inhuman_nature
Software-Overclocker(in)
Klar muss man im Einzelfall gucken und ich sagen ja auch, dass mehr WKAs je nach Standort durchaus eine Belastung darstellen. Das wird aber auch berücksichtigt und höhere ist im Gegensatz dazu relativ unproblematisch, weil wird das "da fliegen die Vögel drüber hinweg"-Format schon vor 25 Jahren verlassen haben. Aber nicht vor 60 Jahren.

Da bin ich mit Dir und @Tekkla einer Meinung.Dass die Vogelpopulationen, auch bei uns, seit den 60ern abnehmen liegt nicht am Flügelschlag, sondern überwiegend an der Landwirtschaft.
Definitiv! Das sehe ich auch so. Eh bebaute Flächen müssten effizienter genutzt werden - eben auch für Stromerzeugung. Würde mensch außerdem Tierproduktion und Futtermittelanbau massiv zurückfahren, könnte mensch mehr Flächen renaturieren. Einen Teil der dann übrigbleibenden Agrarfläche könnte mensch kombiniert mit Agri-Photovoltaik nutzen, kann ich mir vorstellen.Das traurige an Freiflächensolaranlagen ist nicht die Dimension der abgedeckten Flächen, würde mich nicht wundern wenn trotz allem mehr Parkplätze neu gebaut werden, sondern dass diese Abdeckung technisch vollkommen überflüssig ist, solange wir noch Ende ungenutzte Gebäudeflächen haben, die ohnehin versiegelt sind.
Die Begrenzung des Energiebedarfs und damit auch der EE-Kapazitäten beißt sich leider mit dem Kapitalismus (Wettbewerb, Fortschritt, Wachstumszwang). Was nicht heißt, dass dies nicht erstrebenswert wäre oder mensch dies nicht versuchen solle.Wie gesagt: Ja, mit weniger Verschwendung ließe er sich in Grenzen halten. Aber ohne massivste Einschränkungen, de facto eine Abschaffung der Industrialisierung, nicht auf die Grenzen, die wir heute mit EE füllen konnen. Sondern eben maximal Größenordnungen, die wir beim heutigen Ausbautempo erst in Jahrzehnten erreichen werden => die ganze derzeit von der Union und anderen Lobbyisten durchs Dorf getriebene "Bedarf überprüfen"-Sau ist nur ein Ablenkungsmanöver. Der Bedarf liegt auf absehbare Zeit bei deutlich über 100% der Ausbaukapazitäten, auch wenn wir endlich mal mit Sparen ernst machen. Und er liegt sehr, sehr, sehr, sehr weit darüber, wenn wir es nicht machen.
Klar, auf der anderen Seite sind wirkmächtig Gruppen wie die CDU vertreten, die das ganze aus anderen Motiven abbremsen wollen. Als Öko sitzt mensch zwischen vielen Stühlen - eben abseits von CDU & Co aber auch abseits einem Großteil der Grünen.
Ob was genau Abschaffung der Industrialisierung bedeutet, weiß ich nicht. Das müsste mensch genauer betrachten. Allerdings sind Dynamiken durchaus denkbar - würde sich bspw. Deutschland gegen Großteil von KI sperren und damit auch eine geringere Rechenleistung und Energiebedarf erreichen, wäre dies "ein Nachteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland - blabla ...".
Das stimmt. Leider wurden nicht schon viel früher strengere Bauvorgaben gemacht. Außerdem sind viel zu viele Einfamilienhäuser gebaut worden, was den Flächenverbrauch weiter erhöht hat.Heizung hat übrigens mehr Potential als Verkehr: Passivhäuser gibt es seit Ewigkeiten und in nahezu allen Formaten. Den Verbrauch kann man also auf null senken.
Ob es bis Passivhäuser-Standard gehen muss, weiß ich nicht. Hierzu müssten die dafür benötigten Baustoffe und Herstellungsweisen hinsichtlich Umweltverträglichkeit gegengecheckt werden. Im Zweifel lieber ein mit Wärmepumpe beheiztes/gekühltes Mehrfamilien-Haus aus viel Holz und evtl. Naturdämmstoffen plus PV auf dem Dach. Vgl. hierzu auch Schellnhuber beworbene Initiative mit Bauholz CO2 einspeichern ...
