Die Linke


Wie sagst du immer so schön?
"Belege?"

Das letzte, womit ich in einem Thread zu einer Partei rechne, die eine Frau Wegener mandatiert, deren Aeltestenrat Schiessbefehlleugner angehoeren und an deren Spitze ehemalige Stasizutraeger und populistische Wendehaelse stehen, ist Moral. Jedenfalls nicht nach meiner Definition.

Na wenn das nach deiner Definition alles keine Fragen den Moral sind...

ich selbst schrieb:
Bis auf weiters bleibe ich dabei: Das einzig besondere an den Typen ist ihre Seltenheit.
Die mag es ihnen aus Sicht eines zwanggesteuerten Kapitalismus ermöglichen, zu fordern, was sie wollen, aber in einem an Menschen orientieren System gerecht verteilter Möglichkeiten ist sie genau gar nichts wert.

Du siehst keinen Sinn darin zu hinterfragen, wie die beachtliche Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit des Herrn Lafontaine zu erklaeren ist ... ?

Nö, mir ist es ehrlich gesagt vollkommen egal, warum oder auch auch nur was für welche Diskrepanzen dieser Populist aufweist.

Hochqualifizierte geringer und geringqualifizierte hoeher zu bezahlen scheint mir bestenfalls (und selbst da bin ich mir nicht sicher) ein sozialer, aber gewiss kein gerechter Ansatz zu sein.

Tjo, wenn für dich Ungleichheit gerecht und Sozialität ungerecht ist, ist das halt so und jede weitere Diskussion darüber wird schwierig.
Bislang hab ich noch nie Argumente gefunden, Personen mit derartiger Überzeugung umzustimmen, da braucht es i.d.R. persönliche Erfahrung am unteren Ende der Skala.
 
Wie sagst du immer so schön?
"Belege?"

Vergesslich? Zahl und Datum stammten initial von Dir selbst; ich habe eine neuere und kleinere Zahl dagegengehalten. Wir waren uns ausserdem einig (?), dass es keine aktuelle Zahl -also auch keine aktuelle Zahl 37- gibt. Dein Beharren auf dieser Zahl / einem Wiederanstieg folgt Diktion, nicht Fakten. Ansonsten bist Du ein Mal mehr eingeladen, sie auf den digitalen Tisch zu legen ...
 
Wir hatten eine etwas neuere Zahl, deren Aussagekraft mangels genauer Angaben über ihre Ermittlung aber schwer einzuschätzen ist.
Daraus zu schlussfolgern, es hat sich eine deutliche Änderung ergeben und die alten Zahlen wären unbrauchbar, akzeptiere ich nicht und ich lasse mir erst recht nicht vorwerfen, ich würde Wahrheiten konstruieren.

Ich argumentiere auf Basis der neuesten Studie, die vollständig vorliegt und wenn dir das nicht passt, bist du gerne eingeladen, eine Neuere vorzulegen. Wenn du dazu weiterhin nicht in der Lage bist, können wir die Diskussion meinetwegen wegen mangelnder Datengrundlage abbrechen, aber ich lasse mir nicht vorwerfen, ich würde Geschichten erfinden.
 
(...)ich lasse mir erst recht nicht vorwerfen, ich würde Wahrheiten konstruieren.

Du nimmst vierzehn Jahre alte Zahlen und leitest aus diesen (Bafoegreform hin, Waerungsumstellung her) Probleme der Gegenwart her. Das nennst Du nicht konstruieren ... ?

Na dann.

Ich argumentiere auf Basis der neuesten Studie, die vollständig vorliegt und wenn dir das nicht passt, bist du gerne eingeladen, eine Neuere vorzulegen.

Ich habe neuere Zahlen praesentiert (mit Quelle) - sie passen Dir nur nicht, weshalb Du sie mit dem Verweis auf eine unklare Erhebung ignorierst.

EOD (End of Demagogie).
 
