der Konsequenz leben. Im besten Fall steht noch ein Mindestmaß an Strom für den privaten Sektor zur Verfügung. Das verarbeitende, meist stromhungrige Gewerbe wird aber in Rekordzeit das Heil in der Flucht suchen. Und die Konsequenz daraus sollte nicht schwer zu erraten sein.

Ich persönlich bin frustriert darüber, dass wir in diesem Land eigentlich die Technik haben um die meisten Probleme zu lösen. Wir würden mit Sicherheit auch binnen kürzester Zeit (wenige Jahre wohlgemerkt) einen Partner finden, der uns die noch nicht in ausreichender Menge vorhandene Technologie fertigt. Aber in der Praxis scheitert es an völlig weltfremden Gesetzen, Verordnungen aus der alphanumerischen Steinzeit, an Behördenstrukturen die so flexibel sind wie ein Kubikmeter Stahlbeton. Ich glaube schon, dass das Thema Bürgerbeteiligung im letzten Jahrzehnt etwas besser geworden ist. Aber grundsätzlich muss es auch hier schneller gehen. Den Luxus, Projekte wegen einer Hand voll Hamstern über Jahre zu verzögern können wir uns bei so kritischer Infrastruktur leider nicht mehr leisten. Aber das war in Deutschland ja noch nie ein Grund, es nicht trotzdem zu tun. Verfehlte Klimaziele haben ja gefühlt auch keinerlei Konsequenzen.
 
Ich glaube schon, dass das Thema Bürgerbeteiligung im letzten Jahrzehnt etwas besser geworden ist. Aber grundsätzlich muss es auch hier schneller gehen. Den Luxus, Projekte wegen einer Hand voll Hamstern über Jahre zu verzögern können wir uns bei so kritischer Infrastruktur leider nicht mehr leisten.
In der Tat!! Mein persönlicher Hamster war der "Steinschmätzer" ... aber Schwamm drüber.
Und überhaupt: Wenn nur jeder 2. hier in diesem Forum politisch aktiv wäre, hätten wir heute nur 50% der aktuell diskutierten Probleme, glaube ich ...
Und: Jeder Politiker ab Landesebene müßte gezwungen werden, nur noch in E-Mobilen chauffiert zu werden, als "Vorbild".
PS: Nicht daß mir wieder jemand mit der fehlenden Panzerung ankommt, diese Teile sind zu 90% reine Handanfertigung, egal ob Tesla oder Audi.
Ich kann nicht mit dem Lastenrad 15 km zum einkaufen fahren oder mal um die Ecke um Lotto zu spielen oder sonstwas...
Ja, das ist die Realität ... oder wollen wir das doch lieber ignorieren??
Unserer Problem in DE ist, das wir über Jahre mit Unsinn gefüttert wurden. Z.B. Wasser sollen wir sparen....als ob es in Wasserarmen Regionen der Erde dadurch mehr geben würde.... Sparen macht Regional in dem Moment hin, wenn es knapp wird.
Korrekt, kompletter Unsinn, den 90% der Bevölkerung hier einfach mitmachen. Traurig :klatsch:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatte ich ja geschrieben, dass die Studie kaum Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben wird, tut sie ja auch nicht, aber man kann daraus trotzdem ablesen, wie auch z.B. hier in Deutschland die Entwicklung laufen muss, um die geförderte E-Mobilität auch wirklich klimafreundlich(er) zu machen.