Das kommt wohl auf die Entfernungen an. Geht es um Bahnstrecken verkürzen die Reduzierung der Anzahl der Halte die Reisedauer mehr als die Erhöhung der Fahrtgeschwindigkeit. Würde also bspw. ein herkömmlicher "Regionalzug" von Berlin nach Hamburg zwischendurch nicht halten, so wäre dieser kaum langsamer als ein ICE, wenn er zudem ohne Halte, zwischendurch auf anderen Zugverkehr wartend, durchfahren könnte.Aber zügig und über größere Entfernungen von A nach B kommen wird immer Energie brauchen. Mit anderer Technik ggf. etwas weniger (wenn ich mir die aktuellen Batterie-SUVs angucke ggf. auch nicht), aber jenseits des innerstädtischen Verkehrs ist man da schnell wieder bei reinem Verzicht.
Uff, ja, da sagst Du was! Wie die Antriebswende umgesetzt wird, ist wirklich übel. Leider ist offenbar aufgrund des Mindsets und des Zeitgeistes hierzulande kaum anderes möglich. Schon ätzend. Am besten noch ein Auto von Tesla aus brandenburgischer Fabrik aus dem Wasserschutzgebiet - yeah!

Ansonsten fragt sich, wie Verzicht definiert bzw. aus welcher Sicht dies betrachtet wird und mit was abgewogen wird. ÖPNV und Bahn müssten eben viel stärker ausgebaut, abgestimmt und flexibilisiert werden. Das schaffen andere Länder wie die Schweiz und teils auch Regionen in Deutschland durchaus. Mensch sollte auch nicht vergessen, dass viele Menschen auch lange mit dem Auto im Stau stehen und so neben Energie auch Zeit verschwenden.
Da kannste noch einen drauf setzen und fragen, was denn Natur ist und auf was dieser Begriff im Diskurs so alles angewendet wird - also jenseits von Biolog:innen &/Co. Natur per Definition als etwas (vom Menschen) Unberührtes gibt es in Deutschland wohl kaum. Wenn mensch den Menschen allerdings als Teil der Natur versteht, sieht es anders aus, die Ausarbeitung/das Ausagieren von Naturschutz könnte dann aber auch etwas komplizierter werden ...Wer die Hand voll machen will, kann außerdem auch noch zwischen Umweltschutz und Naturschutz differenzieren: Umwelt ist, was Menschen umgibt. Also z.B. Luftqualität in Städten, während Natur eben Natur ist.
Die Umwelt hingegen als das, was den Menschen umgibt, also auch die Reste von dem, was mal Natur war ...
Okay. Ich habe da Umwelt- mit Naturschutz synonym verwendet. Ein Beispiel: Renaturierung/Wiedervernässung von Mooren, was vorher Agrarfläche war. Das bedeutet CO2-Einspeicherung, höhere Artenvielfalt - Klima- und Naturschutz. Naturschutz könnte aufgrund obigen Hinweises Naturbegriff etwas komplizierter sein ...Es gibt Verknüpfungen, aber als Artenschutz bezeichnet man eigentlich den Schutz einzelner Arten. Wo man es hinbekommen kann, versucht man das heute so hinzubiegen, dass deren Lebensbedingungen geschützt werden, sodass bei hinreichend großem Maßstab eine gewisse Naturschutzwirkung resultiert. Wieviel hängt aber von der Art ab, Maßnahmen gegen Abschüsse von Wildkatzen schützen bedrohte Insekten beispielsweise nicht vor Ackergiften und umgekehrt, während ein Naturschutzgebiet das Ökosystem insgesamt erhalten würde. Und ganz klassischer Artenschutz besteht auch darin bestehen, Nashörner gegen Wilderer zu überwachen oder die letzten Exemplare einer Art einzufangen und Zoos nachzuzüchten. Das hat dann mit Naturschutz ebensowenig etwas zu tun, wie Naturschutz oftmals nichts mit Klimaschutz gemeinsam hat. Als vierten Punkt, der oft in den gleichen Topf geworfen wird, gäbe es dann noch Tierschutz, also die Bewahrung einzelner Exemplare vor Unanehmlichkeiten. Wer die Hand voll machen will, kann außerdem auch noch zwischen Umweltschutz und Naturschutz differenzieren: Umwelt ist, was Menschen umgibt. Also z.B. Luftqualität in Städten, während Natur eben Natur ist.
