Deutsche Politik - wieder mehr Wind von Rechts oder Links?

Wie soll die zukünftige Politik agieren?

  • Mehr "Rechts"

    Stimmen: 28 50,9%
  • Mehr "Links"

    Stimmen: 23 41,8%
  • Bleiben wie sie jetzt ist

    Stimmen: 4 7,3%

  • Umfrageteilnehmer
    55
Ein paar Manager stehen an der Spitze und treiben durch Spekulationen die Bank und den Staat in den Ruin.
Bevor wieder über bitterböse Spekulation aber auch Gier geschimpft wird:
JUNGE FREIHEIT - Wochenzeitung aus Berlin: Flucht in den Euro-Faschismus
YouTube - Milton Friedman über die Gier
Ganz abgesehen davon, spielte beim Crash von 1929 der damals vorherrschende Goldstandard(den ja einige wiederhaben wollen), eine nicht unwichtige Rolle: YouTube - Milton Friedman explains role of gold in Great Depression.

Findest du das toll?
Ja, ich finde es gut wenn Menschen, Unternehmen aber auch Staaten scheitern dürfen und können. Ich halte aber nichts von irgendwelche Rettungspaketen. Denn die haben nichts aber auch gar nichts mit einer Marktwirtschaft zu tun und stehen konträr zu dem im vorherigen Satz genannten. Sprich sie animieren die Akteuere noch dazu, so weiterzumachen wie bisher, denn er Nanny-State wird sie ja schon irgendwie retten oder raushelfen.
YouTube - John Stossel - Free to Choose
Aber das Big Government und Big Business wunderbar miteinander harmonieren, ist ja auch ein alter Hut.

Sowas passiert nur im Liberalismus, und Liberale haben ja mal sowas von keine Ahnung von Wirtschaft;
Siehe oben, ansonsten hat Hong Kong über Jahrzehnte das beste Beispiel dafür gegeben(bis es wieder zu China gekommen ist), das eine laissez-faire Politik möglich und machbar ist.

wenn der Staat die Bank lenkt, gibt es keine Willkür von ganz oben.
Die Bankrotte bzw. beinah-Bankrotte von Landesbanken scheinen an dir vorrübergegangen zu sein?
 
AW: Deutsche Politik - wieder mehr Rechts oder Links?

Außerdem ist repräsentative Demokratie viel zu undemokratisch, ich bin für den Rätekommunismus, das ist immer noch die beste Staatsform: demokratisch und gerecht.

Erstens ist Kommunismus nie gerecht, zweitens ist der Rätekommunismus höchstgradig ineffizient. Oder Du siehst Dich im kommunistischen System nachher einer noch viel undemokratischeren Staatsgewalt gegenüber, als in der angeblich undemokratischen Demokratie. Mir wäre nämlich neu, daß man das ZK abwählen könnte...

Abgesehen davon: Ich bin für ein konstitutionelle Monarchie mit Drei-Klassen-Wahlrecht. Das wäre doch mal was!

Eine sicherlich undurchführbare Idee, aber auch nicht abstruser als das, was viele andere hier so wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das bringt aber doch überlegtere, faire und für alle gut annehmbare Lösungen hervor.

Hast du ein Beispiel eines funktionierenden rätekommunistischen Systems? Irgendwie sind die doch alle am Machthunger der eingesetzten Leute zu Grunde gegangen. Das größte Problem des Rätekommunismus' ist doch die Vereinigung der Legislative, Executive und Judicative in den Räten. Fehlende Gewaltenteilung führt (aus der Erfahrung) immer zu mehr oder weniger diktatorischen Systemen.
 

- Die vielen Hierarchiestufen verlangsamen weitgreifende Entscheidungen extrem
- Die Regelung (möglichst) vieler Fragestellungen auf unteren Ebenen (um obiges zu umgehen) erschwert weitreichende Koordination und erzeugt damit Reibungsverluste
- Die Vertretung von fein verteilten Interessensgruppen ist erstmal nicht möglich, sondern erfordert ein seperates, zusätzliches System oder zusätzlichen Aufwand auf jeder Ebene


Aber b2t:

Da fehlt imho die Option
[X]weder noch

Die Mehrheit der Probleme, vor denen wir heute stehen, lässt sich imho nicht auf einer rechts-links Skala einordnen. Was soll auch "rechts" oder "links" daran sein, eine vernünftige Energiepolitik zu betreiben? Oder Ressourcen zu schonen? Oder die Zerstörung der Umwelt weniger schnell wachsen zu lassen?
Das einzige, worauf sich "rechts" und "links" ggf. noch anwenden ließe, wäre die Globalisierung der Wirtschaft. Aber da sind die einen dagegen, weil sie gegen Machtausübung durch die Wirtschaft sind und die anderen, weil sie gegen internationale Vereinheitlichung in jeder Form sind. Also auch nicht die passenden Gegenpole - und Lösungskonzepte haben beide i.d.R. nicht.

Umgekehrt impliziert das imho auch, dass jeder, der die heutigen Probleme durch "rechts"- oder "links-wählen" angehen möchte, diese verkannt hat.



P.S.
Diskussionen über die hier mehrfach angesprochenen Migranten bitte ich auszulagern. Allein die Detailaspekte "Kriminialität von Migranten" oder die Diskussion über einen Teil eines Gebetshauses der unter Einwanderern nach Deutschland häufigsten Religion haben ganze Threads gefüllt, eine übergreifende Diskussion würde den Rahmen dieses Threads sehr schnell sprengen - und vermutlich genauso schnell den Rahmen des rein politischen verlassen.
 
Es wird vor allem Zeit das man in Deutschland die Gesinnung "Rechts" nicht sofort mit "Rechtsradikalismus" in Verbindung bringt. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zutun. Es gibt zig Länder in denen "Rechts" orientierte Parteien regieren... Das heisst noch lange nicht das dort Ausländerfeindlichkeit regieren würde. Dennoch schafft man es in Deutschland nicht sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Seit Hitler gibt es nur Rechts=Rechtsradikalismus=Ausländerfeindlichkeit etc.
Es ist traurig welche radikale Bedeutung dem Wort Nationalsozialismus zugetragen wird, z.B. bei Wikipedia etc.
Das Wort besteht doch aus National und Sozialismus. Beides sind keine radikalen Sachen, im Gegenteil.
Der klassische Sozialismus ist doch nichts unbedingt schlechtes, dagegen ist der herrschende Kapitalismus weit ungesünder für eine Demokratie wie wir sie angeblich haben.
Ich würde es in einer Kurzfassung frei Übersetzen mit "Zum wohle des Volkes"
Das ist etwas das in unserer Politik vollkommen fehlt. Politik zum wohle des Volkes...
Das Thema um Thilo Sarrazin z.B. zeigt eindeutig das die Masse des Volkes ein Problem sieht. Ein Problem das von unseren Politikern weitestgehend totgeschwiegen und unterdrückt wird. Das birgt auf lange Sicht große Gefahren. Wenn die Probleme und Ängste des Volkes mißachtet werden, schürt man langsam aber sicher eine ungeheure Menge an Wut die sich durchaus in radikalen Zügen widerspiegeln kann.
Sowas sollte man im Keim ersticken und nicht warten bis diese Wut zum Ausbruch kommt.
Wenn es so weitergeht und irgendwann jemand kommt der diese Ängste des Volkes versteht und sich diese zunutzen macht um seine eigene Ideologie durchzusetzen (genauso wie Hitler es getan hat) dann werden wir ein Dejavue erleben das keiner von uns will.

Um es kurz zu machen, ein gesundes Stück Rechte Politik würde Deutschland nicht schaden.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte nicht als Nazi verschrien werden etc.
 
Versteht mich bitte nicht falsch, ..... etc.

Ich würde dir durchaus zustimmen, wenn denn deine Aussagen nicht so offensichtlich falsch wären.

Was hat das "Wohl des Volkes" denn mit links oder rechts zu tun? Und zählen für dich denn die "Problemfälle" der Gesellschaft (egal ob Arbeitslose, religiöse Spinner, Hartz IV´er oder Migranten) nicht auch zum Volk? Das Dumme an den rechten Idealen ist doch, wie man sehr gut an der Diskussion um die unsäglichen Auslassungen des Herrn S. (eines noch SPD´lers!!) erkennen kann, dass sie sehr wohl rassistisch motiviert sind. Und ich kann beileibe in Rassismus keinen Funken Gutes erkennen. Neverever!

Man braucht weder mehr rechts noch mehr links, das ist die Wahrheit.

Man braucht Menschen in der Gesellschaft, die für die und mit der Gesellschaft leben und nicht nebenher. Die sie gestalten und leben und für die unser Grundgesetz kein Fußabtreter und Gesetze kein Klopapier sind.

Das kann man aber eben weder an ethnischer Abstammung, noch an genetischen Merkmalen, noch an irgendeiner Klassen-, Berufs- oder Schichtenzugehörigkeit festmachen. Das trifft Bankster, korrupte Politiker, Islamisten, linke Chaoten und rechte Schläger genauso wie tatsächlich schmarotzende Hartzer und steuerflüchtende Konzernjuppies. Das trifft den Schwarzarbeiter Herbert auf dem Bau und seinen Kollegen Ali oder Szbigniev ebenso, wie den Blaumacher Hans aus der 8. Klasse.

Diese Merkmale sind individuell.

So lange das gerade rechte Bauernfänger nicht erkennen (wollen), sondern von Schmarotzerschichten, Juden-Genen und anderen Eugenik-Versionen faseln, kann ich nur mit meinen bescheidenen Mitteln dafür sorgen, dass diese niemals an die Macht gelangen werden und ihre simplen, tumben Thesen nicht unwidersprochen stehen bleiben ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Um es kurz zu machen, ein gesundes Stück Rechte Politik würde Deutschland nicht schaden.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte nicht als Nazi verschrien werden etc.

Die deutsche Politik ist doch im Moment ziemlich rechts.
Mehr linke Politik wär nicht schlecht.

Die Regierung lässt der Wirtschaft doch im Moment freien lauf wodurch so Probleme wie Lohndumping erst entstanden sind und die Schere Reich-Arm immer weiter auseinander geht.
Eigentlich ist es ein Mischmasch und gar nicht so leicht festzulegen.
Aber ich würde sagen mehr linke Politik würde allen gut tun.

-Mindestlohn.
-Grundversorgung in staatliche Hand (deren Sinn ist es nicht Gewinn abzuwerfen)
-Banken-Verluste nicht mehr sozialisieren (Banken mal derbe melken, statt die Bürger für deren Verluste)
 
Das Dumme an den rechten Idealen ist doch, wie man sehr gut an der Diskussion um die unsäglichen Auslassungen des Herrn S. (eines noch SPD´lers!!) erkennen kann, dass sie sehr wohl rassistisch motiviert sind.

Wie kommst Du denn auf das dünne Brett? Mit rechten Idealen und Rassismus hat Sarrazin nun wirklich gar nichts zu tun. Wer das ernsthaft annimmt, hat weder das Problem noch Sarrazins Aussagen dazu verstanden, sondern käut unreflektiert den Mist wieder, den die SPD-Spitze und unsere Berufsbetroffenen verbreiten, ohne daß sie selbst jemals nachgedacht, noch in das Buch geschaut hätten.

Die deutsche Politik ist doch im Moment ziemlich rechts.

Tut mir leid. Ich weiß ja nicht, wie lange Du schon hier in Deutschland lebst, aber als ich noch SPD gewählt habe, war die weit rechts von der heutigen Union. Welche unserer Parteien momentan noch ansatzweise konservative Werte vertreten soll, ist mir schleierhaft.

Im Gegenteil: Die meisten laufen irgendeiner schwachsinnigen grün-roten Mode hinterher, verstricken sich in Unsinnigkeiten und verlieren dabei die echten Probleme im Land völlig aus den Augen. Und dabei brennt es schon an allen Ecken und Enden, was das Volk witzigerweise sogar spürt. Und dann kommt mal jemand wie Sarrazin, spricht die unbequeme Wahrheit aus und soll dann dafür auf einer völlig irrationalen Diskussionsebene von ein paar selbsterklärten Meinungsführern mundtot gemacht werden.

Falls wir in Zukunft mit allen divergenten Meinungen so verfahren wollen, müssen wir uns nicht wundern, wenn hier nichts mehr voran- sondern vor die Hunde geht. Und zwar nicht zuletzt der freie Ideenaustausch, der immer noch ein Hauptmerkmal einer Demokratie ist.
 
Was ist an meinen Aussagen so offensichtlich falsch, Fanator?!
Das wohl des Volkes ist in meinen Augen das wohl der Deutschen! Gerade ein Land wie unseres sollte ersteinmal seine eigenen Sachen geregelt bekommen, bevor Sie den Wohltäter für alle anderen spielen wollen!
Was sind für dich den Rechte Ideale? Ist es so verkehrt in erster Linie zum Wohle des eigenen Volkes zu handeln?!
Du hast dich selber kaum mit dem Thema Sarrazin auseinandergesetzt, glaube ich. Indem du jegliche Diskussion mit dem Wort Rassismus verschreist, änderst du an bestehenden Problemem garnichts!
Was der Herr Sarrazin geäußert hat ist bei weitem nicht alles zu unterschreiben, allerdings gibt es auch wissenschaftlich belegte Hintergründe für die meisten seiner Äusserungen!
Du sagst
"Man braucht Menschen in der Gesellschaft, die für die und mit der Gesellschaft leben und nicht nebenher. Die sie gestalten und leben und für die unser Grundgesetz kein Fußabtreter und Gesetze kein Klopapier sind."
Genau das ist doch das Problem der meisten der genannten Imigranten! Und das Problem der Bürger die es tagtäglich erleben dürfen!
Hast du mal den Koran gelesen? Eine so tolerante Gesellschaft wie du sie forderst ist mit dem islamischen Glauben überhaupt nicht zu vereinbaren!
Das was hier an Zuwanderern landet ist zumeist leider die absolut soziale Unterschicht derjenigen.

Du erzählst was von rechten Bauernfängern... Solchen Schwachsinn habe ich lang nicht gehört.
Einer dieser sogenannten ist dann wohl Herr Sarrazin, oder was? Du vergisst das er weit mehr erreicht hat als du und ich es wohl jemals tun werden! Er ist und bleibt ein hochangesehener Mann in der Politik und Wirtschaft. Da können du und die Medien noch so oft was von Rassismus fasseln... Er hat schon immer gesagt was er denkt, genau das braucht die Politik.

Es wird Zeit die Interessen des Volkes zu vertreten und nichts anderes. Man sollte zum Thema Einwanderungsgesetz mal eine Volksabstimmung machen, du wärst sicher erstaunt was diese für ein Ergebnis hätte.

EDIT: Dem Post von Icejester kann ich mich nur vollkommen anschliessen
 
Du hast dich selber kaum mit dem Thema Sarrazin auseinandergesetzt, glaube ich. Indem du jegliche Diskussion mit dem Wort Rassismus verschreist, änderst du an bestehenden Problemem garnichts!
Wie alle sofort über ihn urteilen und ihn auf persönlicher Ebene angreifen finde ich schlimm. Mit Sicherheit über 75% aller Leute, die ihn einen Rassisten heißen, haben sein Buch nichteinmal gelesen. Ich habe es auch nicht gelesen, das gebe ich zu, aber gerade deswegen kann ich mir nicht einfach anmaßen ihn zu verurteilen, ohne genau zu wissen, was er eigentlich getan hat. Was die populistischen Medien verbreiten, ist immer von der Sicht des Journalisten/Redakteurs abhängig.
 
Es ist traurig welche radikale Bedeutung dem Wort Nationalsozialismus zugetragen wird, z.B. bei Wikipedia etc.
Das Wort besteht doch aus National und Sozialismus. Beides sind keine radikalen Sachen, im Gegenteil.
Der klassische Sozialismus ist doch nichts unbedingt schlechtes, dagegen ist der herrschende Kapitalismus weit ungesünder für eine Demokratie wie wir sie angeblich haben.
Ich würde es in einer Kurzfassung frei Übersetzen mit "Zum wohle des Volkes"
Das ist etwas das in unserer Politik vollkommen fehlt. Politik zum wohle des Volkes...

Würdest du?
Dann bist du aber ein gutes Stück weg vom Begriff. Es ist nämlich "zum Wohle der Nation" und das impliziert auch, dass die "Nation" und ihre Mitglieder über andere gestellt werden. Eine Gleichberechtigung im Sinne der Menschenrechte ist unter dem Titel des Nationalsozialismusses nicht zu machen - ein System, in dem allen, die nicht einer willkürlich definierten Gruppe angehören, nicht einmal das Recht auf Leben bleibt, dagegen sehr wohl.

Das Thema um Thilo Sarrazin z.B. zeigt eindeutig das die Masse des Volkes ein Problem sieht.

Und das Problem hat die Initialen T S.

Um es kurz zu machen, ein gesundes Stück Rechte Politik würde Deutschland nicht schaden.

Nur leider fehlt es massiv an "gesunden Stücken rechter Politik", denn in der heutigen Welt sind selbst die rechten Ideale, die nicht darauf abzielen, andere Menschen zu degraduieren, nicht umsetzbar.


Wie kommst Du denn auf das dünne Brett? Mit rechten Idealen und Rassismus hat Sarrazin nun wirklich gar nichts zu tun. Wer das ernsthaft annimmt, hat weder das Problem noch Sarrazins Aussagen dazu verstanden, sondern käut unreflektiert den Mist wieder, den die SPD-Spitze und unsere Berufsbetroffenen verbreiten, ohne daß sie selbst jemals nachgedacht, noch in das Buch geschaut hätten.

Tut mir leid, aber wenn Herr Sarrazin mit den Worten

S T schrieb:
Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.

nicht die Aussage treffen wollte, dass es genetisch abgegrenzte Subpopulationen gibt (="Rassen", zumindest im Sprachgebrauch des Laien), dann sind seine Kenntnisse der deutschen Sprache wohl weit schlechter, als diejenigen einer ganzen Reihe von Leuten, die er deswegen kritisiert. (oder auch nicht - wer weiß, was er da früher sagen wollte. Vielleicht Backrezepte?)

Die Alternativhypothes wäre:
Sarrazin vertritt rassistische Einstellungen.
 
Tut mir leid, aber wenn Herr Sarrazin mit den Worten



nicht die Aussage treffen wollte, dass es genetisch abgegrenzte Subpopulationen gibt (="Rassen", zumindest im Sprachgebrauch des Laien), dann sind seine Kenntnisse der deutschen Sprache wohl weit schlechter, als diejenigen einer ganzen Reihe von Leuten, die er deswegen kritisiert. (oder auch nicht - wer weiß, was er da früher sagen wollte. Vielleicht Backrezepte?)

Die Alternativhypothes wäre:
Sarrazin vertritt rassistische Einstellungen.

Nö. Das ist nicht rassistisch. Rassistisch wäre es, wenn er sagen würde, sie teilen ein bestimmtes Gen und deswegen sind sie schlechte Menschen. Tut er aber nicht.

In der Tat ist es natürlich irreführend, Genetik mit Religionszugehörigkeit in Verbindung zu bringen, weil das eine nicht das andere bedingt. Wenn er hingegen statt Juden Semiten gesagt hätte, hätte man dagegen überhaupt nichts einwenden können, weil es offenkundig ist, daß die angestammten Bewohner einer bestimmten Region gewisse genetische Merkmale teilen. Inwiefern diese Merkmale sie jetzt wiederum von beliebigen anderen Menschen unterscheiden, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Oder, um es anders auszudrücken: Wenn ich sage, daß Afrikaner, Europäer, Asiaten und amerikanische Ureinwohner sich genetisch unterscheiden, weil die Unterschiede schon bei der rein äußerlichen Betrachtung zwangsläufig ins Auge springen, ist das auch nicht rassistisch, sondern lediglich die Feststellung einer nicht zu verleugnenden Tatsache. Rassistisch wäre eine Äußerung in dieser Richtung erst, sobald ich damit eine Wertung verknüpfen und den Einen prinzipiell für besser als den Anderen erklären würde.
 
genetik, religioin oder hautfarbe, hin oder her. Da mag man drüber streiten. Fakt ist jedoch, dass menschen aus verschiedenen LÄndern andere Mentalitäten haben. Und genau diese geben den anlass für diskussionen, ausländerfeindlichkeit usw ;)
 
Zurück