Nein. Man kann daraus ableiten, was bei der US-Verbrennerproduktion (u.a. auch) schief läuft. Das ist in weiten Teilen aber halt ein Spezialfall, der eine Verallgemeinerung dieser Studie nunmal falsch macht. Wie man unschwer an diesem Thread hier sehen kann, leiten aus der Berichterstattung viele ab, dass die Herstellung von Batterieautos prinzipiell umweltschonender wäre als von Verbrennern. Das ist das genaue Gegenteil der Wahrheit und nein, daran haben nicht nur die Medien schuld. Auch der abstract und weite Teile der restlichen Studie sprechen ausschließlich von Batterieautos im Allgemeinen versus Verbrenner im Allgemeinen. Das es um US-BEVs vs. US-Verbrenner geht, steht nur im Methodenteil und schimmert gelegentlich durch, wenn die Autoren an anderer Stelle ihre eigene Tätigkeit ausdrücklich erwähnen ("we compare ..."), anstatt über die Resultate und deren Rahmen zu sprechen. Um genau zu sein, kann ich in der gesamten Studie spontan nirgendwo einen von den Autoren genannten Rahmen für ihre Aussagekraft finden, der Anspruch wie geschrieben ist absolut/global. Nur aus der Angabe, dass man ausschließlich US-Zahlen verwendet hat, darf sich dann der Leser erschließen, wieviel kleiner die Aussagekraft der Studie ist.

K.A., welche Maßstäbe die BWL-Fakultät von Yale und Nature Economics anlegen - aber einem Naturwissenschaftler würde man bei so einem Versäumnis die Dis zerreißen.

Kommt halt auf die verkaufte Menge der Autos an, nur weil die neuen Oberklasseautos mit Listenpreisen ab oder jenseits der 100k gigantische Bruttokapazitäten haben, muss der Durchschnitt aller verkauften E-Autos nicht ähnlich stark gestiegen sein.

"ähnlich stark" nicht, aber dass das durchschnittliche Batterieauto in einem Markt mit E-Tron, iX und EQS weniger energieintensiv in der Herstellung ist, als es zu Zeiten von praktisch-nur-Zoe-und-Leaf war, ist schon sehr unwahrscheinlich ;) . Und beim Model Y gibt es erst gar keinen Mini-Akku.

Gleichzeitig sind die Autos aber auch merklich effizienter geworden, also weniger von unserem Kohlestrom

Kann ich so nicht nachvollziehen. Antriebsseitig gab und gibt es kaum Effizienz rauszuholen, aerodynamisch sind die neuen Marktteilnehmer beinahe alle schlechter als Ex-Platzhirsch Tesla. Spritmonitor besätigt diesen subjektiven Überblick auch: Bis Ende Baujahr 2018 waren es 16,4 kWh / 100 km; seitdem liegt der schnitt bei 17,5 kWh / 100 km.

und die Hersteller versuchen auch außerhalb der Akkutechnik die Produktion klimafreundlicher zu gestalten, auch wenn das meiste davon eher für Werbezwecke und Publicity gedacht sein wird. Was davon einen wirklichen Mehrwert hat steht auf einem anderen Blatt, irrelevant ist die Produktion auch außerhalb des vielfach diskutierten Akkus jedenfalls nicht,

Das sicherlich nicht. Allerdings ist der Akku halt der Faktor, der den großen Unterschied macht - eine Fabrik zur Herstellung von Klimaanlagen mit erneuerbarem Strom betreiben kann man egal ob die Teile in Verbrenner- oder in Batterieautos verbaut werden. Das die US-Batterieautoherstellung besonders auf grünes Image wertlegt und das deswegen eher macht, als die Ford-F-Serien-Werke sagt halt nichts über die Art der Energieversorgung bei BMW und Mercedes aus. Nur dass Batterieautos mit großem Akku netto mehr Energie in der Herstellung verschlingen, das war bislang immer ziemlich klares Fazit aller Untersuchungen.

Die Entwicklung der E-Autos ist rasant, zu sagen da hätte sich seit 2019 nichts getan ist halt einfach falsch.
Ob zum positiven oder zum negativen, das müssten wiederum Untersuchungen zeigen.

Liste doch mal diese großen Fortschritte auf. Erscheinungs-Highlights seit 2019, soweit sie mir aufgefallen wären, waren der E-Tron GT, der Ioniq 5, EQS/EQC/EQE, iX3 & iX, Polestar 2, Enyaq und ID.3/4. Was können die, was ein Taycan, Model 3/X/S oder i-Pace nicht können? Unter "rasanter" Weiterentwicklung würde ich sowas wie "30% billiger", "25% weiter" oder "in halber Zeit geladen" verstehen. Aber abgesehen davon, dass man durch den Einstieg weiterer Hersteller etwas mehr Auswahl bei Design und Ausstattung hat, war für mich das Highlight der letzten Jahre noch am ehesten die Aerodynamik des EQS. Und die stellt gar keine Weiterentwicklung von Batterieauto-Technik dar und ist, verglichen mit dem CLA oder Tesla S auch gar nicht mal so revolutionär, sondern einfach nur konsequent (und ohne Rücksicht auf die Optik ;) ) weiterentwickelt.

