Quantenoptik - Ja, es wird wohl stressfreiere Jobs auf dem Planeten geben, so schätze ich.Klingt ein bisschen so, als würdest du in der Herzinfarktbranche arbeiten.![]()
Quantenoptik - Ja, es wird wohl stressfreiere Jobs auf dem Planeten geben, so schätze ich.Klingt ein bisschen so, als würdest du in der Herzinfarktbranche arbeiten.![]()
Ja, im Sommer und noch vor 10 Jahren ja.
Allerdings gabs da noch nix mit E-Motor, also gestrampelt.
Jetzt, mit 46, Bürobierbauch, unmögliche Arbeitszeiten (wie z. B. gestern von 20:30 bis 04:45 Uhr) und heute Morgen frische +2° bevorzuge ich dann doch die S-Bahn.
In diesen Augenblicken sind mir die 31gr CO2/Bahnkilometer völlig egal, weil hundemüde.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich da weiter darauf herumreite und womöglich nerve. Das Benötigen in dem von Dir beschriebener Weise würde ich als Anspruchshaltung betrachten (und nicht als Notwendigkeit, wie sich Deine Formulierung deuten ließe). Ich will das jetzt nicht an Deiner Person festmachen, sondern nehme an, dass solche Haltung weit verbreitet ist und ziele auf diesen Normalitäts- und Anspruchsdiskurs ab.Wie weiter oben schon geschrieben: Ein Großteil der Autos wird so oder so benötigt, wenn man den Leuten weiterhin individuelle Ausflüge, Urlaube und ähnliches zugestehen will. Diese Autos könnten sehr viel weniger fahren, als heute üblich, wenn man sie sinnvoll nur da nutzen würde, wo sie nötig sind.
Oh, da bin ich erstaunt bzw. habe Deine Beiträge falsch in Erinnerung/an ihnen vorbei gedeutet ... Ich dachte, Du argumentierst stark für Klimaschutz, von daher nahm ich an, dass Verbrenner-Neuproduktionen für Dich als gesellschaftliche Lösung nicht in Frage kämen. Okay, da habe ich mich geirrt. Angesichts der gigantischen Zahl an vorhandenen Autos, ist meine Annahme, dass der Übergang hin zu E-Autos/ÖPNV/Fahrrad usw. ohne neue Autos funktionieren würde.Nö, ich bin da technologieoffen. In einigen Nischen bin ich mir sogar definitiv sicher, dass sich Verbrenner zumindest so lange lohnen werden, wie die Infrastruktur sowieso rumsteht.
Mir geht es ähnlich. Allerdings reise ich mit Bahn und Bus bspw. nach Norwegen in die Pampa. Das geht also schon.Da geht es nicht um Erkrankungen, sondern einfach um Vorlieben. In meinem Fall: Ich mag die Natur, ich mag keine Menschenmassen. Das bedeutet, dass mich meine Ausflüge und meine Urlaube gerne dahin führen, wo es möglichst wenige Menschen gibt und das bedeutet immer auch Orte, die nicht effektiv mit ÖPNV-Sammelsystemen bedient werden können.
Verstehe. Bliebe noch ÖPNV/Bahn ...Ich habe es in Betracht gezogen, aber die Fahrzeugauswahl war ein Problem. Aus unerfindlichen Gründen werden Autos fast nur noch in den Kategorien "für kleine Leute" (Mittelklasse und alles darunter), "Oberklasse und noch größer" oder "Sportwagen" angeboten. Ich wollte einen Kompakten, in den man auch als etwas größere Person sicher (Stichwort: Schulterblick vs. B-Säule) und ergonomisch (Stichwort: Keine Rückenschmerzen nach 200 km) fahren kann. Das gab es nur, wenn man es sich gekauft hat. Hätte ich mieten wollen, hätte ich besagte Oberklasse für alle Fahrten mit Kofferraumbedarf und besagte Sportwagen für alle Strecken mit Bedarf an geringen Außenabmessungen mieten müssen. Hätte vielleicht auch Spaß gemacht, mit ner E-Klasse oder nem Superb in den Urlaub zu fahren und da dann mit ner Elise rumzukurven, wäre aber weitaus teurer gewesen, als ein eigener 1er und hätte auch einen höheren Verbrauch bedeutet.

Das hätte ich eigentlich auch gedacht, ABER ein Freund von mir nutzt Spike Reifen sogar in Norddeutschland und schwört auf sie, da er über Land inkl. Feldwege durch Nachtfrost und teils Glätte radelt. Das, also Radeln, macht er auch das ganze Jahr durch bei Wind und (norddeutschem!) Wetter. Wie @empy schon schreibt - es kommt auf Ausrüstung/Kleidung an. Das kann ja auch unterschiedlich aussehen. Menschen haben unterschiedliche Fahrkompetenz/Sicherheitsgefühl/Erfahrungen/Körperwärmeerzeugung/-verteilung ... (will damit aber keinesfalls den Freund von mir schlechtreden sondern auf verschiedene Bedürfnisse und Vorausetzungen verweisen).Kenne mich nicht mit bayrischem Schnee aus, aber bei Schleswig-Holsteinischen (eher selten, aber im letzten Jahrzehnt ein paar mal reichlich) reichen auch einfach etwas dickere, gröbere Reifen für 20 km/h. Ist etwas anstrengender, erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit und ist nichts für Leute mit Osteorospose, aber es ist machbar. Und man hat nicht den Hassel mit Spikes, die eben NUR auf Schnee funktionieren, was je nach Tageswetter und auf einigen Wegen auch je nach Abschnitt und Räumungsgrad einen Reifenwechsel erfordern würde.
