DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Solang die Router bzw. VoIP boxen so schlecht arbeiten wie momentan geht mir die VoIP Telefonie am Arsch vorbei..
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Hab seit gut 2 Monaten voip mit vdsl 50/10 von netcologne und bisher keinen Abbruch, Aussetzer oder ähnliches gehabt. Verallgemeinern kann voip daher nicht.
Läuft bisher schön mit der 7490
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Ich habe das besondere vergnügen im haus meiner mutter über voip telefonieren zu müssen. (KabelBW)
Manchmal ist die Leitung einfach tot, manchmal brauchts ewig zum durchstellen und in sehr seltenen Fällen funktioniert es einfach so wie es soll..
noch fragen?
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Nein, da du bei KabelBW bist. Telekom != KabelBW.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Sind nur Telekom Kunden von dieser Umstellung betroffen oder alle, auch die nicht Telekom Kunden?
Weil darüber habe ich noch nichts gelesen, zugleich wird aber die alte Technik eingestellt, daher die Frage.

Wenn der Verteiler umgestellt wird, sind alle betroffen. Aber die meisten anderen Anbieter arbeiten schon seit längerer Zeit daran, ihre Kunden zum Umstieg zu bringen und neue Anschlüsse bot zuletzt afaik sowieso nur noch die Telekom an.


Gib zu diesen Zahlen bitte mal die Quelle an. Soweit ich mich erinnere, war der Glasfaser-Vollausbau zwar sehr teuer, aber nicht SO teuer. Irgendwie wabert mir da ein einstelliger Milliardenbetrag pro Jahr durch den Kopf. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, wo ich zuletzt davon gelesen hatte. Bei solchen Zahlen muss man immer auch sehen, was mit Vollausbau gemeint ist, weil das ein dehnbarer Begriff ist. Soll das bedeuten, dass jedes noch so kleine Dorf ans High-Speed-Netz angeschlossen wird oder sogar noch die letzte Almhütte und Hallig?

Vollausbau ist die Anbindung aller Haushalte - und die stehen eben auch mal auf ner Hallig, mitten in Bayern oder den mecklenburg-vorpommerschen Ballungsgebieten mit 1 Person pro km². Wenn ich die Zahlen richtig in Erinnerung habe, dann dürfte der 1 Milliarde Ansatz (pro Jahr. Über Jahre) für die 80% Marke reichen. Wenn man sich anguckt, dass die meisten Flames hier von Leuten kommen, deren Anbindung deutlich schlechter als der heutige Durchschnitt ist, wird man mit 80% aber nur bedingt für Ruhe sorgen.


Die Telekom schiebt aber, wie alle anderen Großkonzerne, gerne vieeeeeeeeeeeeel Geld in die Manager-Hint*rn sowie die Aktionäre.
Ohne den Millionen-Boni für Manager und Milliarden-Gewinnen (930 Mio. Euro in 2013) könnte man auch in Infrastruktur (VDSL flächendeckend, bzw 16000er als Minimum) Geld pumpen... Nein, dann lieber den reichen Investoren Geld geben, dass die mehr investieren um mehr Geld herauszubekommen :ugly:

Gewinne/Ausschüttungen gehen zu erheblichen Teilen an den Staat als Eigentümer. Im Gegensatz zu anderen Anbietern, die selbst mit Subventionen kaum ausbauen, zahlt die Telekom schließlich auch mal was zurück.


Die Personen, die das neue Zeug à la VoIP haten/ignorieren, können ja nur von gestern sein.
Ich habe VoIP und ja, es gab Probleme mit dem Telefon, da die Telekom ziemlich viel gerade damit zu tun hat, dass auf die Reihe zu kriegen mit der Umstellung.
Aber es läuft jetzt ohne Probleme und es gibt nix zu bemängeln! Ist genauso wie früher und kannst noch immer das gleiche System benutzen.