Alternativ eine bessere Newsquelle wählen, PCGH bzw. Golem sind da bei solchen Themen nicht gerade die besten Anlaufstellen.

Ein Glück, dass Golem mich schon seit langem mit flächigen Einblendungen vergrault hat :) .
(Nicht das Heise inhaltlich besser wäre...)


Jetzt darfst du gerne Haare spalten, ab welcher Größe eine Gemeinde als Landbevölkerung durchgeht.

Diskussionen über Dinge, die man schlicht in der jeweiligen Definition nachlesen kann, vermeide ich selbst mit Leuten, die nicht jede Meinung abseits ihres Standpunkts = geistigen Horizonts als "blödes Geschwätz" und "ignorantes Gelaber" abtun.
FYI: unter 150 Einwohner pro km²
In solchen Kreisen leben 21 Millionen Deutsche. Einer davon hält sich für produktiver als 62 Millionen weitere Bürger.
Aber mal im Ernst: Ich bekomme nur immer wieder Puls, wenn mit wirklich hanebüchener Argumentation sämtliche Vorhaben zur Erhaltung von Infrastruktur kategorisch abgelehnt und verhindert werden.
Ich finde den Gedanken auch nicht toll, dass Naturschutzgebiete umgegraben werden, damit dort Stromtrassen verbuddelt werden können. Aber wir sind an einem Punkt angekommen, an dem man sich über die Konsequenzen im Klaren sein muss. Es ist ja eine legitime Einstellung, den Naturschutz über alles zu stellen.

Das Problem ist einfach, dass Deutschland extrem zersiedelt ist und es kaum noch halbwegs intakte Natur gibt. Die braucht entsprechend starken Schutz und das letzte Bisschen auch noch platt zu machen, um mal 5 km Trasse ohne klagende Anwohner wie auf den anderen 500 km bauen zu können, bringt auch niemanden weiter.

Ich glaube schon, dass das Thema Bürgerbeteiligung im letzten Jahrzehnt etwas besser geworden ist. Aber grundsätzlich muss es auch hier schneller gehen. Den Luxus, Projekte wegen einer Hand voll Hamstern über Jahre zu verzögern können wir uns bei so kritischer Infrastruktur leider nicht mehr leisten.

Wegen Hamstern verzögert sich ein Projekt nur, wenn der Bauher zu blöd ist. Die Naturschutzgesetze kann man nämlich ziemlich easy schwarz auf weiß nachlesen und die entsprechenden Gutachten pünktlich einholen. Dass gefühlt jedes einzelne Großprojekt der Meinung ist, Gesetze wären für andere dar und erst nach Baubeginn, Baustop und verlorener Klage mal den Vorschriften genüge tut, ist pure Dummheit und/oder Arroganz.

Im Falle der Stromtrassen liegen die Probleme aber weniger beim Naturschutz und mehr bei der "Bürgerbeteiligung". Man kommt in Deutschland selten weiter als 2 km, ohne einer Ansiedlung zu begegnen (die ganz wenigen Ausnahmen sind dann halt die wenigen Naturschutzgebiete) und in der wohnt dann der nächste Kläger, der tödliche Migräneanfälle wegen der Strahlung selbst abgeschalteter Leitungen erhält und/oder ein angebohrenes Recht auf idylische Aussicht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen Hamstern verzögert sich ein Projekt nur, wenn der Bauher zu blöd ist. Die Naturschutzgesetze kann man nämlich ziemlich easy schwarz auf weiß nachlesen und die entsprechenden Gutachten pünktlich einholen. Dass gefühlt jedes einzelne Großprojekt der Meinung ist, Gesetze wären für andere dar und erst nach Baubeginn, Baustop und verlorener Klage mal den Vorschriften genüge tut, ist pure Dummheit und/oder Arroganz.
Uhh ... diese Betrachtung halte ich nach einigen Jahrzehnten eher für naiv. Papier ist geduldig. Und unsere Behörden kennen häufig noch nicht einmal ihre eigenen Vorgaben ... 2021 !!
 
