Das bringt prinzipiell schon was. Über die letzte 10-20-40 m kann auch mittels Klingeldraht 1 GBit erreichen, wenn der Provider einem den G.Fast-Knoten in den Keller packt. Je nach Haus kann das die günstigere, bequemere und einfachere Lösung gegenüber einer kompletten Neuverkabelung sein – Aufputzleitungen mögen viele nicht (vor allem wenn die bestehenden Möbel dann nicht mehr passen) und das Wändeaufhacken für Unterputz noch viel weniger. Letztlich ist aber alles, was sich im Haus abspielt, immer eine Angelegenheit des Eigentümers. Es sind halt dem seine vier Wände, da kann kein Telekommunikationskonzern drüber entscheiden, und scheinbar haben viele Vermieter wenig Motivation, sich um so etwas zu kümmern. Die Telekom, die ihr Glasfasernetz eher Stadtteil für Stadtteil ausbaut, hat aktuell eine Uptake-Rate von 10-15 Prozent im besten Fall. Selbst Deutsche Glasfaser, die selektiv nur da ausbauen, wo sie eine große Häufung an Vorabverträgen an Land ziehen können, was typischerweise gleichbedeutend mit Gegenden ohne Kabel und mit schlechtem DSL sind, erzielt nur 40 Prozent. Allen anderen ist schnelleres Internet so wenig wert, dass sie dafür nicht einmal Anschlussarbeiten akzeptieren. FTTB kann da helfen.