Freu dich. Die Liste von Leuten mit Problemen oder zumindest Qualitätsdefiziten mit VoIP ist endlos. Sicherlich könnte man das meiste auch mit VoIP realisieren - aber offensichtlich ist kaum ein Kommunikationsanbieter (einschließlich der Telekom) bereit, die entsprechend hochwertige Technik zu nutzen und ausreichend in Service und Wartung zu investieren. VoIP wurde eben nicht zur Bandbreitensteigerung eingeführt, sondern um Geld einzusparen (und trotzdem den vollen Preis zu kassieren). Da hilfts auch nicht mehr, wenn man jetzt NGN dran schreibt. Zuviele hatten negative Erfahrungen.

(Ich für meinen Teil werde es jedenfalls weiterhin genießen, latenzfrei zu telefonieren, wann immer ich will -selbst bei Stromausfall oder wenn das DSL-Modem defekt ist-, z.B. mit Hotlines, die mich dann erstmal auf die aktuellen VoIP-Ausfälle hinweisen :lol: )


Weil es sich um ein großes, langfristiges Infrastrukturprojekt handelt.

Was ist daran langfristig? Die heute über Kupfer möglichen Bandbreiten liegen deutlich über dem, was vor 10-15 Jahren als Glasfaser-Telekommunikationsanschluss angeboten wurde. Der Austausch der Leitungen bringt einmalig einen kleinen Boost, aber die Technik muss trotzdem regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden. Da reicht es für die langfristige Perspektive vollkommen, die Leitungen nach und nach je nach Bedarf zu wechseln, anstatt ettliche Milliarden in einen sofortigen Vollausbau zu stecken.
(Wobei ich gerade eh nicht verstehe, wie ein "schneller ..." ein "langfristiges Infrastrukturprojekt" sein kann. Entweder schnell, FTTH für alle bis 2010, oder langfristig, d.h. erstmal die Hauptleitungen umrüsten und die letzten Meilen vorerst über neue Kupfertechniken realisieren. Letzteres, d.h. den langfristigen Ausbau macht man gerade, ersteres will eben niemand bezahlen)

Es geht aber auch anders, ohne Staatsfinanzierung. Insbesondere auf dem Land könnte man es etwa unbürokratischer und einfacher möglich machen Freileitungen zu verlegen- wenn jeder selber unbürokratisch ein eigenes Kabel bis zum "DSLAM" verlegen könnte.

Wilde, unregulierte Verkabelung? Freileitungen, die irgendwo rumhängen?
Yeah. Das wird garantiert eine schnelle, störungssichere Kommunikation ergeben :rollen:

Oder man könnte die Grenzen für die Preise der Mieten der konventionellen Telefonkabel durch Drittanbieter anheben. Die Preise würden sich dadurch wahrscheinlich insgesamt erhöhen, die Telekom hätte mehr Geld für den Ausbau und die anderen Anbieter mehr Anreiz eigene Leitungen zu verlegen und dadurch mehr Gewinne zu machen.

Ich glaube, die "ich will 1 Gbit für 30 € sofort"-Fraktion wird auch nicht glücklicher, wenn ihr jetztiger 25 MBit Anschluss erstmal auf 50 € hochgestuft wird :schief:
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Meiner Meinung nach hätte die Telekom niemals privatisiert werden dürfen. Der Staat hätte zumindest die Netze behalten sollen und diese auf eigene Kosten ausbauen und vermieten sollen. Die Gewinne wären der Staatskasse zugute gekommen und hätten genutzt werden können um auch "nicht so profitable" Wohngegenden mit DSL zu versorgen.

Absolut richtig. Die Privatisierung des Telefonnetzes hat übrigens auch die Regierung Kohl durchgesetzt. Und das war nicht mal annähernd der größte Fehler aus Kohls Regierungszeit. Damals wurde alles mögliche, was zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehört, auf Teufel komm raus privatisiert. Heute stellt man fest, dass das praktisch ausschließlich Nachteile gebracht hat. Bei den Zügen der damaligen Bundesbahn fielen die Klimaanlagen im Sommer bei über 35° C jedenfalls nicht aus. Habe ich schon erwähnt, dass Kohl der politische Ziehvater von Angela Merkel war? :ugly:

Übrigens: ich stehe politisch keineswegs links, auch, wenn das gerade so klingt. Aber ich halte es für eine, gelinde gesagt, dämliche Idee, Strukturen, die der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen (z. B. Wasser- und Energieversorgung, Telekommunikation, Verkehrsinfrastruktur u.a.) zu privatisieren, um kurzfristig Löcher im Staatshaushalt zu stopfen. Die Bundesbahn fuhr defizitär - das ist richtig. Aber sie fuhr. Sogar im Sommer und Winter. Heute hat die Bahn AG bekanntlich vier natürliche Feinde: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und seit neuestem auch noch die GDL. :ugly: "Früher war NICHT alles besser. Aber was früher gut war, wäre auch heute noch gut, wenn man die Finger davon gelassen hätte." (Jochen Malmsheimer)

Munter bleiben!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Die Bahn ist zu 100% in Staatsbesitz und das ist gut so, aber zum Glück eine AG. Da schreien viele aber AG hat nur Vorteile: Nachverhandeln bei Ausschreibungen, es muss nicht der billigste genommen werden (bzw. ist dafür kein extrem Aufwändiges Ausschreibungsverfahren notwendig um eine qualitativ hochwertige Ausführung zu erhalten), keine Mehrwertsteuer, deutlich flexibler, schnellere Reaktionen...
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Wenn der Verteiler umgestellt wird sind alle betroffen? Wer hat dir die info denn gegeben ? Stimmt wohl nicht so ganz. Gibt immer noch Anbieter mit eigener Technik wo auch immernoch ATM Technik verbaut ist und auch in betrieb ist. Die wird mit Sicherheit nicht abgeschaltet für die Telekom. Mit Sicherheit werden auch die Anbieter nach und nach umstellen, aber da hat die Telekom garnichts mit zutun . das betrifft nur vdsl wo vectoring betrieben wird wo nunmal nur ein Anbieter Technik stehen haben darf und die anderen sich dort dann einkaufen. Reguläre ADSL/adsl2+ Anschlüsse sind aber davon nicht betroffen
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Meiner Meinung nach hätte die Telekom niemals privatisiert werden dürfen. Der Staat hätte zumindest die Netze behalten sollen und diese auf eigene Kosten ausbauen und vermieten sollen. Die Gewinne wären der Staatskasse zugute gekommen und hätten genutzt werden können um auch "nicht so profitable" Wohngegenden mit DSL zu versorgen.

Bei einer vollstaatlichen Telekom wäre der Netzausbau durch die Telekom und dessen Finanzierung komplett vom politischen Willen abhängig. Dieser hält sich in diesem Bereich aber bekanntlich sehr in Grenzen. Daher denke ich das die Situation in einem "Bundespostszenario" genauso schlecht wäre wie sie es heute ist.

Bestenfalls würde die Staatliche Post eher in die Breite bauen und mehr Wert darauf legen die Situation in den am schlechtest versorgten Regionen zu verbessern.

Was ist daran langfristig? Die heute über Kupfer möglichen Bandbreiten liegen deutlich über dem, was vor 10-15 Jahren als Glasfaser-Telekommunikationsanschluss angeboten wurde. Der Austausch der Leitungen bringt einmalig einen kleinen Boost, aber die Technik muss trotzdem regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden. Da reicht es für die langfristige Perspektive vollkommen, die Leitungen nach und nach je nach Bedarf zu wechseln, anstatt ettliche Milliarden in einen sofortigen Vollausbau zu stecken.
(Wobei ich gerade eh nicht verstehe, wie ein "schneller ..." ein "langfristiges Infrastrukturprojekt" sein kann. Entweder schnell, FTTH für alle bis 2010, oder langfristig, d.h. erstmal die Hauptleitungen umrüsten und die letzten Meilen vorerst über neue Kupfertechniken realisieren. Letzteres, d.h. den langfristigen Ausbau macht man gerade, ersteres will eben niemand bezahlen)

Moderne Monomoden-Glasfaserkabel sind ein Telekommunikationsmedium das eine fast unbegrenzte Bandbreite bietet. Sind die LWL Kabel erst bis zum Anschlussinhaber verlegt (FTTH) kann man die Bandbreite alleine durch billige Aufrüstung der Endgeräte erhöhen.