Halten kannst du, was du willst. Aber in jedem einzelnen mir bekannten Fall von Baustop wegen Naturschutz-Missachtung lag gar kein Umweltvertäglichkeitsprüfung vor oder eine offensichtlich unhaltbares Gefälligkeitsgutachten. Dabei ist jedem bekannt, dass man das bei einem größeren Eingriff in die Landschaft braucht und man kann den Umweltverbänden nun wirklich vieles Vorwerfen, aber garantiert nicht, dass sie ungern Stellung beziehen.
Klar kommt es in Einzelfällen dann auch zu einer Verlängerung der Verzögerungen "durch Hamster", wenn die nachträglich eingeholten Gutachten feststellen "nö, so geht das überhaupt nicht" und alles neu geplant werden muss. Aber genau das ist eben kein "böser Umweltschutz", sondern ein Planungsfehler der Verwantwortlichen. Hätten die die Gesetze von Tag 1 berücksichtigt, dann müssten sie den Bau weder stoppen noch jahrelang nachbessern, sondern eben direkt und pünktlich geseteskonform gebaut.

Mein Lieblingsbeispiel ist immer noch die A20: Jahrzehnte lang wird eine Autobahn mehr oder minder mitten durchs garnichts geplant. Tatsächlich wird es außerhalb der Lüneburger Heide schwer, irgendwo in Deutschland ein Infrastrukturprojekt anzugehen, bei dem man mehr Gestaltungsspielraum hätte. Aber was machen die Deppen? Planen das Ding genau vor das größte, bedeutendste und bekannteste (!) Fledermausüberwinterungsquartier in ganz Europa. Dabei verbietet sich das nicht nur aus Artenschutz, sondern schlichtweg schon aus Sicherheitgründen: Fledermäuse fliegen bei schlechter Sicht und sie fliegen tief. Und wenn eine bei Tempo 100 in den Helm eines Motorradfahrer kracht, dann ist nicht nur die Fledermaus hin.
Aber nö - anstatt einmal auch nur ein 5 Minuten Telefonat mit einem Biologen oder wenigstens dem Pförtner der örtlichen Informationsstelle zu führen, ignoriert man sämtliche Hinweise, sämtliche Beschwerden und auch sämtliche eingereichten Klagen und verplant und verbaut solange Milliarden an Steuregeldern, bis der Richter mit dem fertigen, vorhersehbaren Urteilsspruch "ja, auch für euch gelten Gesetze. Sowohl die der BRD als auch Naturgesetze" vorbeischaut. :wall:

Sich in solchen Fällen über Naturschutz zu beschweren ist genauso "naiv", wie eine Lockerung von Brandschutzregeln zu verlangen, damit sich sowas wie das BER-Debakel nicht wiederholen kann oder Sicherheitsanforderungen für Bahnhöfe und Tunnel zu exen, damit Stuttgart 21 billiger wird.
 
Wegen Hamstern verzögert sich ein Projekt nur, wenn der Bauher zu blöd ist. Die Naturschutzgesetze kann man nämlich ziemlich easy schwarz auf weiß nachlesen und die entsprechenden Gutachten pünktlich einholen. Dass gefühlt jedes einzelne Großprojekt der Meinung ist, Gesetze wären für andere dar und erst nach Baubeginn, Baustop und verlorener Klage mal den Vorschriften genüge tut, ist pure Dummheit und/oder Arroganz.

