AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik
Waere mal interessant zu wissen was wer genau fordert. Vielleicht mach ich mal eine Uebersicht, wenn hier mal Jeder so seine Meinung und Denkensweise hinterlaesst.
Moeglicherweise gibt es dann mal interessante Loesungsansaetze und nicht nur ein Bashing von allen Seiten.
Ich würde folgende Punkte als sinnvoll erachten:
1) Schaffung der Möglichkeit Asylanträge für europäische Länder in den Lagern zu stellen damit keine illegale Einreise notwendig wird, gleichzeitig müssen trotzdem illegal in die EU einreisende Flüchtlinge sofort wieder in die Flüchtlingslager abgeschoben werden.
2) Die europäischen Länder müssen gemeinsam Investitionen in Flüchtlingslager in sicheren Staaten der Region (Türkei als Beispiel) tätigen. Die Menschen dort müssen ein halbwegs menschenwürdiges Leben führen können, also brauchen sie fließendes Wasser, kältefeste Unterkünfte, halbwegs angemessenen Wohnraum, soziales Leben (provisorische Cafes, Kinos, Kindergärten Einkaufsläden, Gebetsräume, ect.), Schulen und psychologische Behandlungsräume. Wäre mit Wohneinheiten / "Wohnkontainern" bewerkstelligbar, ohne komplette Städte mit festen Gebäuden aus dem Boden zu stampfen.
Weiterhin muss dort vor Ort die Möglichkeit für Ausbildung / Weiterbildung geschaffen und Ausbilder runtergeschickt werden damit die Leute eine Perspektive und Beschäftigung haben.
Für die Ausbildung / Weiterbildung müssen sie eine Entlohnung erhalten die sie in Cafes, Kinos, Märkten, Läden ect. ausgeben können.
3) Den Menschen muss umfassende psychologische Hilfe in den Lagern ermöglicht werden.
4) Flüchtlinge die Asylanträge stellen müssen gleichmäßig auf die europäischen Länder aufgeteilt werden. Sind die Zahlen für ein Land erreicht muss ein Flüchtling einen Antrag in einem Land mit freier Kapazität stellen, oder halt warten.
5) Nur Flüchtlinge die in ihren Ländern politisch verfolgt werden, oder aber Angst um ihr Leib und Leben haben müssen, ohne gegen geltende Gesetze und Wehrdienst verstoßen zu haben, dürfen Anspruch auf einen positive Entscheidung ihres Asylantrags haben.
Flüchtlinge die aus Gründen von Armut kommen müssen bei einem Asylantrag abgewiesen werden, außer sie können wirklich besonders hohe Qualifikationen vorweisen die nachweislich im angestrebten Land gefragt sind...
6) Flüchtlinge die in den Lagern einen Antrag auf dauerhaftes Asyl in einem europäischen Land stellen bleiben bis zur Entscheidung im Lager und erhalten ein "Taschengeld" vom Land indem sie den Antrag stellen und müssen die Zeit in einem Kurs dazu nutzen die Sprache des Landes in das sie einreisen wollen zu erlernen.
Wird der Antrag bewilligt und kann eine ausreichende Sprachkentniss vorgewiesen werden erhalten sie im jeweiligen Land sofort eine Aufentaltserlaubnis sowie eine eigene Wohnung, müssen aber, sofern noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht, an weiteren Sprachkursen, verbindlich, teilnehmen, sowie eine verpflichtende berufliche Qualifizierung, oder Nachqualifizierung anstreben.
7) Den von Krieg zerstörten Ländern wie Iraq und Syrien muss umfassende Hilfe beim Aufbau zu teil werden, in Form von Material, Maschinen und Ausbildung dafür notwendiger Arbeitskräfte.
Hmm, weiß nicht ob da jetzt noch ein Punkt fehlt, eindeutig schon zu spät... Jedenfalls würde ich solche Investitionen vor Ort deutlich sinnvoller finden, es würde verhindern das die Menschen sich in die Arme von Schlepperbanden begeben müssen um die Möglichkeit zu haben Asyl in Europa zu beantragen. Außerdem würden vieleicht weit weniger berechtigte Flüchtlinge bis nach Europa wollen weil sie auch in den Lagern eine kleine Perspektive und ein anständiges Leben hätten, in halbwegs gewohnter Umgebung, und vermutlich würde es auch Europa eine Menge Geld gegenüber der momentan gefahrenen Politik mit den Flüchtlingen sparen, schon alleine weil man so einem großen Teil der Schmarotzer, die am Bedarf von Wohnraum und mit den privaten Flüchtlingsunterkünften Geld verdienen das "Wasser" abgraben würde.
Darüber hinaus gäbe es natürlich noch weitere Forderungen die man stellen könnte, welche aber nicht primär die Flüchtlinge und die Politik mit ihnen beträfen als viel mehr unser wirtschaftliches und politisches Handeln.
Zwei Beispiele dafür wäre:
a) Die Abkehr von der kapitalisitschen Vorstllung der Konsumgesellschaft und die damit verbundene Ausbeutung anderer Länder, sowie eine Herabsenkung des Konsums auf ein rohstoffverträgliches Niveau.
b) Verabschiedung von der Vorstellung das es für den einzelnen erstrebenswert wäre möglichst viel Reichtum / materielle Güter anzuheufen, sowie das in Zeiten der stetig steigender Automatisierung für alle eine vernünftig entohnte Arbeit vorhanden wäre und mehr Arbeitskräfte benötigt würden.
Das könnte man noch fortführen, aber ich glaube das diese Forderungen und Punkte zum einen weit schwerer umzusetzen wären als die Punkte 1 bis 7 und zum andern über das dem momentane Ziel der Frage hinaus gehen.

Von daher werde ich das nicht weiter ausführen.