Das Gehalt wird vom Vorstand ausgehandelt :ugly: und vom Aufsichtsrat abgenickt (nochmal) :ugly:. Ein sehr "effektives" System. Und wenn die Werker 4% wollen wird es schwer. (Mehdorn ca 20% mehr 2007)

Das Problem ist ja eigentlich, dass die Vorstände der Dax Unternehmen auch gleichzeitig im Aufsichtsrat eines anderen Dax Unternehmens hocken.
Durch ihre "Aufsichtspflicht" sorgen sie dafür, dass der Vorstand dieses Unternehmens mehr Einkommen hat, dafür sorgen die Vorstände, die das Mehr an Geld bekommen, ihrerseits dafür, dass die Aussichtsräte, die ja Vorstände in anderen Unternehmen sind, auch mehr Geld bekommen.
Man hilft sich gegenseitig.

Ich muss da nur mal an Bernd Pischetsrieder denken, der seine Unfähigkeit ja bei BMW unter Beweis gestellt hat und trotzdem Chef von VW wurde (wie es ihm da erging, wissen sicherlich noch einige ;)).
 
Die Wertschöpfung eines Ackermanns alleine ist gleich 0, da braucht es noch alle anderen dafür. Er hat lediglich einen Job, den man in der Firma genau einmal braucht - das ist aber kein Grund, ihm alle Gewinne des Unternehmens zuzurechnen. (Und wer es doch macht, möge das Prinzip durchziehen, die verbleibenden 0€ auf alle anderen Aufteilen, feststellen, dass die keinen Gewinn bringen und sie deswegen wegrationalisieren)

Im Falle der Deutschen Bank wird das übrigens auch nicht gemacht. Es gibt etliche Führungskräfte - insbesondere der Londoner Investment Abteilung - die eine deutlich höheres Einkommen erzielen als ihr Chef Ackermann.
Jenes gilt nicht nur für die Deutsche Bank sondern auch für andere Banken. Wenn du dich näher mit der Matiere befasst, dann wirst du feststellen können, dass alleine Merrill Lynch im Schnitt rund 1 Mio USD fürs Personal im letzten Jahr aufgebracht hat. Nach der deutlichen Gewinnwarnung hat die Bank jedoch an diesen Gehältern gekürzt.
Und selbst als jene Banken deutlich ins Straucheln gekommen sind haben die großen (US) Banken Millionen an ihre Investmentbanker gezahlt, nur um sie zu halten und zu vermeiden, dass sie zu einem besser zahlenden Konkurrenten wechselten.

Edit:

Vorhin gelesen; zum Jahresende tritt Lafontaine als KfW Aufsichtsrat ab. Nachfolgerin wird eine seiner Parteikolleginnen, Gesine Lötzsch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist ja eigentlich, dass die Vorstände der Dax Unternehmen auch gleichzeitig im Aufsichtsrat eines anderen Dax Unternehmens hocken.
Durch ihre "Aufsichtspflicht" sorgen sie dafür, dass der Vorstand dieses Unternehmens mehr Einkommen hat, dafür sorgen die Vorstände, die das Mehr an Geld bekommen, ihrerseits dafür, dass die Aussichtsräte, die ja Vorstände in anderen Unternehmen sind, auch mehr Geld bekommen.
Man hilft sich gegenseitig.

Ich muss da nur mal an Bernd Pischetsrieder denken, der seine Unfähigkeit ja bei BMW unter Beweis gestellt hat und trotzdem Chef von VW wurde (wie es ihm da erging, wissen sicherlich noch einige ;)).


das problem ist das es wahrscheinlich jeder in deren situation gleich machen würde wie du eben sagst man hilft sich
aber das kann st du in einer kapitalistischen demokratie nicht anders handhaben

oder hat da irgendwer einen klugen vorschlag???????????????????????
 
Einige Ansätze der Linken mögen ja durchaus ihre Berechtigung haben, für mich disqualifizieren sie sich allerdings durch ihre oftmals rein opposionelle Grundhaltung. Den Menschen ein blühendes Sozialsystem zu versprechen, für dieses aber keine Finanzierungsgrundlage bieten zu können erachte ich als unseriös und für mich unwählbar.
 