Mit der Intelligenz des Bauherrn: Völlig korrekt. Unser letzter Wirtschaftsminister hat bei jeder sich bietenden Gelegenheit in jede verfügbare Kamera gesagt, dass der Bund der schlechteste Unternehmer sei. Da habe ich mich schon immer gefragt: Warum eigentlich? Wäre es in Anbetracht von staatlichen Herkulesaufgabe nicht wahnsinnig praktisch, wenn wir kompetentes Personal an den richtigen Stellen hätten? Wenn man sieht, wie scheidende Minister aber noch kurz vor ihrer Abwahl Posten auf Basis von Loyalität und nicht von Kompetenz verteilen ist klar, warum das nichts werden kann.

Aber zurück zur Stromtrasse: Der Hamster war auch hier nur als plakatives Beispiel gedacht. Und ein starker Naturschutz ist auch wichtig. Ein schönes Negativbeispiel: Link zu Extra3 bei YouTube. Wer auf so eine Idee kommt und das auch noch absegnet sollte schleunigst aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden und die Gesetze entsprechend klarer formuliert.

Im Falle der Stromtrassen liegen die Probleme aber weniger beim Naturschutz und mehr bei der "Bürgerbeteiligung". Man kommt in Deutschland selten weiter als 2 km, ohne einer Ansiedlung zu begegnen (die ganz wenigen Ausnahmen sind dann halt die wenigen Naturschutzgebiete) und in der wohnt dann der nächste Kläger, der tödliche Migräneanfälle wegen der Strahlung selbst abgeschalteter Leitungen erhält und/oder ein angebohrenes Recht auf idylische Aussicht hat.
Exakt. Und hier muss der Staat schnellere Verfahren durchbringen. Es ist völlig richtig, dass die Einwände der Anwohner gehört werden und entsprechend Kompromisse gesucht werden. Wenn es dadurch etwas teurer wird: Egal! Wir können uns schließlich auch Cum Ex, Andi Scheuer, den BER und Stuttgart 21 leisten. Da wird es an ein paar Milliarden mehr für bessere Schutzmaßnahmen der Umwelt oder kleinere Umgehungen nicht scheitern. Aber das muss vor allem eines: Schnell gehen. Das Personal muss auf staatlicher Ebene vorhanden und sofort verfügbar sein. Wenn der Projektleiter wissen muss, ob der Boden einen Kilometer weiter rechts oder links von der Kommune zu kalkhaltig ist muss dort am nächsten Montag ein Team stehen, dass entsprechende Bohrungen macht. Und die haben dann am besten auch gleich noch jemanden von den Stadtwerken im Gepäck, damit sie nicht versehentlich noch irgend eine andere Versorgungsleitung anbohren.
Und wenn sich herausstellt, dass der Widerstand wirklich nur auf angeborenes Recht auf idyllische Aussicht beruht dann muss eben die Konsequenz gezogen werden. Es kommt ja von den betroffenen Kommunen immer gerne das Argument, dass ihnen die Trasse ja nichts bringt, weil diese den Strom direkt von Nord nach Süd transportiert ohne Abzweigungen (war zumindest früher so geplant, ich weiß nicht, ob das heute noch immer so ist). Bei solchen Fällen wird seltsamerweise immer ausgeblendet, dass auch diese Kommunen von der Industrie im Süden profitieren. Wenn der Strom nicht fließt und die Wirtschaft die Biege macht, sind auch diese Kommunen betroffen. Dann können sie sich ihren wunderschönen Landschaftsausblick im Winter auch gerne im Dunkeln und in der Kälte genießen. Dann ist wahrscheinlich auch ganz schnell wieder das Gejammer da, dass der Staat sie im Stich gelassen hätte.
 