Heute ist etwa 1000/1000 für FTTH quasi Standard aber bereits heute lassen sich (insbesondere mit üblichen 4 Fasern pro Anschlussteilnehmer) prinzipiell auch 10 000/10 000, 40 000, 40 000 oder gar 100 000/100 000 realisieren. Daher ist mit dem FTTH Ausbau der Grundstein dafür gelegt die Geschwindigkeit durch billige Aufrüstung der Endgeräte unbegrenzt anheben zu können.

Der gegenwärtige Ausbau von "Übergangslösungen" wie VDSL und G-Fast erfordert es auch eine höhere Dichte von DSLAMs aufzubauen. Diese DSLAMs würden jedoch bei einem FTTH-Vollausbau wieder obsolet (da die LWL Leitungen sehr lang sein können ohne das das negative Auswirkungen auf die erreichbare Bandbreite hat), ebenso ihre Anschlussleitungen. Damit ist das keine langfristige Investition.

Wilde, unregulierte Verkabelung? Freileitungen, die irgendwo rumhängen?
Yeah. Das wird garantiert eine schnelle, störungssichere Kommunikation ergeben :rollen:

In Großstädten ist das natürlich ohne weiteres kaum eine Lösung aber in einem Kaff mit 20 Häusern wäre das absolut kein Problem. In ländlichen Gebieten sind Bürokratie und unnötig hohe Qualitätsstandards ein enormer Kostenfaktor.

Ich glaube, die "ich will 1 Gbit für 30 € sofort"-Fraktion wird auch nicht glücklicher, wenn ihr jetztiger 25 MBit Anschluss erstmal auf 50 € hochgestuft wird :schief:

Irgendwo muss das Geld herkommen. Entweder vom Kunden oder vom Steuerzahler.
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Wenn der Verteiler umgestellt wird sind alle betroffen? Wer hat dir die info denn gegeben ? Stimmt wohl nicht so ganz. .... das betrifft nur vdsl wo vectoring betrieben wird wo nunmal nur ein Anbieter Technik stehen haben darf ...

Ich empfehle erneutes lesen des News/Themen/Thread-Titels.


Bei einer vollstaatlichen Telekom wäre der Netzausbau durch die Telekom und dessen Finanzierung komplett vom politischen Willen abhängig. Dieser hält sich in diesem Bereich aber bekanntlich sehr in Grenzen. Daher denke ich das die Situation in einem "Bundespostszenario" genauso schlecht wäre wie sie es heute ist.

Auf welche Ebene die politische Lenkung einer vollstaatlichen Institution erfolgt, ist nirgendwo festgeschrieben. Es gibt genug öffentliche Einrichtungen, die sich in weiten Teilen selbst verwalten und lediglich ein paar Eckpunkte sowie den zu erzielenden Überschuss/das erlaubte Defizit vorgegeben bekommen. Umgekehrt sind jüngste Bahnprojekte ein Musterbeispiel dafür, dass Privatisierung keine politische Einflussnahmen, Klüngelei und Steuergeldverschwendung toppen kann. (Siehe S21, wo Bahn-Oberaufseher Ramsauer ein für die Bahn defizitäres Projekt zulasten des Verkehrsministers Ramsauer und des Ramsauer-Parteikollegen und Ministerpräsidenten Mappus umsetzte.)

Sind die LWL Kabel erst bis zum Anschlussinhaber verlegt (FTTH) kann man die Bandbreite alleine durch billige Aufrüstung der Endgeräte erhöhen.

"Sind die Kupfer-Kabel erst bis zum Anschlussinhaber verlegt (klassisches Telefonnetz) kann man die Bandbreite alleine durch billige Aufrüstung der Endgeräte erhöhen."
:schief:

Heute ist etwa 1000/1000 für FTTH quasi Standard aber bereits heute lassen sich (insbesondere mit üblichen 4 Fasern pro Anschlussteilnehmer) prinzipiell auch 10 000/10 000, 40 000, 40 000 oder gar 100 000/100 000 realisieren. Daher ist mit dem FTTH Ausbau der Grundstein dafür gelegt die Geschwindigkeit durch billige Aufrüstung der Endgeräte unbegrenzt anheben zu können.

Kostengünstig 25 GBit/s*Faser über eine Entfernung von wenigsten einem Kilometer, mit DAU-sicherer Endgerätetechnik?
Wo genau kann ich solche Technik kaufen?