Einige Ansätze der Linken mögen ja durchaus ihre Berechtigung haben, für mich disqualifizieren sie sich allerdings durch ihre oftmals rein opposionelle Grundhaltung. Den Menschen ein blühendes Sozialsystem zu versprechen, für dieses aber keine Finanzierungsgrundlage bieten zu können erachte ich als unseriös und für mich unwählbar.

Auch der Austritt aus der Nato ist in meinen Augen wäre in meinen Augen ein gravierender Fehler, welcher die Linken für mich trotz guter Ideen ,welche aber schwer durchsetzbar sind wie du schon sagtest, nicht wählbar macht ;)
 
Reine Traumtänzerei. Dabei wäre eine wohldurchdachte linke Politik durchaus durchsetzungsfähig, es fehlt nur ein Konzept und eine Vision. Diese Aufgabe nimmt die SPD momentan kaum wahr, deswegen dümpelt sie auch im Umfragentief.
 
Reine Traumtänzerei. Dabei wäre eine wohldurchdachte linke Politik durchaus durchsetzungsfähig, es fehlt nur ein Konzept und eine Vision. Diese Aufgabe nimmt die SPD momentan kaum wahr, deswegen dümpelt sie auch im Umfragentief.

Ich würde eher sagen, dass einige verzweifelt versuchen, einen linken Kurs einzuschlagen (Beck, Ypsilanti, Nahles...) und ein Teil sehr dagegen ist (Steinmeiner, Steinbrück, Müntefering....)

Man gut, dass es Leute wie Münte gibt, die Wahlversprechen noch einhalten... Und die ein Gewissen haben. Das ist vernünftige Politik. Diese Leute sorgen dafür, dass wir nicht dem Kommunismus verfallen ;)
(zugespitzt, nicht überspitzt :D)

Links ist Träumerei, sonst nix... da hast du recht

Das Umfragetief würde ich aber eher mit Flügelkämpfen erklären als mit weniger Repräsentation der Linksorientierten...
Du hast bestimmt öfters SPD gewählt, oder?
 
Ich bin ehemaliges SPD Mitglied und war stv. Vorsitzender eines Ortsvereins...hast du nichts verpasst wenn du mich fragst ;)
Wirklich gute linke Politik ist richtig und nötig, aber ohne Vision ufert sie nur in Sozialromantik aus.
 
Ein richtiger linker flügel innerhalb der SPD wäre mir auch lieber als die Linke.

Das Problem ist bloß dass es denn leider nicht gibt. Anstelle von sozialer Politik ist die SPD in den letzten 10 Jahren den ganzen Wirtschaftsbossen doch bis zum Anschlag steuerpolitisch in den Arsch gekrochen und das zulasten der Bürger :kotz:
 
Ein richtiger linker flügel innerhalb der SPD wäre mir auch lieber als die Linke.
Da frage ich dich doch mal direkt:
sind
-Ypsilanti
-Schäfer-Gümbel
-Beck
-Nahles
nicht Teil des linken Flügels der SPD ?

Für mich sind sie es schon ;), genauso wie steinmeier, steinbrück und Münte eher zum rechten Rechten gehören
 
Das sind einzelne Personen ohne Zusammenhalt untereinander. Und innerhalb der SPD werden sie ja teilweise wie Aussätzige behandelt. Da kann man doch wohl nicht von "richtigem linken Flügel" sprechen.
 
naja, wie würdest du sie denn dann bezeichnen?
Als linke abweichler?

Und innerhalb der SPD werden sie ja teilweise wie Aussätzige behandelt
Naja, immerhin war Beck Parteichef, Ypsilanti Ministerpräsidentenkandidatin und Nahles stellvertretende Parteivorsitzende (ist es immer noch)

Das hat sich auch in der Politik widergespiegelt: Siehe Hamburger Parteitag.
Insofern würde ich eher behaupten, dass der rechte flügel unterrepäsentiert ist und der Linke nicht ausgegrenzt wird, sondern schlichtweg gescheitert ist.

Damit ist der Ball wieder bei dir ;)
 
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