AW: 400 Flüchtlinge vor Europas Küste ertrunken - Kaum bis keine Reaktion in den Medien - 400 von ca. 23.000 seit dem Jahr 2000
Also was denkst du wird passieren? Bist du der Meinung, dass jetzt Stück für Stück immer mehr Bürger in unseren europäischen Mitgliedstaaten und bei uns rechts wählen, ohne auch solche Gedankengänge zu hegen, wie wir es hier gerade tun? Ich für meinen Teil kann das nicht glauben.
In solchen Situationen frage ich mich oft was wohl möglich wäre, wenn die Politik nicht abhängig von der Wirtschaft entscheiden könnte...
Ja werden sie, vor allem wen die wirtschaftliche Situation in Europa sich weiter verschlechtern sollte, bzw. anhält, sowie der Zustrom von Flüchtlingen sich verstärkt, welche nach Europa kommen um hier ein "besseres" Leben zu finden.
Die Leute suchen dann für ihre sich verschlechternde Lebensituation einen Sündenbock und das der Mensch bei Sündenböcken nicht besonders rational ist war ja in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder gut zu sehen, auch jüngst.
Hinzu kommt das die Politik keine faire Lösung für die Probleme zu bieten hat, Wirtschaftshörigkeit und das streben nach persöhnlichen Vorteilen und Geld stehen einer effektiven politischen Lösung einfach wie eine 10 Meter dicke Stahlwand im Weg.
Und wen man die Augen nicht verschließt ist ja offensichtlich wie die vermeindliche Lösung aussieht die man deshalb aus wirtschaftlichen und politischen Kreisen anstrebt:
- Aufrüstung der Sicherheitsorgane
- Überwachung der Bürger
- gezielte mediale Ablenkung der Bürger auf andere Themen
- Ausweitung der Kompetenzen bei Überwachung
So eine Entwicklung, gepart mit Resignation der Menschen vor dem politischen Handeln haben 1933 schon mal dazu geführt das die Rechten an die Macht gekommen sind und selbst Länder wie die USA, Frankreich und England waren in den 20er und 30er Jahren, während der Wirtschaftskrise schon einmal nicht weit davon ab eine äußerst rechte Regierung an die Macht kommen zu sehen.
Momentan befinden wir uns wieder auf einen ehnlichen, wen auch nicht völlig gleichen Kurs in diese Richtung.
Die Leute kapitulieren vor dem Handeln der Politik, den Leuten geht es oft wirtschaftlich nicht gut, die Arbeitslosigkeit ist vergleichsweise hoch, die Leute nehmen einen Zustrom an Fremden Menschen wahr die hier ihr "Glück" suchen und zu einem Konkurenzkampf um Arbeit beitragen, sowie die Sozialsysteme aus sicht des einfachen Bürgers belasten. Die Armut nimmt bei vielen Menschen zu, während einige wenige immer reicher werden, die Leute fühlen sich physisch und seelisch überfordert mit den Anstrengungen ihren Lebensunterhalt bestreiten zu müssen, es herrscht Unsicherheit über die Zukunft im Alter, man sieht keine Perspektive fürs eigene Leben.
All solche Dinge sind ein Nährboden für rechte Partein, Populisten und Rassismus.
Und grade da wäre, wie schon in den 20er und 30er Jahren die Politik gefragt die gegensteuern müsste, die sich Gedanken darum machen müsste wie man aus dieser Spirale von Resignation, Angst und Armut raus kommt, aber da kommt nichts, man lässt sich treiben und versucht mit undemokratischen Mitteln den Status Quo irgendwie am laufen zu halten und noch soviel wie nur möglich abzuschöpfen.
Irgendwann wird, wen keine Lösung gefunden wird das Ganze sich gewaltig entladen und dann ist ein Bürgerkrieg und Straßenkämpfe wie 1919-1920 noch das harmloseste was passieren kann, im schlimmsten Fall hat man einen starken Rechtsruck mit mehreren äußerst rechten Regierungen die an die Macht kommen und dann Europa mit dem "Besen" auskehren wollen.
Und glaub mir, tickt da heute nicht anders als vor 90 Jahren, die Illusion wir wären heute schlauer als damals und sowas wie der Nationalsozialismus undenkbar, nun, das ist nur solange der Fall wie es den Menschen gut geht, sobald es ihnen zu schlecht geht ist es vorbei mit Toleranz, Hilfsbereitschaft und dem nässten was zu gönnen.