FibreChannel-Karten, Kostenpunkt min. 500-600 € für eine Verbindung zwischen zwei Punkten, schaffen nicht einmal ein Drittel über gerade einmal 1/8 der Strecke. Nicht eingerechnet den Ausbau der Backbones, bei denen die Gbit/s eher noch teurer sind und somit vermutlich schon der Ausbau zur Versorgung eines 100er Blocks 100 MBit/s Vectoring-Leitungen ein Problem wird.

Der gegenwärtige Ausbau von "Übergangslösungen" wie VDSL und G-Fast erfordert es auch eine höhere Dichte von DSLAMs aufzubauen. Diese DSLAMs würden jedoch bei einem FTTH-Vollausbau wieder obsolet (da die LWL Leitungen sehr lang sein können ohne das das negative Auswirkungen auf die erreichbare Bandbreite hat), ebenso ihre Anschlussleitungen. Damit ist das keine langfristige Investition.

Wie gesagt: Die Bandbreite von FibreChannel fällt bereits von 8 auf 1 GBit/s, wenn man die Entfernung von 150 auf 800 m erhöht. Der Längen-Gewinn bei den von dir herbeigeträumten Bandbreiten ist also sehr beschränkt und die Installation eines mini-DSLAMs dürfte vermutlich sogar billiger sein, als die Innenverkabelung eines typischen Wohnhauses ohne Kabelschächte komplett zu erneuern.

In Großstädten ist das natürlich ohne weiteres kaum eine Lösung aber in einem Kaff mit 20 Häusern wäre das absolut kein Problem. In ländlichen Gebieten sind Bürokratie und unnötig hohe Qualitätsstandards ein enormer Kostenfaktor.

In einem Kaff mit 20 Häusern steht kein Verteiler mit (multi-)Gigabit-Anbindung. (Sonst wäre da auch zumindest VDSL machbar. Und WLAN ausreichend, von einer lokalen LTE-Zelle ganz zu schweigen.). Da musst du deine wilden Kabel schon bis in die nächste Kleinstadt ziehen für deinen Privatausbau und spätestens nach dem nächsten Pflügen sinkt die Bandbreite dann auf 0 MBit/s. Von dem ggf. vorher begangenen Landfriedensbruch bei der Installation von Kabeln auf fremden Grundstücken oder/und der Verkehrsgefährdung bei unsachgemäßer, unregulierter Installation von Kabeln im Verkehrsraum ganz zu schweigen.
Und das ist nur der Anfangszustand, wo die Verlegenden auch die Nutzer und sich über die Risiken im klaren sind. Warte ab, was 10 Jahre später passiert, wenn ein Bager die nicht dokumentierte Leitung des neuen Eigentümers zerstört, die dieser als garantierte Grundversorgung ansieht.

Es gibt sicherlich viel unnötige Bürokratie in Deutschland. Aber die gemeinschaftliche Nutzung öffentlicher Räume erfordert Regeln.

Irgendwo muss das Geld herkommen. Entweder vom Kunden oder vom Steuerzahler.

Sag das denen, die lieber flamen, anstatt sich eine Standleitung legen zu lassen.
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Nicht eingerechnet den Ausbau der Backbones, bei denen die Gbit/s eher noch teurer sind und somit vermutlich schon der Ausbau zur Versorgung eines 100er Blocks 100 MBit/s Vectoring-Leitungen ein Problem wird.

Ach, bisher werden ODSLAMs mit 1Gbit angebunden, reicht in den meisten Fällen auch gut aus.
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Solange es in Deutschland immer noch Ortschaften gibt, wo kein DSL zur Verfügung steht, würde ich nicht das schneller machen, wo es längst schnelles Internet gibt... soll die Schere noch weiter auseinander gehen?!