In Deutschland werden aber alle fünf Anliegen als linksgrünes Spinnertum zusammengefasst und dann erhalten sie zusammen ein Budget, dass nicht einmal für eine der Rubriken ausgereicht hätte. Und dieses Budget fließt mittlerweile zu >>90% in den Klimaschutz (wenn man Glück hat. Wenn man Pech hat, bauen Habeck oder Reiche fossile Infrastruktur davon). Umweltschutz rund um Menschen wird auf kommunaler Ebene noch vorangetrieben (wobei ich den Eindruck habe, dass das eher auf Druck von Immobilienbesitzern geschieht, die eine Aufwertung wollen), aber Naturschutz ist seit Jahren auf dem Rückmarsch. Insbesondere die Bauern, aber auch die Baulobby streicht gerade einen Punkt nach dem anderen. (Von Artenschutz brauchen wir gar nicht erst anzufangen und im Tierschutz ist sogar die Überwachung bestehender Regelungen Aktivisten überlassen, die dafür mit beiden Beinen im Knast stehen.
Jupp. Viele Menschen in Deutschland sind Meister:innen darin, sich Dinge zurecht zu lügen ("E-Auto ist gut für Natur/Umwelt"). Und wenn es Andere denn mal ehrlich meinen, kommt teils ekliger Zynismus durch ("Ist mir doch scheißegal ... Die da in China ...").All das mit der Begränung "wir tun doch schon genug fürs Klima". Was a) falsch ist und b) eben nichts mit Natur-/Arten-/Tierschutz zu tun hat.
Wie gesagt, bin ich anderer Meinung. Zumal Ziel nicht 100% Autarkie sein muss oder Windpark sondern auch das von uns bereits genannte Zupflastern von Dächern der öffentlichen Gebäude, Parkplätze und Radwege sein kann. Bereits für Privatpersonen/-haushalte rentiert sich PV ja.Das Problem bei allen kleinmaßstäblichen Investitionen ist der Overhead. Kommunen sind einfach eine keine Kraftwerksbauer oder -betreiber und sich 4-5 WKAs das nötige Knowhow anzueignen ist genauso aufwendig und teuer, wie für 4000-5000. Die Planung des Parks selbst dann nur unwesentlich günstiger als die von einem 40-50 oder 400-500, den es bleibt halt EIN Standort, EIN Gebiet, EIN Anschluss. Wenn man also von einem Gebiet redet, in dem große Betreiber einen Ausbau für nicht lohnend erachtet haben, dann ist es nahezu garantiert, dass der sich unter BWL-Betrachtung für Kleinbetreiber erst recht nicht lohnt. Auch private Solaranlagen leben weiterhin in großen Teilen von staatlicher Förderung (deutscher wie chinesischer) und schöngerechneten Bilanzen. Würde man das gleiche Geld, dass Staat(en) und späterer Besitzer und Netzbetreiber und Stromkunden zahlen, einigermaßen geschickt an der Börse anlegen, käme mehr dabei herum. Die Technik ist zwar mittlerweile recht billig geworden, aber das ganze drumherum nicht.
Anders sieht das ganze, wie gesagt, bei VWLer-Betrachtung aus, weil halt einfach die Gemeinschaft profitiert. Aber für diese idealistische Perspektive muss das Geld halt erstmal da und übrig sein. Dann kann man es investieren und freut sich am Ende nicht darüber, dass man es mit Gewinn zurückbekommt (weil man das nicht tut), sondern daran, dass es der ganzen Gegend etwas besser geht. Gegenden, die soviel Geld übrig haben, ging es aber schon vorher relativ gut und sie sind selten. Effizient und sinnvoller wäre ein Ausbau auf Landes- oder Bundesebene. Aber das wäre dann ja Sozialismus oder ""schlimmeres"".
Sicherlich kann mensch das aktuelle System hinterfragen und Gerechtigkeitsfrage stellen - bspw. wo bleiben die vielen (ärmeren) Mieter:innen? Von Börsenlösungen halte ich nicht allzuviel. Womöglich führt das nur zu weiterem Kapitalismusmurks ...
Oha, noch mehr geschrieben. Wer soll das alles lesen ...

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Ja, echt ey, die Eltern mit den Kinderwägen ... oder die Rollifahrer:innen sind die Hauptverursacher:innen von Feinstaub! 