Also ich liege bei 500 kg direkte Emissionen pro Nase und Jahr (durch KFZ-Nutzung inklusive Urlaubsfahrt, Gas und Strom von reinen Ökoanbietern) und ich meide aus klimatischen Gründen gezielt Rindfleisch. Das der Biobauer das Futter für mein Bratwurst mit Diesel einfährt, entzieht sich aber meiner Kontrolle und wäre beim Veggischnitzel aus brasilianischem Soja auch nicht besser. Das sind Emissionen der Industrie und die soll mal schön der Industrie zugerechnet werden, ich versuche nach Möglichkeit die akzeptabelsten Produkte auszuwählen.
Mh, mich irritiert diese Mengenangabe. Selbst für mich ohne Auto sind laut (BUND-CO2-Rechner) größere Zahlen gefallen. Die konnte ich mir nicht merken, kann ich hier gerade nicht angeben.Vegetarisch, meist...
Die eigene Hühnerhaltung bei uns im Garten wäre absurd, würden wir nicht die Eier futtern.
und richtig würziger Käse ist meine Leispeise, also nicht vegan, aber kaum Fleisch.
Also wir versuchen das herunterzudrücken. Idealismus.
Vegetarisch kann - allgemein gesprochen - allerdings in die Irre führen, falls mensch meint, Fleisch mit Milch- und Eierprodukten kompensieren zu müssen. Insbesondere Butter und Käse bedeuten sehr viele Treibhausgase. Ziel wäre es also, insgesamt Tierprodukte zu reduzieren. Und Du @emp1 erwähnst Reduktion ja implizit, und kennst diesen Passus wohl, nehme ich an.Wenn CO2-Äquivalente als Kosten in entsprechenden Höhen auf Guter/Dienstleistungen umgelegt würden und Leute ein Pro-Kopf-CO2-Budget bekämen - ja, warum nicht.Geb den Ärmeren lieber Geld, damit sie sich den Luxus leisten können, der ihnen am wichtigsten ist und knöpfe all denjenigen, die etwas umweltschädliches wählen, entsprechend viel ab. Inlandsflüge sind überflüssiger als Langstreckenjets, aber klimaschädlicher sind letztere, einfach wegen der Strecken. Und wenn jemand lieber täglich mit einer RTX 5090 und mit einer Pimax abtaucht, als einmal in seinem Leben mit einem Flug auf die Malediven: Why not?
Alles durch Verbote und "Verfügbarmachung" regeln zu wollen erfordert letztlich alles und wirklich absolut alles durchzuplanen, für jeden. Das hat bislang nie funktioniert.
Ähnlich sehe und befürchte ich es auch. Zumal viele benötigte Veränderungen meiner Wahrnehmung nach im Vergleich zum EE-Ausbau bisher langsam und im geringen Umfang gewesen sind.Grundsätzlich muss man sich vor Augen halten, dass das CO2-Budget der Natur weitestgehend einen Kreislauf gebildet hat, bevor der Mensch eingegriffen hat. Das Potential der Biosphäre, CO2 über diesen nicht-Auststoß hinaus dauerhaft zu binden, ist ziemlich begrenzt. Bodenaufbau dauert Jahrhunderte, die biologische Pumpe arbeietet nur mit 1% Effizienz. Auf langen Zeiträumen bringen geologische Prozesse die Sache wieder ins Lot, aber die spielen sich schon eher in Jahrtausenden ab. Auf menschlichen Zeistkalen ist alles, was wir heute und morgen und übermorgen (und weils so schön war auch noch den Rest des Jahrhunderts) kaputt machen, dauerhaft kaputt. Da wir zahlreiche biologische Systeme mittlerweile schon auf ihre Kipppunkte getrieben haben, würde ich mittlerweile sogar mit einer Nettoemission aus der Natur heraus rechnen. Der Permafrost wird weiter tauen, die Feuchtgebiete weiter austrocknen, die Wälder weiter brennen und nicht mehr schnell genug nachwachsen, ehe der nächste Sturzregen alles wegspült. Ehe das geheilt ist, vergeht sehr viel Zeit. Der gesamte Mittelmeerraum ist bis heute von den Kahlschlägen der Römer geprägt, ich würde raten dass nicht einmal 5% der damals verloren gegangenen Böden bislang ersetzt werden konnten. Und die haben nur einmal die Vegetation abgeholzt, nicht gleich noch Umgebungsbedingungen geschaffen, die eine Neuansiedlung der lokal vorhandenen Arten erschweren bis unmöglich machen.
Oja, die Dinger finde ich cool! Mit denen kann mensch auch sehr schnell fahren. Mit so einem Ding würde ich gerne mal fahren.2 °C sollten übrigens mit einem geschlossenen Velomobil ebenfalls ziemlich gut passen. Aber wenn die S-Bahn bei dir eine passable Lösung ist, ist das ja auch okay. Ich sag ja nur, dass es selbst für solche Entfernungen auch individuelle Lösungen mit geringem Energiebedarf gibt und plädiere im großen und ganzen dafür, dass >99% der Bevölkerung nicht weiter als 5 km von der Arbeitsstelle, die Mehrheit nicht weit als 5 m, entfernt leben sollte. Das senkt den Energiebedarf dann nämlich richtig.

Achso. Theoretisch mag mensch ja einiges kritisieren können. Statt Kritik an ÖPNV-Nutzung fände ich dann in der Praxis eher Kritik an anderem berechtigt, wie bspw. auf jede neuerscheinende GPU-Generation oder auf GPUs mit hohem Verbrauch aufzurüsten.Es war eine Antwort auf einen Foristen, der meine täglichen Pendelbewegungen mit der S-Bahn als unzureichende Bemühungen darstellte - so zumindest verstanden.
Sowieso und ich glaube, dass das auch jedem Entscheidungsträger bewusst ist. Auf schlecht ausgebaute und deswegen kaum benutzte Strecken zu verweisen (sowohl bei Schiene als auch Radwegen), um so zu argumentieren, dass ein Ausbau sich nicht lohnt, ist meines Erachtens eine ganz bewusste Verzögerungs- oder Verhinderungstaktik für die Verkehrswende zugunsten des Erhalts des massiven Privilegs von Autos.Um hier den Kunden des Personenverkehrs zu überzeugen, muss m.M.n. massiv in Vorleistung gegangen werden.
Es sollte zumindest die Möglichkeit geben. Wenn dann jemand gerne jeden Tag etliche Kilometer pendeln will, sollte das aber halt sein Problem sein und kein Argument für z.B. Autobahnen statt Schienen oder Parkplätze statt Radwegen oder gegen ein Tempolimit.Es erinnert aber sehr stark an die Städtebau-Kultur im Osten bei der Werktätige in Hochhäusern möglichst nah an der Wirkstelle untergebracht wurden und binnen 15min mit den ÖVV die Arbeitsstelle erreichen sollten. Viele gingen zu Fuß zur Arbeit. Jedoch entspricht das nach meiner Wahrnehmung nicht mehr dem Ideal der heutigen Zeit.
Um zugestehen/(implizit)nicht zugestehen von Urlaub, Ausflügen geht es in meinen Augen nicht, sondern es geht um die Form der Mobilität. Die Alternative wäre regelmäßig nicht kein Urlaub und keine Ausflüge sondern Urlaube/Ausflüge mit Fahrrad und ÖPNV bzw. einer Kombination aus diesen statt mit dem Auto - oder eben E-Carsharing.
Das Problem der Körpergröße fällt beim ÖPNV/Fahrrad weg.
Oh, da bin ich erstaunt bzw. habe Deine Beiträge falsch in Erinnerung/an ihnen vorbei gedeutet ... Ich dachte, Du argumentierst stark für Klimaschutz, von daher nahm ich an, das Verbrennen Neuproduktionen für Dich als gesellschaftliche Lösung nicht in Frage kämen.
Mir geht es ähnlich. Allerdings reise ich mit Bahn und Buss bspw. nach Norwegen in die Pampa. Das geht also schon.
Verstehe. Bliebe noch ÖPNV/Bahn ...![]()
Das hätte ich eigentlich auch gedacht, ABER ein Freund von mir nutzt Spike Reifen sogar in Norddeutschland und schwört auf sie, da er über Land inkl. Feldwege durch Nachtfrost und teils Glätte radelt. Das, also Radeln, macht er auch das ganze Jahr durch bei Wind und (norddeutschem!) Wetter. Wie @empy schon schreibt - es kommt auf Ausrüstung/Kleidung an.
Mh, mich irritiert diese Mengenangabe. Selbst für mich ohne Auto sind laut (BUND-CO2-Rechner) größere Zahlen gefallen. Die konnte ich mir nicht merken, kann ich hier gerade nicht angeben.
Also ich finde es jedenfalls gut, klimatisch bewusster zu essen.Vegetarisch kann - allgemein gesprochen - allerdings in die Irre führen, falls mensch meint, Fleisch mit Milch- und Eierprodukten kompensieren zu müssen. Insbesondere Butter und Käse bedeuten sehr viele Treibhausgase.
.Wenn CO2-Äquivalente als Kosten in entsprechenden Höhen auf Guter/Dienstleistungen umgelegt würden und Leute ein Pro-Kopf-CO2-Budget bekämen - ja, warum nicht.
Ähnlich sehe und befürchte ich es auch. Zumal viele benötigte Veränderungen meiner Wahrnehmung nach im Vergleich zum EE-Ausbau bisher langsam und im geringen Umfang gewesen sind.
. Aber noch schlimmer ist halt die Entwicklung der letzen 10-15 Jahre. Denn der zweite Teil wurde 1:1 beibehalten, aber mittlerweile werden als Alibi nicht einmal mehr EE ausgebaut, sondern es geht nur noch um E-irgendwas. "Ja, ich fliege dreimal im Jahr in den Urlaub, aber dafür dafür fahre ich auch einen SQ6 etron und beheize die 400 m² für mich und meine Frau mit Wärmepumpe. Sobald sie hoch genug ist, wollen wir sogar die Photovoltaikförderung in Anspruch nehmen!" 
Klar, und Wohn-Arbeit-Umstrukturierung fände ich auch gut. Mieten senken und Wohnungstausch ermöglichen!![]()

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass selbst bei -5 Grad oft eine kurze Hose im Velomobil eine ausreichende Bekleidung ist. Bei Schnee ist allerdings ab einer gewissen Höhe schluß, ebenso wenn man im hügeligen Wohnt und es glatt ist.2 °C sollten übrigens mit einem geschlossenen Velomobil ebenfalls ziemlich gut passen.
Als allgemeine Lösung habe ich sie auch nicht dargestellt, sondern als eine für jene, die abgelegen auf dem Land leben. Wäre autonomes Fahren sicher, würde dies das nochmal verbessern können. Aber darauf zu setzen, ist unsinnig, da es jetzt, eigentlich bereits gestern Lösungen braucht.Nein. Wie bereits dargelegt, ist E-Carsharing keine Lösung
Das habe ich auch nicht überlesen. Womöglich geht es dann um Details ...Den anderen von dir angesprochenen Punkt, Autofahrten komplett durch andere Fahrten ersetzen, habe ich auch schon angesprochen: Ja, wir brauchen mehr Bündelung, wo sie sinnvoll ist.
Mh, naja, hauptsächlich geht es der Autoindustrie um große, schwere Autos und die allermeisten offenbar noch dazu als Verbrenner.Ich argumentiere stark für Klimaschutz, ja. Aber ich gucke mir auch die Technik an.
Und Batterieautos sind, solange Kohlekraftwerke laufen, oftmals gar kein Klimaschutz. Sondern im Gegenteil Klimazerstörung. Und dieser Zustand wird, bei unserer aktuellen Politik, in Deutschland noch bis mindestens 2045, innerhalb des europäischen Stromnetzes (und um das geht es eigentlich) eher bis 2060-2070-2080 anhalten. DANACH kann man dann gucken, ob die Kombination aus Gaskraftwerk (egal ob mit fossilen oder mit E-Gas) klimaschützend gegenüber Verbrennern ist. Aber das ist noch Zukunftsmusik und wie schon angedeutet, sehe ich den Ausgang als offen an.
Meines Erachtens hat sich die Autogesellschaft immer mehr verstetigt, lange Zeit unter großem Einfluss der Erdölindustrie und mit dem Wachstum der deutschen Autoindustrie. Die Erdölindustrie dürfte die deutsche Autoindustrie auch weiter dazu drängen, auf Verbrenner zu setzen. Gleichzeitig will die nahestehende/überschneidende Gasindustrie auf die hiesige Energieerzeugung nehmen, was sich entsprechend ökologisch negativ auf den Strommix auswirken würde und damit auch die eigentlich möglichen Verbesserung elekrifizierter Anwendungen wie Mobilität, Heizung und Produktion eingegrenzt.Umgekehrt sehe ich aber auch, dass gigantische Ressourcen, die in erneuerbare, ÖPV oder (Gebäude-)Effizienzmaßnahmen investiert wirklich etwas fürs Klima gebracht haben, derzeit in Batterieautos verschwinden. Davon hat das Klima gar nichts, das sind einfach nur Geschenke für den immer gleichen Kreis der Autokonzerne.
Konsument:innen und Industrie haben sich/die Menschen vom Auto abhängig gemacht (auch psychisch, siehe Bequemlichkeit und Gewohnheit) und entsprechend schwer ist es, dieses wieder auf mehr Kollektivverkehr umzuändern.Das hängt dann vom sogenannten Mindset ab. Wenn ich nicht mit dem Auto planen will, nehme ich entsprechend wenig Gepäck mit, nehme ich Bus/Bahn/ÖPNV, lege Wegstrecken zu Fuß zurück, rufe zur Not ein Taxi. Wollte ich mich weniger bewegen oder eine einfachere Anfahrt haben, reise ich nicht so weit weg bzw. an weniger abgelegene Orte.Aber auf längeren Urlaubsfahrten ist sie das halt oft nicht. Zu viele unterschiedliche Start-Zielort-Kombinationen, zu viel Gepäck, etc.. Stell dich auf eine beliebige Autobahn zu Sommerferienbeginn in den Stau und du siehst ausnahmsweise mal Autos, deren Transportkapazität nicht zu 20-25%, sondern zu über 80% ausgelastet sind. Demgegenüber kann ÖPV nur schwer eine Verbesserung erzielen, wenn alle anderen Parameter (vor allem Gesamtfahrtdauer) vergleichbar bleiben sollen.
Zum Budget ja, zur Absenkung der Sozialabgaben nö, wenn das zur Absenkung des Versorgungsniveaus führte und wir jetzt wohl weiter auf Individuen ausgelagert wird, von denen Ärmere sich Zuzahlungen kaum leisten können. Also: die Einkommens- und Vermögensverhältnisse müssten sich ändern, sonst könnten sich Friseur und Wachschützerin immer noch kaum Urlaub mit der Bahn und weniger giftigen Zahnersatz leisten.Wie gesagt: Ich sehe in gesonderten CO2-Bilanzierungen nur enormen Bürokratieaufwand. Einfach die Kosten einpreisen und dann hat jeder ein finanzielles Pro-Kopf-Budget, dass er entweder für viel klimafreundliches oder sehr, sehr wenig klimaschädliche ausgeben kann. 10% weniger Sozialabgaben, dafür Sprit doppelt so teuer? Gerne! Für mich sollte da unterm Strich ein Plus rausspringen, für den Staatshaushalt sowieso. Und während ich dann beim Sprit nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen kann, motivieren die Renten- und Krankenkassenabzüge eigentlich nur dazu, nicht mehr zu arbeiten oder auszuwandern.
Defenitiv. An Verschwendung und Wachstum wollen viele eigentlic offenbar nicht ran. Und bezüglich Reichtum sieht es wohl etwas besser aus, aber dem Streben wirken die Machtverhältnisse und Ideologien stärker entgegen.EE-Ausbau war lange Zeit das Feigenblatt, um überall anders weitermachen zu können, wie bisher. "Wir haben ja so und so viel für EE ausgeben, da werden uns das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das und das ja wohl noch erlauben können!" Aber "Geldausgeben" ist nicht das gleiche wie "Emissionen reduzieren" und in der Summe hat man oft nicht einmal die Emissionsanstiege an anderer Stelle kompensiert. Aber noch schlimmer ist halt die Entwicklung der letzen 10-15 Jahre. Denn der zweite Teil wurde 1:1 beibehalten, aber mittlerweile werden als Alibi nicht einmal mehr EE ausgebaut, sondern es geht nur noch um E-irgendwas. "Ja, ich fliege dreimal im Jahr in den Urlaub, aber dafür dafür fahre ich auch einen SQ6 etron und beheize die 400 m² für mich und meine Frau mit Wärmepumpe. Sobald sie hoch genug ist, wollen wir sogar die Photovoltaikförderung in Anspruch nehmen!"
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Das sieht bei mir ähnlich aus. Das mit dem Nichtanziehen der Emissionen von Industrie und Co kann ich von daher zu einenm Teil verstehen. Mensch sollte nicht vergessen, dass die Güter die mensch konsumiert auch transportiert und produziert worden sind. Mein Bild von Industrie, Wirtschaft, Infrastruktur ... wäre jedenfalls auch ein anderes, wie ich hier ja angedeutet habe. Bezüglich des Mobiliäts-Fußabdruckes frage ich mich, inwieweit Herstellungsaufwand der Fahrzeuge da hineinfließt ...Wie gesagt: Ich rechne nur direkte, fossile CO2-Emissionen. Das sind in dem Fall um die 450 l Benzin pro Jahr für einen Zweipersonenhaushalt, was an fossilen Energieträgern gekauft wird. Die meisten CO2-Rechner wollen dagegen den gesamten Fußabdruck inklusive der Emissionen von Industrie & Co berechnen. Aber den Schuh ziehe ich mir nicht an. Meine Kleidung trage ich teils Jahrzehnte, obwohl (oder weil?) ich Urgestein eines PC-Forums sind, wird meine Elektronikausstattung als steinzeitlich bezeichnet, meine Lebensmittel kaufe ich wo immer mögich in Bio und bei Auswahl in der Fassung, die mir nach der umweltfreundlichsten Produktion aussieht.
Naja, wenn mensch mag, kann mensch ja pflanzliche Milch nehmen, auch wenn der Nährwert teils ein anderer ist. Bei cashewbasierter Käse und Sojajoghurt würde ich aber einen höheren Nährwert annehmen als Milchnachahmungen wie Hafermilch ...Yeah, Milchprodukte sind definitiv ein wunder Punkt bei mir.
Es wäre toll, wenn die Forschung zu methanreduzierender Ernährung endlich mal in kaufbare Produkte münden würde, aber irgendwie ist das schon fast genauso lange Zukunftsmusik, wie Retortenfleisch.
Welche Mengenangabe?Mh, mich irritiert diese Mengenangabe. Selbst für mich ohne Auto sind laut (BUND-CO2-Rechner) größere Zahlen gefallen. Die konnte ich mir nicht merken, kann ich hier gerade nicht angeben.
Also ich finde es jedenfalls gut, klimatisch bewusster zu essen.Vegetarisch kann - allgemein gesprochen - allerdings in die Irre führen, falls mensch meint, Fleisch mit Milch- und Eierprodukten kompensieren zu müssen. Insbesondere Butter und Käse bedeuten sehr viele Treibhausgase. Ziel wäre es also, insgesamt Tierprodukte zu reduzieren. Und Du @emp1 erwähnst Reduktion ja implizit, und kennst diesen Passus wohl, nehme ich an.
Naja, bezüglich der Legende "Veggischnitzel aus brasilianischem Soja" - es gibt genügend Veggie-Produkte basierend auf Bio-Soja aus Europa oder auf Basis von Erbsen, Lupine, Linsen, Sonnenblumen ...
Das ist richtig, aber vermutlich nicht praktikabel umzuzsetzen.Ich sag ja nur, dass es selbst für solche Entfernungen auch individuelle Lösungen mit geringem Energiebedarf gibt und plädiere im großen und ganzen dafür, dass >99% der Bevölkerung nicht weiter als 5 km von der Arbeitsstelle, die Mehrheit nicht weit als 5 m, entfernt leben sollte. Das senkt den Energiebedarf dann nämlich richtig.
Aber immerhin keine Netzentgelte, oder? Die sind bei meinem Tarif einfach mal höher als die Beschaffungskosten. Bei allen Herausforderungen, denen sich die Netzbetreiber jetzt mal langsam stellen sollten, grenzt das irgendwie schon an Wegelagerei.Wir heizen und stromen ja zumindest klimaneutral, haben keinen Stromanschluss mehr am Haus - müssen trotzdem den Anschluss zahlen, mei...
Ist vielleicht so ein Ding, damit sich nicht irgendwelche Idioten in Gefahr bringen, die sich für deutlich autarker halten, als sie sind. Wenn die dann nämlich z .B. irgendwann überraschend im Dunkeln rumtappen und sich die Treppe runterlegen, muss ja trotzdem gegebenenfalls ein RTW ausrücken. Außerdem sind die Förderungen, die hauptsächlich Eigenheimbesitzer nutzen können, so immerhin auch eine Investition, die Geld für Dinge zurückspült, die alle nutzen können.Allerdings die ganzen Grundgebühren müssen wir berappen - muss man nicht verstehen, ist aber so.
Sind um die 200 € /anno für nichts.
Vegane Ernährung ist nur ein Trend. Frag mal in einem Flüchtlingscamp im Sudan, ob sich da jemand vegan ernährt.Das ist überwiegend vegan, aber nicht ausschließlich.
Warum auch, der Mensch ist ein Allesfresser, schon immer gewesen.
Die für Dich kalkulierten CO2-Emissionen gegenüber meinen, meine ich. Damit wollte ich nicht sagen, dass Du lügst oder so, sondern, dass die für mich im Verhältnis recht hochangesetzt sind, obgleich ich recht spartanisch lebe. Bei mir waren bspw. Reisen recht viel, obgleich ich alle mit Bahn und Bus mache. Aber auch wohnen dürfte recht viel sein, da Altbau und Gasheizung. Aufgrund Miete ist mensch da aber abhängig und fremdbestimmt. Positiv ist, dass auf Fernwärme umgestellt wird. Wenn "Gas-Kathi" nicht ihre Gasbindung durchkriegt, könnte die Fernwärne sich auch positiver entwickeln, als ich befürchte. Volker Quaschning erzählte letztens, dass bereits es bereits umgesetzte Projekte gibt, überschüssigen Strom zum Erhitzen von Wärmespeichern zu nutzen.Welche Mengenangabe?
CO2?
Die großen angeban sind aus dem Netz, unsere ausgerechnet
Gibt ja einen CO2 Rechner.
Oh, PV + WP?Wir heizen und stromen ja zumindest klimaneutral, haben keinen Stromanschluss mehr am Haus - müssen trotzdem den Anschluss zahlen, mei...
Überwiegend vegan ist ja schon mal was für das Klima.Und Essen
Wir essen das, was uns schmeckt.
Das ist überwiegend vegan, aber nicht ausschließlich.
Warum auch, der Mensch ist ein Allesfresser, schon immer gewesen.
Bei Ideologie vs. Gesundheit nehme ich Gsundheit.
Mlichprodukte gibts vom Hofladen um die Ecke und das Fleisch auch aus dem Ort.
Das ist immer noch klimabewußter als die meisten anderen und ich fühle mich hier völlig OK dabei.
Außer mensch "vergisst" dabei täglichen Wurst, Aufschnitt o.ä. einzubeziehen - wie mir mal ein Freund über seine Eltern erzählte.
Manche Leute haben da kuriose Wahrnehmung und Einordnung. 
Mh? Also vegan steht ja für eine Überzeugung, eine Haltung gegenüber Tieren. Es ist also kein Trend sondern Teil einer Bewegung (Tierrechte/-befreiung). Wahrscheinlich meinst Du den Trend, aus gesundheitlichen Gründen, sich pflanzenbasiert zu ernähren. Das ist aufgrund der Motivation etwas anderes. Bereits pflanzenbasiert aufgrund Klima/Erhaltung der Lebensgrundlagen hat dann aber wiederum auch eine politische Dimension.Vegane Ernährung ist nur ein Trend.
Vegan wohl weniger. Zumindest gerade in ärmeren Schichten wenig Fleisch, da Ziegen/Kühe für Milchproduktion benötigt werden. Tatsächlich hat die sudanesische Küche auch leckere vegane Angebote (Tamiya, Mish, Aswad ...).Frag mal in einem Flüchtlingscamp im Sudan, ob sich da jemand vegan ernährt.
Zum einen - ich schreibe hier ja in einem deutschsprachigen Forum, also im Kreise der Überflussgesellschaft und habe also hiesige Forumsmitglieder und keine sudanesischen Geflüchteten gefragt.Sowas kannst du nur in einer Überflussgesellschaft machen. Und die fördert ja die industrielle Tierproduktion. Davon muss man wegkommen. Aber dafür gibt es keine politischen Mehrheiten.
Es ist ein Trend, der sich auf Grund der industriellen Tierproduktion entwickelt hat. Beendet man diese, verschwindet auch der Vegan Trend.Mh? Also vegan steht ja für eine Überzeugung, eine Haltung gegenüber Tieren. Es ist also kein Trend sondern Teil einer Bewegung (Tierrechte/-befreiung). Wahrscheinlich meinst Du den Trend, aus gesundheitlichen Gründen, sich pflanzenbasiert zu ernähren. Das ist aufgrund der Motivation etwas anderes. Bereits pflanzenbasiert aufgrund Klima/Erhaltung der Lebensgrundlagen hat dann aber wiederum auch eine politische Dimension.
Die Menschen verhungern in den Camps,. Die interessieren sich einen Dreck für irgendwelche Küche.Vegan wohl weniger. Zumindest gerade in ärmeren Schichten wenig Fleisch, da Ziegen/Kühe für Milchproduktion benötigt werden. Tatsächlich hat die sudanesische Küche auch leckere vegane Angebote (Tamiya, Mish, Aswad ...).
Solange man Raubtiere, wie den Kraken, mit Tieren füttert, um ihn dann essen zu können, wird sich daran auch nichts ändern.Dies ist besonders fatal, da die gigantische Tierproduktion massiv Klima, Umwelt und Wildtiere schädigt bzw. dezimiert und die Krisen Klimakrise und Massensausterben von Spezies bereits sehr weit vorangetrieben wurden.
Dass Tierproduktion mit Kapitalismus zusammenhängt und auch andere Wirtschaftsteile aus Klimaschutzsicht kritisch zu betrachten sind, dass sehe ich auch so.Es ist ein Trend, der sich auf Grund der industriellen Tierproduktion entwickelt hat. Beendet man diese, verschwindet auch der Vegan Trend.
Dass man das machen muss, ist klar, wenn man sich die Klimaentwicklung anguckt. Natürlich muss man auch die Zementproduktion anschauen und andere Branchen. Solang die profitgierige Kapitalismusindustrie anhält, wird sich das aber nicht ändern.
Oh, da hast Du recht. Da bin ich schräg an Deinem Einwand vorbei.Die Menschen verhungern in den Camps,. Die interessieren sich einen Dreck für irgendwelche Küche.
Deine genannte Maßnahmen kann mensch so machen. Sozialer Ausgleich (Einkommen/Vermögen) und tatsächliche Preise würden schon etwas ändern, wie auch die Beendigung der Subventionierung der Tierproduktion.Solange man Raubtiere, wie den Kraken, mit Tieren füttert, um ihn dann essen zu können, wird sich daran auch nichts ändern.
Man muss die Verpackungen ändern. Tierische Produkte müssen abschrecken. Bilder von gequälten Tieren drauf, dazu Werbeverbot für tierische Produkte und ein Verbot für Söders Futterwahn.
Mh, naja, hauptsächlich geht es der Autoindustrie um große, schwere Autos und die allermeisten offenbar noch dazu als Verbrenner.
Klar, fahren die E-Autos auch zu einem Teil mit Kohlestrom, da dieser Teil des aktuellen Strommixes ist.
Der bessere Abtrieb kann aber nicht die Eigenschaft als Stehzeug kompensieren. Verbrenner hingegen sind nicht nur Stehzeug sondern -um in bildlicher Sprache zu bleiben - auch mehr Heizung als effizienter Antreiber und damit ein noch krasserer Verschwender als es E-Autos bereits sind.
Ich will sagen, dass Individualverkehr schon sehr lange bevorzugt worden ist und dass das auch als Argument genutzt wurde, den ÖPNV zurückzubauen. Naja, und nun hat mensch quasi den Salat und viele Leute Ausreden, warum sie den ÖPNV nicht nutzen könnten.Konsument:innen und Industrie haben sich/die Menschen vom Auto abhängig gemacht (auch psychisch, siehe Bequemlichkeit und Gewohnheit) und entsprechend schwer ist es, dieses wieder auf mehr Kollektivverkehr umzuändern.
Das hängt dann vom sogenannten Mindset ab. Wenn ich nicht mit dem Auto planen will, nehme ich entsprechend wenig Gepäck mit, nehme ich Bus/Bahn/ÖPNV, lege Wegstrecken zu Fuß zurück, rufe zur Not ein Taxi. Wollte ich mich weniger bewegen oder eine einfachere Anfahrt haben, reise ich nicht so weit weg bzw. an weniger abgelegene Orte.
neben in meinen Augen zuvor Landschaftszerstörerischen Hotel-Klötzen
Zum Budget ja, zur Absenkung der Sozialabgaben nö, wenn das zur Absenkung des Versorgungsniveaus
Bezüglich des Mobiliäts-Fußabdruckes frage ich mich, inwieweit Herstellungsaufwand der Fahrzeuge da hineinfließt ...
Naja, wenn mensch mag, kann mensch ja pflanzliche Milch nehmen, auch wenn der Nährwert teils ein anderer ist. Bei cashewbasierter Käse und Sojajoghurt würde ich aber einen höheren Nährwert annehmen als Milchnachahmungen wie Hafermilch ...
Das ist richtig, aber vermutlich nicht praktikabel umzuzsetzen.
Ist vielleicht so ein Ding, damit sich nicht irgendwelche Idioten in Gefahr bringen, die sich für deutlich autarker halten, als sie sind. Wenn die dann nämlich z .B. irgendwann überraschend im Dunkeln rumtappen und sich die Treppe runterlegen, muss ja trotzdem gegebenenfalls ein RTW ausrücken. Außerdem sind die Förderungen, die hauptsächlich Eigenheimbesitzer nutzen können, so immerhin auch eine Investition, die Geld für Dinge zurückspült, die alle nutzen können.
Vegane Ernährung ist nur ein Trend. Frag mal in einem Flüchtlingscamp im Sudan, ob sich da jemand vegan ernährt.
Vorweg, wir haben ein altes "Zuhäusl", das ist ein Nebengebäude von einem Bauernhof in Bayern mit respektablen 3.000 m² Grund vor fast 20 Jahren gekauft und suzessive saniert/renoviert.Oh, PV + WP?

Willst Du auf folgendenen Passus hinaus? So was wie Marginalmix? Hier mal ein Artikel, allerdings relativ alt, aus dem Jahr 2021. Wenn ich ihn richtig las, werden Marginalmix der Position Strommix dort gegenübergestellt und relativiert ...Nein. Nicht "zum Teil". Das ist die Schönrechnerei der Autoindustrie, die z.T. dochmal was anderes verkaufen oder zumindest ihre Bilanz schönrechen will. Mit Ausnahme von den wenigen Fahrzeugen, die Mittags in einem Gebiet mit Solarüberausbau geladen werden (und zwar nur da und nur dann) und einem nur geringfügig größeren Teil in Norddeutschland bei Starkwind, fahren Batterieautos de facto immer mit Kohlestrom. Das ist nun einmal die Grenzenergie in unserem Netz. Wir können 100% (und noch weitaus mehr) der eneuerbar erzeugten Energie stationär nutzen und jeder weitere Stromverbraucher, der hinzukommt (und im Vergleich Verbrenner vs. Batterieauto ist letzteres ein zusätzlicher Verbraucher), erfordert somit zusätzliche Produktion in einem fossilen Kraftwerk. Öl haben wir nicht, Gas ist teuer (und in der Praxis nicht zwingend besser, wie du selbst schreibst, wobei das stark vom Lieferanten abhängt), Kohle steht massenhaft in der Landschaft rum. Also bedient sie den zusätzlichen Verbrauch. Wenn du ein Batterieauto einstöpselst, entfaltet sich nirgendwo eine Solarzelle, die sonst inaktiv geblieben wäre, und liefert dir 30% PV-Anteil gemäß Strommix.
Hier greifst Du wieder auf Deine vorige Darstellung zurück, von der ich erstmal nicht ausgehen würde, wie ich oben schrieb. Ohne Kohlekraft verteidigen zu wollen - da ich fossile Energien ja schnellstens vom Netz müssen - ein Kohlekraftwerk kombiniert mit Kraft-Wärme-Kopplung kann einen sehr hohen Wirkungsgrad erzielen - durch die Nutzung der anfallenden Abwärme.. Beim Auto hingegen verpufft viel mehr, da es nicht an ein Wärmenetz angeschlossen ist.Nicht solange man die Batterieautos mit Strom aus einer anderen Heizung lädt. Die Effizienz von Verbrennern in einem KFZ liegt zwar in der Praxis bei nur 25%, Kohlekraftwerke kommen aber auch nur auf 30-40% (wobei wir die noch vor kurzem mit 40% neugebauten als erste stillgelegt und die Technik ins Ausland verkauft haben, während die abbezahlten weiterlaufen) und dann hängt hinten dran der ganze Lade-Rattenschwanz, sodass Energieträger-zu-Rad eine fast genauso miese Bilanz rauskommt, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Größe und Gewicht sogar mehr fossile Primärenergie benötigt wird.
Die bei Kohle zu 100% aus der Oxidation von Kohlenstoff resultiert und grob 2-3 mal so viel CO2 pro kWh freisetzt, wie bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen im PKW.
Das habe ich gelesen. Soweit ich Dich verstsehe, befürwortest Du aber Neubauten von Verbrenner. Die Energiewende wird wohl (hoffentlich) nicht abgewürgt, sondern weiter vorangetrieben zumindest sollte sie - noch sind bspw. nicht alle Dächer voll mit PV.Davon abgesehen möchte ich noch einmal daran erinnern, dass ich die heutigen Verbenner ebenfalls kritisiert habe. Diese sind nicht nur oft zu groß, sondern auch wesentlich weniger effizient als eigentlich möglich gebaut. Während bei den Batterieautos zumindest teilweise auf eine gute Aerodynamik geachtet wird, geht bei Verbrennern quasi immer das Design vor, denn der Tank ist ja groß genug. Für die tatsächlich im Vergleich genutzte Mobilität, also den Fahrstil den Batterieautos real ermöglichen, wenn der Akku nicht sofort leer sein soll, würden Verbrenner mit dem halben Verbrauch gegenüber heute ausreichen. Würde man sich auf die tatsächlich genutzte Mobilität beschränken, könnte es sogar noch weitaus weniger werden, denn Verbrenner lassen sich viel weiter runterskalieren, ohne dass sich das Potenzial verschiebt, während Kleinst-Batterieautos mit Kleinstreichweiten einhergehen und deswegen auf Nischen beschränkt bleiben.
Entsprechend birgt strombasierte Nutzung gegenüber Verbrennung fossiler Energieträger immer ein Vorteil - der EE-Anteil im Netz kann erhöht werden, der vom Verbrenner nicht bzw. nur mit krasser Verschwendung (E-fuels).Hier liegen wir offenbar näher beieinander. So ich die Debatte seitens EE-Befürworter:innen verfolge, geht es aktuell u.a. um größere Batteriespeicher, um bspw. Sonnenstromüberschuss tagsüber zu speichern und nachts nutzen zu können, um fossilen Stromanteil zugunsten EEs reduzieren zu können. Fragt sich, was die aktuelle Regierung macht ...Rein vom Gerechtigkeitsaspekt hast dur Recht und jeder einzelnem dieser Akteure sollte man äußerst misstrauisch gegenübertreten. Aber wenn es um das faktisch erreichbare geht, muss man halt auch das real vorhandene berücksichtigen. Wir hätten nicht 100 Jahre lang Straßen für große Autos und Tankstellen für Verbrenner bauen sollen, sondern lieber Schienen und Cargo-Bike-Verleihsysteme. Haben wir aber halt nicht und wenn ich mir vom heutigen Stand ausgehe, welche Wirkung 1 Milliarde€ für Batterieautos und Ladesäulen hat ("Es gibt mehr Bedarf für Kohlstrom") und wenn ich mir angucke, welche Wirkung 1 Milliarde für € erneuerbare Energien hat ("es wird dauerhaft CO2 eingespart") dann ist es für mich keine Frage, was von beidem erst einmal sinnvoller ist.
Die Frage ist, aber warum wir das sinnlosere machen und das sinnvolle sein lassen?
Die Antwort darauf sind imho genau die Lobbyvereine, die du ansprichst: Autohersteller, die zwar am liebsten Verbrenner von gestern statt erst noch zu entwickelnde Batterieautos anbieten, diese aber immer noch um Welten besser finden als Bahnlinien, und Kraftwerksbetreiber, die den Stromverbrauch steigen sehen wollen. (An dieser Stelle der Querverweis auf "KI ist die Zukunft und muss ganz dringend bei uns gefördert werden" respektive "KI lässt schon heute die US-Strompreise explodieren")
Schon. Du hast da ja offenbar ein anderes und innerhalb diesem Vorbedingungen, die Du auf bestimmte Art lösen möchtest. Handwäsche, "Katzen"-Körperwäsche ... nutze ich, wenn ich unterwegs bin.Sorry, aber das ist kein Mindset. Wenn ich einigermaßen warmes Wasser mit Felsökosystem will, dann kann ich nicht "nicht so weit weg" fahren, dass ist fakt. Wenn ich ökologisch bewusst meinen Urlaub am Stück machen will, um die Fahrtstrecke zu minimieren, dann brauche ich entweder eine hinreichend Menge Kleidung, oder ich stinke am Ende wie ein Ilits unterm Schweißband und fliege aus sämtliche ÖPVs raus, mit denen ich zurückfahren wollen könnte.
Wieso dürftest Du nicht mehr campen? Meinst Du Campingauto/anhänger oder Zelten? Es gibt ultralight Ausrüstung womit mensch das Gepäckgewicht stark reduzieren kann ...Oh, sorry, aber ich darf ja nicht mehr Campen, weil das zusätzliches Gepäck mit sich bringt, also brauch statt einer landschaftschonenden Faltbehausung jetzt halt so einen Betonklotz...
Mh? Wenn Du Sozialabgaben absenkst, wird doch folglich das zu verteilende Sozialbudget kleiner. Oder ist Dein Vorschlag, die Differenz quer- also aus anderer Quelle zu finanzieren?WTF? Wieso sollte ein Umstellung der Finanzierung auf Abgaben, die gegen unerwünschtes Verhalten (CO2-Emissionen) erhoben werden, statt durch Abgaben gegen erwünschtes Verhalten (Arbeiten) das Versorgsniveau senken? Eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall, denn während die Sozialkassen regelmäßig genau dann in die Krise geraten, wenn Unternehmen ihren Profit zu Lasten der Arbeitnehmer optimieren, weil gleichzeitig mehr Leistungen und weniger Einzahler aufeinanderprallen, erfassen CO2-Abgaben automatisch auch energieverschwendung bei Industrie und Superreichen, welche sich sonst denkbar wenig an der sozialen Absicherung von eben der Gesellschaft beteiligen, ohne die es ihren Wohlstand gar nicht gäbe.
Ja, auf EU- und Bundesebene müsste umgesteuert werden. Förderung von ökologischem Landbau und Reduzierung der Massentierhaltung (höhere Tierschutzstandards, Ende der Subventionierung der Massentierhaltung) wäre ja mal ein Anfang. Und Bäuer*innen bräuchten ein sogenanntes Aussteigerprogramm, um auf Bio- und Nichttierhaltung umstellen zu können.Aber erzählt den Bauern mal, sie sollten sich ums Klima kümmern...
Ui, Danke für den Einblick! Finde ich spannend, gerade, wo Ihr recht früh angefangen habt mit der Umstellung auf EE! Respekt auch für Euer Durchziehen des regiden Strommanagements im Winter!Vorweg, wir haben ein altes "Zuhäusl", das ist ein Nebengebäude von einem Bauernhof in Bayern mit respektablen 3.000 m² Grund vor fast 20 Jahren gekauft und suzessive saniert/renoviert.
Ursprüngliche Wohnfläche ca. 90 m², jetzt sind wir bei ca. 140 m².
Gezahlt hatten wir damals ...