Wir sind hier 3 Ortschaften mit ca 1500 EW und es gibt nichtmal DSL-Light. Nur das Dreck LTE mit seinen 384kbit/s nach 30 GB für 40 Euro/Monat...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

"Sind die Kupfer-Kabel erst bis zum Anschlussinhaber verlegt (klassisches Telefonnetz) kann man die Bandbreite alleine durch billige Aufrüstung der Endgeräte erhöhen."
Das stimmt nicht. ADSL2 war die letzte Technik auf Kupferbasis die nicht unüblich kurze Leitungen vorausgesetzt hat. Mit jedem weiteren Kupfer-Aufrüstungsschritt muss man das Glasfaserkabel näher zum Kunden legen was jeden Aufrüstungsschritt teuer macht. Warum nicht gleich zu Ende denken?

Kostengünstig 25 GBit/s*Faser über eine Entfernung von wenigsten einem Kilometer, mit DAU-sicherer Endgerätetechnik?
Wo genau kann ich solche Technik kaufen?
FibreChannel-Karten, Kostenpunkt min. 500-600 € für eine Verbindung zwischen zwei Punkten, schaffen nicht einmal ein Drittel über gerade einmal 1/8 der Strecke. Nicht eingerechnet den Ausbau der Backbones, bei denen die Gbit/s eher noch teurer sind und somit vermutlich schon der Ausbau zur Versorgung eines 100er Blocks 100 MBit/s Vectoring-Leitungen ein Problem wird.
1GBit/s ist heute kostengünstiger Standard und damit bereits (seit Jahren) weit besser als alles was sich gegenwärtig per Telefonkabel realisieren lässt (geschweige denn über km). Mehr wird in Zukunft kostengünstig werden. Zunächst 10GBit/s, das ist schon absehbar, aber die Technologie für einen noch weiter gehenden Ausbau ist grundsätzlich bereits heute vorhanden und muss nur billiger gemacht werden. Telefonkabel hat dagegen praktisch kein Ausbaupotential jenseits von VDSL-2 mit Vectoring. Und bereits VDSL eignet sich nur schlecht für die im Original Telefonnetz üblichen Kabellängen. G-Fast ist ein Paradebeispiel dafür in welcher Sackgasse man hier bereits jetzt ist wenn man die erreichbaren Kabellängen betrachtet.
FibreChannel hat mit FTTH nichts zu tun.

Die gegenwärtige Technik für FTTH ist Ethernet und das wird sie wohl immer bleiben. Und alleine das ist schon ein Vorteil denn damit hat de-facto zumindest technisch gesehen jeder Kunde eine echte, symmetrische Ethernet-Standleitung und alles baut auf Standardtechnik auf.
Standardtechnik für FTTH ist gegenwärtig (bei halbwegs neu verlegten Netzen) 1000BASE-LX, das geht bis (über) 5km wobei bei langen Leitungen auf 1000BASE-LX10 zurückgegriffen werden kann mit dem man (über) 10km erreichen kann. Das sollte bereits ausreichen um alle im Zuge des VDSL Ausbaus errichteten DSLAMs überflüssig zu machen.

Als Nachfolger steht 10GBASE-LR in den Startlöchern das auch in der Standardversion 10km schafft (mehr Reichweite+ mehr Geschwindigkeit in einem Paket? Das gibt es bei Kupfer nicht...).

Und als übernächste Evolutionsstufe gibt es dann 40GBASE-LR4 und 100GBASE-LR4; diese nutzen 4 gebündelte Fasern (was wohl der Hauptgrund dafür ist das meist bereits heute 4 Fasern pro Anschluss verlegt werden) und erreichen ebenfalls (über) 10km 40GBit/s bzw. 100GBit/s. Endgeräte sind zwar noch rar und sehr teuer aber derzeit sind solche Geschwindigkeiten aus Sicht des durchschnittlichen Internetkunden sowieso völlig utopisch und ich halte es für ausgeschlossen das so etwas jemals über ein konventionelles Telefonkabel von mehr als ein paar Metern Länge erreicht werden kann.

An einem Ethernetstandard mit 400GBit/s über 4 Fasern wird gegenwärtig gearbeitet ebenso an 40/100GBit/s über eine Faser. Diese zukünftigen Standards sollten jedenfalls auch wenigstens 10km Reichweite ermöglichen.