Als Wissenschaftler (du hast eine Promotion die zur wissenschaftlichen Arbeit berechtigt in was...?) müsste dir klar sein, dass erst derjenige eine These belegen muss der sie aufstellt. Ich warte noch immer für Quellen und Belege für beispielsweise folgende Aussagen: "daß wir 2019 in SH als Stromkunden bundeseweit dort knapp eine Milliarde € gezahlt haben, für Strom, der nicht verwertet werden konnte"
Dieser Strom nennt sich "Ausfallarbeit" und betrug im Jahr 2020 stattliche 6.146 GWh. Da diese im EEG mit Entschädigungszahlungen verbunden sind, verursachte das im Jahr 2019 Kosten in Höhe von 1.058 Millionen € (also knapp ne Milliarde), die der kleine Stromkunde über die Entgelte berappen musste. Vielleicht war die Zahl für SH etwas hoch gegriffen, doch ist dieses Bundesland tatsächlich mit über 50% (im Jahr 2020 von eben jenen 6.145 GWh nämlich 3.066) hauptsächlich von eben jener Ausfallarbeit betroffen.

Kann man im Monitoringbericht der Bundesnetzagentur ab S. 159 nachlesen, siehe https://www.bundesnetzagentur.de/Sh...ht_Energie2021.pdf?__blob=publicationFile&v=2
 
Uhh ... interessant ... und was sagen die Versicherer dazu?? Es geht hier ja nicht um meine persönlichen Kenntnisse, sondern um die gesetzlichen Regelungen ...
PS: Auch ich habe meine "Möwenschredder" immer im Blick gehabt!

Das musst du wohl die "Versicherer" fragen, aber irgendwie müssen die "Ja" sagen, wenn Anlagen die "gesetzlich" nur 25 Jahre stehen dürfen doch noch länger im Betrieb belassen werden. Apropos Gesetz, welches Gesetz genau meinst du eigentlich? :ka:
 
Apropos Gesetz, welches Gesetz genau meinst du eigentlich?
So ganz spontan, es ist das "BImSchG" praktisch also das "Baugesetz" für Anlagen, die hier in dieser Republik eine Genehmigung benötigen, das fängt bereits bei einer Autowaschstraße an ...
Da diese im EEG mit Entschädigungszahlungen verbunden sind, verursachte das im Jahr 2019 Kosten in Höhe von 1.058 Millionen € (also knapp ne Milliarde), die der kleine Stromkunde über die Entgelte berappen musste.
:daumen: , genau, so ähnlich habe ich die Zahlen auch in Erinnerung gehabt, und alleine für SH war eine knappe Milliarde fällig geworden.
Nur, da wir als kleine Stromkunden das alles alleine bezahlen müssen (große Konzerne hier haben sich offensichtlich die letzten Jahre aus ihren Verpflichtungen erfolgreich rauswurschteln können): 1058 Millionen € sollten doch eher gut eine Milliarde sein und nicht knapp ... :-) ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Spontan ... so so. Nein, ich möchte von dir wissen welches Gesetz eine eindeutige zeitliche Regelung trifft (genauer die von dir angesprochenen maximal 25 Jahre Betrieb einer WKA), also den Paragraph und Absatz bitte! Das BlmSchG betrifft ja nicht nur WKA ... so mal ganz nebenbei erwähnt.
 
Wir sind hier in Deutschland!! Hier bekommst Du auf Basis des BImSchG im Verbund mit dem EEG ... Naturschutzregelungen und noch einigen weiteren EU-Regelungen mehr, von der zuständigen Genehmigungsbehörde eine Betriebserlaubnis für den Betrieb der Anlage von 20 Jahren. So sieht es in der Realität aus.*
Zum Thema welcher § oder Absatz im BImSchG so etwas hergibt: Du startest in diesem Land mit §17 des BImSchG ... und dann siehst Du weiter. Je nach Vorhaben wird Dein Antrag mindestens 2-3 Umzugskartons umfassen, sollte es komplexer sein (ich denke mal an die neue Teslafabrik in Brandenburg und nicht nur an ein Windrad) gerne auch ein voller Sattelschlepper ...
*PS: Theoretisch kannst Du das Windrad dann auch abbauen und vielleicht noch weitere 50 Jahre außerhalb der EU irgendwo ... in Afrika? ... nutzen und dort Strom produzieren, nur, das lohnt sich angesichts immenser Rückbaukosten für so ein Teil natürlich überhaupt nicht (derzeitge Anlagen sind hier sowieso nach 15-20 Jahren hin ... auf dem Meer noch schneller).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück