DSL-Tarife der Telekom: Intensivnutzer mit 10-20 Euro mehr dabei

Die Telekom begründet die Drosselung und die damit verbundene Preiserhöhung für Heavy User ja damit, dass die "guten" User, die die ihnen vertraglich zugesicherten Möglichkeiten ihres Internetanschlusses nicht vollends nutzen, den Heavy Usern den Anschluss quasi subventionieren. Jetzt meint die Telekom, dass es nur gerecht wäre, wenn die Heavy User mehr bezahlen und die Telekom dieses Geld dann in den Ausbau investiert. Aber dadurch würden die Heavy User die schnelleren Anschlüsse der "guten" User wiederum quersubventionieren.

Die Telekom meint auch, dass der Traffic das Netz überlastet, was natürlich nicht stimmt. Denn nach der Logik der Telekom, müsste ja auch der Traffic, der durch die Telekom-eigenen Dienste verursacht wird, dazu führen dass das Netz verstopft und überlastet wird.

Der Bericht des FBI zur Ermordung von John F. Kennedy enthält mehr Wahrheiten, als die ganzen Behauptungen und Rechtfertigungen der Telekom, mit der sie versurcht uns "dumme" User hinters Licht zu führen und ihre Drosselung zu rechtfertigen.

Wenn man sich mal die ganzen Behauptungen und Begründungen anschaut, muss man sich als User fast schon beleidigt fühlen, so falsch und an den Haaren herbeigezogen, wie die sind. Ich denke die Telekom sitzt auf einem hohen Ross und hält die Verbraucher für dumm. Sie denkt, die Leute glauben den Bullshit, den sie von sich gibt und machen alles brav mit. Sie versucht die Leute gegen die angeblichen 3% aufzuhetzen, die angeblich 30% des Traffics verursachen. Sie behauptet, die Durchschnittsuser würden die Heavy User "durchfüttern". Das sind alles Unwahrheiten und Lügen aller erster Güte.

- 3% verursachen 30% des Traffics: In meinen Augen eine erfundene Zahl. Abgesehen davon kostet Traffic nichts, womit diese Behauptung sowieso unerheblich wird.
- 75GB reichen den meisten Usern aus: Das stimmt heute nicht und das wird erst recht 2016 nicht stimmen. Ich schätze, dass schon mindestens 30% aller Anschlüsse über 75GB verbrauchen. Und selbst wenn man einen Anschluss mit 100Mbit/s hat, sind 400GB sehr wenig!
- In weiten Teilen Deutschlands haben die Kunden gar keinen Zugang zu schnellen Anschlüssen und bekommen vielleicht nur 2 oder 3 Mbit/s. Für diese Kunden gilt dann das 75GB-Limit. Das bedeutet, dass Kunden mit langsamen Anschlüssen bis zu 16Mbit/s stark benachteiligt werden, da die Telekom die Volumengrenzen ja abhängig von der Übertragungsrate macht.
- Dadurch, dass die Telekom selbst bestimmte Dienste anbietet und diese vom der Volumengrenze ausnimmt, hebt sie die Netzneutralität auf. Denn sie bestimmt, welcher Traffic "gut" und welcher "schlecht" ist. Außerdem für die damit die Behauptung ad absurdum, dass das Netz überlastet sei.
- Damit die Telekom feststellen kann, welcher Kunde welchen Traffic verursacht, muss sie ja irgendwie das Surfverhalten der Kunden analysieren. Hier gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Wenn die Telekom das Verhalten ihrer Kunden analysiert, erhebt sie Daten, die wiederum für Andere interessant werden.
 
- 3% verursachen 30% des Traffics: In meinen Augen eine erfundene Zahl. Abgesehen davon kostet Traffic nichts, womit diese Behauptung sowieso unerheblich wird.

Dass Traffic bzw. die dafür erforderliche Infrastruktur nichts kostet ist falsch. Frag mal DE-CIX*-*Statistics was die an monatlichen Kosten haben, damit der Traffic da möglichst reibungslos durchgeht. Dennoch hast Du halbwegs Recht, denn Traffic ist heutzutage recht günstig. Das sage ich nicht als DSL-Surfer sondern als Angestellter bei einem RZ-Betreiber.

Edit:

http://www.heise.de/netze/meldung/D...en-DE-CIX-Peering-mit-100-GBit-s-1838411.html

So etwas finanziert sich nicht aus der Portokasse. Für alle die meinen "Traffic wäre kostenlos".
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier die info zu "Verbraucherzentrale mahnt Telekom ab":

Die Welt schrieb:
Die Verbraucherzentrale (VZ) NRW hat die Telekom wegen der Drosselung der Zugangsgeschwindigkeit im Internet von bestimmten Kunden abgemahnt. Es sei unangemessen, wenn trotz eines Flatrate-Vertrages das Surftempo um über 99 Prozent gedrosselt werden soll, sobald ein bestimmtes Datenvolumen übertragen wurde, teilte die Verbraucherzentrale mit.

Neuverträge sehen seit 2. Mai vor, dass Kunden mit einem normalen DSL-Anschluss nur noch 75 Gigabyte Daten pro Monat bei voller Geschwindigkeit versurfen dürfen, Kunden mit schnellen VDSL-Anschlüssen bis zu 400 Gigabyte. Ist diese Grenze überschritten, soll die Geschwindigkeit etwa bei VDSL-Anschlüssen um bis zu 99,2 Prozent reduziert werden.

Der VZ zufolge führt solch ein Tempolimit dazu, dass Internetvideos nicht mehr unterbrechungsfrei angesehen werden können und Musikhören oder Internettelefonie nicht mehr ohne Qualitätseinbußen möglich sein wird. Selbst beim Versenden von E-Mails mit Dateianhängen würden Kunden auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Telekom hat bis Mitte Mai Zeit


Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale in NRW, warf der Telekom nun eine "nicht hinnehmbare Benachteiligung der Verbraucher" vor. Der Telefonriese könne nicht mit Flatrate- und Geschwindigkeitsversprechen werben und den Kunden dann "den Saft fürs Surfen übers Kleingedruckte abdrehen". Wenn Verbraucher derartig auf der Standspur der Datenautobahn stranden, werde ihnen damit der "diskriminierungsfreie Zugang zu allen Diensten genommen", kritisierte Müller.

Die Telekom kann den Verbraucherschützern zufolge nun bis zum 16. Mai per Unterlassungserklärung angeben, dass sie künftig auf die Verwendung der Klausel verzichtet. Ansonsten müssten die Gerichte entscheiden, ob diese Drosselungsklausel zulässig ist oder nicht.

Auch die Bundesnetzagentur verlangte von der Telekom Klarheit über ihre Pläne. Behördenpräsident Jochen Homann sagte, er habe einen Brief an Konzernchef René Obermann geschrieben und um eine Antwort bis Mitte des Monat gebeten.
Internetflatrates : Verbraucherzentrale mahnt Telekom ab - Nachrichten Wirtschaft - Webwelt & Technik - DIE WELT

Die Kunden hätten ja die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln.
Wenn ich das schon lese, in manchen Regionen ist man nur auf die Tele:kotz:kom angewiesen. So was :kotz: mich an.
 
Sie denkt, die Leute glauben den Bullshit, den sie von sich gibt und machen alles brav mit.

Selbst in diesem Forum gibt es User die denken das die Aussagen der Telekom zumindest einen wahren Kern haben; ich fürchte erschreckend viele Leute glauben was die Telekom von sich gibt.

Dass Traffic bzw. die dafür erforderliche Infrastruktur nichts kostet ist falsch. Frag mal DE-CIX*-*Statistics was die an monatlichen Kosten haben, damit der Traffic da möglichst reibungslos durchgeht. Dennoch hast Du halbwegs Recht, denn Traffic ist heutzutage recht günstig. Das sage ich nicht als DSL-Surfer sondern als Angestellter bei einem RZ-Betreiber.

Edit:

http://www.heise.de/netze/meldung/De...s-1838411.html

So etwas finanziert sich nicht aus der Portokasse. Für alle die meinen "Traffic wäre kostenlos".

Natürlich kostet das zur Verfügungstellen von Traffic etwas aber sehr, sehr wenig. Selbst wenn man einen normalen DSL Anschluss 24/7 ausreizt werden die Traffickosten wohl immer noch von den Gebühren gedeckt.

Viel größer sind die völlig Trafficunabhängigen Kosten für Service, Wartung und Netzausbau an der "letzten Meile".

Auch bei Backbones muss man bedenken: nicht die Auslastung als solche kostet... sondern der Ausbau.
 
Weil sie filesharing drosseln? ^^

Wenn sie selektiv Filesharing drosseln, dann greifen sie wohl deutlich stärker in die Netzneutralität und die Privatsspähre der Nutzer ein, als die Telekom es spart. Im einfachsten Fall überwachen sie zwar "nur", welche Ports genutzt werden. Aber da wohl auch One-Click-Hoster (die ja i.d.R. ganz normales FTP nutzen) gedrosselt werden sollen, dürften sie sogar die nötige Technik installiert haben, um Zielserver selektiv zu erkennen.


An wie vielen Standorten? :ugly:

Das wäre die andere "was-wenns-nicht-geht" Frage ;)
Aber preislich ist KD jedenfalls nicht gnadenlos vorne. Vor allem, wenn man bedenkt, wie weit die Versprechungen und Realität da wohl auseinanderklaffen.


Zu den "bis zu 20€" für eine ungedrosselte Flat. Das ist aus meiner Sicht absoluter Wucher und Abzocke pur. Klar sollten Nutzer von hohen Bandbreiten (wie VDSL und Fiber) mehr zahlen, als Nutzer von ADSL/ADSL2+, da sie mit den hohen Bandbreiten das Netz sehr viel schneller auslasten können. Aber VDSL und Fiber Nutzer zahlen doch heute schon mehr als ADSL/ADSL2 Nutzer. Ich hab Entertain mit VDSL 50. Dafür, das ich VDSL nutzen kann, zahl ich jetzt schon einen Aufschlag von 15€. Und jetzt dann nochmal einen Zuschlag von "bis zu 20€" ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Die haben echt nicht mehr alle Latten am Zaun !
Wenn das so umgesetzt werden sollte ab 2016, sieht die Telekom nur noch die Kündigung von mir. Das mache ich defenitiv nicht mit !

Öhm: Wenn du dein VDSL in den letzten Jahren bekommen hast, dann hast du schon lange einem Vertrag zugestimmt, der Drosselungen bei >200 GB vorsieht.
Neu ist das nur für die nicht-VDSL-Verträge.
 
Dass Modell der Telekom ist komplett falls denn Ich mit Meinen DSL 16000 anschluss habe 75GB und die anderen mit mehr geschwindigkeit mehr freihvolumen müsste umgekehrt sein denn Ich brauche ja länger als die anderen um etwas anzusehen.
Wenn Ich einen schnellen Anschluss habe nutze Ich auch mehr.:daumen2:
 
und was ist mit denen die nicht das geld haben solche idiotischen preise zu zahlen? wo die argumentation der telekom eh fürn popo ist ! es geht nunmal ums geld damit der jahresabschluß besser ausfällt um mehr nicht ! da wird doch nicht dann voll investiert von denen !
es wird eine flat verkauft die keine ist und die drosselung mit der angeblichen begründung wurde von vielen experten schon wiederlegt, denn die kapazität ist da, soweit ich das im kpf habe heißt es laut experten das die backbones noch lange nicht ausgereizt sind
 
Dass Modell der Telekom ist komplett falls denn Ich mit Meinen DSL 16000 anschluss habe 75GB und die anderen mit mehr geschwindigkeit mehr freihvolumen müsste umgekehrt sein denn Ich brauche ja länger als die anderen um etwas anzusehen.
Wenn Ich einen schnellen Anschluss habe nutze Ich auch mehr.:daumen2:

Du hast da etwas falsch verstanden. Dass Du länger brauchst um etwas anzusehen bedeutet nicht, dass Du mehr Traffic benötigst. Das Video das Du Dir ansiehst hat immer die gleiche Größe. Egal welchen Anschluss Du nutzt. Und ja, je schneller der Anschluss ist, desto mehr wird dieser meist auch genutzt bzw. es liegt in der Natur der Sache dass man mit einem schnelleren Anschluss bis zum Ende des Monats aus rein technischer Sicht deutlich mehr Traffic generieren kann. Darum haben schnellere Tarife ein höheres Kontingent inkludiert. Unabhängig davon halte ich die angedachten Limits, egal in welchem Tarif, aber für zu gering.
 
Jeder der behauptet das mit ner 16k Leitung 50-75Gb reichen.. lebt irgendwie anders als ich :ugly:
Illegaler Download etc kommt garnicht in die Tüte aber allein schon ein Game bei Steam gönnt sich 10-20GB und dann noch Apps, Videos, normaler Traffic halt ...

T-Com Kündigung kommt geflogen (auch wenn ich kleiner Fisch nix ausmache ;) ) Wird sich sicher aber auch ändern :D
 
10€ mehr wäre ja eigentlich ok. Bei 1&1 z.B. kostet der 16.000er Tarif mit 100GB Volumen (Surf & Phone Flat Special) 19,90€ im Monat. Beim erreichen des Volumens wird allerdings "nur" auf eine 1.000er Geschwindigkeit reduziert. Der Unbegrenzte 16.000er (Doppelflat 16.000) kostet genau 10€ mehr.

Allerdings wage ich es zu bezweifeln, dass die Telekom so niedrige Preise ansetzen wird :ugly:
 
Was kostet denn 1 TB (also 1000 GB) Volumen im Backbone Netz? - 1,2, maximal vielleicht 3 Euro. - Und wer von uns braucht wirklich so viel Traffic? - Was bezahlen wir im Monat an die Drosselkom an Gebühren? - Also, wenn Du mich fragst, kann sie ja mal ab 2 TB eine Drossel einbauen, die 50% des normalen DSL Zugang ausmacht, also aus DSL 16K mache ab 2 TB dann 8K Downstream....

Du kehrst hier einen wichtigen Punkt unter den Tisch: Klar kostet der Traffic erstmal fast nichts. Das Backbone der Telekom hat mit aller höchster Wahrscheinlichkeit auch noch enorme Kapazitäten.
Entscheidend ist die Leitungsauslastung von den Kabelverzweigern! Hier sind die Kapazitäten oft begrenzt. Natürlich kann man jetzt sagen "Kostet die Telekom trotzdem nix" stimmt auch immer noch, aber sehen wir es mal so:

1 Kabelverzweiger für eine Straße mit 100 Häusern (Bedenke: in einem haus wohnen schnell mal 4-20 Menschen, je nachdem was für Häuser es sind. Die Steckkarten haben einen maximalen Durchsatz von 1Gbit/s (einfach nur ein Beispiel, keine Ahnung ob das realistisch ist).
jetzt surfen 50 Leute mit ADSL 16.000 (=0,80Gbit/s)
10 surfen mit VDSL 50.000 (=0,50Gbit/s)
und nochmal 50 mit ADSL 6.000 (=0,30Gbit/s)
--> In Summe wären das 1,6 Gbit/s. Da aber die Grenze bei 1Gbit/s ist wird jetzt die Bandbreite von JEDEM Nutzer gebremst. Und so einen Verteiler auszubauen ist nicht ganz billig.

Jetzt kommen wir zum großen ABER: Die Methode der Telekom.
Zum einen ist es völlig unverschämt so hart zu drosseln! Aber hier kann ja noch jeder denken was er will, Das ist deren Recht.

Das riesige Problem ist, dass Telekom selbst entscheiden möchte, welche Dienste in den Datentraffic zählen und welche nicht. Große Plattformen wie Youtube (Google), Amazon, Ebay, etc. werden gezwungen sein Geld an Telekom zu zahlen um nicht von der Drosselung betroffen zu sein, da ihnen sonst die Einnahmen abbrechen (siehe Frankreich, da ist das teilweise schon so).

Vorteil: Als Nutzer ist es wieder schwieriger, die Volumengrenze zu überschreiten und man muss somit nicht mehr für Zusatzvolumen zahlen.
Nachteile:
- Im Endefffekt wird das alles wieder auf den Endkunden abgewälzt. Nun werden halt alle Produkte bei Amazon und Ebay teurer und Youtube schaltet mehr Werbung oder sonstiges.
- Telekom schreibt uns praktisch vor, welche Dienste "gut" und welche "böse" sind. Will ich jetzt ein Video auf Clipfish gucken muss ich mit akzeptieren, dass gedrosselt wird.
- Kleine Unternehmen werden kaum eine Chance haben, da sie so ein Abkommen mit Telekom nicht finanzieren können.

Und...eigentlich sollte das Grund genug sein: Es verstößt gegen die Netzneutralität! Es ist DSL-Providern verboten die Datenpakete des Kunden (und somit deren Herkunft) auszulesen! - Leider ist diese gesetzlich nicht ausreichend festgehalten, sodass Telekom womöglich eine Hintertür findet.
 
Du kehrst hier einen wichtigen Punkt unter den Tisch: Klar kostet der Traffic erstmal fast nichts. Das Backbone der Telekom hat mit aller höchster Wahrscheinlichkeit auch noch enorme Kapazitäten.
Entscheidend ist die Leitungsauslastung von den Kabelverzweigern! Hier sind die Kapazitäten oft begrenzt. Natürlich kann man jetzt sagen "Kostet die Telekom trotzdem nix" stimmt auch immer noch, aber sehen wir es mal so:

1 Kabelverzweiger für eine Straße mit 100 Häusern (Bedenke: in einem haus wohnen schnell mal 4-20 Menschen, je nachdem was für Häuser es sind. Die Steckkarten haben einen maximalen Durchsatz von 1Gbit/s (einfach nur ein Beispiel, keine Ahnung ob das realistisch ist).
jetzt surfen 50 Leute mit ADSL 16.000 (=0,80Gbit/s)
10 surfen mit VDSL 50.000 (=0,50Gbit/s)
und nochmal 50 mit ADSL 6.000 (=0,30Gbit/s)
--> In Summe wären das 1,6 Gbit/s. Da aber die Grenze bei 1Gbit/s ist wird jetzt die Bandbreite von JEDEM Nutzer gebremst. Und so einen Verteiler auszubauen ist nicht ganz billig.

Jetzt kommen wir zum großen ABER: Die Methode der Telekom.
Zum einen ist es völlig unverschämt so hart zu drosseln! Aber hier kann ja noch jeder denken was er will, Das ist deren Recht.

Das riesige Problem ist, dass Telekom selbst entscheiden möchte, welche Dienste in den Datentraffic zählen und welche nicht. Große Plattformen wie Youtube (Google), Amazon, Ebay, etc. werden gezwungen sein Geld an Telekom zu zahlen um nicht von der Drosselung betroffen zu sein, da ihnen sonst die Einnahmen abbrechen (siehe Frankreich, da ist das teilweise schon so).

Vorteil: Als Nutzer ist es wieder schwieriger, die Volumengrenze zu überschreiten und man muss somit nicht mehr für Zusatzvolumen zahlen.
Nachteile:
- Im Endefffekt wird das alles wieder auf den Endkunden abgewälzt. Nun werden halt alle Produkte bei Amazon und Ebay teurer und Youtube schaltet mehr Werbung oder sonstiges.
- Telekom schreibt uns praktisch vor, welche Dienste "gut" und welche "böse" sind. Will ich jetzt ein Video auf Clipfish gucken muss ich mit akzeptieren, dass gedrosselt wird.
- Kleine Unternehmen werden kaum eine Chance haben, da sie so ein Abkommen mit Telekom nicht finanzieren können.

Und...eigentlich sollte das Grund genug sein: Es verstößt gegen die Netzneutralität! Es ist DSL-Providern verboten die Datenpakete des Kunden (und somit deren Herkunft) auszulesen! - Leider ist diese gesetzlich nicht ausreichend festgehalten, sodass Telekom womöglich eine Hintertür findet.


Ich gib dir in vielen Punkten Recht! Nur in dem nicht : Vorteil: "Als Nutzer ist es wieder schwieriger, die Volumengrenze zu überschreiten und man muss somit nicht mehr für Zusatzvolumen zahlen ..."
find ich nicht als Vorteil sondern als Einschränkung :/
 
1 Kabelverzweiger für eine Straße mit 100 Häusern

Das wäre sehr wenig.

Und so einen Verteiler auszubauen ist nicht ganz billig.

Doch, eigentlich schon. Jedenfalls sehr viel billiger als etwa neue Leitungen zu verlegen.

Wenn der DSLAM bereits mit einem ordentlichen Glasfaserkabel angebunden ist kann die Bandbreite einfach durch einen Austausch der Endgeräte ausgebaut werden, wir reden hier von (einmalig!) maximal wenigen tausend Euro; ist er noch nicht mit einem ordentlichen Glasfaserkabel angebunden... wird es langsam Zeit...

Eine Aufrüstung Richtung 10GBit/s ist heute auch mit relativ preiswerten Standardkomponenten möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
--> In Summe wären das 1,6 Gbit/s. Da aber die Grenze bei 1Gbit/s ist wird jetzt die Bandbreite von JEDEM Nutzer gebremst. Und so einen Verteiler auszubauen ist nicht ganz billig.

Geringere realisierbare Bandbreiten zu Lastspitzen sind aber innerhalb der Verträge ohnehin drin -> Die Telekom braucht diesen Engpass überhaupt nicht zu beheben, um ihre Leistung zu erbringen. Und sie braucht es auch nicht, um besser dazustehen, als die Konkurrenz hustKDhust.
Desweiteren könnte sie, wenn es nur um Spitzenlast geht, auch die Drosselung zeitlich auf Spitzenzeiten begrenzen bzw. sogar ihr Ausmaß anpassen. Z.B.: Wer sein Volumen aufgebraucht hat, erhält eine geringere Priorität und wird eher ausgebremst, als andere. Aber nur soweit, wie gerade nötig.

All das macht die Telekom aber nicht. Die will klipp und klar mehr Geld für den Traffic, der de facto fließt bzw. sie will die Nutzer loswerden, die die Netze übermäßig belasten.

Das riesige Problem ist, dass Telekom selbst entscheiden möchte, welche Dienste in den Datentraffic zählen und welche nicht. Große Plattformen wie Youtube (Google), Amazon, Ebay, etc. werden gezwungen sein Geld an Telekom zu zahlen um nicht von der Drosselung betroffen zu sein, da ihnen sonst die Einnahmen abbrechen (siehe Frankreich, da ist das teilweise schon so).

Ebay und Amazon (exklusive Lovefilm) werden der Telekom ziemlich egal sein, die brauchen kaum Bandbreite. Da gehts vor allem um Youtube, Mega, Rapidshare,...

Und...eigentlich sollte das Grund genug sein: Es verstößt gegen die Netzneutralität! Es ist DSL-Providern verboten die Datenpakete des Kunden (und somit deren Herkunft) auszulesen! - Leider ist diese gesetzlich nicht ausreichend festgehalten, sodass Telekom womöglich eine Hintertür findet.

Abwarten, wie die technische Realisierung ausschaut. Ein Artikel erwähnte zwar auch Spotify als Ausnahme, aber ansonsten hat die Telekom bislang nur Dienste ausgeklammert, die überhaupt nicht zum Internettraffic zählen. Und das andauernde Angebot an Youtube&Co lautet afaik "ihr zahlt alles und es wird gar nicht gedrosselt". Da muss also auch nichts analysiert werden. Derartige Verträge versucht die Telekom seit Jahren mit den Contentschleudern zu schließen.
 
Das wäre sehr wenig.



Doch, eigentlich schon. Jedenfalls sehr viel billiger als etwa neue Leitungen zu verlegen.

Wenn der DSLAM bereits mit einem ordentlichen Glasfaserkabel angebunden ist kann die Bandbreite einfach durch einen Ausbau der Endgeräte ausgebaut werden, wir reden hier von (einmalig!) maximal wenigen tausend Euro; ist er noch nicht mit einem ordentlichen Glasfaserkabel angebunden... wird es langsam Zeit...

Eine Aufrüstung Richtung 10GBit/s ist heute auch mit relativ preiswerten Standardkomponenten möglich.

Ja aber es geht Richtung Outdoor-DSLAM mit Annex J. Dabei Spart die Telekom extrem, da keine Indoor-DSLAM (incl. Gebäude) mehr benötigt werden und dadurch Pacht/Kühlung/hohe Strom kosten gespart werden. Telekom muss doch die teuren sinnlos Übernahmen bezahlen die kein Gewinn abwerfen. Die dürfen wir bezahlen.
 
Ihr solltest auch mal von den aktuellen Preisen wegkommen. Weiß doch keiner wie viel die Tarife im Jahre 2016 kosten werden.

Plus den Aufpreis für die Nichtdrosselung zahlt man am Ende gar kaum mehr als heute (wenn natürlich auch die bisherigen Tarifpreise sinken!)

Viele haben anfangs hier gemeint, das sie eher bereit wären im Monat mehr für die Flat zu bezahlen, als gedrosselt zu werden. Jetzt kommt das anscheinend so und trotzdem wird rum gemeckert. :D

Natürlich ist das alles nicht sehr toll, aber lieber solch einen Weg, als gar keinen. ;)

Ich hab Entertain mit VDSL 50. Dafür, das ich VDSL nutzen kann, zahl ich jetzt schon einen Aufschlag von 15€. Und jetzt dann nochmal einen Zuschlag von "bis zu 20€" ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Die haben echt nicht mehr alle Latten am Zaun !
Wenn das so umgesetzt werden sollte ab 2016, sieht die Telekom nur noch die Kündigung von mir. Das mache ich defenitiv nicht mit !

Sorry, dann solltest du dich aber auch mal öfters über aktuelle Preise informieren und nicht bei den alten stehen bleiben und sich wundern, warum sich nichts ändert.
Kriegst schon seit ein paar Monaten die VDSL 50 Option für 5 Euro dazu!
(Bei Neuverträgen momentan gar für Lau)

Kündigst deine VDSL 50 Option im T-Shop und buchst wieder neu dazu für 5 Euro. Ganz simpel.
Und das geht. Wenn nicht, belügt dich da der Mitarbeiter. ;)

Öhm: Wenn du dein VDSL in den letzten Jahren bekommen hast, dann hast du schon lange einem Vertrag zugestimmt, der Drosselungen bei >200 GB vorsieht.
Neu ist das nur für die nicht-VDSL-Verträge.
Nicht ganz. Die Entertain Pakete mit VDSL waren davon nicht betroffen. Nur die VDSLer ohne Entertain bzw. die Kunden mit FTTH hatten die Klausel in den AGBs stehen. ;)
 
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