Monomoden-Glasfaserkabel sind ein viel besseres Medium für die Telekommunikation. Bei einem konventionellen Telefonkabel nimmt bei zunehmender Entfernung neben der Dämpfung auch das Rauschen immer weiter zu und der Signal-Rausch Abstand verschlechtert sich. Die nicht geschirmten Adernpaare beeinflussen sich gegenseitig elektrisch und es gibt unkalkulierbare Störeinflüsse aus der Umwelt.

Bei Monomoden Glasfaserkabeln gibt es praktisch kein Rauschen und praktisch keine gegenseitige Beeinflussung der Fasern und die Dämpfung ist um Größenordnungen geringer als bei einem Telefonkabel. Die erreichbare Geschwindigkeit ist praktisch nur von den Endgeräten abhängig auch wenn das Kabel sehr lang ist, das Medium selbst hat praktisch keine Limitierungen. Und Endgeräteseitig hat man das technisch machbare bei LWL noch lange nicht ausgereizt, selbst mit dem zukünftigen 400GBit/s Ethernet. Prinzipiell sollten mittelfristig wenigstens einige zehn TBit/s pro Faser erreichbar sein wenn man es wirklich darauf anlegt, auch über kilometerlange Fasern (ob es dafür mittelfristig überhaupt einen Bedarf gibt sei dahingestellt). Es werden ja auch regelmäßig entsprechende Rekorde im Labormaßstab aufgestellt.

Die Kupfertechnik ist dagegen, wie gesagt, gegenwärtig bereits weitgehend ausgereizt. Die neuen Standards bauen vor allem darauf auf das sie die bessere Signalqualität über entsprechend kürzere Kabel besser ausnutzen. Aber dafür reicht eben ein Austausch der Endgeräte nicht aus. Auch das Vectoring ist ja eine ziemlich verzweifelte Maßnahme, man versucht hier ja nicht weniger als die gegenseitigen Störeinflüsse der Adern herauszurechnen und die Signale so zu korrigieren. Ich denke das zeigt eindrucksvoll wie ausgereizt die Kupfertechnik bereits ist.

Das FTTH "nicht DAU-tauglich" ist ist auch ein untaugliches Totschlagargument. Für dieses Problem gibt es genug Lösungsmöglichkeiten einschließlich der fixen Installation eines Ethernet-Medienkonverters (so das der Kunde ihn nicht angreifen muss) der etwa das 1000BASE-LR Signal transparent in 1000BASE-T ummünzt. Im Haus wird dann eben mit Kupfer gearbeitet aber natürlich mit ordentlichen CAT-5 aufwärts Kabeln und Ethernet. Wird der Anschluss aufgerüstet muss beim Kunden nur der Medienkonverter getauscht werden. Will (oder muss, in ferner Zukunft, vermutlich jenseits von 40GBASE-T wenn es kein Kupfer-Ethernet der erforderlichen Geschwindigkeit mehr gibt) der Kunde auch Hausintern LWL nutzen (in der Praxis aber wohl eher mit Multimoden-Fasern) verwendet man anstelle eines Medienkonverters eben einen LWL-Repeater (im Falle von Multimoden-Fasern natürlich dann doch einen Medienkonverter) oder einen Switch. Jedenfalls hat man damit ein kompaktes Gerät das fest installiert werden kann und physikalisch klar die Grenze zwischen dem öffentlichen Netz und dem Heimnetz kennzeichnet. Das Heimnetz sollte in der Verantwortung des Kunden liegen.

In der Praxis wird es ja auch meist so oder ähnlich gehandhabt. Dem Durchschnittskunden das lose Ende eines Monomoden-Glasfaserkabels in die Hand zu drücken und ihm viel Glück bei der Installation zu wünschen ist sicherlich nicht der richtige Weg aber das ist noch lange kein Argument gegen FTTH geschweige denn ein Totschlagargument.

In einem Kaff mit 20 Häusern steht kein Verteiler mit (multi-)Gigabit-Anbindung. (Sonst wäre da auch zumindest VDSL machbar. Und WLAN ausreichend, von einer lokalen LTE-Zelle ganz zu schweigen.). Da musst du deine wilden Kabel schon bis in die nächste Kleinstadt ziehen für deinen Privatausbau und spätestens nach dem nächsten Pflügen sinkt die Bandbreite dann auf 0 MBit/s. Von dem ggf. vorher begangenen Landfriedensbruch bei der Installation von Kabeln auf fremden Grundstücken oder/und der Verkehrsgefährdung bei unsachgemäßer, unregulierter Installation von Kabeln im Verkehrsraum ganz zu schweigen.
Und das ist nur der Anfangszustand, wo die Verlegenden auch die Nutzer und sich über die Risiken im klaren sind. Warte ab, was 10 Jahre später passiert, wenn ein Bager die nicht dokumentierte Leitung des neuen Eigentümers zerstört, die dieser als garantierte Grundversorgung ansieht.

Es gibt sicherlich viel unnötige Bürokratie in Deutschland. Aber die gemeinschaftliche Nutzung öffentlicher Räume erfordert Regeln.
Das der Ausbau nicht zentral koordiniert wird muss ja nicht heißen das er völlig regellos erfolgt.

Aber die Regelungen und die damit verbundene Bürokratie sind gegenwärtig viel zu streng.

Einen entsprechenden Verteiler könnte man natürlich auch einrichten, das ist ja kein Problem. Für Freileitungen die über Straßen gehen gibt es bereits entsprechende Höhenregeln/Richtlinien so geht man etwa bei der Querung einer Bundesstraße mit einer Freileitung im Feldkabelbau von mindestens 4,5m aus wobei man in der Praxis, im Zweifel meist besser zu hoch als zu niedrig baut, 4,5m sind schon eine absolute Untergrenze. Viel höher ist die fest installierte Telefon-Freileitung die von meinem Haus aus auf die andere Straßenseite geht auch nicht. Einfacher ist meist aber sowieso die Unterquerung von Freilandstraßen an geeigneten Stellen (Brücken, vorhandene Unterquerungen und Unterführungen).

Und wem Grundstücke gehören muss ja in Erfahrung zu bringen sein; auf öffentlichem Grund sollte das Verlegen jedenfalls im Regelfall ohne weiteres erlaubt werden.

Im Allgemeinen ist davon auszugehen das jemand der so eine Unternehmung plant ansatzweise eine Ahnung davon hat oder bereit ist sich zu informieren sodass Anfängerfehler wie etwa das Verlegen eines Kabels im Tiefbau (in unzureichender Tiefe) quer durch ein Feld genauso wie das Abknicken des Kabels, das simple Verlegen quer über eine Straße oder in unzureichender Höhe im Hochbau über die Straße oder das Queren von Eisenbahnschienen auf den Schienen unterlassen werden. Wenn nicht: selbst schuld.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Also in kurz:
Du willst Vorschriften abschaffen, an die diejenigen, die Ahnung haben, sich eh halten und die anderen haben halt Pech?
Klingt nach einem großen Fortschritt für den Ausbau :klatsch:
 
AW: DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern

Du willst Vorschriften abschaffen, an die diejenigen, die Ahnung haben, sich eh halten und die anderen haben halt Pech?

Ganz genau und nicht nur beim Verlegen von Kabeln auf Öffentlichem Grund. Gesetze sollten die Bürger nicht vor sich selbst schützen.

Jedenfalls ist das Verlegen von Kabeln auf öffentlichem Grund mit einem maßlos übertriebenen bürokratischen und meist auch technischen Aufwand verbunden und die direkte Anbindung eines selbst verlegten Kabels an einen DSLAM ist praktisch unmöglich. Entsprechende gesetzliche Regelungen die es Vereinen, kleinen Firmen und Privatpersonen möglich machen würden eigene Kabel zu verlegen, eigene lokale Netze aufzubauen und direkt zu vertretbaren Preisen an DSLAMs anzubinden (man bedenke: aus Sicht des DSLAM-Betreibers entfällt hier viel Installations- und Wartungsaufwand) hätten ein gigantisches Sparpotenzial beim Netzausbau auf dem Land.

Das Verlegen eines Kabels ist ja wirklich keine Hexerei. Entsprechend maßlos übertrieben sind die gegenwärtig üblichen Ausbaukosten. Verursacht eben durch eine Überregulierung und einem Quasi-Oligopol weniger großer Firmen deren Interesse am Ausbau sich angesichts lokaler Leitungsmonopole oft sehr in Grenzen hält.
 
Zurück